Was bedeutet Litotes?
Litotes Bedeutung: Litotes bezeichnet eine rhetorische Figur
Du stößt in einem Text auf den Begriff Litotes und willst ihn sicher einordnen? Hier erfährst du, was der Begriff laut Wörterbuch bezeichnet, wie du ein Beispiel prüfst und woran du Verwechslungen erkennst.
Litotes: Bedeutung und Grenzen dieser Erklärung
Wer die Bedeutung von Litotes klären will, findet im DWDS eine knappe Erklärung. Gemeint ist eine rhetorische Figur. Sie umschreibt einen Sachverhalt, indem sie entweder doppelt verneint oder das Gegenteil des Gemeinten verneint. Laut diesem Wörterbucheintrag geschieht das oft in ironisierender Absicht. Litotes wird dort als Substantiv geführt.
Zwei selbst gebildete Beispiele zeigen den Mechanismus. Der Satz „Dein Vortrag war nicht schlecht.“ spricht das Lob nicht direkt aus, sondern verneint sein Gegenteil. Der Satz „Diese Entscheidung ist nicht unvernünftig.“ verbindet das Wort nicht mit dem bereits verneinten Adjektiv unvernünftig und arbeitet so mit zwei Verneinungen.
Das Ziel dieser Seite ist praktisch: Du sollst erkennen, was der Begriff bedeutet, ein vorgegebenes Beispiel prüfen und selbst eine Litotes bilden können. Als Synonyme nennt der DWDS-Eintrag Tiefstapelei und Untertreibung. Diese beiden Wörter helfen dir, den Begriff in eigenen Worten zu umschreiben, ohne die Definition nur abzuschreiben.
Die Grenzen sind ebenso klar. Zu Herkunft, Häufigkeit oder einer Zuordnung zu bestimmten Textformen ergänzt diese Seite nichts. Konzentriere dich daher auf die Definition und die Beispiele oben. Zahlen, Fristen oder Bewertungsmaßstäbe für Hausarbeiten findest du hier nicht. Verlangt deine Aufgabe eine genauere Einordnung, prüf die Literaturliste deines Kurses oder frag die Person, die die Aufgabe gestellt hat.

Schritt für Schritt: Litotes erkennen und selbst bilden
Mit einer festen Reihenfolge prüfst du jedes Beispiel auf dieselbe Weise und kannst dein Ergebnis später begründen.
- Bedeutung bestimmen: Halte schriftlich fest, was Litotes laut Wörterbuch bezeichnet: eine rhetorische Figur, die durch doppelte Verneinung oder durch Verneinung des Gegenteils umschreibt. Notiere auch, dass der Eintrag das Wort als Substantiv ausweist.
- Verneinung im Beispiel prüfen: Markiere jede Verneinung im Satz. Frag dich dann, ob das verneinte Wort das Gegenteil des eigentlich Gemeinten ausdrückt oder ob zwei Verneinungen zusammenwirken. Steht nur ein schlichtes Nein ohne diese Umschreibung, passt der Satz nicht zur Definition.
- Eigenes Beispiel formulieren: Bilde einen kurzen Satz nach demselben Muster und lies ihn laut. Baust du ihn in einen längeren Text ein, prüf dort auch die Kommasetzung.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Ermittle aus der Aufgabenstellung oder deinen Kursunterlagen, wer über deine Analyse entscheidet, etwa die Leitung deines Seminars. Für die reine Wortbedeutung kannst du den DWDS-Eintrag nachschlagen und als Quelle angeben.
- Ergebnis dokumentieren: Schreib Definition, Quelle mit Abrufdatum, dein geprüftes Beispiel und offene Fragen in deine Notizen. Leg danach den nächsten Schritt fest, zum Beispiel eine Rückfrage in der Sprechstunde.
Ein Ablaufbeispiel: Lena analysiert im Seminar eine Rede und stößt auf den Satz „Das Ergebnis ist nicht unerfreulich.“ Sie notiert die Definition aus dem DWDS, markiert nicht und unerfreulich und erkennt zwei Verneinungen. Als eigenes Beispiel schreibt sie „Die Lösung ist nicht unpraktisch.“ Ob der Redner ironisch klingen wollte, kann sie aus dem einzelnen Satz nicht sicher ablesen. Deshalb notiert sie diese Frage und klärt sie mit der Seminarleitung.
Erklärst du die Figur in einer Hausarbeit, gib den Wörterbucheintrag als Quelle an und achte auf saubere Zeichensetzung bei Zitaten. Für Fragen zum Stil hilft dir das Thema wissenschaftliches Schreiben weiter.
Fehler, die du bei der Litotes vermeiden solltest
Unsicherheiten entstehen, wenn die Definition zu weit oder zu eng gelesen wird. Diese Punkte solltest du im Blick behalten:
- Litotes mit bloßer Verneinung gleichsetzen: Der Satz „Ich komme heute nicht.“ verneint, umschreibt aber nichts über ein Gegenteil. Die Definition verlangt eine doppelte Verneinung oder die Verneinung des Gegenteils.
- Ironie als Pflicht darstellen: Der Eintrag spricht von oft, nicht von immer. Schreib also nicht, eine Litotes sei zwangsläufig ironisch. Prüf am Kontext, ob eine ironisierende Absicht erkennbar ist, und kennzeichne deine Lesart ausdrücklich als Deutung.
- Annahmen mit Regeln verwechseln: Vermutest du, eine Litotes wirke höflicher oder gehöre zu einer bestimmten Textsorte, ist das eine Annahme und keine belegte Regel. Formuliere solche Gedanken als Hypothese oder streich sie, bis du eine Quelle hast.
- Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notiere die Quelle sofort beim Nachschlagen. Stell offene Fragen an die zuständige Person früh, damit du deine Analyse noch anpassen kannst.
Auch beim Schreiben des Fachbegriffs selbst lohnt sich Sorgfalt. Da Litotes als Substantiv geführt wird, prüf seine Groß- und Kleinschreibung in deinem Satz. Verlass dich bei Rechtschreibregeln nicht auf dein Gedächtnis, sondern schlag sie nach.
Kläre außerdem den grammatischen Artikel des Wortes, bevor du es in deinen Text übernimmst. Schlag ihn im Wörterbuch nach und lies bei Bedarf zum Artikel der, die und das nach, damit Artikel und Substantiv in deinen Sätzen zusammenpassen.
Geh bei der Mehrzahlform genauso vor. Schlag sie im Wörterbuch nach, bevor du über mehrere Beispiele schreibst, und nutze dabei Hinweise zur Pluralbildung. Prüf anschließend, ob deine Sätze die gewählte Form einheitlich verwenden.

Checkliste für deine Analyse
Geh vor der Abgabe diese Punkte einzeln durch und hak nur ab, was du belegen kannst.
| Prüfpunkt | Frage an deinen Text |
|---|---|
| Bedeutung | Hast du die Definition als rhetorische Figur mit doppelter Verneinung oder Verneinung des Gegenteils korrekt wiedergegeben? |
| Belegte Wortart | Hast du Litotes als Substantiv behandelt, wie es der DWDS-Eintrag angibt? |
| Verneinungsform | Hast du bei jedem Beispiel benannt, ob zwei Verneinungen oder ein verneintes Gegenteil vorliegen? |
| Beispiele | Sind deine Beispiele selbst formuliert und passen sie nachweisbar zur Definition? |
| Mögliche Verwechslung | Hast du schlichte Verneinungen aussortiert und Ironie nur als mögliche, nicht als zwingende Absicht beschrieben? |
| Zuständige Quelle oder Stelle | Steht der Wörterbucheintrag mit Abrufdatum in deinen Notizen, und weißt du, wer deine Analyse bewertet? |
| Persönlicher nächster Schritt | Hast du festgelegt, was du als Nächstes tust, etwa eine Rückfrage stellen oder ein weiteres Beispiel prüfen? |
Zum Schluss lohnt ein Blick auf die Form deines Textes. Lies deine Erklärung auf Rechtschreibung durch und prüf zusammengesetzte Begriffe wie Verneinungsform mit den Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung.
Bist du unsicher, ob eine Schreibweise aus einer älteren Quelle stammt, kläre im Wörterbuch, was nach der Rechtschreibreform gilt. Nutzt du Rechtschreibprogramme, gleich ihre Hinweise mit dem Wörterbuch ab.
Verwendest du in deinen Notizen Kürzel wie DWDS, schreib sie einheitlich; Hinweise dazu bietet das Thema Abkürzungen richtig schreiben. Begegnen dir in derselben Analyse weitere Fachbegriffe, schlag sie gezielt unter Wortbedeutungen und Abkürzungen nach.
Dein nächster Schritt: Nimm ein Beispiel aus deinem aktuellen Seminartext, prüf es mit dieser Tabelle und notiere das Ergebnis samt offener Fragen für die zuständige Person.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Litotes: Bedeutung, Beispiele und Fehler. korrektur.de. https://korrektur.de/litotes
„Litotes: Bedeutung, Beispiele und Fehler.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/litotes. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Litotes: Bedeutung, Beispiele und Fehler. Verfügbar unter: https://korrektur.de/litotes (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Litotes: Bedeutung, Beispiele und Fehler.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/litotes.
korrektur.de. Litotes: Bedeutung, Beispiele und Fehler [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/litotes
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)