PlagScan vs. PlagAware – Anbieter-Vergleich

PlagScan oder PlagAware – welcher Plagiats-Scanner passt?

Lesezeit ca. 7 Min. · Stand: 11. Juli 2026 · zurück zum Blog

PlagScan und PlagAware zählen zu den bekanntesten Plagiats-Anbietern im deutschsprachigen Raum. Beide kommen an Hochschulen, in Verlagen und bei Studierenden zum Einsatz, setzen dabei aber auf unterschiedliche Geschäftsmodelle und sprechen leicht andere Zielgruppen an. Unser Test und Anbieter-Vergleich stellt die wichtigsten Unterschiede nüchtern gegenüber, ohne ein Urteil zu fällen: Welche Lösung passt, hängt davon ab, ob du eine einzelne Arbeit prüfst, eine Hochschullizenz suchst oder einen API-Zugang brauchst.

Wer steckt hinter PlagScan und PlagAware?

PlagScan

2009 in Berlin gegründet, seit 2021 Teil der schweizerischen Ouriginal-Gruppe (heute zu Turnitin gehörend). PlagScan zielt vor allem auf institutionelle Kundinnen und Kunden: Hochschulen, Schulen, Behörden und Verlage mit Mehrnutzer-Lizenzen.

PlagAware

2008 in Würzburg gegründet, eigenständig betrieben durch die deutsche PlagAware Inhaber Ben Zaschke. PlagAware bedient sowohl Einzelnutzer (per Pay-per-Document) als auch Bildungseinrichtungen, mit besonderem Fokus auf den deutschsprachigen Raum.

Quellenabdeckung im Vergleich

Beide Systeme gleichen gegen mehrere Milliarden Quellen ab. Die Größe des Index wird gern als Kennzahl genannt, für sich allein sagt sie aber wenig aus; entscheidend ist, ob die Quellen für deinen Fall einschlägig sind. Bei deutschsprachigen studentischen Arbeiten zählen wissenschaftliche Verlage, Open-Access-Repositorien deutscher Hochschulen und das deutschsprachige Web mehr als Volumenrekorde aus indexierten chinesischen oder spanischen Inhalten.

  • PlagScan greift auf das offene Web, eine Reihe lizenzierter Verlagsdatenbanken sowie – bei institutionellen Lizenzen – auf den Bestand früherer eingereichter Arbeiten zu.
  • PlagAware nennt einen Index von über 70 Milliarden Quellen inklusive Bibliotheksbeständen, Hochschulrepositorien, Verlagsdatenbanken und Archivversionen aus der Wayback Machine.
  • Beide Systeme erkennen Webseiten in über 30 Sprachen und kommen mit gemischtsprachigen Texten zurecht.
PlagScan vs. PlagAware Anbieter-Vergleich Eckdaten

Genauigkeit und Erkennungsrate

Unabhängige Tests – etwa der HTW Berlin (Debora Weber-Wulff) oder die jährlichen Plagiatssoftware-Reviews der Stiftung Warentest – zeigen, dass die Genauigkeit weniger zwischen den Anbietern als zwischen Texttypen variiert. Bei wörtlich übernommenen Passagen aus offen indexierten Quellen liegen beide Systeme nahe an 100 Prozent. Bei Paraphrasen, Sinnübernahmen und KI-generierten Texten sind die Unterschiede deutlich – und in beiden Fällen ist keine reine Plagiatsprüfung allein aussagekräftig. Wer KI-Anteile sicher feststellen will, nutzt zusätzlich einen KI-Detektor.

Preise und Pakete

Die Preisgestaltung ist der Punkt, an dem sich die beiden Anbieter am stärksten unterscheiden. PlagScan rechnet primär nach Zeichen oder mit Pauschaltarifen für Einrichtungen ab; in der Studierenden-Variante (Quick Scan) gibt es Pakete von 5 bis 200 Euro. PlagAware ist transparenter pro Wort/Seite gestaffelt, erlaubt einzelne Prüfungen ohne Abo und bietet Rabattstufen bei größeren Volumina.

ModellPlagScanPlagAware
Einzelne Bachelorarbeit (50 S.)ca. 8–15 €ca. 10–20 €
Hochschul-Lizenz (jährlich)verfügbar, individuellverfügbar, individuell
Pay-per-Document ohne Abojaja
API-Zugangjaja
Kostenlose Demonur eingeschränktkurzer Probetext

Hinweis: Preise schwanken regelmäßig und unterscheiden sich je nach Vertragsmodell. Für die jeweils aktuelle Tarifstruktur lohnt der Blick auf die Anbieterseiten direkt. Eigene Preise findest du unter shop – etwa 0,29 € pro Normseite für die Plagiatsprüfung.

Bedienung und Bericht

Die Bedienung beider Tools folgt einem ähnlichen Muster: Datei hochladen, Prüfung starten, Bericht abrufen. Unterschiede liegen im Detail des Berichts. PlagScan liefert einen klassischen, eher technischen Report mit Prozentangabe, Treffer-Highlights und Quellenliste. PlagAware ergänzt den Report um eine farblich hervorgehobene Inline-Ansicht, in der Übereinstimmungen direkt im Originaltext markiert sind, sowie um eine separate Quellenmatrix.

Für Studierende ist die Inline-Ansicht praktisch, weil sich damit schneller erkennen lässt, welche Stelle nachzitiert oder umformuliert werden muss. Für institutionelle Abläufe mit Stichprobenprüfung ist dagegen die Quellenliste wichtiger.

Datenschutz und Serverstandort

Beide Anbieter werben mit DSGVO-Konformität und EU-Server-Standorten. PlagScan-Daten liegen seit der Übernahme durch Ouriginal/Turnitin teilweise auf europäischen Servern, mit US-Mutterkonzern als Auftragsverarbeiter. PlagAware betreibt seine Server vollständig in Deutschland und beschreibt das aktiv als Differenzierungsmerkmal.

Für viele deutsche Hochschulen ist der Serverstandort ein zentrales Vergabe-Kriterium – wer eine Lehrstuhllizenz auswählt, sollte die Auftragsverarbeitungsverträge beider Anbieter direkt vergleichen. Hintergrund liefert auch unsere Übersicht zum Antiplagiatprogramm der Unis.

PlagScan vs. PlagAware Vergleich Funktionen und Preise

Geschwindigkeit der Auswertung

Beide Tools liefern Ergebnisse in der Regel innerhalb weniger Minuten. Bei sehr langen Texten (über 200 Seiten) oder bei hoher Auslastung der Server kann es länger dauern. Beide Systeme arbeiten asynchron: du wirst per E-Mail benachrichtigt, wenn der Bericht bereitsteht.

Für welche Nutzer eignet sich welches Tool?

  • Hochschule mit zentralem LMS-Anschluss: PlagScan, weil Moodle- und Canvas-Plug-ins etabliert sind.
  • Verlag oder Lektorat mit häufigen Einzelprüfungen: PlagAware, weil das Pay-per-Document-Modell ohne Mindestvolumen funktioniert.
  • Studierende, die einmalig vor der Abgabe prüfen: beide möglich; PlagAware ist für Einzelne tendenziell unkomplizierter, PlagScan oft günstiger im Volumen.
  • Institutionen mit strengen DSGVO-Vorgaben: PlagAware durch deutschen Serverstandort meist einfacher zu rechtfertigen.

Vergleichstabelle

KriteriumPlagScanPlagAware
Gegründet2009 (Berlin)2008 (Würzburg)
EigentümerOuriginal-Gruppe / Turnitineigenständig
Quellenindexmehrere Mrd. (offen + lizenziert)über 70 Mrd. (offen + lizenziert)
ServerstandortEU + US-MutterDeutschland
Einzelprüfung möglichjaja
APIjaja
LMS-IntegrationMoodle, Canvas u. a.Moodle, ILIAS u. a.
Inline-Berichtklassisch markiertfarbcodiert mit Quellenmatrix
Eigenplagiat-Erkennungja (institutionsweit)ja (institutionsweit)
KI-Detektion eigenständignicht im Standardpaketnicht im Standardpaket

Fazit

Beide Tools liefern verlässliche Plagiatsprüfungen für studentische und akademische Texte. Die Entscheidung fällt weniger über die Erkennungsrate als über den Einsatzkontext: Hochschulen mit zentralem LMS fahren oft mit PlagScan gut, Einzelnutzer und Einrichtungen mit DSGVO-Schwerpunkt häufig mit PlagAware. Wer keine eigene Lizenz braucht, sondern nur eine einzelne Arbeit prüfen lassen will, bekommt mit unserer Plagiatsprüfung eine fertig aufgesetzte Lösung; technisch setzen wir auf den PlagAware-Index und bieten zusätzlich eine separate KI-Detektion an.

Für tiefer gehende Vergleichsstudien empfehlen wir die jährlichen Tests der HTW Berlin und der Stiftung Warentest. Wer mehrere Anbieter nebeneinander testen will, kann denselben Beispieltext durch beide Systeme schicken – und bekommt im Vergleich oft ein realistischeres Bild als aus einer Anbieterbroschüre.

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PlagScan vs. PlagAware: So bewertet korrektur.de die Treffer einer Arbeit (0–5 %, 6–14 %, ab 15 %)

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So liest du den Bericht

PlagScan vs. PlagAware: Was die Prozentzahl wirklich bedeutet

Nicht die nackte Zahl zählt, sondern was dahintersteckt. An diesen echten Stellen siehst du, wie du vom Gesamtwert bis zum direkten Quellenvergleich vorgehst.

PlagScan vs. PlagAware: grüner Plagiatsanteil von 2,8 Prozent im Prüfbericht
2,8 Prozent bedeuten Entwarnung: Der Balken bleibt grün, echte Hochrisiko-Treffer machen nur 0,3 Prozent aus.
PlagScan vs. PlagAware: Quellen-Detailkarte mit Ähnlichkeit und Wortzahl
Ob PlagScan oder PlagAware: Erst die Detailkarte zeigt das echte Gewicht eines Treffers. 100 Prozent Ähnlichkeit wirken alarmierend, umfassen hier jedoch bloß 17 Wörter und damit 0,30 Prozent des gesamten Textes.
PlagScan vs. PlagAware: Quellenvergleich, Dokument und Quelle nebeneinander
Der direkte Quellenvergleich stellt beide Seiten gegenüber: links deine Passage, rechts der Fundort, die identischen Wörter farblich hervorgehoben. So beurteilst du jeden Treffer fundiert statt nach Gefühl.

Eine ausführliche Einordnung findest du unter Aussagekraft, Grenzen und Interpretation.

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Detaillierte Auflistung mit Quell-Links

„Ich habe lediglich die Plagiatsprüfung in Anspruch genommen, bin aber dennoch positiv überrascht: Für 20 Cent pro Seite habe ich eine detaillierte Auflistung der problematischen Stellen bekommen, direkt mit Link jeweils zur Quelle. Klare Empfehlung daher!“

Leonie Verifiziert10. Jan. 2024

Hilfreich und kundenfreundlich

„Ich habe wegen des günstigen Preises eine Plagiatsprüfung bestellt, die für mich sehr hilfreich war. Erfreulicherweise kann man dann nochmal nachprüfen für 40 % günstiger dank eines Rabattcodes, den man per Mail bekommt mit dem Prüfergebnis. Sehr kundenfreundlich!“

David Verifiziert6. Feb. 2026

Für die Bachelorarbeit auf Nummer sicher

„korrektur.de hat meine Bachelorarbeit auf Plagiate überprüft. Im PDF-Bericht stand, dass ich zum Glück kein Plagiat hatte, aber besser safe than sorry.“

Ma Ni Verifiziert14. Apr. 2026

Häufige Fragen zu PlagScan und PlagAware

Welcher Anbieter ist „besser" – PlagScan oder PlagAware?

Ein objektives „besser" gibt es nicht. Bei wörtlichen Plagiaten liegen beide Tools dicht beieinander. Die Unterschiede stecken vor allem im Preismodell, im Aufbau des Berichts und im Datenschutzschwerpunkt. Sinnvoller ist deshalb die Frage, welches Tool zu deinem konkreten Anwendungsfall passt.

Erkennen die Tools ChatGPT oder Gemini?

Klassische Plagiats-Scanner erkennen KI-generierte Texte nicht zuverlässig, weil es keine wörtliche Quelle gibt, gegen die sie abgleichen könnten. Für die KI-Erkennung braucht es eigene Detektoren. Dafür bieten wir den KI-Detektor als ergänzende Prüfung an.

Werden meine Texte nach der Prüfung gespeichert?

Bei beiden Anbietern hängt das vom Vertragsmodell ab. In Hochschullizenzen werden eingereichte Arbeiten oft im institutionsinternen Index gespeichert (für die Eigenplagiat-Erkennung). Bei Einzelprüfungen sollte das standardmäßig nicht passieren – die Auftragsverarbeitungsverträge regeln das im Detail. Bei uns wird die Datei nach der Prüfung gelöscht und nicht in den Index aufgenommen.

Reicht eine kostenlose Plagiatsprüfung aus?

Gratis-Tools durchsuchen meist nur das offene Web, nicht aber wissenschaftliche Datenbanken oder Hochschulrepositorien. Bei einer Hausarbeit mag das reichen, bei einer Bachelor- oder Masterarbeit ist das Risiko zu groß. Mehr dazu unter Plagiat online prüfen.

Sind PlagScan und PlagAware DSGVO-konform?

Beide Anbieter werben mit DSGVO-Konformität. Der Unterschied liegt vor allem im Serverstandort und in der Konzernstruktur: PlagAware ist eigenständig in Deutschland, PlagScan gehört seit 2021 zu einem internationalen Konzern mit US-Mutter. Für stark sensible Texte (z. B. medizinische Dissertationen) lohnt der Blick in beide Auftragsverarbeitungsverträge.

Wie lange dauert eine Prüfung im Schnitt?

Bei beiden Tools liegt eine Bachelorarbeit (40–60 Seiten) typischerweise in 5 bis 30 Minuten als Bericht vor. Bei längeren Texten oder hoher Server-Auslastung kann es länger dauern. Wir prüfen einzelne Arbeiten im Schnitt in unter 30 Minuten – siehe Express-Korrektur und unsere allgemeine Plagiatsprüfung.

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