Was bedeutet Paraphrase?
Parapharase: Bedeutung und Verwendung
Paraphrase bezeichnet eine alternative Formulierung. Hier stehen Bedeutung, Kontext und die passende Prüfung für den eigenen Satz im Mittelpunkt.
Paraphrase einfach erklärt
Die vorliegende Wörterbuchangabe führt die Schreibung Paraphrase. Als Bedeutung nennt sie eine Formulierungsalternative, eine Formulierungshilfe oder einen Formulierungsvorschlag. Verständlich gesagt geht es damit um eine andere sprachliche Fassung. Der Ausdruck bezeichnet also nicht automatisch einen zusätzlichen Inhalt, eine bestimmte Textsorte oder eine festgelegte Vorgehensweise. Entscheidend ist der konkrete Satz, in dem das Wort verwendet wird.
Die Quelle ordnet Paraphrase außerdem dem fachsprachlichen Bereich zu und nennt dazu Bezeichnungen wie Synonymlexikon, Synonymwörterbuch, Wortnetz und Thesaurus. Diese Einordnung gehört zur Wörterbuchbeschreibung. Sie darf deshalb nicht ohne weiteren Beleg auf jede Alltagssituation oder auf einen bestimmten institutionellen Zweck ausgedehnt werden.
Wer Paraphrase im eigenen Text verwendet, kann zunächst prüfen, ob tatsächlich eine alternative Formulierung, eine Formulierungshilfe oder ein Formulierungsvorschlag gemeint ist. Diese Prüfung betrifft den eigenen Satz und benötigt keine zusätzliche Annahme über Herkunft, Wirkung oder Verbindlichkeit des Ausdrucks. Fragen zur Rechtschreibung bleiben davon getrennt: Sie betreffen die korrekte sprachliche Gestaltung des Textes, nicht automatisch die Bedeutung des Wortes.

Bedeutung und Kontext auseinanderhalten
Die Bedeutung lässt sich aus der Wörterbuchangabe in mehreren alternativen Lesarten beschreiben. Diese Lesarten sind nicht gemeinsam zwingend, sondern benennen verschiedene mögliche Einordnungen:
- Alternative Formulierung: Eine Paraphrase kann als andere sprachliche Fassung verstanden werden. Der Kontext muss zeigen, welcher Ausgangsausdruck oder welcher Gedanke anders formuliert wird.
- Formulierungshilfe: Paraphrase kann eine Hilfe beim Finden einer passenden sprachlichen Fassung bezeichnen. Der Satz sollte erkennen lassen, dass es um Unterstützung bei der Formulierung geht.
- Formulierungsvorschlag: Paraphrase kann auch als vorgeschlagene Fassung gemeint sein. Ob ein Satz einen Vorschlag oder lediglich eine alternative Formulierung bezeichnet, ergibt sich aus der jeweiligen Aussageabsicht.
Der Kontext verbindet damit die Wörterbuchbedeutung und die konkrete Verwendung. Ein Satz über die Überarbeitung eines Ausdrucks setzt einen anderen Schwerpunkt als ein Satz über ein Nachschlagewerk. Für wissenschaftliches Schreiben kann deshalb zunächst die Aussageabsicht geprüft werden: Wird eine alternative Fassung benannt, eine Hilfe gesucht oder ein Vorschlag vorgelegt? Der Ausdruck selbst beantwortet diese Frage nicht vollständig.
Auch Rechtschreibregeln, Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung sind eigene Prüfbereiche. Sie können bei der sprachlichen Ausarbeitung relevant sein, liefern aber aus dieser Wörterbuchangabe keine zusätzliche Bedeutung von Paraphrase.
Drei eigene Beispiele
Die folgenden Sätze sind eigenständige neutrale Beispiele. Sie zeigen unterschiedliche Kontexte und übernehmen keine Beispiele aus der Wörterbuchangabe.
- Alternative Fassung: „Die zweite Version ist eine Paraphrase des ursprünglichen Gedankens.“ Hier wird Paraphrase als andere sprachliche Fassung verwendet.
- Hilfe bei der Formulierung: „Für den schwierigen Satz suchte sie eine Paraphrase.“ In diesem Beispiel steht die Suche nach einer anderen sprachlichen Gestaltung im Vordergrund.
- Vorschlag: „Der Autor nahm den Formulierungsvorschlag in seine Überarbeitung auf.“ Dieser Satz stellt die vorgeschlagene Fassung in den Mittelpunkt.
Bei der Überprüfung der Beispiele können zunächst die Kommasetzung und die allgemeine Zeichensetzung des eigenen Satzes betrachtet werden. Danach ist zu fragen, welche der drei alternativen Einordnungen tatsächlich zum Kontext passt. Die Beispiele behaupten keine zusätzliche Fachbedeutung und legen keine allgemeine Verwendungspflicht fest.
Wer Rechtschreibprogramme oder ein anderes Hilfsmittel nutzt, sollte dessen Hinweis nicht mit der Bedeutungsbestimmung verwechseln. Für die Bedeutung zählt hier die Wörterbuchangabe mit den genannten Formulierungen. Die sprachliche Prüfung des eigenen Beispiels bleibt davon unterscheidbar.
Ebenso kann ein Blick auf die Rechtschreibreform nur dann sinnvoll sein, wenn eine konkrete Schreibvariante geprüft werden soll. Aus der Angabe zu Paraphrase folgt keine Aussage über alte oder neue Schreibweisen. Entscheidend bleibt, ob der eigene Satz eine alternative sprachliche Fassung, eine Formulierungshilfe oder einen Formulierungsvorschlag beschreibt.
Wichtige Grenzen und Verwechslungen
Paraphrase sollte nicht pauschal mit jedem ähnlichen Ausdruck gleichgesetzt werden. Die Quelle nennt mehrere Bezeichnungen aus einem fachsprachlichen Zusammenhang, darunter Synonymlexikon, Synonymwörterbuch, Wortnetz und Thesaurus. Sie nennt außerdem die Einordnungen Formulierungsalternative, Formulierungshilfe und Formulierungsvorschlag. Daraus lässt sich die belegte Bedeutung ableiten, aber keine weitergehende Herkunft, Wertung oder Fachbedeutung.
Eine Paraphrase ist in diesem Rahmen deshalb nicht automatisch ein Synonym, nicht automatisch eine Zusammenfassung und nicht automatisch eine Übersetzung. Diese Begriffe werden in der vorliegenden Wörterbuchangabe nicht näher erklärt. Wer eine solche Unterscheidung benötigt, sollte den betreffenden Satz und die dafür zuständige Wörterbuchbeschreibung konkret prüfen, statt eine Gleichheit anzunehmen.
Auch sprachliche Nachschlagefragen führen nicht unmittelbar zu einer neuen Definition. Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das und Pluralbildung betreffen jeweils andere mögliche Prüfgegenstände. Für Paraphrase sollte daher zuerst die Bedeutung als alternative Formulierung, Formulierungshilfe oder Formulierungsvorschlag bestimmt werden.
Die passende Einordnung kann außerdem von der Aussageabsicht des Satzes abhängen. Eine zusätzliche Behauptung über institutionelle Verwendung, rechtliche Wirkung, Nachweisfunktion, Erfolg oder eine bestimmte Personengruppe ist durch die Wörterbuchangabe nicht getragen und wird hier nicht ergänzt.

Paraphrase im eigenen Satz prüfen
Für eine sichere Verwendung genügt ein kurzer, am eigenen Text orientierter Check:
- Prüfe zunächst die Schreibung. Die Wörterbuchangabe behandelt den Ausdruck „Paraphrase“.
- Bestimme anschließend die Kernbedeutung: Geht es im Satz um eine alternative Formulierung, eine Formulierungshilfe oder einen Formulierungsvorschlag?
- Prüfe den Kontext und die Aussageabsicht. Der konkrete Satz soll erkennen lassen, welche der genannten Alternativen gemeint ist.
- Suche nach einer möglichen Verwechslung. Setze Paraphrase nicht ohne Beleg mit Synonym, Zusammenfassung oder Übersetzung gleich.
- Prüfe danach die sprachliche Ausarbeitung, etwa mit Blick auf Synonyme oder unterschiedliche Textformen. Diese Begriffe liefern aus der vorliegenden Angabe keine zusätzliche Definition von Paraphrase.
Wenn die beabsichtigte Bedeutung nach diesem Check nicht eindeutig ist, ermittle die konkrete Wörterbuchbeschreibung für den Satz und vergleiche die dort genannte Einordnung. So bleibt die Erklärung auf die belegten Bedeutungen begrenzt. Die Prüfung von Ausdruck, Kontext und möglicher Verwechslung sollte dabei getrennt von allgemeinen Fragen der sprachlichen Gestaltung erfolgen.
Beurteile abschließend, ob die gewählte Bezeichnung im konkreten Satz wirklich eine andere Fassung, eine Hilfe oder einen Vorschlag meint. Falls mehrere Lesarten möglich sind, formuliere den Satz genauer oder prüfe die Wörterbuchbeschreibung erneut. So wird die Einordnung nicht aus einem einzelnen Hinweis heraus überdehnt.
Quellen und Stand
- Paraphrase, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
Das Thema „Was bedeutet Paraphrase?“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.