Wissenschaftliche Ergebnisse überzeugend präsentieren
Präsentieren verständlich erklärt
Präsentieren wird greifbar, wenn aus einem Forschungsthema eine klare Fachfrage, ein geordnetes Material und ein überprüfbares Ergebnis werden.
Präsentieren als nachvollziehbare Fachaufgabe
Präsentieren lässt sich für das wissenschaftliche Arbeiten als konkrete Aufgabe fassen: Eine Fachfrage wird so bearbeitet, dass ein überprüfbares Ergebnis in schriftlicher oder mündlicher Form dargestellt werden kann. Die direkte Quelle ordnet das Präsentieren und Publizieren der Kommunikation von Forschungsergebnissen zu. Sie richtet sich dabei an Qualifizierungsworkshops für Promovierende der Friedrich-Schiller-Universität Jena und nennt schriftliche sowie mündliche Formen der Kommunikation von Forschungsthemen.
Für die eigene Arbeit bedeutet das: Benenne zuerst, welche Frage deine Darstellung beantworten soll. Beschreibe danach, woran sich das Ergebnis prüfen lässt. Ein Forschungsthema allein reicht dafür nicht als Arbeitsprodukt. Aus dem Thema muss eine begrenzte Frage werden, aus der Frage ein bearbeiteter fachlicher Schritt und aus diesem Schritt eine Darstellung, deren Aussagegrenze erkennbar bleibt.
Die Quelle nennt als unterstützte Fähigkeiten das Strukturieren von Gedanken und Ergebnissen, das leserfreundliche Aufschreiben, die grafische Aufbereitung von Daten und das Halten professioneller Vorträge. Diese Punkte geben eine belastbare Ordnung für die eigene Vorbereitung. Sie erlauben jedoch keine zusätzliche Aussage über Studienordnungen, Prüfungsanforderungen, Fristen, Kosten oder Angebote außerhalb des genannten Universitätskontexts.
Wer wissenschaftliches Schreiben verbessern möchte, kann die Darstellung zunächst als Text prüfen. Wer eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchte, sollte die Präsentationsaufgabe an die konkrete Forschungsfrage und das vorhandene Material binden. Die Fachfrage ersetzt dabei keine vollständige Arbeit. Sie dient als begrenzter Prüfpunkt für das gewählte Ergebnis.
Ein sinnvoller Arbeitsauftrag lautet daher: Formuliere eine Fachfrage, ordne die dafür benötigten Informationen, führe einen nachvollziehbaren fachlichen Arbeitsschritt aus und stelle das Ergebnis mit der zugehörigen Aussagegrenze dar. So bleibt sichtbar, was tatsächlich bearbeitet wurde und was nicht aus der Quelle oder dem Material folgt.

Bestandteile und Entscheidungen in sinnvoller Reihenfolge
Ein tragfähiger Aufbau beginnt mit einer klaren Fachfrage zu Präsentieren. Formuliere sie so, dass am Ende eine begrenzte und überprüfbare Darstellung entstehen kann. Beim Forschungsfrage formulieren hältst du fest, welches Thema betrachtet wird, welches Material dafür benötigt wird und woran du das Ergebnis erkennst. Die Frage soll den Gegenstand eingrenzen, ohne eine unbelegte Antwort vorwegzunehmen.
Ordne danach die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit oder einer Präsentation in einer nachvollziehbaren Reihenfolge. Eine mögliche Arbeitsordnung führt von der Fachfrage über die direkte Quelle und die Kriterien zum Material, zum fachlichen Arbeitsschritt und schließlich zur Schlussaussage. Diese Reihenfolge ist eine praktische Strukturhilfe. Ob sie verbindlich ist, muss aus der konkreten Aufgabe hervorgehen.
Bestimme anschließend die direkte Quelle und ihren Geltungsbereich. Das bereitgestellte Material beschreibt Qualifizierungsworkshops für Promovierende an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Es geht dort um die schriftliche und mündliche Kommunikation von Forschungsthemen und ergebnissen. Verwende diese Information nur in dem Zusammenhang, den die Quelle tatsächlich trägt. Übertrage daraus keine Aussagen über andere Hochschulen, Zielgruppen oder Rahmenbedingungen.
Lege nun die Kriterien fest, die in der Aufgabe ausdrücklich erkennbar sind. Halte nur Anforderungen fest, die sich aus diesem Rahmen ableiten lassen. Eigene Ordnungsideen kennzeichnest du als Arbeitsentscheidung. Beim Hausarbeit schreiben oder beim Masterarbeit schreiben können andere Vorgaben als bei einer mündlichen Darstellung genannt sein.
Ordne danach das benötigte Material. Sammle Daten, Notizen und Textstellen, die zur Fachfrage beitragen, und notiere jeweils Herkunft und Zweck. Wenn du ein Literaturverzeichnis erstellen musst, pflege die Einträge während der Arbeit. Beim Thema wissenschaftliches Schreiben ordnest du Material und Aussage so, dass ihre Verbindung erkennbar bleibt. Die Übersicht erleichtert die spätere Überprüfung.
Prüfe die Zitierweisen anhand der Aufgabe. Ob die deutsche Zitierweise oder die Harvard-Zitierweise vorkommt, hältst du nur dann als Arbeitsbegriff fest, wenn dieser Wortlaut für deine Aufgabe relevant ist. Eine formale Auswahl ersetzt keine inhaltliche Begründung. Kontrolliere außerdem, ob dein Material die Begriffe qualitative und quantitative Forschung tatsächlich trägt. Behaupte keine methodische Einordnung, wenn die erforderliche Grundlage fehlt.
Führe anschließend den fachlichen Arbeitsschritt aus. Ordne, vergleiche, werte aus oder verdichte das Material nur in dem Umfang, den die Fachfrage verlangt. Die Methoden wissenschaftlicher Arbeiten liefern keine pauschale Lösung für jede Aufgabe. Beschreibe, welcher Schritt ausgeführt wurde und wie dadurch eine geordnete Darstellung oder eigene Auswertung entstanden ist.
Zum Schluss formulierst du das Ergebnis. Zeige die Verbindung von Fachfrage, Quelle, Kriterien, Material und Arbeitsschritt. Prüfe, welche Aussage daraus folgt und wo die Aussagegrenze liegt. Die Quelle nennt schriftliche und mündliche Kommunikation und erwähnt die grafische Aufbereitung von Daten. Eine grafische Datenaufbereitung kann eine schriftliche oder mündliche Darstellung unterstützen. Wähle die Darstellungsform deshalb nur nach Aufgabe, Material und belegter Aussage. Eine Gliederung einer Hausarbeit kann Gedanken ordnen, ist aber nicht automatisch ein verbindliches Schema für Präsentieren.
Schritt für Schritt zu einer prüfbaren Darstellung
- Fachfrage festlegen: Formuliere eine konkrete Frage zu deinem Forschungsthema und notiere, welches Ergebnis du am Ende vorlegen willst. Das Ergebnis dieses Schritts ist ein begrenzter Arbeitsauftrag. Vermeide eine Frage, die lediglich das Thema wiederholt oder eine Antwort bereits voraussetzt.
- Direkte Quelle sichern: Schreibe auf, welche Quelle deine Einordnung trägt und welchen Ausschnitt du verwendest. Das Ergebnis ist eine überprüfbare Quellenbasis. Im bereitgestellten Material geht es um Qualifizierungsworkshops für Promovierende an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie um die schriftliche und mündliche Kommunikation von Forschungsthemen und ergebnissen. Bleibe bei diesem belegten Zusammenhang.
- Kriterien ermitteln: Lies die konkrete Aufgabe. Überführe nur ausdrücklich erkennbare Anforderungen in deine Prüfliste. Das Ergebnis ist eine Liste der für diese Fassung festgehaltenen Kriterien. Eigene Präferenzen markierst du als Arbeitsentscheidung und gibst sie nicht als allgemeine Vorgabe aus.
- Material auswählen: Sammle Daten, Quellen und Notizen, die zur Fachfrage gehören. Ordne jede Einheit einem Zweck zu und vermerke ihre Herkunft. Das Ergebnis ist eine überschaubare Materialsammlung. Entferne Inhalte, die keinen Beitrag zur geplanten Darstellung leisten, und ergänze keine fremden Zahlen oder unbelegten Beispiele.
- Material bearbeiten: Wähle den fachlichen Arbeitsschritt, den deine Aufgabe tatsächlich verlangt. Ordne, vergleiche, werte aus oder verdichte nur so weit, wie es für das Ergebnis nötig ist. Das Ergebnis ist eine eigene Auswertung oder eine klar geordnete Darstellung. Beschreibe kurz, welche Veränderung das Material durch diesen Schritt erfahren hat.
- Darstellung aufbauen: Bringe Gedanken und Ergebnisse in eine erkennbare Reihenfolge. Abhängig von Aufgabe und Quelle kann die Aufbereitung schriftlich, mündlich oder grafisch erfolgen. Das Ergebnis ist eine Fassung, in der Fachfrage, Material und Schluss zusammenpassen. Prüfe bei Daten, ob eine grafische Darstellung die Aussage verständlicher macht.
- Arbeitsfassung vergleichen: Lies die Fassung zusammen mit Fachfrage, Quelle und Kriterien. Das Ergebnis ist eine überarbeitete Darstellung, in der offene Punkte sichtbar bleiben. Beim Thema Plagiat vermeiden notierst du nur Punkte, die aus deiner konkreten Aufgabe hervorgehen. Ergänze keine allgemeine Regel, wenn das Material dafür keinen Anhaltspunkt bietet.
- Ergebnis abgrenzen: Schreibe aus, welche Frage beantwortet wurde und welche Aussagen das Material nicht trägt. Das Ergebnis ist eine begrenzte Schlussaussage. Lies sie zusammen mit der Quelle und dem Arbeitsschritt und streiche jede Erweiterung, die nicht nachvollziehbar hergeleitet werden kann.
Führe nach jedem Schritt eine kurze Gegenprobe durch: Passt das entstandene Ergebnis noch zur Fachfrage, zur direkten Quelle und zu den festgehaltenen Kriterien? So bleibt der Ablauf überprüfbar. Für einen Vortrag kannst du die fertige Ordnung anschließend in eine verständliche Reihenfolge überführen. Für einen schriftlichen Text ordnest du Gedanken und Ergebnisse so, dass die Verbindung zur Fachfrage sichtbar bleibt. Halte die Aussagegrenze auch dann sichtbar, wenn das Material eine weitergehende Deutung nahelegt.
Kurzes Beispiel für eine eigene Anwendung
Aufgabe: Eine Person soll erklären, welchen Arbeitsbereich die Quelle unter „Präsentieren und Publizieren“ beschreibt.
Fachfrage: Welche Formen der Forschungskommunikation und welche unterstützten Fähigkeiten nennt die direkte Quelle?
Material: Verwendet wird ausschließlich der bereitgestellte Quellenausschnitt zur Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Darstellung übernimmt daraus den Bezug zu Qualifizierungsworkshops für Promovierende, die schriftliche und mündliche Kommunikation von Forschungsthemen sowie die genannten Fähigkeiten zum Strukturieren, leserfreundlichen Aufschreiben, grafischen Aufbereiten von Daten und Halten professioneller Vorträge.
Arbeitsschritt: Die Informationen werden in zwei Gruppen geordnet. Die erste Gruppe beschreibt die Form der Kommunikation, nämlich schriftlich oder mündlich. Die zweite Gruppe beschreibt Fähigkeiten, die im Quellenausschnitt genannt werden. Eine zusätzliche Aussage über den Erfolg einer Präsentation, eine verbindliche Prüfungsleistung oder eine allgemeine Pflicht wird nicht ergänzt.
Ergebnis: „Die Quelle beschreibt Präsentieren und Publizieren als Bereich für die schriftliche und mündliche Kommunikation von Forschungsthemen und ergebnissen. Genannt werden außerdem das Strukturieren von Gedanken und Ergebnissen, das leserfreundliche Aufschreiben, die grafische Aufbereitung von Daten und das Halten professioneller Vorträge.“
Aussagegrenze: Das Ergebnis gibt den Inhalt des ausgewerteten Quellenausschnitts wieder. Es ist kein allgemeiner Überblick über alle Hochschulen, Studiengänge oder wissenschaftlichen Präsentationsformen. Wer die Darstellung in einer Hausarbeit oder einer Präsentation verwendet, prüft deshalb die eigene Aufgabenstellung und die dafür geltenden Unterlagen gesondert.

Fachliche Abgrenzung und formale Prüfung
Der Qualitätscheck beginnt mit der Fachfrage. Lies sie unabhängig vom fertigen Text und prüfe, ob sie einen bearbeitbaren Gegenstand, passendes Material und ein erwartbares Ergebnis verbindet. Eine bloße Überschrift genügt nicht. Ist die Frage zu weit, grenze sie ein, ohne eine Antwort zu erfinden. Halte außerdem fest, welche Teile der Darstellung tatsächlich zur Fachfrage gehören.
Danach kontrollierst du die direkte Quelle. Notiere, welche Stelle verwendet wurde und welche Aussage sich daraus ergibt. Der bereitgestellte Quellenausschnitt bezieht sich auf Qualifizierungsworkshops für Promovierende an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er behandelt die Kommunikation von Forschungsthemen und ergebnissen in schriftlicher oder mündlicher Form. Weitergehende Aussagen über andere Einrichtungen, Personen oder Bedingungen benötigen eine eigene passende Grundlage.
Die Kriterienprüfung bildet einen eigenen inhaltlichen Schritt. Trenne Anforderungen aus der Aufgabe von selbst gewählten Hilfen für die Arbeitsorganisation. Eine Vermutung darf nicht als Pflicht erscheinen. Fehlt ein Kriterium, kennzeichne diese Lücke und formuliere daraus keine Schlussfolgerung. Prüfe dabei auch, ob die gewählte Darstellungsform zur Aufgabe passt.
Bei der Materialprüfung fragst du, ob jede verwendete Information zur Fachfrage beiträgt. Entferne Notizen ohne erkennbare Funktion und ordne die verbleibenden Materialien ihren Aussagen zu. Wenn in deiner Aufgabe der Wortlaut Quellenangaben richtig zitieren vorkommt, notiere ihn als offenen Prüfpunkt, ohne daraus eine zusätzliche Vorgabe abzuleiten. Prüfe anschließend, ob die Materialsammlung und die Darstellung zusammenpassen.
Die fachliche Prüfung betrifft den ausgeführten Arbeitsschritt und das daraus gewonnene Ergebnis. Beschreibe nachvollziehbar, wie Material geordnet, verglichen, ausgewertet oder dargestellt wurde. Prüfe, ob das Ergebnis aus diesem Vorgang folgt oder ob unbelegte Ergänzungen hineingeraten sind. Eine wissenschaftliche Argumentation bleibt nachvollziehbar, wenn Übergänge zwischen Frage, Grundlage, Material und Schluss erkennbar sind.
Prüfe anschließend die Nachvollziehbarkeit. Eine andere Person soll erkennen können, welche Quelle herangezogen wurde, warum Material ausgewählt wurde und an welcher Stelle die Aussage endet. Vergleiche die fertige Darstellung mit der Fachfrage und streiche Ergänzungen, die sich nicht aus Material und Arbeitsschritt ergeben. Trenne dabei die inhaltliche Kontrolle der Herleitung von der Prüfung der Form der Darstellung.
Bei der inhaltlichen Abgrenzung kontrollierst du Fachfrage, direkte Quelle, Kriterien, Material, Arbeitsschritt, Ergebnis und Aussagegrenze. Bei der formalen Prüfung kontrollierst du, ob die gewählte Darstellungsform übersichtlich umgesetzt ist. Erst wenn beide Ebenen getrennt geprüft sind, kannst du die Fassung nachvollziehbar überarbeiten. Prüfe zum Abschluss, ob keine Aussage über Ort, Zielgruppe oder Angebot über den belegten Zusammenhang hinausgeht.
Quellen und Stand
- C: Präsentieren und Publizieren | Uni Jena: www.uni-jena.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 30)
Der Überblick „Wissenschaftliche Ergebnisse überzeugend präsentieren“ ordnet das Thema vollständig ein.