Othering: Bedeutung und Gebrauch des Begriffs
Othering bezeichnet die meist negativ verstandene Abgrenzung
Du bist im Seminar oder in einem Fachtext auf Othering gestoßen und willst das Wort sicher verstehen und richtig einsetzen? Hier findest du die belegte Bedeutung, die Wortart und ein klares Vorgehen für deine eigene Arbeit.
Othering: Bedeutung und Wortart im Überblick
Wer im Studium auf den Begriff Othering stößt, braucht zuerst eine tragfähige Bedeutung. Othering meint die Abgrenzung der eigenen sozialen Gruppe von anderen Gruppen, wobei die Andersartigkeit dieser anderen hervorgehoben wird. Diese Form der Abgrenzung wird meist negativ verstanden. Übernimm diese Einschränkung in deine eigene Definition, statt das Wort neutral oder stärker wertend darzustellen.
Auch die Wortart ist eindeutig: Othering ist ein Substantiv, und zwar ein Neutrum. Du schreibst also das Othering. Wenn du dein Wissen über den Artikel der, die und das auffrischen willst, schlag die Artikelregeln gezielt nach. Das Wort stammt aus dem Englischen. Darüber hinaus solltest du keine Angaben zur Herkunft ergänzen, die du nicht selbst überprüft hast.
Gebraucht wird das Wort vor allem in Philosophie und Soziologie. Für wissenschaftliches Schreiben prüfst du deshalb, ob deine Definition diesen Fachkontext nennt und mit einer nachvollziehbaren Literaturangabe gestützt ist. Arbeitest du in einem anderen Fach, prüf in deiner Fachliteratur, ob dort mit dem Wort gearbeitet wird und wie es definiert ist.
Dein Ziel ist, die Bedeutung sicher zu bestimmen, die Wortart korrekt anzugeben und ein eigenes Beispiel zu formulieren. Ein selbst geschriebener Beispielsatz könnte lauten: In ihrer Hausarbeit untersucht die Studentin, wie ein Zeitungsartikel Othering betreibt. Ebenso klar sind die Grenzen: Zahlen zur Häufigkeit, weitere Bedeutungen und eine Theoriegeschichte gehören nicht zu dieser kurzen Begriffsklärung. Wenn dein Seminar eine bestimmte Fachdefinition verlangt, klärst du sie mit der Literatur oder mit der Person, die dein Seminar leitet. Andere Fachwörter kannst du über Wortbedeutungen und Abkürzungen nachschlagen.
Da du das Wort als Substantiv verwendest, hilft dir ein Blick auf die Regeln zur Groß- und Kleinschreibung, wenn du beim Schreiben unsicher bist.

So bestimmst du die Bedeutung Schritt für Schritt
Gehe beim Klären des Begriffs in einer festen Reihenfolge vor. So vermeidest du, dass du dich auf ein Gefühl statt auf einen Beleg verlässt.
- Bedeutung am Duden-Eintrag bestimmen: Lies den Eintrag zu Othering vollständig und halte die Kernaussage in eigenen Worten fest. Achte darauf, dass die soziale Gruppe, die Abgrenzung und die betonte Andersartigkeit in deiner Zusammenfassung vorkommen.
- Verwendung in Philosophie und Soziologie prüfen: Schau in deinen Seminartexten nach, ob das Wort dort in einem dieser Fächer auftaucht und wie die Autorinnen und Autoren es einsetzen. Notiere die Textstelle mit Seitenangabe.
- Schreibweise kontrollieren: Prüf die Rechtschreibung des Wortes in deinem Text. Bildest du Verbindungen mit anderen Wörtern, kontrollierst du die Getrennt- und Zusammenschreibung im passenden Nachschlagewerk.
- Formen klären: Brauchst du eine Mehrzahl, schlag sie gezielt nach, statt sie zu raten. Hilfe dazu findest du bei der Pluralbildung.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen kurzen, neutralen Satz, der zeigt, dass du die Bedeutung verstanden hast. Prüf im fertigen Satz auch die Kommasetzung.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Ermittle aus deinen Kurs- oder Modulunterlagen, wer deine Arbeit betreut und wen du bei fachlichen Fragen ansprechen kannst.
- Ergebnis dokumentieren: Halte Definition, Quelle, Abrufdatum und dein Beispiel an einer Stelle fest und lege fest, was du als Nächstes tust.
Ein kurzes Ablaufbeispiel: Lena schreibt eine Hausarbeit im Fach Soziologie und liest in einem Seminartext den Begriff Othering. Sie öffnet den Duden-Eintrag, notiert die Bedeutung in eigenen Worten und vermerkt, dass das Wort ein Neutrum ist. Danach sucht sie die Stelle im Seminartext wieder heraus und vergleicht, ob der Text das Wort im selben Sinn verwendet. Als eigenes Beispiel schreibt sie: In dem Artikel wird beschrieben, wie eine Gruppe eine andere vor allem über ihre Fremdheit darstellt; dieses Othering untersucht die Autorin genauer. Weil sie unsicher ist, ob ihr Seminar eine bestimmte Fachdefinition erwartet, schaut sie in ihren Modulunterlagen nach, wer ihre Arbeit betreut, und notiert die Frage für diese Person. Ihr nächster Schritt ist damit klar festgelegt.
Typische Fehler beim Gebrauch von Othering
Der häufigste Stolperstein liegt in vorschnellen Gleichsetzungen. Wenn du Synonyme suchst, prüf jedes Ersatzwort genau: Ein Wort, das nur Unterschied oder Vergleich meint, trägt nicht die belegte Bedeutung, weil ihm die Abgrenzung der eigenen sozialen Gruppe und die Betonung der Andersartigkeit fehlen. Setze deshalb kein Wort mit Othering gleich, ohne zu prüfen, ob es dieselbe Aussage trägt.
Ein zweiter Fehler besteht darin, die Abgrenzung als neutralen Vorgang darzustellen. Laut Duden wird sie meist negativ verstanden. Schreibst du, Othering sei ein harmloses Sortieren von Gruppen, gibst du die Bedeutung verfälscht wieder.
Drittens solltest du Fachbedeutungen nicht vermischen. Belegt ist der Gebrauch vor allem in Philosophie und Soziologie. Übertrage den Begriff nicht ungeprüft in ein anderes Fach und kombiniere ihn nicht mit Definitionen aus anderen Theorien, die du nicht selbst nachgelesen hast. Je nach Textformen, in denen du schreibst, etwa Essay oder Hausarbeit, prüfst du zusätzlich, wie ausführlich deine Definition sein soll.
Verwechsle außerdem Annahmen nicht mit Regeln. Wenn du vermutest, wie eine Mehrzahl lautet oder wie ein Wort in einem anderen Fach verstanden wird, ist das noch keine Regel. Schlag Fragen der Schreibung in den Rechtschreibregeln nach und Fragen zur Zeichensetzung in einer Regelübersicht, statt aus dem Bauch heraus zu entscheiden.
Schieb schließlich Nachweise und Rückfragen nicht auf. Notiere die Quelle deiner Definition sofort, solange du sie vor dir hast. Offene fachliche Fragen klärst du rechtzeitig mit der Person, die deine Arbeit betreut, und nicht erst kurz vor der Abgabe.

Checkliste: Bedeutung, Wortart und Beispiel prüfen
Geh vor dem Abschluss deines Textes diese Punkte einzeln durch und hake nur ab, was du wirklich geprüft hast.
- Bedeutung belegen: Deine Definition nennt die Abgrenzung der eigenen sozialen Gruppe, die betonte Andersartigkeit der anderen Gruppen und den Umstand, dass diese Abgrenzung meist negativ verstanden wird. Die Quelle ist mit Abrufdatum notiert.
- Wortart Substantiv prüfen: Du verwendest Othering als Substantiv im Neutrum, also mit dem Artikel das.
- Gebrauchskontext abgrenzen: Du ordnest das Wort in Philosophie oder Soziologie ein und vermischst es nicht mit Bedeutungen aus anderen Fächern.
- Eigenes Beispiel formulieren: Dein Beispielsatz ist selbst geschrieben, kurz und zeigt die belegte Bedeutung, ohne Quellenbeispiele zu übernehmen.
- Schreibung kontrollieren: Rechtschreibprogramme können dir beim Durchsehen helfen, doch prüf ihre Vorschläge selbst nach, bevor du sie übernimmst.
- Kurzformen prüfen: Verwendest du in deiner Definition Kurzformen wie z. B., schau nach, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst.
- Schreibweise einordnen: Bist du unsicher, ob ein Wort in deinem Text nach alter oder neuer Schreibung steht, lies zur Rechtschreibreform nach.
- Zuständige Quelle oder Stelle: Du weißt, welche Quelle deine Definition trägt, und hast aus deinen Unterlagen ermittelt, wer deine Arbeit fachlich betreut.
- Persönlicher nächster Schritt: Du hast festgelegt, was du als Nächstes tust, zum Beispiel die Definition in deinen Text einfügen oder eine offene Frage in der Sprechstunde stellen.
Wenn alle Punkte erfüllt sind, ist deine Verwendung des Begriffs nachvollziehbar belegt. Bleibt ein Punkt offen, notiere ihn als konkrete Aufgabe mit der Quelle oder Person, die dir die Antwort geben kann.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Othering: Bedeutung, Wortart und Beispiel. korrektur.de. https://korrektur.de/othering
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Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.duden.de (geprüft am 2026-10-23)