Vom Interesse zum Studienfeld: So gelingt die Zuordnung

Studienwahl nach Interessen: Studienfelder zu eigenen Stärken finden

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 16. September 2026 · Studiengänge im Überblick

Über 22.200 Studiengänge lassen sich nach eigenen Interessen eingrenzen. Dieser Artikel zeigt, wie studienwahl.de die Angebote gliedert, welche Tests der Bundesagentur für Arbeit bei der Orientierung helfen und wie man Schritt für Schritt vom Interesse zum passenden Studienfeld kommt.

Studienfelder als Orientierungsrahmen nutzen

Studienwahl.de teilt das Angebot von über 22.200 Studiengängen an mehr als 400 Hochschulen zur besseren Übersicht in elf Studienfelder mit jeweils mehreren Sub-Studienfeldern ein. Wer sich etwa für lebende Systeme und Umweltfragen interessiert, schaut in das Feld Mathematik, Naturwissenschaften und dort in den Abschnitt Bio-, Umweltwissenschaften. Jeder solche Abschnitt gibt laut der Seite einen ersten Einblick in Studieninhalte, formale Voraussetzungen und spätere Berufsmöglichkeiten und führt zu einem Direktlink zur Studiensuche sowie zu ergänzenden Informationsquellen.

Die Gliederung deckt laut studienwahl.de das gesamte Angebot an Studiengängen ab. Das macht sie zu einem nützlichen Werkzeug für alle, die noch am Anfang der Orientierung stehen und nicht wissen, wo sie suchen sollen. Praktisch lässt sich so vorgehen: Man schreibt drei bis fünf Themen auf, die einen im Alltag beschäftigen, etwa Zahlen und Modelle, Sprachen und Gesellschaft oder Körper und Gesundheit, und gleicht diese Liste dann mit den elf Feldern ab. Dabei zeigt sich schnell, in welchen Bereichen sich mehrere Interessen bündeln.

Studiengang wählen mit Methode statt Bauchgefühl vertieft die eigene Entscheidung, sobald ein Feld in der engeren Wahl steht. Denn die Einteilung in Studienfelder gibt nur eine erste Richtung vor: Innerhalb eines Feldes können Programme sehr unterschiedliche Schwerpunkte haben, von grundlagenorientierter Forschung bis hin zu angewandter Praxis.

Studienfach passt nicht zu den eigenen Interessen oder Stärken: Das kann ein Grund für einen Studienwechsel sein. Wer das schon im Vorfeld bedenkt und die Sub-Studienfelder sorgfältig liest, kann solche Umwege verkürzen. Keine der elf Kategorien schließt eine andere aus: Interessen können sich über mehrere Felder erstrecken, und es ist völlig normal, zunächst in zwei oder drei Bereichen zu schauen, bevor man sich auf einen Schwerpunkt konzentriert.

Studienwahl nach Interessen: der Ablauf in drei Schritten

Online-Tests der Bundesagentur für Arbeit einsetzen

Die Bundesagentur für Arbeit stellt auf ihrer Seite zu Online-Erkundungstools zwei psychologisch fundierte Testverfahren bereit. Das erste ist Check-U, das laut der Seite als perfekter Einstieg in die Berufsorientierung gilt: Es ermöglicht, persönliche Stärken und Interessen einzuschätzen und herauszufinden, welche Ausbildungsbereiche oder Studienfelder dazu passen könnten. Das zweite Verfahren heißt New Plan und richtet sich an Menschen im Erwerbsleben, die neue berufliche Perspektiven erkunden möchten. Als Vorteile nennt die Seite den unkomplizierten Zugang und psychologisch fundierte Testverfahren.

  • Check-U für Schülerinnen und Schüler: Stärken, Interessen und Arbeitspräferenzen einschätzen, passende Ausbildungen und Studienfächer ermitteln.
  • New Plan für Berufserfahrene: neue berufliche Richtungen erkunden, wenn eine Neuorientierung im Erwerbsleben ansteht.
  • Das Ergebnis beider Tools dient als Ausgangspunkt für weitere Recherche, nicht als verbindliche Festlegung auf ein bestimmtes Fach.

Berufsfelder zum Studiengang recherchieren lässt sich im Anschluss an einen solchen Test besonders gezielt, weil das Ergebnis konkrete Hinweise auf inhaltliche Richtungen liefert. Wer beim Test zum Beispiel eine hohe Affinität zu sozialen und kommunikativen Tätigkeiten zeigt, kann danach gezielt Studienfelder wie Soziales, Pädagogik oder Sprach- und Kulturwissenschaften in den Blick nehmen. Das Testergebnis ist dabei kein abschließendes Urteil, sondern ein Gesprächsangebot an sich selbst: Es lohnt sich, die vorgeschlagenen Bereiche mit dem eigenen Alltag abzugleichen und zu prüfen, ob die beschriebenen Inhalte wirklich zum eigenen Bild passen. Wer das Ergebnis mit jemandem besprechen möchte, findet bei den Beratungsstellen der Bundesagentur für Arbeit ein persönliches Gespräch als Ergänzung zum digitalen Test.

Amtliche Fächergruppen als Größenordnung verstehen

Das Statistische Bundesamt weist in seiner Aufstellung nach Fächergruppen für das Wintersemester 2025/2026 konkrete Einschreibzahlen aus. Diese amtliche Gliederung zeigt, in welchen größeren inhaltlichen Bereichen Studierende eingeschrieben sind, und kann als grobe Orientierung dienen, wenn man eigene Interessen einem Studienbereich zuordnen möchte.

Tabelle: Fächergruppe, Studierende WS 2025/2026
FächergruppeStudierende WS 2025/2026
Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Sport480.268
Geisteswissenschaften281.315
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften215.424
Kunst und Kunstwissenschaft99.200

Die Zahlen machen deutlich, wie unterschiedlich groß die einzelnen Bereiche sind. Sozial- und Verhaltenswissenschaften bilden die größte der genannten Gruppen. Geisteswissenschaften folgen mit einem deutlichen Abstand, und Humanmedizin sowie Gesundheitswissenschaften stellen ebenfalls eine große Gruppe dar. Kunst und Kunstwissenschaft ist im Vergleich kleiner, aber mit knapp 100.000 Eingeschriebenen kein Randbereich.

Wichtig für die Einordnung: Die amtliche Gliederung des Statistischen Bundesamts ordnet keine persönlichen Interessen einer Fächergruppe zu. Sie zählt nur, wie viele Personen in einem Bereich eingeschrieben sind. Als Orientierungshilfe eignet sie sich dennoch: Wer merkt, dass ein Bereich besonders viele Studierende anzieht, kann sich fragen, welche Inhalte und Berufsbilder dahinterstehen, und die Sub-Studienfelder auf studienwahl.de nach passenden Programmen durchsuchen.

Hochschulzugangsberechtigung nachweisen führt zu einer Nachbarseite mit weiteren Informationen rund um die Hochschulbewerbung.

Check-U: Wie die Personalisierung im zweiten Schritt funktioniert

Check-U ist in mehrere Schritte gegliedert. Im zweiten Schritt, den die Bundesagentur für Arbeit als Personalisierung beschreibt, geben Nutzerinnen und Nutzer Auskunft über ihre Talente, ihre bevorzugten Arbeitsbedingungen sowie über Berufsfelder, die sie ansprechen. Ziel dieses Schritts ist es, dem Test eine persönliche Grundlage zu geben, damit die Vorschläge im weiteren Verlauf besser zur eigenen Situation passen.

Im dritten Schritt zeigt Check-U laut der Quelle, welche Ausbildungen ab der achten Klasse und welche Studienfächer ab der zehnten Klasse besonders gut zu den genannten Stärken und Interessen passen. Dieser Mechanismus unterscheidet das Verfahren von einem einfachen Interessentest: Die Ergebnisse beruhen nicht nur auf einem kurzen Fragebogen, sondern berücksichtigen auch Arbeitspräferenzen und Talente.

Jemand, der mit Menschen arbeiten möchte und Lehrberufe interessant findet, wird andere Vorschläge erhalten als jemand, der analytische Aufgaben und strukturierte Einzelarbeit bevorzugt. Diese Differenzierung macht das Ergebnis zu einem nützlichen Ausgangspunkt, auch wenn es keine endgültige Antwort auf die Frage nach dem richtigen Studium liefert.

Studienberatung zum Studium ergänzt das Testergebnis um ein persönliches Gespräch. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn mehrere Studienfelder in Frage kommen oder wenn das Ergebnis von Check-U Fragen aufwirft, die ein digitales Verfahren allein nicht beantworten kann. Eine Beratungsstelle kann helfen, die Testergebnisse mit realen Studienprogrammen zu verknüpfen und offene Fragen zu Studieninhalten oder Bewerbungsverfahren zu klären. Die Personalisierung bei Check-U ist damit kein Endpunkt, sondern ein strukturierter Einstieg in eine tiefere Auseinandersetzung mit der eigenen Studienentscheidung.

Testergebnisse und Studienfelder als Ausgangspunkt weiterdenken

Weder die Einteilung in elf Studienfelder auf studienwahl.de noch die Ergebnisse der Online-Erkundungstools der Bundesagentur für Arbeit stellen eine verbindliche Empfehlung dar. Beide Angebote sind als Orientierungshilfen konzipiert: Sie helfen dabei, einen ersten Überblick zu gewinnen und Bereiche zu identifizieren, die zur eigenen Interessenlage passen könnten.

Wer ein Ergebnis aus Check-U oder New Plan vor sich hat, kann es mit den Sub-Studienfeldern auf studienwahl.de abgleichen. Die Direktlinks zur Studiensuche in jedem Abschnitt erleichtern es, von einer groben Richtung zu konkreten Programmen weiterzugehen. So entsteht ein Bild, das mehrere Perspektiven zusammenführt: die persönlichen Stärken und Interessen aus dem Test auf der einen Seite, die inhaltliche Beschreibung der Studienfelder auf der anderen.

Studienorientierungstest im Vergleich lohnt sich für alle, die vor der Wahl eines einzelnen Tests erst einen Überblick über verschiedene Angebote gewinnen möchten. Ein einzelnes Ergebnis sollte nicht die alleinige Grundlage für eine Studienwahl sein.

Sinnvoll ist es, mehrere Quellen zu kombinieren: das Ergebnis eines Erkundungstools, die thematische Beschreibung in den Studienfeldern und, wenn möglich, ein Gespräch mit einer Beratungsstelle oder ein Einblick in ein relevantes Berufsfeld. So entsteht ein breiteres Bild, das über eine einzelne Ergebnisliste hinausgeht und die Entscheidung auf eine stabilere Grundlage stellt.

Studienwahl nach Interessen: Prüfliste mit vier Punkten

In drei Schritten vom Interesse zum Studienfeld

Der Weg von einer vagen Interessenlage zu einem konkreten Studienfeld lässt sich in drei aufeinander aufbauende Schritte gliedern.

Schritt 1: Ein Online-Erkundungstool durchlaufen. Wer noch am Anfang der Orientierung steht, beginnt mit Check-U bei der Bundesagentur für Arbeit. Das Tool fragt nach Stärken, Interessen und Arbeitspräferenzen und gibt im dritten Schritt Hinweise auf passende Studienfächer. Für Berufserfahrene, die sich neu orientieren möchten, eignet sich New Plan als Alternative.

Schritt 2: Das Ergebnis mit den elf Studienfeldern auf studienwahl.de abgleichen. Die Sub-Studienfelder geben einen ersten inhaltlichen Einblick und zeigen, welche Bereiche zum Testergebnis passen könnten. Wer beispielsweise Affinität zu sozialen Tätigkeiten festgestellt hat, liest die Beschreibungen zu Soziales, Pädagogik oder Psychologie und prüft, ob die dort beschriebenen Inhalte mit dem eigenen Bild übereinstimmen.

Schritt 3: Einzelne Studiengänge im passenden Studienfeld näher recherchieren. Die Direktlinks zur Studiensuche auf studienwahl.de helfen, schnell eine Auswahl an Programmen zu finden. Dabei lohnt ein Blick auf Studieninhalte, Praxisanteile und mögliche Berufsbilder nach dem Abschluss.

Wer nach diesem Ablauf noch Fragen hat, findet auf den Nachbarseiten weitere Hilfe: Studiengang wählen beschreibt, wie man eine Studienwahl methodisch vorbereitet. Welches Studium passt zu mir stellt Selbsttest-Fragen, die bei der Einschätzung der eigenen Stärken helfen. Kein Studienfeld ist dabei das einzig richtige: Die Orientierung ist ein individueller Prozess, und es ist normal, mehrere Wege parallel zu erkunden, bevor eine Richtung klarer wird.

Quellen und Stand

Die Einordnung „Vom Interesse zum Studienfeld: So gelingt die Zuordnung“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

Soll jemand dein Motivationsschreiben für die Studienbewerbung sprachlich prüfen?

Datei hochladen

Häufige Fragen zur Studienwahl nach Interessen

In welche Studienfelder teilt studienwahl.de das Studienangebot ein?

Studienwahl.de gliedert das Angebot von über 22.200 Studiengängen an mehr als 400 Hochschulen in elf Studienfelder mit jeweils mehreren Sub-Studienfeldern. Jeder Abschnitt führt laut der Seite zu einem Direktlink zur Studiensuche und gibt einen ersten Einblick in Studieninhalte und spätere Berufsmöglichkeiten.

Für wen ist Check-U gedacht?

Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt Check-U auf ihrer Seite als perfekten Einstieg in die Berufsorientierung. Das Tool richtet sich laut der Seite an Personen, die ihre persönlichen Stärken und Interessen einschätzen und herausfinden möchten, welche Ausbildungen oder Studienfelder dazu passen könnten.

Was unterscheidet Check-U von New Plan?

Die Bundesagentur für Arbeit stellt beide Tools auf ihrer Seite zu Online-Erkundungstools vor. Check-U gilt laut der Seite als Einstieg in die Berufsorientierung, während New Plan für Menschen im Erwerbsleben gedacht ist, die neue berufliche Perspektiven suchen.

Was passiert im Personalisierungsschritt bei Check-U?

Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt den zweiten Testschritt bei Check-U als Personalisierung: Nutzerinnen und Nutzer geben dort Auskunft über ihre Talente, bevorzugten Arbeitsbedingungen sowie über Berufsfelder, die sie interessieren. Im dritten Schritt zeigt Check-U laut der Quelle, welche Ausbildungen ab Klasse 8 und welche Studienfächer ab der 10. Klasse zu den angegebenen Stärken passen.

Wie viele Studierende sind laut Statistischem Bundesamt in den Geisteswissenschaften eingeschrieben?

Das Statistische Bundesamt weist für das Wintersemester 2025/2026 in den Geisteswissenschaften 281.315 Studierende aus. Diese Zahl stammt aus der amtlichen Gliederung nach Fächergruppen und gibt eine Größenordnung, ordnet aber keine persönlichen Interessen einer Fächergruppe zu.

Legt das Ergebnis von Check-U oder New Plan ein bestimmtes Studienfeld verbindlich fest?

Nein. Die Bundesagentur für Arbeit nennt die Online-Erkundungstools auf ihrer Seite als Impulsgeber für die eigene Orientierung, nicht als verbindliche Festlegung. Auch die elf Studienfelder auf studienwahl.de dienen laut der Seite als Ausgangspunkt, um einzelne Studiengänge näher zu recherchieren.

Kann ich die elf Studienfelder auf studienwahl.de direkt mit den amtlichen Fächergruppen des Statistischen Bundesamts gleichsetzen?

Nein. Studienwahl.de teilt das Angebot nach eigenen redaktionellen Kriterien in elf Studienfelder ein. Das Statistische Bundesamt verwendet eine eigene amtliche Gliederung nach Fächergruppen für seine Einschreibstatistiken. Beide Gliederungen können als grobe Orientierung dienen, sind aber nicht deckungsgleich.

Unsere Partner