PlagScan vs. Turnitin – Plagiatsprüfungen im Vergleich
PlagScan oder Turnitin – wie verhalten sich die zwei zueinander?
PlagScan und Turnitin sind zwei der bekanntesten Plagiatsprüfungen im Hochschulbereich. Der eine Plagiats-Scanner kommt aus Berlin, der andere aus den USA – und seit 2021 gehört PlagScan zur Turnitin-Gruppe. Was bedeutet das für Studierende und Hochschulen? Dieser Vergleich zeigt neutral, was beide Tools können und wie sich die Beziehung verändert hat.
Beziehung der beiden Anbieter
Turnitin ist seit 1998 aktiv, der globale Marktführer im Hochschul-Plagiats-Bereich. PlagScan wurde 2009 in Berlin gegründet und 2021 von der Ouriginal-Gruppe übernommen, die 2022 wiederum von Turnitin gekauft wurde. Damit gehört PlagScan effektiv zur Turnitin-Familie – mit eigenständiger Marke und eigenem Tool, aber gleichem Mutterkonzern.
Hauptunterschiede 2026
- Turnitin: globaler Anbieter, Schwerpunkt englischsprachige Hochschulen, sehr großer Quellenindex.
- PlagScan: vor allem an deutschen Hochschulen verbreitet, deutscher Quellenindex, deutsche Bedienung.
- Beide: gleicher Mutterkonzern, ähnliche Backend-Technologie, leicht unterschiedliche Benutzeroberfläche.
Vergleichstabelle
| Kriterium | PlagScan | Turnitin |
|---|---|---|
| Gegründet | 2009 Berlin | 1998 USA |
| Eigentümer | Turnitin (über Ouriginal) | Advance Publications (USA) |
| Hauptmarkt | DACH-Region | weltweit, vor allem englischsprachig |
| Quellenindex | Mrd., DE-orientiert | Mrd., EN-orientiert |
| Serverstandort | EU + US-Mutter | EU + US-Mutter |
| Bedienung | deutsch | englisch (deutsche Übersetzung verfügbar) |
| LMS-Integration | Moodle, ILIAS u. a. | Moodle, Canvas, Blackboard |
| KI-Detektion | nicht im Standard | integriert (zus. Lizenz) |
| Einzelnutzer-Zugang | begrenzt verfügbar | begrenzt (über Drittanbieter) |
Wann lohnt sich PlagScan?
- An deutschen Hochschulen, die PlagScan-Lizenzen haben (Moodle-Integration einfach).
- Wenn dir deutsche Bedienoberfläche wichtig ist.
- Bei Texten mit Schwerpunkt deutscher Quellen.
Wann lohnt sich Turnitin?
- An englischsprachigen Universitäten oder Programmen.
- Bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen für englische Journals.
- Bei Bedarf an integrierter KI-Detektion (Turnitin AI Writing Detection).
Was bei Hochschullizenzen wichtig ist
Beide Anbieter speichern eingereichte Arbeiten in der Hochschuldatenbank für die Eigenplagiat-Erkennung. Das hat zwei Folgen: Erstens werden zukünftige Studierende derselben Hochschule deine Arbeit als „Plagiats-Quelle" sehen, falls sie ähnliches schreiben. Zweitens kann es bei Folgewerken (z. B. Masterarbeit nach Bachelorarbeit) zu Eigenplagiat-Treffern kommen, wenn das nicht korrekt zitiert wird. Mehr unter Plagiat vermeiden.
Eigenständige deutsche Alternativen
Wer einen Anbieter sucht, der nicht zum Turnitin-Konzern gehört, findet bei PlagAware einen vollständig deutschen Anbieter. Auch die Plagiatsprüfung von korrektur.de setzt technisch auf PlagAware und bietet damit einen alternativen Quellenindex unabhängig von Turnitin.
Datenschutz
Beide Anbieter werben mit DSGVO-Konformität. Da der Mutterkonzern in den USA sitzt, ist die formale Position differenziert – für stark sensible Texte (Medizin, Recht, Verteidigung) sind eigenständige europäische Anbieter klarer.
Preisvergleich
- PlagScan Pay-per-Document (Quick Scan): ca. 5–15 € für eine Bachelorarbeit, abhängig vom Vertragsmodell.
- Turnitin Quick Scan über Drittanbieter: ca. 15–25 €.
- Hochschullizenz: nicht für Einzelnutzer relevant, kostenfrei für Studierende der lizenzierten Hochschulen.
- Eigenständige Alternativen: PlagAware ab ca. 12 €, korrektur.de 14,50 € für 50 Seiten.
Fazit
PlagScan und Turnitin sind heute zwei Marken des gleichen Konzerns mit ähnlicher Technologie und unterschiedlicher Markt-Positionierung. Für deutsche Studierende ist PlagScan die nähere Wahl, für englischsprachige Texte und KI-Detektion ist Turnitin oft umfassender. Wer einen unabhängigen Anbieter ohne US-Mutter sucht, schaut zu PlagAware oder korrektur.de.