Was bedeutet Steckbrief?
Ein Steckbrief ist eine öffentliche Bekanntmachung
Steckbrief kann eine amtliche Bekanntmachung oder ein Verzeichnis von Merkmalen meinen. Hier lernst du, beide Bedeutungen zu unterscheiden und das Wort in eigenen Texten richtig einzusetzen.
Steckbrief: die Bedeutung im Überblick
Das Wort Steckbrief hat zwei Bedeutungen, die du sauber auseinanderhalten solltest. In der Grundbedeutung ist damit eine öffentlich gemachte Bekanntmachung gemeint. Sie beschreibt einen Straftäter, der flüchtig ist, und ruft dazu auf, bei seiner Verhaftung mitzuhelfen. Im übertragenen Sinn steht Steckbrief für ein Verzeichnis, das typische Kennzeichen und Merkmale zusammenstellt.
Die Wortart ist eindeutig: Steckbrief ist ein Substantiv im Maskulinum, es heißt also der Steckbrief und im Plural die Steckbriefe. Wenn du beim Genus anderer Wörter unsicher bist, schau unter dem Stichwort Artikel der, die und das nach. Für Endungen im Plural hilft dir die Übersicht zur Pluralbildung weiter.
Ziel dieser Seite ist, dass du beide Bedeutungen sicher erkennst und das Wort in Referaten, Hausarbeiten oder Präsentationen passend verwendest. Die Grenzen sind klar gezogen: Hier geht es um die Wortbedeutung, nicht um polizeiliche oder gerichtliche Abläufe. Zahlen, Fristen oder Verfahrensschritte zu einer Fahndung findest du hier bewusst nicht, denn die Wortbedeutung sagt dazu nichts aus. Brauchst du solche Angaben, ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen.
Die Entscheidung, die vor dir steht, ist überschaubar: Meinst du in deinem Satz die öffentliche Bekanntmachung oder das Merkmalsverzeichnis? Gleich deinen Satz bei Fragen der Rechtschreibung mit einem Wörterbucheintrag ab, bevor du ihn endgültig übernimmst.

So gehst du Schritt für Schritt vor
Mit wenigen Schritten kommst du von der Frage nach der Bedeutung zu einem korrekten eigenen Satz.
- Bedeutungen trennen: Lies deinen Satz und frag dich, ob von einer öffentlichen Bekanntmachung über einen flüchtigen Straftäter die Rede ist. Trifft das zu, verwendest du die Grundbedeutung.
- Übertragene Verwendung prüfen: Geht es stattdessen um eine Zusammenstellung von Kennzeichen und Merkmalen, liegt die übertragene Bedeutung vor. Prüf, ob dein Text wirklich ein solches Verzeichnis enthält oder nur eine lose Beschreibung.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen eigenen Satz, etwa: Für das Seminar legt die Gruppe einen Steckbrief zu ihrem Untersuchungsgegenstand an, der die wichtigsten Merkmale auflistet.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Kläre, wer deinen Text bewertet oder freigibt, und lies dessen schriftliche Vorgaben nach. Die Wortbedeutung selbst schlägst du in einem Wörterbucheintrag wie dem im DWDS nach.
- Ergebnis dokumentieren: Notiere die gewählte Bedeutung, deinen Beispielsatz und die Quelle. Leg danach den nächsten Schritt fest, zum Beispiel die Endkorrektur oder eine Rückfrage.
Ein Ablaufbeispiel aus dem Studium: Lena soll für ein Seminar einen Steckbrief zu einer Autorin erstellen. Sie prüft zuerst, ob hier ein Merkmalsverzeichnis gemeint ist, und stellt fest, dass es nicht um eine öffentliche Bekanntmachung geht. Dann formuliert sie einen eigenen Einleitungssatz, notiert Bedeutung und Wörterbuchquelle in ihren Unterlagen und schreibt ihrer Dozentin eine kurze Mail, weil die Aufgabenstellung keine Angaben zur Form enthält. Als nächsten Schritt plant sie die Endkontrolle.
Bei dieser Endkontrolle achtet Lena auf die Groß- und Kleinschreibung der Substantive und prüft Zusammensetzungen wie Autorensteckbrief mit Blick auf die Getrennt- und Zusammenschreibung.
Danach liest sie jeden Satz noch einmal laut, damit Satzgrenzen deutlich werden. Offene Fälle schlägt sie zur Kommasetzung und zur Zeichensetzung gezielt nach, statt zu raten.
Fehler, die du vermeiden solltest
- Bedeutungen gleichsetzen: Ein Steckbrief in deinem Referat ist kein amtliches Dokument. Setz die übertragene Bedeutung als Merkmalsverzeichnis nicht mit der Bekanntmachung gleich, die zur Mithilfe bei einer Verhaftung aufruft.
- Verfahrensregeln erfinden: Behaupte nicht, wer einen Steckbrief herausgibt, wie lange er gilt oder welche Folgen er hat. Die Wortbedeutung trägt solche Aussagen nicht. Für rechtliche Fragen ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen.
- Annahmen mit Regeln verwechseln: Wenn du vermutest, ein Steckbrief müsse bestimmte Rubriken enthalten, ist das eine Annahme. Halte sie getrennt von dem, was eine Quelle oder deine Aufgabenstellung tatsächlich vorgibt.
- Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notiere die Quelle sofort und stell Rückfragen früh, statt sie bis kurz vor der Abgabe liegen zu lassen.
- Falsche Formen: Schreib der Steckbrief und im Plural die Steckbriefe.
Auch bei der Schreibung selbst solltest du dich nicht auf dein Gefühl verlassen, sondern Zweifelsfälle mit den Rechtschreibregeln abgleichen. Verwechselst du ältere und neuere Schreibungen, sieh dir die Unterschiede rund um die Rechtschreibreform an.
Übernimm Vorschläge, die dir Rechtschreibprogramme machen, erst nach eigener Prüfung der Bedeutung. Suchst du Synonyme für Steckbrief, kontrolliere, ob das Ersatzwort zur gewählten Bedeutung passt.

Checkliste für den Abschluss
- Kernbedeutung geprüft: öffentliche Bekanntmachung zu einem flüchtigen Straftäter mit Aufruf zur Mithilfe bei der Verhaftung.
- Übertragene Bedeutung getrennt: Verzeichnis typischer Kennzeichen und Merkmale.
- Wortart belegt: Substantiv, Maskulinum, Plural Steckbriefe.
- Eigenes Beispiel formuliert und auf die gewählte Bedeutung abgestimmt.
- Zuständige Quelle oder Stelle festgehalten: Wörterbucheintrag für die Bedeutung, schriftliche Vorgaben der bewertenden Person für Form und Umfang.
- Persönlichen nächsten Schritt notiert, etwa Rückfrage stellen, Text korrigieren oder Abgabe vorbereiten.
Für Seminararbeiten gilt zusätzlich, dass du Begriffe einheitlich verwendest. Wenn du dein wissenschaftliches Schreiben verbessern willst, achte darauf, Steckbrief nicht im selben Text abwechselnd in beiden Bedeutungen zu gebrauchen. Vergleiche außerdem, ob dein Beitrag zu den Textformen passt, die deine Aufgabe nennt.
Kürzt du im Steckbrief einzelne Angaben ab, prüf jede Kürzung, bevor du sie übernimmst. Unter dem Stichwort Abkürzungen richtig schreiben kannst du Schreibweisen kontrollieren, und bei unbekannten Begriffen schlägst du unter Wortbedeutungen und Abkürzungen nach.
Wenn alle Punkte abgehakt sind, entscheide dich für deinen nächsten Schritt und setz ihn heute noch um.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Steckbrief: Bedeutung, Wortart und Beispiele. korrektur.de. https://korrektur.de/steckbrief
„Steckbrief: Bedeutung, Wortart und Beispiele.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/steckbrief. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Steckbrief: Bedeutung, Wortart und Beispiele. Verfügbar unter: https://korrektur.de/steckbrief (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Steckbrief: Bedeutung, Wortart und Beispiele.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/steckbrief.
korrektur.de. Steckbrief: Bedeutung, Wortart und Beispiele [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/steckbrief
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)