Was bedeutet Parallelismus?
Parallelismus bezeichnet eine Entsprechung oder vergleichbare
Parallelismus hat eine allgemeine und eine fachliche Bedeutung. Hier lernst du, beide zu unterscheiden, den stilistischen Gebrauch zu prüfen und ein eigenes Beispiel zu bilden.
Bedeutung von Parallelismus und die Grenzen dieser Erklärung
Das Wort Parallelismus hat zwei Bedeutungsebenen, die du sauber auseinanderhalten solltest. Allgemein steht es für eine Entsprechung oder für eine vergleichbare Beschaffenheit. In der Sprachwissenschaft und in der Stilistik meint der Begriff dagegen etwas Engeres: den semantisch-syntaktisch gleichmäßigen Bau von Satzgliedern, von Sätzen oder auch von ganzen Satzfolgen. Grammatisch ist Parallelismus ein Substantiv im Maskulinum, die Pluralform lautet Parallelismen.
Ziel dieser Seite ist, dass du die Bedeutung sicher bestimmst, den Gebrauch im stilistischen Sinn erkennst und selbst ein passendes Beispiel bilden kannst. Ein eigener, neutraler Beispielsatz zeigt den gleichmäßigen Bau: „Sie liest den Text, sie prüft die Quellen, sie schreibt das Fazit.“ Hier folgen drei Teilsätze demselben Muster aus Subjekt, Verb und Objekt, und auch inhaltlich gehören die drei Handlungen zusammen.
Die Grenzen dieser Erklärung sind ebenso wichtig wie ihr Inhalt. Du findest hier keine weiteren Bedeutungen, keine Angaben zur Herkunft und keine Aussagen darüber, wie häufig der Ausdruck vorkommt. Auch Zahlen oder Fristen nennt diese Seite nicht. Ob ein bestimmter Satz in deinem eigenen Text als Parallelismus gelten soll, klärst du anhand der Definition und bei Bedarf mit der Person, die deinen Text bewertet. Tauchen beim Schreiben deiner Beispiele Fragen zur Rechtschreibung auf, schlag sie gesondert nach, denn sie gehören zu einem anderen Thema als die Wortbedeutung.

Schritt für Schritt zur sicheren Verwendung
Geh in fünf Schritten vor, damit du den Begriff nicht nur kennst, sondern auch richtig anwenden kannst.
- Bedeutung bestimmen: Entscheide zuerst, ob dein Text die allgemeine Bedeutung im Sinne von Entsprechung oder vergleichbarer Beschaffenheit meint oder den Fachbegriff aus Sprachwissenschaft und Stilistik. Prüfe dafür den Zusammenhang, in dem das Wort steht.
- Gebrauch im stilistischen Sinn prüfen: Untersuche, ob die betreffenden Satzglieder oder Sätze tatsächlich gleichmäßig gebaut sind, und zwar inhaltlich wie syntaktisch. Wenn du eine Textstelle für deine Analyse abschreibst, achte auf Kommasetzung und Zeichensetzung, damit dein Zitat dem Original genau entspricht.
- Eigenes Beispiel formulieren: Bilde einen kurzen Satz oder eine kleine Satzfolge, in der zwei oder drei Teile demselben Muster folgen. Vergleiche dein Beispiel danach Wort für Wort mit der Definition.
- Zuständige Person bestimmen: Ermittle aus den Unterlagen zu deiner Lehrveranstaltung, wer deine Arbeit betreut oder bewertet. Richte offene Fragen zur Verwendung des Begriffs direkt an diese Person.
- Ergebnis dokumentieren und nächsten Schritt festlegen: Halte schriftlich fest, welche Bedeutung du gewählt hast, welches Beispiel du gebildet hast und welche Frage noch offen ist. Notiere dann, was du als Nächstes erledigst.
Ablaufbeispiel: Lena analysiert für ein Seminar einen Kommentar und stößt auf die Satzfolge „Wir planen gemeinsam, wir handeln gemeinsam, wir lernen gemeinsam.“ Sie prüft zuerst, ob hier die fachliche Bedeutung passt, und vergleicht dafür den Bau der drei Teilsätze. Danach schreibt sie ein eigenes Beispiel: „Er fragt nach, er hört zu, er notiert die Antwort.“ Weil sie unsicher ist, ob sie in ihrer Analyse den Fachbegriff oder eine Umschreibung verwenden soll, sucht sie in den Kursunterlagen nach der betreuenden Person und schreibt ihr eine kurze Nachricht. Ihre Notiz enthält am Ende die gewählte Bedeutung, beide Beispiele und den Vermerk, dass die Antwort der Betreuung noch aussteht.
Typische Fehler beim Begriff Parallelismus
Ein erster Stolperstein liegt darin, die beiden Bedeutungsebenen zu vermischen. Die allgemeine Bedeutung beschreibt eine Entsprechung, die sprachwissenschaftliche Bedeutung dagegen den gleichmäßigen Bau von Satzgliedern und Sätzen. Setze deshalb keine Ersatzwörter gleich, die nur zu einer der beiden Ebenen passen. Prüfe Synonyme einzeln am Kontext, bevor du sie in deiner Analyse einsetzt, und frag dich jedes Mal, ob das Ersatzwort den Satzbau oder bloß eine Ähnlichkeit meint.
Ein zweiter Fehler besteht darin, eigene Annahmen wie Regeln zu behandeln. Wenn du vermutest, dass ein Satz besonders wirkungsvoll ist, bleibt das deine Einschätzung und keine Vorgabe der Definition. Kennzeichne solche Deutungen in deinem Text als deine Interpretation. Das gilt auch für formale Fragen rund um deine Beispielsätze: Kontrolliere die Groß- und Kleinschreibung sowie die Getrennt- und Zusammenschreibung lieber mit einem Nachschlagewerk, statt dich auf dein Gefühl zu verlassen.
Wer ältere Lehrbücher nutzt, sollte Schreibweisen darin bewusst prüfen und dabei an die Rechtschreibreform denken. Verlass dich bei der eigentlichen Bedeutungsfrage außerdem nicht auf Rechtschreibprogramme, sondern auf die Definition und auf deine eigene Prüfung des Satzbaus.
Der dritte Fehler ist das Aufschieben. Sammle deine Belege direkt, während du die Textstelle analysierst, und notiere sofort, woher deine Definition stammt. Schick offene Rückfragen an die zuständige Person, sobald sie auftauchen, und nicht erst kurz vor der Abgabe, damit du die Antwort noch in deinen Text einarbeiten kannst.

Checkliste für deine Arbeit mit dem Begriff
Geh diese Punkte durch, bevor du den Begriff in einer Hausarbeit, einer Analyse oder einem Referat verwendest.
- Bedeutung: Hast du festgelegt, ob du die allgemeine Bedeutung oder den Fachbegriff aus Sprachwissenschaft und Stilistik meinst?
- Wortart: Verwendest du Parallelismus als Substantiv im Maskulinum und die Pluralform Parallelismen? Die Form kannst du zusätzlich mit einer Übersicht zur Pluralbildung abgleichen.
- Fachkontext: Steht der Begriff in einer Satzanalyse, in der es tatsächlich um den gleichmäßigen Bau von Satzgliedern oder Sätzen geht?
- Beispiele: Folgen die Teile deines eigenen Beispiels demselben Muster, inhaltlich wie syntaktisch?
- Quelle: Hast du notiert, aus welchem Wörterbuch deine Definition stammt, und die Angabe für deine Belege gesichert?
- Zuständige Person: Weißt du aus deinen Kursunterlagen, wer deine Arbeit bewertet, und hast du offene Fragen dorthin geschickt?
- Nächster Schritt: Hast du aufgeschrieben, was du als Nächstes konkret tust, etwa ein zweites Beispiel bilden oder eine Antwort abwarten?
Behalte für wissenschaftliches Schreiben deine Belege jederzeit griffbereit. Wenn du in deinen Notizen Fachbegriffe kürzt, schau unter Abkürzungen richtig schreiben nach, wie du dabei vorgehst.
Weitere Fachwörter kannst du in der Sammlung Wortbedeutungen und Abkürzungen nachschlagen. Beim grammatischen Geschlecht anderer Begriffe hilft dir die Seite zum Thema Artikel der, die und das weiter.
Notiere zum Schluss, in welchen Textformen du den Begriff einsetzen willst, und prüfe für deine Beispielsätze bei Bedarf die passenden Rechtschreibregeln.
So zitieren Sie diese Seite
Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Parallelismus: Bedeutung und Gebrauch in der Stilistik. korrektur.de. https://korrektur.de/parallelismus
„Parallelismus: Bedeutung und Gebrauch in der Stilistik.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/parallelismus. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Parallelismus: Bedeutung und Gebrauch in der Stilistik. Verfügbar unter: https://korrektur.de/parallelismus (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Parallelismus: Bedeutung und Gebrauch in der Stilistik.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/parallelismus.
korrektur.de. Parallelismus: Bedeutung und Gebrauch in der Stilistik [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/parallelismus
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)