Mathematikarm studieren: Einordnung über Fächergruppen und MINT-Zahlen
Studiengänge ohne Mathe: Fächergruppen und Einordnung
Viele Interessierte suchen Studiengänge, bei denen Mathematik nicht im Mittelpunkt steht. Dieser Leitfaden ordnet amtliche Fächergruppen und MINT-Zahlen ein und zeigt, wo du Studienfelder sowie die konkrete Studienordnung prüfst.
Einordnung über die amtliche Statistik
Wer Studiengänge ohne viel Mathematik sucht, kann die amtliche Hochschulstatistik als erste Orientierung nutzen. Das Statistische Bundesamt weist Studierende nach Fächergruppen aus und führt MINT auf einer eigenen Themenseite getrennt nach Studienbereichen auf. In der Fächergruppenstatistik stehen Geisteswissenschaften, Sozial- und Verhaltenswissenschaften samt Sport, Rechts- und Verwaltungswissenschaften sowie Kunst und Kunstwissenschaft getrennt neben Mathematik und Naturwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften.
Für das Wintersemester 2025/2026 nennt die Tabelle 281.315 Studierende in den Geisteswissenschaften. Für Sozial- und Verhaltenswissenschaften einschließlich Sport sind 480.268 Studierende aufgeführt. Rechts- und Verwaltungswissenschaften erreichen 208.403, Kunst und Kunstwissenschaft 99.200 Studierende.
Die Zahlen beschreiben die Größe der Gruppen, nicht die Inhalte einzelner Studiengänge. Sie sagen daher weder etwas über konkrete Module noch über Prüfungsordnungen aus. Auch ein Fach außerhalb der MINT-Ausweisung lässt sich allein anhand dieser Tabellen nicht als mathematikarm einstufen. Für diese Einschätzung ist die Beschreibung des gewünschten Studiengangs und anschließend seine Studien- und Prüfungsordnung nötig.
Studiengänge im Überblick kann die Recherche nach der statistischen Einordnung fortsetzen. Vergleiche dort die Bezeichnung eines Angebots mit den Unterlagen zum konkreten Fach. Studienfelder nach Interessen ergänzt die Suche, indem Interessen neben der Einteilung in breite Fächergruppen betrachtet werden können. So bleibt die Statistik eine Orientierung und ersetzt nicht die Prüfung des einzelnen Studienangebots.

Abgrenzung zu den MINT-Bereichen
Die MINT-Abgrenzung in der Statistik bezieht sich auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das Statistische Bundesamt führt diese Bereiche auf einer eigenen Themenseite nach Studienbereichen auf. Für das Wintersemester 2025/2026 sind dort 55.472 Studierende dem Studienbereich Mathematik und 273.941 der Informatik zugeordnet. Über alle in dieser Tabelle aufgeführten MINT-Bereiche hinweg beträgt die Zahl 1.046.066.
Die gesonderte Tabelle trennt diese MINT-Bereiche rechnerisch von den übrigen Fächergruppen. Daraus folgt keine Bewertung eines Studiengangs und auch keine Aussage über einzelne Lehrveranstaltungen. Ein Fach außerhalb der MINT-Tabelle kann nicht allein wegen dieser Zuordnung als frei von Rechnen oder Statistik gelten. Die Tabellen zählen Studierende, sie beschreiben keine Studien- oder Prüfungsordnungen.
| Fächergruppe | Beispielbereich | Studierende WS 2025/2026 |
|---|---|---|
| Geisteswissenschaften | Geisteswissenschaften | 281.315 |
| Sozial- und Verhaltenswissenschaften | Sozial- und Verhaltenswissenschaften samt Sport | 480.268 |
| MINT gesamt | aufgeführte MINT-Bereiche | 1.046.066 |
Die Tabelle stellt Zahlen aus zwei statistischen Einordnungen nebeneinander. Bei den ersten beiden Zeilen handelt es sich um Fächergruppen der Hochschulstatistik; die letzte Zeile fasst die auf der MINT-Themenseite aufgeführten Bereiche zusammen. Sie ist deshalb ein Größenvergleich und keine Liste von Studieninhalten. Auch die Bezeichnung eines Bereichs ersetzt nicht die Lektüre der Unterlagen zu einem bestimmten Studiengang.
Studienberatung zum Studium kann ein Ausgangspunkt sein, wenn nach dem Vergleich der Gruppen Fragen zur eigenen Wahl offenbleiben. Die hier genannten Statistiken liefern dafür eine Einordnung der Zahlen, nicht jedoch eine individuelle Einstufung eines Fachs. Halte bei der weiteren Recherche fest, welche Studienfelder dich interessieren, und lies anschließend die Studien- und Prüfungsordnung des konkreten Angebots.
Die getrennte Ausweisung schafft damit eine klare statistische Orientierung: MINT wird als eigener Bereich gezählt, während weitere Fächergruppen in der allgemeinen Übersicht stehen. Für die Frage nach wenig Mathematik reicht diese Orientierung allein nicht aus. Entscheidend ist erst, welche Inhalte die konkrete Hochschule für das gewählte Fach beschreibt. So wird aus der breiten Statistik eine nachvollziehbare, aber begrenzte erste Auswahlhilfe.
Recherchequellen für passende Studienfelder
Für die Suche nach passenden Studienfeldern bieten studienwahl.de und die Bundesagentur für Arbeit zwei gut dokumentierte Einstiege. Studienwahl.de ordnet mehr als 22.200 Studiengänge an über 400 Hochschulen elf Studienfeldern mit mehreren Unterfeldern zu. Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften stehen dort als getrennte Felder. Die Bundesagentur für Arbeit verweist auf ihrer Seite zum Studium auf den Bereich Studienfelder und Studienfächer entdecken.
Diese Übersichten helfen dabei, Studienrichtungen zunächst nach ihrem Gegenstand zu finden. Sie sortieren einzelne Angebote jedoch nicht nach Mathematikanteil. Deshalb ist ein Studienfeld nur der Anfang der Recherche. Nach der Auswahl eines Bereichs folgt die Prüfung des einzelnen Studiengangs. Erst dessen Studien- und Prüfungsordnung kann Inhalte und Prüfungen eines konkreten Angebots zeigen.
- Sieh die Studienfelder auf studienwahl.de durch und notiere die Bereiche, die dich inhaltlich ansprechen.
- Entdecke Studienfelder bei der Bundesagentur für Arbeit und vergleiche die dort beschriebenen Studienrichtungen mit deiner Auswahl.
- Prüfe einzelne Studiengänge an der Hochschule anhand der konkreten Studien- und Prüfungsordnung.
Die Einteilung in elf Studienfelder dient der Übersicht über ein großes Angebot. Unterfelder können die Suche weiter eingrenzen, ohne eine Aussage über den Rechenanteil eines Studiengangs zu treffen. Achte deshalb auf die genaue Bezeichnung des gewünschten Angebots und unterscheide zwischen einer breiten Studienfeldbezeichnung und den verbindlichen Unterlagen zum einzelnen Fach.
Studienfach passt nicht immer zur ersten Erwartung, deshalb lohnt sich ein zweiter Blick auf Studienfeld, Studiengang und Ordnung. Dieser Satz ist keine Aussage über Wechselmöglichkeiten. Er beschreibt lediglich eine sinnvolle Reihenfolge für die Recherche: erst die Übersicht verwenden, dann die genaue Beschreibung des ausgewählten Angebots lesen. So bleibt die Entscheidung auf die vorhandenen Informationen zum Fach bezogen.
Die Seite der Bundesagentur für Arbeit nennt außerdem Zugang und Zulassung sowie beliebte Studienfächer mit typischen Inhalten, Voraussetzungen und Berufschancen. Diese Hinweise erweitern die Orientierung, ohne einzelne Fächer nach Mathematikanteil zu bewerten. Bei studienwahl.de findest du daneben die Einteilung nach Studienfeldern. Beide Wege können zur weiteren Suche genutzt werden, bevor du die Unterlagen eines bestimmten Studiengangs prüfst.
Notiere bei der Recherche getrennt, was eine Übersicht zu Studienfeldern sagt und was die konkrete Ordnung eines Studiengangs festhält. Diese Trennung vermeidet eine falsche Schlussfolgerung aus einer Fächergruppe. Die Portale helfen beim Finden von Studienrichtungen; die Studien- und Prüfungsordnung bleibt der Maßstab für die genaue Einordnung des gewünschten Fachs.
Kriterien für die eigene Bewertung
Ob ein Studiengang wenig Mathematik enthält, lässt sich nicht allein aus einer Fächergruppe ableiten. Die Tabellen des Statistischen Bundesamts zählen Studierende nach Gruppen oder MINT-Studienbereichen. Studienwahl.de ordnet Angebote Studienfeldern zu. Keine dieser Einteilungen bewertet einzelne Modulinhalte oder Prüfungsordnungen. Sie kann daher die Suche strukturieren, ersetzt aber nicht die Prüfung des konkreten Fachs.
Sieh vor einer Einordnung als mathematikarm in die Studien- und Prüfungsordnung der einzelnen Hochschule. Dort prüfst du, welche Inhalte für den gewählten Studiengang angegeben sind. Lies die Unterlagen zum konkreten Angebot vollständig und halte die Punkte fest, die für deine Entscheidung wichtig sind. Damit beziehst du dich auf die Beschreibung des Fachs selbst statt auf eine Schlussfolgerung aus einer statistischen Gruppe.
Berufsfelder zum Studiengang recherchieren kann die eigene Orientierung ergänzen. Die Bundesagentur für Arbeit nennt auf ihrer Studienseite beliebte Studienfächer mit typischen Inhalten, Voraussetzungen und Berufschancen. Diese Angaben sind nicht als Sortierung nach Mathematikanteil beschrieben. Nutze sie deshalb als weitere Information zum Studienfach, während die Frage nach einzelnen Modulen in der Studien- und Prüfungsordnung geklärt wird.
Hochschulzugangsberechtigung nachweisen ist ein Thema, zu dem die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Seite zum Studium weiter zu Zugang und Zulassung führt. Für diese Seite über Studiengänge ohne viel Mathematik bleibt entscheidend: Zugangsthemen und die Frage nach Modulinhalten sind unterschiedliche Recherchepunkte. Lies zur Einordnung des Fachs zuerst die konkrete Studien- und Prüfungsordnung und behandle weitere Fragen anhand der jeweiligen Informationsseiten.
Eine Fächergruppe kann nützlich sein, um Angebote zu ordnen. Sie ist aber kein Nachweis dafür, dass ein bestimmtes Studium wenig Rechnen enthält. Ebenso ist ein MINT-Eintrag eine statistische Zuordnung, keine vollständige Beschreibung aller Inhalte eines Studiengangs. Die belastbare Einschätzung entsteht erst, wenn du die Ordnung des gewünschten Fachs an der ausgewählten Hochschule liest.
Gehe dabei in einer klaren Reihenfolge vor: Wähle zunächst ein Studienfeld, suche dann einen konkreten Studiengang und prüfe anschließend dessen Studien- und Prüfungsordnung. Vergleiche nicht nur allgemeine Bezeichnungen. Frage bei Unklarheiten nicht nach einer pauschalen Bewertung, sondern ermittle aus den offiziellen Unterlagen, welche Angaben zum gewünschten Angebot vorliegen. So bleiben Statistik, Studienfeld und konkrete Fachbeschreibung sauber voneinander getrennt.
Vertiefung in speziellem Kontext
Nach der ersten Auswahl eines Studienfelds kann die Vertiefung beginnen. Die Bundesagentur für Arbeit nennt auf ihrer Seite zum Studium Zugang und Zulassung sowie beliebte Studienfächer. Zu diesen beliebten Fächern werden typische Inhalte, Voraussetzungen und Berufschancen genannt. Eine Sortierung einzelner Fächer nach Mathematikanteil beschreibt die Seite nicht. Deshalb sollte diese Information nicht als Bewertung eines bestimmten Studiengangs gelesen werden.
Studienwahl.de bietet ebenfalls eine Einteilung in elf Studienfelder mit mehreren Unterfeldern. Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften werden dort getrennt geführt. Diese Struktur hilft bei der Suche nach weiteren Richtungen innerhalb eines gewählten Bereichs. Sie sagt jedoch nichts darüber aus, wie die Module eines einzelnen Studiengangs gestaltet sind oder welche Prüfungen darin vorgesehen sind.
Studiengänge Sprach- und Geisteswissenschaften können als Suchbegriff für die weitere Einordnung dienen. Entscheidend bleibt dann, die Angaben zum einzelnen Studiengang zu lesen. Vergleiche die Beschreibung des Angebots mit der Studien- und Prüfungsordnung, bevor du aus der Feldbezeichnung eine Einschätzung zum Mathematikanteil ableitest. Die breite Kategorie und das konkrete Fach erfüllen unterschiedliche Funktionen in der Recherche.
Ein eigener Ratgeber zu Studienorientierungstest im Vergleich kann diesen Punkt vertiefen. Daraus folgt keine Aussage über die Qualität, Aussagekraft oder Empfehlung von Tests. Für die vorliegende Suche sind die beschriebene Studienfeldübersicht und die Informationen zum konkreten Studiengang die belegten Anhaltspunkte. Ergänzende Inhalte sollten daher von der Prüfung der Studien- und Prüfungsordnung getrennt bleiben.
Nutze die Seite der Bundesagentur für Arbeit, um Studienfelder und Studienfächer zu entdecken. Nutze studienwahl.de, um Studienfelder und Unterfelder weiter anzusehen. Danach prüfst du das gewünschte Angebot an der Hochschule. Diese Reihenfolge verbindet die allgemeinen Übersichten mit der konkreten Fachbeschreibung, ohne den Mathematikanteil aus einer Fächergruppe oder einem Studienfeld abzuleiten.
Die Vertiefung besteht damit nicht darin, einem Feld pauschal einen Rechenanteil zuzuschreiben. Sie besteht darin, aus einer breiten Übersicht ein bestimmtes Fach auszuwählen und dessen Unterlagen zu lesen. So bleiben die Angaben der beiden Quellen in ihrem jeweiligen Rahmen: Studienfelder erleichtern das Auffinden von Richtungen, während die konkrete Studien- und Prüfungsordnung die Grundlage für die Einschätzung des einzelnen Studiengangs bildet.

Drei Schritte zur finalen Entscheidung
Ein Studiengang mit wenig Mathematik lässt sich in drei Schritten einordnen. Zuerst dienen die Tabellen des Statistischen Bundesamts zur Orientierung über Fächergruppen und MINT-Studienbereiche. Danach helfen die Übersichten von studienwahl.de und der Bundesagentur für Arbeit beim Finden von Studienrichtungen. Für die Einschätzung eines einzelnen Angebots bleibt die Studien- und Prüfungsordnung maßgeblich, denn die genannten Übersichten bewerten keine Module.
- Prüfe in den destatis-Tabellen, welche Fächergruppen außerhalb der MINT-Ausweisung stehen. Die Zahlen zeigen Studierende nach Gruppen, nicht den Aufbau eines einzelnen Fachs.
- Sieh auf studienwahl.de oder bei der Bundesagentur für Arbeit passende Studienfelder durch. Dort findest du Studienrichtungen und Hinweise zu ihren Inhalten.
- Lies die Studien- und Prüfungsordnung des gewünschten Fachs an der Hochschule. Erst diese Unterlagen beziehen sich auf den konkreten Studiengang.
Die Reihenfolge verhindert, dass eine breite statistische Gruppe mit einem Lehrplan gleichgesetzt wird. Die MINT-Tabelle weist Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik nach Studienbereichen aus. Die Tabelle zu Fächergruppen enthält daneben weitere Gruppen. Aus beiden Darstellungen folgt jedoch nicht, ob ein bestimmter Studiengang wenig Rechnen oder Statistik enthält.
Am Ende helfen die Nachbarseiten Studienfelder nach Interessen und Studiengänge im Überblick beim weiteren Vergleichen. Die erste Seite ordnet die Suche nach Interessen, die zweite bietet einen Gesamtüberblick. Die abschließende Prüfung gilt weiterhin dem konkreten Fach und seiner Studien- und Prüfungsordnung.
Quellen und Stand
- Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende nach Fächergruppen: www.destatis.de (geprüft am 2026-09-16)
- Quelle: Statistisches Bundesamt, Studierende in MINT-Fächern: www.destatis.de (geprüft am 2026-09-16)
- Quelle: studienwahl.de, Studienfelder im Überblick: www.studienwahl.de (geprüft am 2026-09-16)
- Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Studium: www.arbeitsagentur.de (geprüft am 2026-09-16)
Der Überblick „Mathematikarm studieren: Einordnung über Fächergruppen und MINT-Zahlen“ ordnet das Thema vollständig ein.