Was sind Metaphern? Bedeutung und Verwendung erklärt
Metaphern Definition: Bedeutung und Verwendung
Eine Metapher bezeichnet ein Wort oder eine Wortgruppe, die aufgrund eines Vergleichs außerhalb ihres eigentlichen Bereichs in übertragener Bedeutung verwendet wird. Welche Bedeutung im Satz gemeint ist, erschließt sich aus dem jeweiligen Kontext.
Metaphern verständlich definiert
Eine Metapher ist ein sprachlicher Ausdruck, der nicht in seinem eigentlichen Bereich bleibt. Seine Bedeutung wird auf der Grundlage eines Vergleiches in einen anderen Bereich übertragen. Die Definition beschreibt damit eine Bedeutungsübertragung: Ein Ausdruck wird so verwendet, dass sein ursprünglicher Bereich nicht der unmittelbare Sachbereich des Satzes ist.
Für das Verständnis sind zwei Ebenen zu unterscheiden. Erstens steht der Ausdruck mit einer eigenen, wörtlich vorstellbaren Bedeutung. Zweitens wird derselbe Ausdruck außerhalb dieses eigentlichen Bereichs eingesetzt. Die Metapher verbindet diese Ebenen durch einen Vergleich, ohne dass der Vergleich als vollständiger Vergleichssatz ausformuliert sein muss.
Die Bedeutung einer Metapher darf deshalb nicht allein aus dem einzelnen Wort abgeleitet werden. Zu prüfen ist, in welchem Satz und in welchem thematischen Zusammenhang der Ausdruck steht. Die Erklärung bezieht sich auf die sprachliche Bedeutung und Verwendung des Begriffs Metapher. Zusätzliche Aussagen über Herkunft, Wirkung oder eine bestimmte Textsorte sind aus dieser Definition nicht abzuleiten.
Wer die Rechtschreibung eines metaphorischen Ausdrucks prüft, untersucht zunächst seine konkrete Schreibweise. Die Definition der Metapher beantwortet dagegen die Frage, wie ein Ausdruck bedeutungsmäßig verwendet wird.

Bedeutung und Kontext auseinanderhalten
Die Bedeutung einer Metapher entsteht aus der Übertragung eines Ausdrucks auf einen Bereich außerhalb seines eigentlichen Bereichs. Der Kontext zeigt, welche übertragene Lesart im konkreten Satz angesprochen wird. Beides gehört zusammen, ist aber nicht dasselbe: Die Definition erklärt die Art der Verwendung, während der Satz die gemeinte Richtung der Übertragung erkennen lässt.
- Erste mögliche Bedeutung: Ein Ausdruck kann einen Vorgang oder eine Lage anschaulich als etwas anderes bezeichnen. Im Satz „Nach dem Gespräch lag eine schwere Stimmung im Raum“ verweist „schwere Stimmung“ nicht auf ein messbares Gewicht, sondern auf eine übertragene Beschreibung der Lage.
- Zweite mögliche Bedeutung: Ein Ausdruck kann eine Person, eine Handlung oder einen Zustand durch ein Bild kennzeichnen. Im Satz „Seine Worte waren ein Schlüssel zur Lösung“ bezeichnet „Schlüssel“ nicht zwingend einen Gegenstand aus Metall, sondern kann im Satz als übertragene Bezeichnung für einen Zugang zu einer Lösung verstanden werden.
- Dritte mögliche Bedeutung: Ein Ausdruck kann einen Sachverhalt aus einem anderen Vorstellungsbereich beschreiben. Im Satz „Die Nachricht setzte eine Welle der Diskussion in Gang“ bezeichnet „Welle“ nicht notwendig eine Wasserbewegung, sondern kann die Ausbreitung einer Diskussion bildhaft ausdrücken.
Diese nummerierten Bedeutungen sind Alternativen für unterschiedliche Satzkontexte. Sie sind keine gemeinsamen Pflichtmerkmale jeder einzelnen Metapher. Für die Aussageabsicht ist daher zu fragen, welches Bild der konkrete Satz aufgreift und welche übertragene Vorstellung dadurch ausgedrückt wird.
Beim Nachschlagen helfen Rechtschreibregeln bei Fragen zur Schreibweise, nicht bei der alleinigen Bestimmung der übertragenen Bedeutung. Für die Groß- und Kleinschreibung ist die konkrete grammatische Verwendung des Ausdrucks zu betrachten. Die Bedeutung selbst wird aus dem Zusammenhang des Satzes erschlossen.
Drei eigenständige Beispiele
Die folgenden Beispiele zeigen unterschiedliche Kontexte. Sie sind neu formuliert und dienen dazu, die Verbindung von Ausdruck, Übertragung und Aussageabsicht sichtbar zu machen.
- Alltag: „Nach dem unerwarteten Anruf war ihr Tag ein Scherbenhaufen.“ Der Ausdruck „Scherbenhaufen“ bezeichnet hier keinen tatsächlichen Haufen aus Glas. Er beschreibt die als zerstört empfundene Ordnung des Tages in übertragener Bedeutung.
- Unterricht: „Die Frage war ein roter Faden durch die Diskussion.“ Ein roter Faden ist in diesem Satz kein Gegenstand, der durch einen Raum verläuft. Das Bild bezeichnet eine Verbindung, die mehrere Beiträge gedanklich zusammenhält.
- Wissenschaftliches Schreiben: „Das Modell bildet eine Brücke zwischen zwei Erklärungsansätzen.“ „Brücke“ wird hier außerhalb seines eigentlichen Bereichs verwendet. Der Satz stellt damit eine Verbindung zwischen zwei Ansätzen bildhaft dar.
In allen drei Sätzen liefert der Kontext den Hinweis auf die übertragene Lesart. Beim ersten Beispiel beschreibt das Bild eine zerstörte Ordnung, beim zweiten eine verbindende Linie und beim dritten eine Verbindung zwischen Erklärungsansätzen. Die Beispiele beweisen keine zusätzliche allgemeine Regel zur Verwendung, sondern veranschaulichen die Definition durch eigene Sätze.
Wer die Getrennt- und Zusammenschreibung eines Ausdrucks kontrolliert, bearbeitet eine Frage der Schreibweise. Die Kommasetzung betrifft die Satzstruktur. Die Zeichensetzung kann den Satz gliedern. Keine dieser Prüfungen ersetzt die Frage, ob der Ausdruck im konkreten Zusammenhang wörtlich oder übertragen verstanden wird.
Für wissenschaftliches Schreiben lässt sich deshalb zunächst der vollständige Satz betrachten: Welche Aussage soll das Bild im jeweiligen Textzusammenhang tragen? Die Antwort muss aus dem eigenen Satz hervorgehen und darf nicht durch eine unbelegte Zusatzbedeutung erweitert werden.
Grenzen und mögliche Verwechslungen
Die Definition grenzt die Metapher über zwei Merkmale ein: einen Vergleich als Grundlage und die Verwendung außerhalb des eigentlichen Bereichs in übertragener Bedeutung. Daraus folgt keine zusätzliche Aussage über die Herkunft eines konkreten Ausdrucks, seine Bewertung oder seine fachsprachliche Einordnung.
Auch bedeutungsverwandte Ausdrücke dürfen nicht pauschal mit der Metapher gleichgesetzt werden. Als verwandte Bezeichnungen werden in der Quelle unter anderem Tropos, Tropus, Tropé, Dingsymbol, Falkenmotiv und Synekdoche genannt. Die bloße Nennung als bedeutungsverwandter Ausdruck belegt nicht, dass jeder dieser Begriffe dieselbe Bedeutung oder denselben Verwendungsbereich wie Metapher hat.
Eine Metapher ist außerdem nicht einfach jedes sprachliche Bild, das Lesende persönlich anschaulich finden. Entscheidend bleibt die definierte Übertragung auf Grundlage eines Vergleiches. Ob ein konkreter Ausdruck diese Merkmale erfüllt, ist am Wortlaut und am Satzkontext zu prüfen.
Die Rechtschreibreform betrifft die Unterscheidung von Schreibweisen und beantwortet nicht automatisch die Bedeutungsfrage. Rechtschreibprogramme können bei der technischen Textprüfung berücksichtigt werden, liefern durch ihre bloße Verwendung aber keinen Beleg für die übertragene Bedeutung eines Ausdrucks. Für begriffliche Fragen helfen Wortbedeutungen und Abkürzungen, sofern der konkrete Ausdruck dort nachgeschlagen wird.
Ebenso sind Synonyme nicht ohne Prüfung austauschbar. Der Eintrag zur Metapher nennt bedeutungsverwandte Ausdrücke, doch daraus folgt keine pauschale Gleichheit. Fragen wie Artikel der, die und das, Pluralbildung oder Abkürzungen richtig schreiben betreffen sprachliche Nachbarfragen und sollten getrennt von der Definition geprüft werden. Auch unterschiedliche Textformen dürfen nicht ohne Beleg als gleicher Verwendungsrahmen behandelt werden.

Passende Verwendung prüfen
Für eine konkrete Prüfung genügt eine kurze Folge von Fragen. Sie hält Kernbedeutung, Kontext und mögliche Verwechslungen auseinander.
- Prüfe zunächst die Kernbedeutung: Wird ein Wort oder eine Wortgruppe außerhalb des eigentlichen Bereichs in übertragener Bedeutung verwendet?
- Prüfe anschließend die Grundlage: Lässt sich die Übertragung im konkreten Satz als Vergleich verstehen?
- Prüfe den Kontext: Welche Aussageabsicht wird durch das Bild im vollständigen Satz erkennbar?
- Prüfe mögliche Verwechslungen: Wird ein bedeutungsverwandter Ausdruck vorschnell mit Metapher gleichgesetzt?
- Prüfe die Quelle und den konkreten Satzkontext: Stimmen die verwendete Definition und die Einordnung mit dem nachgeschlagenen Eintrag überein?
Bei Unsicherheit sollte die betreffende Wortgruppe im vollständigen Satz betrachtet und anschließend in der Quelle nachgeschlagen werden. Für die Schreibweise können Rechtschreibung, Rechtschreibregeln, Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Kommasetzung und Zeichensetzung gesondert geprüft werden. Diese Prüfungen beantworten jeweils Fragen zur Form des Textes; die Metapherndefinition beantwortet die Frage nach der übertragenen Bedeutung.
Eine sachliche Kontrolle bleibt deshalb beim belegten Kern: Vergleichsgrundlage, Bereichsübertragung, Bedeutungszusammenhang und konkreter Satz. Wenn einer dieser Punkte nicht aus Quelle und Satz hervorgeht, sollte keine weitergehende Fachbedeutung behauptet werden.
Quellen und Stand
- Metapher, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)