Officia oratoris: Bedeutung und die drei Aufgaben des Redners

Als officia oratoris gelten die drei Aufgaben des Redners: docere

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026 · Studium-Tipps

Der lateinische Ausdruck officia oratoris steht für die Aufgaben des Redners. Hier lernst du, wie du docere, delectare und movere einzeln erfasst, ins Deutsche überträgst, mit eigenen Beispielen erklärst und deine Arbeit sauber absicherst.

Worum es bei den officia oratoris geht

Als officia oratoris gelten die drei Aufgaben des Redners: docere, delectare und movere. Der lateinische Ausdruck benennt also die Aufgaben, die einer Rednerin oder einem Redner zugeschrieben werden. Auf dieser Seite betrachtest du diese drei Aufgaben nacheinander und jeweils für sich.

Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die drei Begriffe sicher benennen, jeden davon ins Deutsche übertragen und mit einem selbst formulierten Redebeispiel veranschaulichen können. Ob und in welcher Form du den Ausdruck in einer Hausarbeit, einem Referat oder bei der Prüfungsvorbereitung verwenden sollst, entnimmst du deiner Aufgabenstellung. Wenn dich dabei auch wissenschaftliches Schreiben insgesamt beschäftigt, kannst du Begriffsarbeit und Stilfragen gemeinsam betrachten.

Ebenso wichtig sind die Grenzen. Diese Übersicht nennt keine Jahreszahl, keine erste Prägung des Ausdrucks und kein bestimmtes Werk, in dem er auftaucht. Sie ordnet die drei Aufgaben auch keiner Stilhöhe zu und behauptet keine weiteren Bedeutungen. Zahlen, Abgabetermine oder Fristen findest du hier ebenfalls nicht. Solche Angaben entnimmst du, falls deine Aufgabenstellung sie verlangt, der Fachliteratur und den Unterlagen, die dein Kurs vorgibt.

Da du mit lateinischen Fachwörtern arbeitest, verdient die Rechtschreibung besondere Aufmerksamkeit. Übernimm die Schreibweise der drei Begriffe genau so, wie sie in deiner geprüften Quelle steht. Für die deutschen Sätze rund um die Fremdwörter klärst du Fragen zur Groß- und Kleinschreibung am besten direkt beim Überarbeiten.

Die anstehende Entscheidung lautet also: Arbeitest du nur mit der Grundbedeutung, oder verlangt deine Aufgabe eine tiefere Einordnung? Im ersten Fall reicht dir das folgende Vorgehen. Im zweiten Fall brauchst du zusätzliche Fachliteratur, die du mit deiner Lehrperson abstimmst.

Konkrete Regel und vollständige Beispielsätze zu Officia oratoris

Schritt für Schritt zu den drei Aufgaben

Geh in klar getrennten Schritten vor, damit du am Ende jede Aufgabe einzeln erklären und belegen kannst.

  1. Aufgaben bestimmen: Schreib docere, delectare und movere untereinander und halte zu jedem Begriff fest, dass er eine der Aufgaben des Redners bezeichnet. Behandle jeden Begriff in einer eigenen Zeile, statt alle drei in einem Satz zu vermischen.
  2. Ins Deutsche übertragen: Schlag jeden der drei Begriffe in einem lateinischen Wörterbuch nach, notiere die dort angegebene deutsche Übertragung und vermerke, welches Wörterbuch du benutzt hast. Wenn du für deinen Fließtext Synonyme suchst, achte darauf, dass der Sinn der jeweiligen Aufgabe erhalten bleibt.
  3. Eigenes Redebeispiel formulieren: Schreib zu jeder Aufgabe einen kurzen Satz, den eine Rednerin oder ein Redner sagen könnte. Erfinde ein neutrales Thema, damit das Beispiel wirklich deines ist. Prüfe in diesen Beispielsätzen auch die Kommasetzung bei direkter Rede und Einschüben.
  4. Zuständige Person bestimmen: Entnimm dem Aufgabenblatt, der Modulbeschreibung oder dem Kursportal, wer deine Arbeit betreut und bewertet. Richte deine Fragen zu Umfang, Quellenangaben und Form an diese Person.
  5. Ergebnis dokumentieren: Halte Begriff, Übertragung, Wörterbuch, Beispielsatz und offene Fragen in einer Tabelle fest. Lege dann einen konkreten nächsten Schritt fest, etwa die Rückfrage an die betreuende Person oder die Suche nach Fachliteratur.

Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das aussehen kann. Mara bereitet ein Referat zum Thema Mülltrennung im Wohnheim vor und will die drei Aufgaben daran erklären. Sie schlägt die Begriffe im Wörterbuch nach und notiert die Übertragungen. Dann schreibt sie drei Sätze:

docere: „Ich zeige euch, welche Tonne im Hof für welches Material gedacht ist.“
delectare: „Wer schon einmal nachts einen Joghurtbecher aus der Papiertonne gefischt hat, weiß, wovon ich rede.“
movere: „Lasst uns ab heute gemeinsam darauf achten.“

Beim Korrekturlesen schaut Mara auf die Zeichensetzung bei den Anführungszeichen. Anschließend sieht sie im Aufgabenblatt nach, wer das Referat betreut, und notiert ihre Frage, ob für den Ausdruck eine Literaturangabe erwartet wird. Die Antwort trägt sie in ihre Tabelle ein, sobald sie vorliegt. Wenn du überlegst, in welcher Form du deine Ergebnisse präsentierst, kannst du dir verschiedene Textformen ansehen.

Fehler, die du vermeiden solltest

Der erste Fehler betrifft die Herkunft. Behaupte nicht, eine bestimmte Person habe den Ausdruck officia oratoris erstmals geprägt, und nenne kein Jahr dafür. Solange dir kein eigener, geprüfter Beleg vorliegt, beschränkst du dich darauf, was der Ausdruck bezeichnet: die drei Aufgaben des Redners.

Der zweite Fehler betrifft den Aufbau. Stell docere, delectare und movere nicht als feste Abfolge dar, die jede Rede Schritt für Schritt durchlaufen müsse. Die drei Begriffe benennen Aufgaben, sie legen damit noch keine Reihenfolge fest. Wenn du eine Abfolge beschreiben willst, prüfe zuerst in der Fachliteratur, ob sie dort belegt ist.

Der dritte Fehler: Annahmen werden mit Regeln verwechselt. Vielleicht hast du den Eindruck, eine der drei Aufgaben sei wichtiger als die anderen. Das kann eine sinnvolle eigene Deutung sein, aber es ist keine Regel. Kennzeichne solche Überlegungen deshalb ausdrücklich als deine Interpretation, etwa mit einer Formulierung wie „Ich deute das so, dass …“.

Der vierte Fehler: Nachweise und Rückfragen werden aufgeschoben. Notiere deine Quelle sofort, wenn du den Ausdruck nachschlägst, und stelle offene Fragen an die betreuende Person, bevor du weiterschreibst. Trage jede Antwort direkt in deine Tabelle ein, damit du deine Belege jederzeit nachvollziehen kannst.

Auch bei der Form schleichen sich Ungenauigkeiten ein. Wenn du Rechtschreibprogramme nutzt, kontrolliere selbst, ob sie die lateinischen Wörter unverändert lassen und nicht eigenmächtig in deutsche Wörter umwandeln. Bei zusammengesetzten deutschen Wörtern wie Redeaufgabe klärst du Fragen der Getrennt- und Zusammenschreibung, bevor du sie in deinem Text einheitlich verwendest.

Achte außerdem auf die deutschen Begleitwörter. Bei der Pluralbildung, etwa beim Wechsel von einer Aufgabe zu den drei Aufgaben, und bei Pronomen müssen die Bezüge stimmen. Schwankst du bei deutschen Wörtern zwischen älteren und heutigen Schreibweisen, hilft dir Material zur Rechtschreibreform weiter.

Konkreter Abschlusscheck zu Officia oratoris

Checkliste vor der Abgabe

Geh diese Punkte vor dem Einreichen einzeln durch und hake nur ab, was du wirklich geprüft hast.

  • Lateinische Begriffe korrekt geschrieben: officia oratoris, docere, delectare und movere stimmen Buchstabe für Buchstabe mit deiner Quelle überein.
  • Übersetzung jeder Aufgabe geprüft: Für docere, delectare und movere hast du eine deutsche Übertragung im Wörterbuch abgeglichen und das Wörterbuch notiert.
  • Bezug auf die drei Aufgaben genannt: Dein Text sagt ausdrücklich, dass der Ausdruck die Aufgaben des Redners bezeichnet.
  • Quelle zu den officia oratoris geprüft: Du hast die Fundstelle selbst gelesen und vollständig angegeben.
  • Keine Erstprägung, keine Jahreszahl und keine feste Abfolge behauptet.
  • Eigene Deutungen sind als solche gekennzeichnet.

Für die sprachliche Endkontrolle kannst du die Rechtschreibregeln zu deutschen Wörtern heranziehen. Falls du in deinem Text Kürzel wie Jh. oder vgl. verwendest, schau dir an, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst.

Bei der Begriffsarbeit helfen dir Nachschlagewerke zu Wortbedeutungen und Abkürzungen, solange du sie mit deiner Fachquelle abgleichst. Für deutsche Wörter in deinen Erklärungen klären Übersichten zum Artikel der, die und das letzte Unsicherheiten beim Geschlecht.

Bestimme als zuständige Quelle die Fundstelle, die du für den Ausdruck zitierst, und als zuständige Stelle die Person, die dein Aufgabenblatt oder deine Modulbeschreibung als Betreuung nennt. Halte zum Schluss deinen persönlichen nächsten Schritt schriftlich fest, zum Beispiel: „Bis zur nächsten Sitzung frage ich nach, ob eine Literaturangabe zu officia oratoris erwartet wird, und ergänze danach meine Tabelle.“

So zitieren Sie diese Seite

Stand: 26. Oktober 2026

korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Officia oratoris: Bedeutung der drei Aufgaben. korrektur.de. https://korrektur.de/officia-oratoris

Quellen und Stand

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Fragen und Antworten zum Thema officia oratoris Bedeutung

Was bedeutet officia oratoris?

Der Ausdruck bezeichnet die Aufgaben des Redners. Gemeint sind die drei Begriffe docere, delectare und movere.

Welche drei Aufgaben gehören zu den officia oratoris?

Dazu gehören docere, delectare und movere. Eine mögliche deutsche Übertragung ist lehren, erfreuen und bewegen. Gleiche sie mit einem lateinischen Wörterbuch ab, bevor du sie in deiner Arbeit verwendest.

Muss eine Rede die drei Aufgaben in fester Reihenfolge erfüllen?

Die drei Begriffe benennen Aufgaben des Redners, eine feste Reihenfolge ist damit nicht festgelegt. Wenn du eine Abfolge beschreiben willst, prüfe zuerst in der Fachliteratur, ob sie dort belegt ist.

Wer hat den Ausdruck officia oratoris geprägt?

Diese Seite nennt bewusst keine Erstprägung und kein Jahr. Wenn deine Aufgabe die Herkunft verlangt, suche dafür einen eigenen Beleg in der Fachliteratur und stimme ihn mit deiner Betreuung ab.

Wie erkläre ich die drei Aufgaben am besten in meinem Referat?

Bestimme jede Aufgabe einzeln, übertrage sie ins Deutsche und formuliere zu jeder einen eigenen Beispielsatz zu einem neutralen Thema. Notiere Quelle und Wörterbuch direkt dazu.

An wen wende ich mich bei Fragen zur Quellenangabe?

Entnimm deinem Aufgabenblatt, der Modulbeschreibung oder dem Kursportal, wer deine Arbeit betreut. Diese Person klärt, welche Angaben zu den officia oratoris erwartet werden.

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