Was bedeutet mitlesenden?
mitlesenden Bedeutung: Mitlesenden ist eine gebeugte Form von mitlesen
Mitlesenden ist keine eigene Vokabel, sondern eine Form des Verbs mitlesen. Hier erfährst du, welche Lesarten belegt sind und wie du sie in deinem eigenen Text sauber einsetzt.
Bedeutung von mitlesenden: Grundform, Lesarten und Grenzen
Das Wort mitlesenden ist eine gebeugte Form, und zwar eine Partizipform des Verbs mitlesen. Wenn du die Bedeutung suchst, gehst du deshalb von der Grundform aus und nicht von der gebeugten Form. Mitlesen ist im Wörterbuch als Verb belegt. Seine Formen lauten liest mit, las mit und hat mitgelesen.
Für das Verb sind mehrere Lesarten beschrieben:
- Gemeinsam folgen: Du verfolgst zusammen mit anderen Personen einen Vortrag oder eine Darbietung und hast dabei eine schriftliche Fassung oder Noten vor dir.
- Zeitgleich lesen: Du liest einen Text gleichzeitig mit anderen.
- Heimlich lesen: Jemand liest private oder geheime Texte und Daten heimlich mit.
Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die Form mitlesenden der richtigen Grundform zuordnen, die passende Lesart erkennen und das Wort in einem eigenen Satz korrekt verwenden. Die Grenzen sind ebenso klar. Hier stehen keine Angaben zur Herkunft des Wortes, zu seiner Häufigkeit oder zu einer Wertung, und es werden keine Zahlen oder Fristen genannt. Für die Rechtschreibung des Wortes im Satzzusammenhang ziehst du bei Bedarf allgemeine Rechtschreibregeln heran, ohne daraus eine neue Bedeutung abzuleiten.
Eine Entscheidung steht für dich also an: Welche der belegten Lesarten meinst du in deinem Text? Erst wenn du das festgelegt hast, prüfst du die passenden Textformen und den Stil deines Satzes.

Schritt für Schritt zur passenden Lesart
Gehe in einer festen Reihenfolge vor, damit du nichts vermischst. Die folgenden Schritte führen dich von der gebeugten Form bis zu einem geprüften eigenen Beispiel.
- Grundform bestimmen: Löse die Endung von mitlesenden und führe die Form auf das Verb mitlesen zurück. Gleiche sie mit den belegten Formen liest mit, las mit und hat mitgelesen ab.
- DWDS-Eintrag nutzen: Lies im DWDS-Eintrag zu mitlesen alle beschriebenen Lesarten nacheinander und notiere, welche zu deinem Satz passt.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreibe einen kurzen Satz in dem Zusammenhang, in dem du das Wort brauchst. Der Satz soll genau die gewählte Lesart zeigen.
- Zuständige Person bestimmen: Ermittle aus deinen Seminarunterlagen oder der Modulbeschreibung, wer deine Arbeit betreut, und richte offene Fragen an diese Person.
- Ergebnis dokumentieren: Halte Grundform, gewählte Lesart, deinen Beispielsatz und die Fundstelle schriftlich fest und lege deinen nächsten Schritt fest.
Dass die Grundform zusammen und die Form liest mit getrennt erscheint, siehst du schon an den belegten Formen. Allgemeine Fragen dazu klärst du über die Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung, nicht über die Wortbedeutung.
Beispiel: Mara schreibt eine Hausarbeit über eine Seminarsitzung. In ihren Notizen steht der Satz, die mitlesenden Teilnehmenden hätten den Vortrag mit dem Handout verfolgt. Sie führt mitlesenden auf mitlesen zurück, liest den DWDS-Eintrag und ordnet ihren Satz der Lesart zu, bei der man einem Vortrag gemeinsam anhand einer schriftlichen Fassung folgt. Danach formuliert sie einen eigenen Satz: Die mitlesenden Studierenden folgten dem Referat anhand des Handouts. Weil sie unsicher ist, ob das Wort in ihren Abschnitt passt, notiert sie die Frage für die Sprechstunde ihrer Betreuerin und vermerkt die Fundstelle in ihren Unterlagen.
Prüfe anschließend deinen fertigen Satz anhand der Regeln zur Kommasetzung und Zeichensetzung. Wenn du statt mitlesenden ein anderes Wort suchst, kannst du Synonyme vergleichen und im Wörterbuch nachsehen, ob sie dieselbe Lesart treffen.
Auch wenn du Rechtschreibprogramme nutzt, legst du die gemeinte Lesart selbst fest. Für wissenschaftliches Schreiben prüfst du, ob dein Satz genau das ausdrückt, was du sagen willst.
Typische Fehler bei mitlesenden vermeiden
Nur die heimliche Lesart nennen: Mitlesen kann bedeuten, dass jemand private oder geheime Texte und Daten heimlich liest. Das ist aber nur eine der belegten Lesarten. Wenn du sie als einzige Bedeutung ausgibst, unterschlägst du das gemeinsame Verfolgen eines Vortrags und das zeitgleiche Lesen eines Textes. Gib deshalb immer an, welche Lesart du meinst, und lass die anderen nicht unter den Tisch fallen.
Die Form als eigenes Substantiv behandeln: Mitlesenden ist eine Partizipform des Verbs mitlesen und kein eigenständiges Wort mit eigener Bedeutung. Erfinde also keine neue Bedeutung für die gebeugte Form. Fragen zu Artikel der, die und das oder zur Pluralbildung beantworten hier keine Bedeutungsfrage, denn die Bedeutung leitest du ausschließlich aus dem Verb ab.
Annahmen mit Regeln verwechseln: Eine Vermutung darüber, wie ein Wort gebraucht wird, ist noch keine Regel. Wenn du nur glaubst, mitlesenden habe einen bestimmten Klang oder eine bestimmte Wertung, dann prüfe das im Wörterbucheintrag nach, bevor du es in deine Arbeit schreibst. Auch Hinweise zur Rechtschreibreform liefern dir keine Bedeutung, sondern betreffen die Schreibung.
Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notiere die Fundstelle sofort, wenn du die Lesart bestimmt hast, und stelle offene Fragen an deine Betreuungsperson, solange noch Zeit für Änderungen bleibt. Eine Sammlung zu Wortbedeutungen und Abkürzungen kann dir beim Nachschlagen helfen, ersetzt aber nicht deinen eigenen Beleg.
Formfragen mit Bedeutungsfragen vermischen: Ob du ein Wort am Satzanfang großschreibst, ist eine Frage der Groß- und Kleinschreibung und ändert nichts an der Lesart. Ähnlich ist es, wenn du in deinem Text Abkürzungen richtig schreiben willst: Das ist eine eigene Aufgabe, die du getrennt von der Bedeutung von mitlesenden erledigst.

Checkliste: mitlesenden sicher einsetzen
Geh diese Punkte durch, bevor du deinen Text abgibst. Jeder Punkt verlangt eine konkrete Prüfung.
- Grundform mitlesen prüfen: Hast du mitlesenden auf das Verb mitlesen zurückgeführt und mit liest mit, las mit und hat mitgelesen abgeglichen?
- Wortart Verb: Hast du die Form als Partizip eines Verbs eingeordnet und nicht als eigenes Substantiv?
- Bedeutungsvariante klären: Weißt du, ob du das gemeinsame Verfolgen eines Vortrags, das zeitgleiche Lesen oder das heimliche Lesen fremder Texte und Daten meinst?
- Beispielsatz prüfen: Zeigt dein eigener Satz genau diese Lesart, ohne die anderen auszuschließen, wenn du sie erklärst?
- Zuständige Quelle: Hast du die Lesart im DWDS-Eintrag zu mitlesen nachgelesen und die Fundstelle notiert?
- Zuständige Person: Hast du aus deinen Unterlagen ermittelt, wer deine Arbeit betreut, und deine offenen Fragen dorthin gerichtet?
- Persönlicher nächster Schritt: Hast du aufgeschrieben, was du als Nächstes tust, etwa den Satz überarbeiten oder die Frage in die Sprechstunde mitnehmen?
Wenn alle Punkte abgehakt sind, ist dein Beispielsatz belegt und nachvollziehbar. Halte das Ergebnis kurz in deinen Notizen fest, damit du es bei der Überarbeitung schnell wiederfindest.
So zitieren Sie diese Seite
Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Mitlesenden: Bedeutung, Grundform und Beispiele. korrektur.de. https://korrektur.de/mitlesenden
„Mitlesenden: Bedeutung, Grundform und Beispiele.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/mitlesenden. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Mitlesenden: Bedeutung, Grundform und Beispiele. Verfügbar unter: https://korrektur.de/mitlesenden (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Mitlesenden: Bedeutung, Grundform und Beispiele.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/mitlesenden.
korrektur.de. Mitlesenden: Bedeutung, Grundform und Beispiele [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/mitlesenden
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)