Obsiegen: Was das Verb bedeutet
obsiegen Bedeutung: Obsiegen bedeutet siegreich sein oder siegen
Du bist in einem Text auf obsiegen gestoßen oder willst das Wort selbst nutzen? Hier klärst du die belegte Bedeutung, die Stilebene und deinen nächsten Schritt.
Obsiegen: Bedeutung und Einordnung
Wer das Wort obsiegen liest oder selbst schreiben möchte, braucht zuerst eine sichere Bedeutung. Im Wörterbucheintrag des DWDS steht für obsiegen die Bedeutung siegen oder siegreich sein. Derselbe Eintrag führt das Wort als Verb und versieht es mit zwei Markierungen: gehoben und veraltend. Beachte diese beiden Markierungen bei deiner Einordnung, denn sie betreffen die Stilebene und nicht nur den Inhalt.
Das Ziel dieser Seite ist eng gefasst. Du sollst die belegte Bedeutung, die Wortart und die Stilebene kennen und danach selbst entscheiden können, ob das Verb in deinen Text passt. Die Entscheidung, die vor dir steht, lautet also: Willst du ein gehobenes, als veraltend markiertes Verb verwenden, oder wählst du eine andere Formulierung? Diese Wahl triffst du für deinen eigenen Text, und für Vorgaben deines Kurses klärst du sie mit der zuständigen Person.
Die Grenzen sind ebenso wichtig wie das Ziel. Zur Herkunft des Wortes, zur Häufigkeit seines Gebrauchs oder zu einem bestimmten Fachgebiet macht diese Seite keine Angaben, weil dafür kein Beleg vorliegt. Zahlen oder Fristen nennt sie bewusst nicht. Wenn du mehr wissen willst, schlag den Eintrag selbst nach und halte fest, was dort steht.
Die Bedeutungsfrage trennst du am besten von Fragen der Rechtschreibung, damit du beides sauber prüfst. Für weitere Begriffe, die dir beim Lesen begegnen, hilft dir eine Übersicht zu Wortbedeutungen und Abkürzungen beim gezielten Nachschlagen.

Schritt für Schritt zur passenden Verwendung
- Bedeutung bestimmen: Lies den Satz, in dem obsiegen steht, und setze probeweise siegen oder siegreich sein ein. Ergibt der Satz dann Sinn, hast du die belegte Bedeutung getroffen. Ergibt er keinen Sinn, prüf den Kontext erneut, statt eine zweite Bedeutung anzunehmen.
- Stilebene beachten: Das Verb ist als gehoben und veraltend markiert. Frag dich deshalb, ob dein Text, etwa eine Hausarbeit oder ein Bewerbungsschreiben, eine solche Stilebene tragen soll. Hinweise zu verschiedenen Textformen helfen dir, den Charakter deines Textes einzuschätzen.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen kurzen Satz, der zu deinem Thema passt. Ein neutrales Beispiel lautet: Im Streit um die Gliederung sollte am Ende das bessere Argument obsiegen. Prüf danach, ob der Satz für deine Leserinnen und Leser verständlich bleibt.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Für die Bedeutung selbst ist der DWDS-Eintrag deine Quelle. Ob ein gehobener Ausdruck in deiner Arbeit erwünscht ist, entscheidest du nicht allein nach Gefühl. Ermittle aus der Aufgabenstellung oder deinen Kursunterlagen, wer über Stilfragen entscheidet, und wende dich mit deiner Frage an diese Person.
- Ergebnis dokumentieren und nächsten Schritt festlegen: Notiere die Bedeutung, die Wortart, die Stilebene, deinen Beispielsatz und die Quelle. Leg dann fest, ob du das Wort behältst, ersetzt oder vorher nachfragst.
Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das aussehen kann. Lena schreibt eine Hausarbeit und findet obsiegen in einem älteren Text, den sie zitieren will. Sie schlägt das Wort im DWDS nach und notiert: Verb, Bedeutung siegen oder siegreich sein, gehoben und veraltend. Dann formuliert sie einen eigenen Satz und fragt sich, ob dieser Ton zu ihrer Arbeit passt. Weil die Aufgabenstellung dazu nichts sagt, schreibt sie ihrer betreuenden Person eine kurze Frage und hält deren Antwort in ihren Notizen fest. Hinweise zum wissenschaftlichen Ton findest du unter wissenschaftliches Schreiben, wenn du ähnlich vorgehen willst.
Enthält dein Beispielsatz Nomen, deren Form du prüfen willst, klärst du Fragen zu Artikel der, die und das gesondert, ebenso Fragen zur Pluralbildung, damit dein Satz auch grammatisch sauber ist.
Suchst du Alternativen zu obsiegen, dann nutze Synonyme nur als Ausgangspunkt. Der DWDS-Eintrag nennt bedeutungsverwandte Ausdrücke wie siegen und den Sieg erringen. Setze jede Alternative probeweise in deinen Satz ein und schlag sie im Wörterbuch nach, um ihre Einordnung zu prüfen.
Typische Fehler beim Verb obsiegen
Bei obsiegen lohnt es sich, nicht nur die Bedeutung, sondern auch die Einordnung zu prüfen. Die folgenden Fehler kannst du mit wenig Aufwand vermeiden.
- Neutrale Alltagssprache unterstellen: Das Verb ist als gehoben und veraltend markiert. Behandle es deshalb nicht wie ein neutrales Wort, das in jeden Text passt. Prüf vor dem Einsatz, ob der gehobene Ton gewollt ist.
- Bedeutungsverwandte Ausdrücke gleichsetzen: Siegen und den Sieg erringen sind im Eintrag als bedeutungsverwandt genannt. Setze sie trotzdem nicht ungeprüft eins zu eins an die Stelle von obsiegen, sondern lies deinen Satz nach jedem Austausch noch einmal ganz.
- Annahmen mit Regeln verwechseln: Wenn dir ein Wort altmodisch vorkommt, ist das eine Annahme. Eine belegte Einordnung hast du erst, wenn du sie im Wörterbuch nachgelesen hast. Ebenso gilt: Was du über Kommasetzung im Beispielsatz vermutest, prüfst du am besten an den Regeln selbst.
- Weitere Bedeutungen erfinden: Lies keine zusätzliche Bedeutung, Herkunft oder Fachzuordnung in das Wort hinein, die du nicht belegen kannst. Bleib bei siegen und siegreich sein.
- Nachweise aufschieben: Notiere die Quelle sofort, wenn du nachschlägst. Später weißt du sonst nicht mehr, woher deine Einordnung stammt. Halte auch fest, ob dein Satz bei der Zeichensetzung noch Fragen offenlässt.
- Rückfragen aufschieben: Ist unklar, ob ein gehobener Ausdruck in deiner Arbeit erwünscht ist, frag früh bei der zuständigen Person nach, statt am Ende den ganzen Text umzuschreiben.
- Schreibweise übersehen: Vergleiche die Schreibweise in deinem Text mit dem Wörterbucheintrag. Für abgeleitete Formen prüfst du die Getrennt- und Zusammenschreibung eigens, und Fragen am Satzanfang klärst du über Groß- und Kleinschreibung.
- Sich allein auf Software verlassen: Wenn du Rechtschreibprogramme nutzt, prüf die Stilebene trotzdem selbst im Wörterbucheintrag.

Checkliste: Was du abschließend prüfst
Bevor du obsiegen in deinem Text stehen lässt, geh diese Punkte der Reihe nach durch. Jeder Punkt lässt sich mit Ja oder Nein beantworten.
- Bedeutung: Passt siegen oder siegreich sein an der Stelle, an der das Wort steht?
- Wortart: Verwendest du obsiegen als Verb, so wie es der Eintrag führt?
- Stilebene: Ist dir bewusst, dass das Wort als gehoben und veraltend markiert ist, und soll dein Text diesen Ton haben?
- Eigenes Beispiel: Hast du einen eigenen Satz formuliert und laut gelesen, ob er verständlich wirkt?
- Bedeutungsverwandte Ausdrücke: Hast du Alternativen nur nach erneutem Lesen eingesetzt und nicht einfach gleichgesetzt?
- Zuständige Quelle: Hast du den DWDS-Eintrag als Beleg notiert?
- Zuständige Stelle: Weißt du aus deinen Unterlagen, wer über Stilfragen in deiner Arbeit entscheidet?
- Persönlicher nächster Schritt: Hast du entschieden, ob du das Wort behältst, ersetzt oder vorher nachfragst, und diesen Schritt aufgeschrieben?
Zum Schluss lohnt ein Blick auf die Form deines Satzes, denn ein gut gewähltes Wort hilft wenig, wenn der Rest holpert. Wenn du einzelne Schreibweisen unsicher findest, schlag die Rechtschreibregeln nach, und begegnet dir das Wort in einem sehr alten Text, kläre Fragen zur Rechtschreibreform gesondert.
Auch kleine Elemente im Umfeld des Wortes verdienen einen letzten Blick. Steht in deinem Beispielsatz eine Kürzung, prüf mit Hilfe einer Anleitung, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst, bevor du den Text abgibst.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Obsiegen: Bedeutung, Stilebene und eigenes Beispiel. korrektur.de. https://korrektur.de/obsiegen
„Obsiegen: Bedeutung, Stilebene und eigenes Beispiel.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/obsiegen. Zugriff 26. Okt. 2026.
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Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)