Plagiatssoftware an der Hochschule wechseln

Auswahl, Datenschutz und Integration richtig planen

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 28. Juli 2026 · zur Akademie

Die Einstellung von Ouriginal zwingt viele Einrichtungen zu einer Entscheidung, die lange nicht anstand. Ein Wechsel der Plagiatssoftware betrifft mehr als den Vertrag: Systemintegration, Datenschutz, Schulung und die Frage, was mit vorhandenen Berichten geschieht. Dieser Leitfaden ordnet die Schritte.

Was beim Systemwechsel tatsächlich zählt

Zur Wahl stehen im deutschsprachigen Raum vor allem Turnitin als Nachfolger im selben Verbund und PlagAware, das bereits an über zwanzig deutschen Hochschulen eingesetzt wird. Beide bieten Quellenabgleich, Berichte mit markierten Fundstellen und Anbindung an gängige Lernplattformen. Unterschiede liegen in der Datenhaltung, im Umgang mit eingereichten Arbeiten und in den Lizenzmodellen.

Der häufigste Fehler ist, die Auswahl allein an der Trefferquote festzumachen. Für den laufenden Betrieb sind Integration, Rechtssicherheit und Nachvollziehbarkeit der Berichte mindestens ebenso wichtig, weil sie den Aufwand über Jahre bestimmen.

Plagiatssoftware an der Hochschule wechseln: Stärken im Überblick
Plagiatssoftware an der Hochschule wechseln im Überblick.

Rahmenbedingungen und Kosten

Die Beschaffung folgt je nach Volumen dem Vergaberecht. Kalkuliert wird meist nach Zahl der Prüfungen, der Studierenden oder als Campuslizenz. Rechnen Sie neben den Lizenzkosten den Aufwand für Integration, Schulung und die Anpassung von Ordnungen und Merkblättern ein, denn dieser Teil wird regelmäßig unterschätzt.

Hinweis zur Einordnung, Stand: Juli 2026: Der Vergleich bildet den redaktionell geprüften Stand ab. Für eine konkrete Entscheidung sind die aktuell verbindlichen Bedingungen der beteiligten Stellen maßgeblich.

Vorteile im praktischen Vergleich

Der praktische Vergleich von Prüfsysteme wird an diesen Punkten greifbar. Sie helfen dabei, die Optionen nach dem eigenen Bedarf statt nach einer pauschalen Rangliste zu bewerten:

  • der Wechsel erlaubt eine Neubewertung der gesamten Prüfroutine
  • aktuelle Systeme verbinden Quellenabgleich mit Erkennung maschineller Texte
  • Anbindung an Moodle und vergleichbare Plattformen ist Standard
  • Berichte lassen sich für Verfahren exportieren und archivieren

Der Nutzen ergibt sich aus der Kombination dieser Eigenschaften. Deshalb sollte die Wahl immer an den eigenen Fristen, Anforderungen und Ressourcen geprüft werden.

Risiken und Einschränkungen

  • Ähnlichkeitswerte des alten Systems lassen sich nicht auf das neue übertragen
  • die Speicherung eingereichter Arbeiten wirft datenschutzrechtliche Fragen auf
  • Schulungsbedarf entsteht bei Lehrenden und im Prüfungsamt gleichzeitig
  • in der Übergangsphase können zwei Systeme parallel laufen müssen

Die Nachteile wiegen je nach Ausgangslage unterschiedlich schwer. Deshalb lohnt sich eine Prüfung anhand des konkreten Bedarfs statt nur anhand allgemeiner Vorteile.

Der passende Maßstab ist die eigene Situation: Frist, Budget, Verbindlichkeit und langfristige Folgen gehören zusammen.

Plagiatssoftware an der Hochschule wechseln: Grenzen im Überblick

Für wen sich das eignet

Zuständig sind meist Rechenzentrum, Prüfungsamt und Justiziariat gemeinsam. Beziehen Sie die Datenschutzbeauftragten früh ein, besonders bei der Frage, ob eingereichte Arbeiten dauerhaft in einer Anbieterdatenbank gespeichert werden dürfen und wie Studierende darüber informiert werden.

Sinnvoll ist eine kurze Prioritätenliste mit Muss- und Kann-Kriterien. Sie verhindert, dass ein auffälliger Einzelvorteil die gesamte Entscheidung bestimmt.

Welche ergänzende Unterstützung sinnvoll ist

Für Einrichtungen mit geringem Volumen kann statt einer Campuslizenz eine Abrechnung pro Prüfung sinnvoll sein. Über ein Geschäftskonto bei korrektur.de rechnen wir Prüfungen pro Normseite ab, mit monatlicher Sammelrechnung und fester Ansprechperson.

Bei „Prüfsysteme“ gilt: Ein Rechenbeispiel für die Endphase: 80 Normseiten im Express-Lektorat mit 24 Stunden Lieferzeit kosten 712 Euro, im Standard mit fünf Werktagen 392 Euro. Wer früh plant, spart hier die Hälfte.

Eine Ergänzung sollte gezielt dort ansetzen, wo die gewählte Option offenbleibt. So entstehen keine doppelten Kosten und keine falschen Erwartungen. Weiterführend: Plagiatssoftware an Hochschulen, Ouriginal wird eingestellt, Antiplagiat-Programme der Unis, Plagiatssoftware PlagAware, B2B-Konditionen im Überblick.

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Häufige Fragen zum Vergleich

Welche Kriterien sind entscheidend?

Quellenbasis, Erkennung von Paraphrasen, Integration in die Lernplattform, Datenhaltung und Nachvollziehbarkeit der Berichte für Prüfungsverfahren.

Dürfen Arbeiten dauerhaft gespeichert werden?

Das ist datenschutzrechtlich zu prüfen und hängt von Vertrag und Information der Studierenden ab. Beziehen Sie die Datenschutzbeauftragten früh ein.

Wie lange dauert eine Migration?

Beschaffung, Integration und Schulung brauchen erfahrungsgemäß mehrere Monate. Planen Sie einen Parallelbetrieb ein.

Lohnt sich eine Campuslizenz immer?

Bei geringem Volumen kann eine Abrechnung pro Prüfung günstiger sein. Rechnen Sie beide Modelle mit realistischen Fallzahlen durch.

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