Was bedeutet Nominalstil?
Nominalstil Bedeutung: Nominalstil bezeichnet einen Stil
Nominalstil ist ein Begriff aus der Sprachwissenschaft. Hier erfährst du, was er bezeichnet, wie das Wort grammatisch einzuordnen ist und wie du deine eigenen Sätze damit prüfst.
Was Nominalstil bedeutet und wo die Bedeutung endet
Wer wissen will, was Nominalstil bedeutet, findet im Wörterbuch eine Einordnung aus der Sprachwissenschaft. Gemeint ist dort ein Stil, bei dem Substantive den Vorrang vor Verben bekommen. Zwei Merkmale gehören laut Eintrag dazu: Verben werden vermieden, und Nomen treten gehäuft auf. Gib die Bedeutung deshalb immer mit diesem sprachwissenschaftlichen Bezug wieder.
Auch die Wortart ist eindeutig angegeben. Das Wort selbst ist ein Substantiv mit maskulinem Geschlecht, du schreibst also der Nominalstil. Eine Mehrzahl kennt der Eintrag nicht, denn das Wort wird ausschließlich im Singular gebraucht. Schlag beim Thema Artikel der, die und das nach, wenn du das grammatische Geschlecht anderer Wörter prüfen willst. Für dieses Stichwort brauchst du dagegen keine Pluralbildung, weil nur die Singularform belegt ist.
Das Ziel dieser Seite besteht darin, dass du die Bedeutung sicher erkennst, die beiden Merkmale in deinen eigenen Sätzen wiederfindest und selbst ein passendes Beispiel bilden kannst. Die Grenze liegt dort, wo der Eintrag nichts sagt: Er nennt weder eine Herkunft noch eine Häufigkeit, er enthält keine Bewertung und keine Stilregel. Ob ein solcher Stil in deiner Arbeit erwünscht ist, beantwortet die Bedeutungsangabe deshalb nicht.
Auch Zahlen, Fristen oder Mengenangaben findest du hier bewusst nicht, weil die Quelle dazu nichts enthält. Wenn es um wissenschaftliches Schreiben in deinem Fach geht, prüfst du gesondert in deinen Studienunterlagen, ob dein Studiengang Stilvorgaben macht. Das gilt ebenso für die Frage, ob dort bestimmte Textformen verlangt werden.
Vor dir steht damit eine doppelte Entscheidung: Verstehst du den Begriff richtig, und willst du deine eigenen Sätze daraufhin untersuchen? Beides kannst du getrennt von Fragen der Rechtschreibung angehen, die du unabhängig vom Stil klärst.

Schritt für Schritt vom Begriff zum eigenen Beispiel
- Bedeutung bestimmen: Lies die Bedeutungsangabe und notiere dir die Kernpunkte in eigenen Worten. Halte fest, dass es um einen sprachwissenschaftlichen Begriff geht, dass Substantive bevorzugt werden, dass Verben zurücktreten und dass sich Nomen häufen.
- Häufung von Nomen prüfen: Nimm einen Satz aus deinem eigenen Text und markiere alle Substantive und alle Verben. Unsichere Fälle der Groß- und Kleinschreibung schlägst du dabei getrennt nach. Bei zusammengesetzten Wörtern hilft dir ein Blick auf die Getrennt- und Zusammenschreibung, damit du jedes Nomen richtig zählst.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib zu deinem markierten Satz eine Fassung mit vielen Nomen und eine Fassung, in der Verben die Handlung tragen. Für passende Verben schlägst du beim Umformulieren unter Synonyme nach. Entstehen dabei neue Nebensätze, kontrollierst du die Kommasetzung noch einmal.
- Zuständige Person bestimmen: Ermittle aus deinen Studienunterlagen oder der Modulbeschreibung, welche Person deine Arbeit betreut. Frag dort nach, ob für deinen Text Stilvorgaben gelten, statt eine Regel zu vermuten.
- Ergebnis dokumentieren: Notiere, welche Sätze du geprüft hast, welche Fassung du gewählt hast und welche Rückfrage noch offen ist. Leg anschließend den nächsten Schritt fest, etwa den nächsten Abschnitt zu prüfen oder die Antwort deiner Betreuung abzuwarten.
Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das aussehen kann. Eine Studentin liest in ihrer Hausarbeit den Satz: „Die Durchführung der Befragung erfolgte nach der Auswahl der Teilnehmenden.“ Sie markiert die Nomen Durchführung, Befragung, Auswahl und Teilnehmenden und stellt fest, dass nur ein einziges Verb im Satz steht. Ihre zweite Fassung lautet: „Wir befragten die Teilnehmenden, nachdem wir sie ausgewählt hatten.“ Welche Fassung sie verwendet, entscheidet sie nicht allein nach Gefühl, sondern schreibt sich eine Rückfrage an ihre Betreuung auf und vermerkt beide Varianten in ihren Notizen.
Typische Fehler beim Umgang mit dem Begriff
Begriffe gleichsetzen: Nominalstil und Verbalstil sind zwei verschiedene Wörter. Die hier genutzte Bedeutungsangabe beschreibt nur den Nominalstil, deshalb solltest du daraus keine Definition des Verbalstils ableiten und die beiden nicht als dasselbe behandeln. Schlag den zweiten Begriff gesondert nach, wenn du ihn brauchst.
Eine Wertung hineinlesen: Der Eintrag beschreibt Merkmale, er urteilt nicht. Schreib also nicht, ein solcher Stil sei grundsätzlich schlecht oder grundsätzlich gut, wenn du dich dabei nur auf die Bedeutung stützt. Ob eine Formulierung in deinem Text passt, klärst du mit den Vorgaben deines Fachs.
Annahmen mit Regeln verwechseln: Eine Faustregel aus einem Ratgeber oder aus dem Gespräch mit Kommilitonen ist noch keine verbindliche Vorgabe. Trenne beim Überarbeiten klar zwischen dem, was belegt ist, und dem, was du vermutest. Für verbindliche Rechtschreibregeln nutzt du ein Nachschlagewerk, und auch Fragen der Zeichensetzung klärst du dort und nicht aus dem Gedächtnis.
Werkzeugen blind vertrauen: Hinweise aus Software solltest du mit der Bedeutungsangabe abgleichen, bevor du einen Satz änderst. Verlass dich bei Stilfragen nicht ungeprüft auf Rechtschreibprogramme. Wenn du unsicher bist, ob eine Schreibweise vor oder nach der Rechtschreibreform gilt, prüfst du das in einer eigenen Quelle.
Nachweise und Rückfragen aufschieben: Halte die Fundstelle deiner Bedeutungsangabe sofort fest, solange du sie noch vor dir hast. Stell offene Fragen an deine Betreuung frühzeitig, damit du sie nicht kurz vor der Abgabe klären musst. Notiere dabei auch Kurzformen, die du verwendest, und prüf, ob du Abkürzungen richtig schreiben kannst.

Checkliste zur abschließenden Prüfung
Mit dieser Liste gehst du am Ende noch einmal alle Punkte durch, bevor du deinen Text weitergibst.
- Bedeutung prüfen: Gibst du den Begriff als sprachwissenschaftlichen Stil wieder, bei dem Substantive gegenüber Verben bevorzugt werden?
- Merkmale prüfen: Hast du beide Merkmale genannt, also das Vermeiden von Verben und die Häufung von Nomen?
- Wortart prüfen: Behandelst du das Wort als maskulines Substantiv und schreibst entsprechend der Nominalstil?
- Singularform beachten: Verwendest du ausschließlich die Einzahl und keine erfundene Mehrzahlform?
- Beispiel formulieren: Liegen dir ein eigener Beispielsatz mit Nomenhäufung und eine Vergleichsfassung mit tragenden Verben vor?
- Keine Wertung ergänzen: Hast du darauf verzichtet, eine Bewertung oder Stilregel zu behaupten, die die Quelle nicht enthält?
- Zuständige Quelle oder Stelle: Weißt du, aus welchem Wörterbuch deine Bedeutungsangabe stammt, und hast du aus deinen Unterlagen ermittelt, wer deine Arbeit betreut?
- Persönlichen nächsten Schritt festlegen: Hast du notiert, was du als Nächstes tust, etwa einen weiteren Abschnitt prüfen oder eine Rückfrage abschicken?
Wenn du weitere Fachbegriffe klären willst, suchst du im Bereich Wortbedeutungen und Abkürzungen nach dem jeweiligen Stichwort. Halte das Ergebnis jeder Prüfung schriftlich fest, damit du später nachvollziehen kannst, warum du dich für eine Fassung entschieden hast.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Nominalstil: Bedeutung, Wortart und eigenes Beispiel. korrektur.de. https://korrektur.de/nominalstil
„Nominalstil: Bedeutung, Wortart und eigenes Beispiel.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/nominalstil. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Nominalstil: Bedeutung, Wortart und eigenes Beispiel. Verfügbar unter: https://korrektur.de/nominalstil (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Nominalstil: Bedeutung, Wortart und eigenes Beispiel.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/nominalstil.
korrektur.de. Nominalstil: Bedeutung, Wortart und eigenes Beispiel [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/nominalstil
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)