Dein Paper bei MDPI vollständig einreichen
Journalwahl, Dateien und Gebühren vor dem Upload klären
Wer ein Paper bei MDPI einreichen möchte, sollte nicht beim Upload beginnen. Zuerst kommen die fachliche Passung des Zieljournals, die konkrete Artikelart und die aktuellen Autorenhinweise. Erst danach bereitest du Manuskript, Metadaten und Erklärungen für das Submission System vor.
Direkte Antwort: Wähle ein bestimmtes MDPI Journal, lies dessen Instructions for Authors und prüfe die dort ausgewiesene Article Processing Charge. Reiche anschließend über den offiziellen Onlineweg ein. Angaben zu Format, Sonderausgaben, Gebühren und Erklärungen können sich je Journal unterscheiden.
Ist MDPI für dein Forschungsthema passend?
MDPI veröffentlicht Open-Access-Zeitschriften aus zahlreichen Fachgebieten. Für deine Entscheidung ist dennoch nicht der Name des Verlags, sondern das einzelne Journal maßgeblich. Lies Aims and Scope, aktuelle Artikel und die Beschreibung zulässiger Manuskripttypen. Ein thematisch ähnlich klingender Titel kann methodisch oder inhaltlich enger ausgerichtet sein, als sein Name vermuten lässt.
Die offizielle MDPI Autorenseite bündelt Informationen zur Einreichung. Wenn du zu einer Special Issue eingeladen wirst, prüfe zusätzlich die verantwortlichen Herausgebenden, den genauen Themenrahmen und die Frist auf der Journalseite. Eine Einladung ersetzt weder den Qualitätscheck noch eine realistische Einschätzung der Passung.
Der Einreichungsablauf in sieben Schritten
- Scope, Artikeltyp und Zielgruppe des Journals prüfen.
- Instructions for Authors und Publikationsethik vollständig lesen.
- APC, Währung, mögliche Rabatte und Finanzierung klären.
- Manuskript, Abbildungen, Supplemente und Cover Letter vorbereiten.
- Autorenschaft, Reihenfolge, Affiliations und ORCID abstimmen.
- Metadaten im Submission System sorgfältig eintragen.
- Prüfansicht kontrollieren und die eingereichte Version archivieren.
MDPI hat seinen Einreichungsworkflow 2026 überarbeitet. Nach der offiziellen Ankündigung zum neuen SuSy sollen Metadaten aus hochgeladenen Dateien übernommen und Angaben zu Integrität sowie Kosten deutlicher dargestellt werden. Verlasse dich trotzdem nicht blind auf automatisch erkannte Daten. Titel, Abstract, Autorennamen, Institute und Literaturangaben müssen mit dem Manuskript übereinstimmen.
Welche Unterlagen solltest du vorbereiten?
| Baustein | Kontrolle | Typisches Risiko |
|---|---|---|
| Hauptdatei | Struktur, Wortzahl und Vorlage | Falscher Artikeltyp |
| Abbildungen | Lesbarkeit, Legenden und Rechte | Unklare Quellen oder Auflösung |
| Metadaten | Titel, Abstract und Keywords | Abweichung vom Manuskript |
| Erklärungen | Daten, Interessen und Beiträge | Unvollständige Angaben |
| Supplemente | Dateiformat und Verweise | Nicht zuordenbare Anhänge |
APC und Open Access richtig einordnen
Bei einem Open-Access-Journal können Publikationsgebühren anfallen. Der konkrete Betrag gehört auf die Seite des Zieljournals und nicht in eine allgemeine Verlagstabelle. Prüfe, wann eine Gebühr fällig wird, welche Leistungen sie abdeckt und ob deine Einrichtung oder dein Förderprojekt Vereinbarungen besitzt. Ein möglicher Rabatt sollte schriftlich geklärt sein, bevor du eine finanzielle Zusage machst.
Vergleiche neben dem Preis auch Lizenz, Archivierung, Indexierung und fachliche Reichweite. Unser Überblick zum Open Access publizieren trennt diese Kriterien. Gebühren sagen allein weder etwas Positives noch Negatives über die Eignung eines Journals aus.
Lektorat, Plagiatsprüfung und KI-Scan
Ein wissenschaftliches Lektorat für Paper kann Grammatik, Lesefluss und Terminologie verbessern. Es ersetzt weder die fachliche Begutachtung noch garantiert es eine Annahme. Abstract, Haupttext, Tabellen und Bildlegenden sollten dieselben Fachbegriffe verwenden.
Ein Plagiat-Scan liefert einen softwaregestützten Ähnlichkeitsbericht. Treffer müssen fachlich gelesen werden, weil korrekt gekennzeichnete Zitate, Methodenformulierungen und Literaturverzeichnisse ebenfalls Überschneidungen auslösen können. Bei Preprints und Texten aus einer Dissertation ist die eigene Vorveröffentlichung transparent zu behandeln.
Ein KI-Scan zeigt technische Indikatoren, aber keinen sicheren Beweis für die Entstehung eines Textes. Entscheidend bleiben die Richtlinie des Zieljournals, korrekte Offenlegung und die Verantwortung aller Autorinnen und Autoren. Lade keine vertraulichen Forschungsdaten unbedacht in externe Systeme.
MDPI mit anderen Wissenschaftsverlagen vergleichen
Unser Vergleich großer Wissenschaftsverlage ordnet MDPI neben Elsevier, Springer Nature, Wiley, Frontiers und De Gruyter Brill ein. Vergleiche konkrete Journals nach Scope, Leserschaft, Reviewmodell, Kosten und Lizenz. Eine Entscheidung nur nach Verlagsname oder versprochener Geschwindigkeit greift zu kurz.
Vor dem Absenden: Prüfe die aktuelle Journalseite, die endgültige APC, alle Autorendaten, Erklärungen, Rechte und die vom System erzeugte Vorschau.
Fazit: Erst Journalpassung, dann Submission
Eine gute MDPI Einreichung ist vollständig, transparent und auf das konkrete Journal zugeschnitten. Arbeite die Originalvorgaben ab, gleiche Upload und Metadaten miteinander ab und bewahre genau die eingereichte Version auf. Für den letzten Durchgang verbindet der Pre-Submission-Check die wichtigsten Kontrollfragen.
Du möchtest Sprache, Textähnlichkeiten und KI-Indikatoren vor der Einreichung getrennt prüfen?
Prüfungen kombinieren