Was bedeutet Personifikation?
Personifikation bezeichnet vor allem eine rhetorische Figur
Hier erfährst du, welche zwei Lesarten das DWDS für Personifikation nennt und wie du das Wort in deiner Arbeit sicher prüfst und einsetzt.
Personifikation: Bedeutung und Grenzen
Wer wissen will, was Personifikation bedeutet, findet im DWDS zwei Lesarten. Vor allem bezeichnet das Wort eine rhetorische Figur. Dabei erscheint ein abstraktes Konzept oder ein Gegenstand in menschlicher oder menschenähnlicher Gestalt. Eine zweite Variante dieser Lesart: Das Abstrakte oder der Gegenstand erhält menschenähnliche Eigenschaften. Ein selbst gebildeter Beispielsatz zeigt das Prinzip: Die Wahrheit klopft leise an die Tür. Hier handelt ein abstraktes Konzept so, wie es sonst nur ein Mensch tut.
Die zweite Lesart des DWDS meint eine Person, die einen bestimmten Typ verkörpert. Ein eigener Beispielsatz dazu lautet: Für ihre Kollegen war sie die Personifikation der Geduld. Grammatisch ordnet das DWDS Personifikation als Substantiv ein. Wenn du die Rechtschreibung dieses Substantivs in deinem Text kontrollierst, bleibt die Bedeutung davon unberührt.
Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die beiden Lesarten auseinanderhalten und für deinen Satz die passende auswählen. Die Grenzen sind ebenso deutlich. Über Herkunft, Häufigkeit, Wertung oder eine weitere Fachzuordnung des Begriffs triffst du hier keine Aussage, weil der zugrunde liegende Wörterbucheintrag dazu nichts sagt. Auch Zahlen oder Fristen spielen für die Wortbedeutung keine Rolle, und du solltest keine hinzudichten. Weitere Wortbedeutungen und Abkürzungen schlägst du bei Bedarf gesondert nach, statt sie aus dieser Definition abzuleiten.

Schritt für Schritt zur passenden Verwendung
Ein festes Vorgehen hilft dir, die Bedeutung zu verstehen und das Wort richtig einzuordnen. Arbeite die folgenden Schritte nacheinander ab:
- Bedeutung bestimmen: Lies deinen Satz und entscheide, ob du die rhetorische Figur meinst oder eine Person, die einen Typ verkörpert.
- Verwendung prüfen: Frag dich bei der ersten Lesart, ob tatsächlich ein abstraktes Konzept oder ein Gegenstand menschliche Gestalt oder menschenähnliche Eigenschaften erhält. Bei der zweiten Lesart prüfst du, ob wirklich ein Mensch gemeint ist.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen kurzen Satz, der genau deine Lesart zeigt, und übernimm keine fremden Mustersätze.
- Zuständige Person bestimmen: Ermittle aus den offiziellen Unterlagen deines Kurses oder Studiengangs, wer deine Arbeit betreut und Rückfragen zur Begriffsverwendung beantwortet.
- Ergebnis dokumentieren: Notier die gewählte Lesart, die Quelle mit Datum und deinen Beispielsatz.
- Nächsten Schritt festlegen: Entscheide, ob du das Wort direkt einsetzt oder vorher eine Rückfrage stellst.
Ein kurzes Ablaufbeispiel: Du schreibst eine Gedichtanalyse und stößt auf die Zeile Der Abend legt den Mantel ab. Du stellst fest, dass ein Zeitbegriff wie ein Mensch handelt, und wählst deshalb die erste Lesart. Danach formulierst du einen eigenen Satz, notierst den DWDS-Eintrag in deiner Materialliste und klärst offene Punkte mit der Person, die laut deinen Kursunterlagen zuständig ist.
Beim Einbau in deinen Text gilt die Wortbedeutung nur als ein Teil der Arbeit. Wenn du wissenschaftliches Schreiben übst, achte zusätzlich auf eine saubere Quellenangabe. Für formale Fragen zu deinem Satz nutzt du die Rechtschreibregeln als eigenes Nachschlagewerk.
Kontrollier deinen Beispielsatz außerdem formal, bevor du ihn übernimmst. Prüf darin die Kommasetzung und danach die übrige Zeichensetzung. Steht das Substantiv in einer Zusammensetzung, klärst du die Getrennt- und Zusammenschreibung gesondert.
Typische Fehler beim Einordnen
Ein erster Stolperstein liegt in vorschnellen Gleichsetzungen. Setz die Personifikation nicht mit einem anderen Begriff gleich, nur weil er ähnlich klingt. Synonyme aus einer Liste übernimmst du nur, wenn eine Quelle die gleiche Bedeutung ausdrücklich belegt. Vermisch außerdem nicht die beiden Lesarten: Die rhetorische Figur betrifft Abstraktes oder Gegenstände, die zweite Lesart betrifft eine Person, die einen Typ verkörpert.
Ein zweiter Fehler besteht darin, eigene Annahmen für Regeln zu halten. Dass dir ein Beispiel einleuchtet, macht es noch nicht zu einer belegten Gebrauchsregel. Wenn du eine Aussage über Herkunft, Wertung oder Fachzugehörigkeit des Wortes treffen willst, such dafür einen eigenen Beleg. Auch Fragen zur Rechtschreibreform beantwortest du nicht aus dem Gedächtnis, sondern mit einer passenden Quelle.
Ein dritter Fehler: Nachweise und Rückfragen auf später zu verschieben. Notier die Quelle sofort, während du das Wort nachschlägst, damit sie dir bei der Abgabe vorliegt. Klär Unsicherheiten früh mit der zuständigen Person. Auch wenn du Rechtschreibprogramme nutzt, prüf selbst im Wörterbuch, ob deine Lesart zum Satz passt.
Auch die Form des Wortes verdient Aufmerksamkeit. Achte auf die Groß- und Kleinschreibung, wenn du das Substantiv in deinen Satz einfügst. Die Pluralbildung des Wortes nennt der hier genutzte Eintrag nicht, daher schlägst du sie gesondert nach, bevor du eine Mehrzahl verwendest.

Checkliste vor dem Einsatz im Text
Geh vor dem Abschluss deines Textes diese Punkte einzeln durch und hak sie erst ab, wenn du sie wirklich geprüft hast:
- Bedeutung prüfen: Hast du entschieden, ob die rhetorische Figur oder die verkörpernde Person gemeint ist?
- Belegte Wortart prüfen: Verwendest du das Wort als Substantiv, wie es das DWDS angibt?
- Kontext prüfen: Passt die gewählte Lesart zu dem Satz und zu dem Abschnitt, in dem sie steht?
- Beispiel prüfen: Zeigt dein selbst formulierter Beispielsatz genau die gewählte Lesart?
- Quelle oder Stelle: Hast du den DWDS-Eintrag mit Abrufdatum notiert und die zuständige Person aus deinen offiziellen Kursunterlagen ermittelt?
- Persönlicher nächster Schritt: Hast du festgelegt, ob du das Wort jetzt einsetzt, umformulierst oder zuerst eine Rückfrage stellst?
Die Prüfung endet nicht beim einzelnen Wort. Überleg, in welchen Textformen du den Begriff einsetzt, und prüf, ob die gewählte Lesart zur jeweiligen Aufgabe passt. Wenn deine Arbeit zusätzlich Kürzel enthält, hilft dir der Beitrag Abkürzungen richtig schreiben bei der formalen Kontrolle.
Bleibt am Ende ein grammatischer Zweifel zum Substantiv, prüfst du das Geschlecht in einem Wörterbuch nach. Eine Übersicht über die Artikel der, die und das unterstützt dich dabei, wenn du mehrere Substantive in deinem Text abgleichen willst. Leg danach deinen nächsten Schritt schriftlich fest, damit du ihn nicht vergisst.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Personifikation: Bedeutung verstehen und richtig einordnen. korrektur.de. https://korrektur.de/personifikation
„Personifikation: Bedeutung verstehen und richtig einordnen.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/personifikation. Zugriff 26. Okt. 2026.
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Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)