Was bedeutet Spiegelstrich? Zeichen und Absatz unterscheiden
Ein Spiegelstrich ist ein typografisches Zeichen in Strichform
Ein Spiegelstrich kann ein Zeichen meinen oder den Absatz, den dieses Zeichen einleitet. Hier lernst du, beide Lesarten zu unterscheiden, und erfährst, wo die Wortbedeutung aufhört und Formvorgaben anfangen.
Spiegelstriche: Bedeutung und Grenzen im Überblick
Das Wörterbuch DWDS beschreibt den Spiegelstrich als typografisches Zeichen in Strichform. Dieses Zeichen kennzeichnet die einzelnen Glieder einer Aufzählung und lässt deren Absätze im Text hervortreten. Die Bedeutung umfasst laut Eintrag noch eine zweite Verwendung: Mit dem Wort kann auch der Absatz gemeint sein, der mit einem solchen Strich beginnt. Als Wortart nennt das DWDS für Spiegelstrich das Substantiv.
Für dich steht damit eine einfache Entscheidung an. Meinst du in deinem Text das Zeichen selbst oder den Absatz, den es einleitet? Beide Lesarten sind im DWDS-Eintrag belegt. Erst wenn du sie auseinanderhältst, wird ein Satz wie „Ergänze unter dem zweiten Spiegelstrich ein Beispiel“ für andere eindeutig. Wer Fragen der Rechtschreibung sauber einordnen will, trennt deshalb zuerst das Wort von dem, was es bezeichnet.
Diese Seite verfolgt ein klares Ziel: Du sollst die Bedeutung des Wortes verstehen und in eigenen Texten treffsicher verwenden. Die Grenzen sind genauso klar. Der Eintrag nennt keine Strichlänge, keine Herkunft des Wortes und keine Regel, wann ein Spiegelstrich gesetzt werden muss. Zahlen, Fristen oder Häufigkeiten lassen sich daraus ebenfalls nicht ableiten, deshalb findest du hier keine solchen Angaben.
Gestaltungsvorgaben für Aufzählungen gehören nicht zur Wortbedeutung, sondern zu einer anderen Frage. Wenn du allgemeine Rechtschreibregeln nachschlagen willst, behandle sie als eigenes Thema und prüfe sie in einer eigenen Quelle.

Schritt für Schritt zur belegten Bedeutung
Geh in klaren Schritten vor, damit die Bedeutung einfach erklärt und zugleich belegt bleibt.
- Eintrag lesen: Ruf den DWDS-Eintrag zu Spiegelstrich auf und notiere die Bedeutungsangaben in eigenen Worten.
- Lesarten trennen: Schreib die Zeichenbedeutung und die Absatzbedeutung in zwei getrennte Zeilen. Frag dich bei jeder Fundstelle in deinem Text, welche der beiden gemeint ist.
- Eigenes Beispiel bilden: Formuliere eine kurze Aufzählung und dazu einen Satz, der auf einen ihrer Absätze verweist.
- Zuständigkeit klären: Bestimme, wer über die Gestaltung deines Textes entscheidet.
- Ergebnis festhalten: Dokumentiere Quelle, Lesarten und Beispiel und leg den nächsten Schritt fest.
Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das aussieht. Du schreibst eine Hausarbeit und stellst mehrere Arbeitsschritte untereinander, jeweils mit einem Strich davor. Beim Überarbeiten notierst du: „Unter dem letzten Spiegelstrich fehlt noch die Quellenangabe.“ Hier meinst du den Absatz, nicht das Zeichen. Schreibst du dagegen „Setze vor den neuen Punkt einen Spiegelstrich“, meinst du das Zeichen. So prüfst du an deinem eigenen Text, ob beide Lesarten klar getrennt sind.
Danach bestimmst du die zuständige Stelle oder Person. Die Wortbedeutung klärt der Wörterbucheintrag, die Gestaltung deiner Arbeit klärt er nicht. Ermittle aus den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs oder im Gespräch mit der Person, die deine Arbeit betreut, ob es Vorgaben für Aufzählungen gibt. Halte diese Trennung zwischen Wortbedeutung und Formvorgabe auch beim Thema wissenschaftliches Schreiben fest.
Dokumentiere zum Schluss dein Ergebnis schriftlich. Notiere die Quelle, das Abrufdatum, beide Lesarten und dein Beispiel. Leg dann den nächsten Schritt fest, etwa eine Rückfrage zur Formatierung oder die Überarbeitung deiner Aufzählung. Wenn du beim Lesen auf weitere unklare Begriffe stößt, sammle sie in einer eigenen Liste zu Wortbedeutungen und Abkürzungen.
Typische Fehler beim Umgang mit dem Begriff
Setz den Spiegelstrich nicht mit Satzzeichen wie Komma oder Punkt gleich. Der DWDS-Eintrag beschreibt ihn als typografisches Zeichen, das Aufzählungsglieder kennzeichnet, und ordnet ihn nicht den Satzzeichen zu. Fragen zur Kommasetzung oder zur Zeichensetzung klärst du deshalb getrennt und mit einer eigenen Quelle.
Behaupte keine typografische Vorschrift, die der Eintrag nicht nennt. Angaben zu Strichlänge, Abstand oder Einrückung findest du dort nicht. Wenn du solche Festlegungen brauchst, frag bei der zuständigen Person nach, statt sie selbst als Regel auszugeben.
Verwechsle Annahmen nicht mit Regeln. Dass du eine Aufzählung irgendwo in einer bestimmten Form gesehen hast, macht daraus noch keine Vorgabe. Dasselbe gilt für Hinweise, die dir Rechtschreibprogramme anzeigen: Prüf sie gegen eine belegte Quelle, bevor du sie übernimmst. Auch über die Groß- und Kleinschreibung am Anfang eines Aufzählungspunktes entscheidest du erst nach einem Blick in belegte Regeln.
Schieb Nachweise und Rückfragen nicht auf. Notiere die Quelle direkt beim Nachschlagen, damit du sie später nicht suchen musst. Kläre offene Gestaltungsfragen, bevor du deinen Text abgibst, und halte die Antwort schriftlich fest. Prüfe außerdem, ob eine Schreibweise aus einer älteren Vorlage stammt, bevor du sie übernimmst; Fragen zur Rechtschreibreform gehören in eine eigene Recherche.
Achte zuletzt auf die Schreibung des Stichworts selbst. Vergleiche deine Schreibung direkt mit dem Stichwort im DWDS-Eintrag. Bei Unsicherheiten zur Getrennt- und Zusammenschreibung anderer Wörter prüfst du den jeweiligen Eintrag einzeln.

Checkliste für deine abschließende Prüfung
Geh vor dem Abschluss diese Punkte einzeln durch und hake nur ab, was du belegt hast.
- Kernbedeutung geprüft: Zeichen in Strichform, das die Glieder einer Aufzählung kennzeichnet.
- Wortart notiert: Substantiv, laut DWDS-Eintrag.
- Zweite Lesart getrennt: der Absatz, den ein solcher Strich einleitet.
- Beispiel aus einer Aufzählung geprüft: Ist in deinem Satz eindeutig, ob Zeichen oder Absatz gemeint ist?
- Quelle festgehalten: DWDS-Eintrag zu Spiegelstrich mit Abrufdatum.
- Zuständige Stelle bestimmt: offizielle Unterlagen deines Studiengangs oder die Person, die deine Arbeit betreut, für alle Fragen zur Gestaltung.
- Persönlicher nächster Schritt: Rückfrage stellen, Aufzählung überarbeiten oder weiteren Begriff nachschlagen.
Schlag das grammatische Geschlecht im Wörterbucheintrag nach, wenn du unsicher bist, etwa mit Blick auf die Artikel der, die und das. Mehrzahlformen prüfst du bei Bedarf ebenfalls eigens, zum Beispiel im Zusammenhang mit Pluralbildung.
Prüfe mögliche Synonyme in einer eigenen Quelle, bevor du sie in deinem Text einsetzt. Enthalten deine Aufzählungspunkte Kürzel, kläre gesondert, wie sich Abkürzungen richtig schreiben lassen.
Prüfe zum Schluss, in welchen deiner Textformen eine Aufzählung vorgesehen ist, und kläre das bei Bedarf mit der zuständigen Person. Danach weißt du, was das Wort bedeutet und wer über die Form deines Textes entscheidet.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Spiegelstriche: Bedeutung einfach erklärt. korrektur.de. https://korrektur.de/spiegelstriche
„Spiegelstriche: Bedeutung einfach erklärt.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/spiegelstriche. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Spiegelstriche: Bedeutung einfach erklärt. Verfügbar unter: https://korrektur.de/spiegelstriche (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Spiegelstriche: Bedeutung einfach erklärt.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/spiegelstriche.
korrektur.de. Spiegelstriche: Bedeutung einfach erklärt [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/spiegelstriche
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)