Motivationsanschreiben: Bedeutung und Verwendung
Motivationsanschreiben: Quellenlage richtig einordnen
Für „Motivationsanschreiben“ gibt es im DWDS keine Definition in den gegenwartssprachlichen lexikalischen Quellen. Verzeichnet sind nur die Wortform und Hinweise auf weitere Suchmöglichkeiten.
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Was bedeutet Motivationsanschreiben direkt?
Für Motivationsanschreiben steht im DWDS keine Definition in den gegenwartssprachlichen lexikalischen Quellen. Eine gesicherte Bedeutung und eine belegte Verwendung lassen sich daraus deshalb nicht ablesen.
Das DWDS führt die Wortform Motivationsanschreiben auf und nennt den grammatischen Artikel das. Das ist nur die angezeigte Form und ersetzt keine Definition des Wortes.
Wichtig ist die klare Trennung: Verzeichnet sind die Suchabfrage und der Artikel „das“. Offen bleibt, welche Textsorte, Personengruppe, Institution oder Bewerbungssituation mit dem Ausdruck gemeint ist.
Wenn du den Ausdruck in deinem Text verwenden möchtest, kläre zuerst anhand deiner Unterlage oder eines passenden Fachzusammenhangs, was gemeint ist. Aus der Wortbildung Motivation plus Anschreiben allein solltest du keine Erklärung ableiten.
Für die sprachliche Kontrolle helfen dir danach die Rechtschreibung und die passenden Rechtschreibregeln. Die inhaltliche Bedeutung ist davon getrennt zu klären.

Bedeutung und Kontext getrennt prüfen
Weil das DWDS keine Definition liefert, lassen sich nur mögliche Lesarten durchgehen. Sie sind kein gemeinsames Merkmal des Wortes:
- Erste mögliche Lesart: Schau nach, ob deine Unterlage den Ausdruck als Bezeichnung für eine bestimmte Textform verwendet. Der Satz „Bitte fügen Sie ein Motivationsanschreiben bei“ zeigt nur einen Kontext, keine gesicherte Definition.
- Zweite mögliche Lesart: Schau nach, ob der Ausdruck in einem fachlichen oder organisatorischen Zusammenhang ausdrücklich erklärt wird. Der Satz „Das Motivationsanschreiben steht neben den übrigen Unterlagen“ kann auf eine Dokumentbezeichnung hindeuten, zeigt aber allein keine allgemeine Bedeutung.
- Dritte mögliche Lesart: Schau nach, ob der Ausdruck nur als Suchwort oder als Teil eines Dokumenttitels erscheint. Der Satz „Im Verzeichnis findet sich das Wort Motivationsanschreiben“ beschreibt eine Fundstelle, nicht die Bedeutung des Wortes.
Der Satz selbst zeigt, wozu der Ausdruck an dieser Stelle dient. Das DWDS weist darauf hin, dass für „Motivationsanschreiben“ keine Anfrage in den gegenwartssprachlichen lexikalischen Quellen vorhanden ist. Eine Erklärung muss deshalb aus der Stelle stammen, die du gerade prüfst.
Für die Form kannst du Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung getrennt ansehen. Kommasetzung und Zeichensetzung betreffen den Satzbau, nicht automatisch die Wortbedeutung. Auch die Rechtschreibreform erklärt nichts über die Bedeutung.
Drei neutrale Beispiele zur Verwendung
Die folgenden kurzen Sätze sind frei gewählte Beispiele. Sie zeigen unterschiedliche Zusammenhänge, ohne dem Ausdruck eine Definition oder Wirkung zuzuschreiben.
- Unterlagenkontext: „Im Formular wird nach einem Motivationsanschreiben gefragt.“ Hier hilft ein Blick in die Unterlage: Erklärt sie, welches Dokument gemeint ist?
- Verzeichniskontext: „Auf der Liste steht das Motivationsanschreiben unter den einzureichenden Texten.“ Hier lohnt sich der vollständige Listentext mit den Bezeichnungen der Dokumente.
- Besprechungskontext: „Die Gruppe spricht über den Aufbau des Motivationsanschreibens.“ Hier zeigt der Text davor oder danach, ob der Ausdruck erläutert wird.
Diese Beispiele stammen nicht aus dem DWDS und stellen keine Gebrauchsregel auf. Sie helfen dir, den sichtbaren Satzzusammenhang von einer eigenen Worterklärung zu unterscheiden.
Für die formale Kontrolle eines Beispiels kannst du Rechtschreibprogramme einsetzen. Sie sagen aber nichts über die Bedeutung. Für einen fachlichen Text ist wissenschaftliches Schreiben ein eigenes Thema, das du getrennt betrachtest.
Weitere Stellen zum Nachschlagen sind Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das und Pluralbildung. Dafür brauchst du jeweils die konkrete Fundstelle oder eine passende Referenz. Ein Satz mit „die Motivationsanschreiben“ zeigt deshalb keine gesicherte Pluralform, sondern eine Form, die du prüfen musst.
Grenzen und mögliche Verwechslungen
Das DWDS nennt keine Definition, keine Herkunft und keine zusätzliche Fachbedeutung. Solche Angaben solltest du nicht ergänzen. Aus dem Bestandteil Motivation lässt sich keine bestimmte Bedeutung ableiten.
Setze den Ausdruck auch nicht pauschal mit anderen Bezeichnungen gleich. Ob ein Motivationsanschreiben dasselbe ist wie ein Anschreiben, ein Bewerbungsschreiben, ein persönliches Schreiben oder eine andere der Textformen, muss deine Unterlage ausdrücklich zeigen. Ähnlich klingende Wörter genügen dafür nicht.
Auch Synonyme solltest du nicht ohne Beleg einsetzen. Schau nach, ob deine Unterlage selbst eine andere Bezeichnung verwendet und ob sie diese als gleichbedeutend erklärt. Ohne diesen Blick bleibt offen, wie die Wörter zusammenhängen.
Der DWDS-Eintrag weist außerdem darauf hin, dass Angaben zur Worthäufigkeit und Verlaufskurve automatisch erstellt werden und Fehler enthalten können. Daraus lässt sich weder etwas über die Verbreitung des Ausdrucks noch über seine fachliche Anerkennung ableiten.
Das DWDS verweist außerdem auf Korpora, historische Wörterbücher und weitere Wörterbücher. Das sind Suchmöglichkeiten, aber in diesem Eintrag keine zusätzliche Definition des Ausdrucks. Aussagen über Staat, Stelle, Zulassung, Frist, Kosten oder Berufsaussichten sind damit nicht belegt.

Kurzer Check für die passende Verwendung
So gehst du bei der Verwendung vor:
- Kläre zuerst, ob deine Unterlage den Ausdruck ausdrücklich definiert. Im DWDS-Eintrag lautet das Ergebnis: keine Definition in den gegenwartssprachlichen lexikalischen Quellen.
- Schau danach auf den Satz. Notiere, ob dort ein Dokument, eine Liste, eine Anforderung oder nur ein Suchwort bezeichnet wird. Lies keine weitere Bedeutung hinein, die der Satz nicht hergibt.
- Achte auf Verwechslungen. Suche nach einer ausdrücklich erklärten Beziehung zu ähnlichen Begriffen, statt ähnliche Wörter einfach gleichzusetzen.
- Kontrolliere dann die Schreibform und den Artikel. Das DWDS zeigt Motivationsanschreiben mit das; weitere Formen prüfst du an deinem eigenen Satz.
- Frage zum Schluss nach dem Zweck der konkreten Unterlage. Fehlen diese Angaben, formuliere eine offene Frage statt einer Vermutung.
Zusätzlich kannst du in den Korpora oder Wörterbüchern nachsehen, die der Eintrag nennt. Bewerte das Ergebnis dann nach der Fundstelle, die du tatsächlich gefunden hast. Die Rechtschreibung, der Satzbau und die Bedeutung sind dabei getrennte Fragen.
Kurz gesagt: Das DWDS verzeichnet die Wortform und den Artikel, aber keine Definition. Diese Grenze solltest du bei jeder Erklärung und bei jedem eigenen Satz beachten.
Quellen und Stand
- Motivationsanschreiben, Schreibung, Definition, Bedeutung, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026-09-01)