Was bedeutet das Wort Lesegeschwindigkeit?
Lesegeschwindigkeit bezeichnet das Tempo, in dem jemand liest
Lesegeschwindigkeit hat eine alltägliche und eine technische Bedeutung. Hier lernst du, beide sauber zu unterscheiden und das Wort in deinen eigenen Texten korrekt einzusetzen.
Worum es bei der Bedeutung von Lesegeschwindigkeit geht
Das Wort Lesegeschwindigkeit hat zwei belegte Bedeutungen. Im ersten Sinn bezeichnet es das Tempo, in dem ein Mensch liest. Im technischen Sinn steht es für das Tempo, in dem eine automatische Zeichenerkennung arbeitet. Grammatisch ist Lesegeschwindigkeit ein Substantiv, und die Mehrzahl lautet Lesegeschwindigkeiten. Wenn du das Wort in einer Hausarbeit, einem Protokoll oder einer Präsentation nutzt, kläre vorab, welche der beiden Bedeutungen gemeint ist.
Das Ziel dieser Seite ist praktisch: Du sollst nach dem Lesen entscheiden können, ob dein Satz vom Lesen einer Person oder von einem technischen Erkennungsvorgang handelt. Daraus ergibt sich, wie du das Wort im Zusammenhang formulierst und welche Begriffe du daneben verwendest. Prüfe bei der Rechtschreibung, ob du das Wort in deinem gesamten Text einheitlich schreibst. Kontrolliere außerdem die Groß- und Kleinschreibung, wenn du das Wort in einer Überschrift oder Aufzählung einsetzt.
Die Grenzen dieser Seite sind ebenso wichtig. Hier findest du keine Werte, keine Durchschnittsangaben und keine Aussagen darüber, wie schnell Menschen oder Programme lesen. Auch zur Herkunft des Wortes, zur Häufigkeit seiner Verwendung oder zu einer Bewertung machen wir keine Angaben. Wenn du für deine Arbeit konkrete Messwerte brauchst, prüfe die Fachliteratur deines Faches und frage im Zweifel die Person, die deine Arbeit betreut. Hinweise zum eigenen Stil findest du in der Übersicht „wissenschaftliches Schreiben“.

Schritt für Schritt zur passenden Verwendung
Gehe in einer festen Reihenfolge vor, damit du die gemeinte Bedeutung bestimmst und deinen Gebrauch des Wortes begründen kannst. Die folgenden Schritte helfen dir dabei.
- Bedeutung bestimmen: Lies deinen Satz und frage dich, wer oder was liest. Ist es eine Person, geht es um das Tempo ihres Lesens. Ist es ein Gerät oder ein Programm, geht es um das Tempo der automatischen Zeichenerkennung.
- Gebrauch trennen: Halte beide Bedeutungen in deinem Text auseinander. Wechselst du zwischen menschlichem Lesen und technischer Erkennung, mach den Wechsel ausdrücklich sichtbar, etwa durch einen klaren Satzanfang.
- Eigenes Beispiel bilden: Formuliere einen kurzen Satz, der genau die gemeinte Bedeutung zeigt. Prüfe an diesem Beispielsatz, ob das Wort in deinem Zusammenhang passt.
- Zuständige Person bestimmen: Ermittle aus den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs, etwa aus Modulbeschreibung oder Hinweisen zur Hausarbeit, wer für Rückfragen zu Begriffen und Formalien zuständig ist.
- Ergebnis dokumentieren: Notiere die gewählte Bedeutung und deinen Beispielsatz an einer festen Stelle, zum Beispiel in einer Begriffsliste zu deiner Arbeit. Lege danach fest, welcher Schritt als Nächstes folgt.
Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das aussehen kann. Lena schreibt eine Seminararbeit über Software, die gedruckte Seiten in digitalen Text umwandelt. In ihrem Entwurf steht der Satz: Die Lesegeschwindigkeit des Programms war bei schlecht gedruckten Seiten geringer. Lena prüft, wer liest, und stellt fest: Es ist das Programm. Damit gilt hier die technische Bedeutung. In einem anderen Kapitel schreibt sie über Testpersonen, die dieselben Seiten lesen. Dort meint das Wort das Lesen von Menschen. Lena trennt beide Kapitel durch klare Einleitungssätze, notiert beide Bedeutungen in ihrer Begriffsliste und nimmt sich vor, die Formulierung in der nächsten Sprechstunde kurz mit ihrer Betreuerin abzustimmen.
Beim Überarbeiten prüfst du auch die Form des Wortes. Brauchst du die Mehrzahl, lautet sie Lesegeschwindigkeiten; weitere Fragen zur Pluralbildung klärst du mit einem Wörterbuch. Wenn du das Wort mit einem Bindestrich oder einem weiteren Bestandteil verbindest, schau dir die Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung an.
Typische Fehler beim Gebrauch des Wortes
Ein erster Stolperstein liegt im Vermischen der beiden Bedeutungen. Wenn du in einem Absatz über Menschen schreibst und im nächsten Satz ohne Hinweis über ein Erkennungsprogramm, verliert dein Leser den Faden. Halte die technische Bedeutung deshalb klar vom menschlichen Lesetempo getrennt und benenne jeweils, wer oder was liest.
Ein zweiter Fehler betrifft Ersatzwörter. Prüfe jedes Wort, das du anstelle von Lesegeschwindigkeit einsetzen möchtest, einzeln in einem Wörterbuch, bevor du es gleichsetzt. Gute Synonyme passen zur gemeinten Bedeutung, nicht nur zum Klang. Ein Ausdruck, der zum Lesen einer Person passt, beschreibt nicht automatisch auch einen technischen Vorgang. Für unklare Begriffe kannst du zusätzlich die Sammlung zu Wortbedeutungen und Abkürzungen nutzen.
Drittens lassen sich eigene Annahmen leicht mit festen Regeln verwechseln. Dass dir eine Formulierung vertraut vorkommt, heißt nicht, dass sie sprachlich oder fachlich abgesichert ist. Halte fest, worauf du dich stützt: auf einen Wörterbucheintrag, auf eine Vorgabe deines Lehrstuhls oder nur auf dein Gefühl. Nur das Erste und das Zweite kannst du in einer Arbeit begründen. Wer sich bei Rechtschreibregeln unsicher ist, schlägt besser nach, statt zu raten.
Viertens solltest du Nachweise und Rückfragen nicht bis kurz vor der Abgabe aufschieben. Notiere die Quelle deiner Begriffsbestimmung sofort, wenn du sie nutzt, und stelle offene Fragen frühzeitig an die zuständige Person. So vermeidest du, dass du am Ende Belege suchen musst. Auch Kommasetzung und Zeichensetzung rund um das Wort prüfst du am besten gleich beim Schreiben.
Schließlich lohnt ein kritischer Blick auf Hilfsmittel. Rechtschreibprogramme erkennen Tippfehler, entscheiden aber nicht für dich, welche Bedeutung in deinem Satz gemeint ist. Diese Entscheidung bleibt deine Aufgabe.

Checkliste zum Abschluss
Bevor du deinen Text abgibst, gehe die folgenden Punkte der Reihe nach durch. So stellst du sicher, dass Bedeutung, Wortart und Gebrauch stimmen.
- Bedeutung prüfen: Ist klar, ob du das Lesen einer Person oder die automatische Zeichenerkennung meinst?
- Wortart prüfen: Verwendest du Lesegeschwindigkeit als Substantiv und schreibst du es entsprechend groß?
- Plural prüfen: Lautet die Mehrzahl in deinem Text Lesegeschwindigkeiten?
- Kontext prüfen: Erkennt dein Leser am umgebenden Satz, welche Bedeutung gilt, auch wenn er nur diesen Absatz liest?
- Beispielsatz prüfen: Hast du einen eigenen, kurzen Satz gebildet, der die gewählte Bedeutung eindeutig zeigt?
- Quelle festhalten: Hast du notiert, in welchem Wörterbuch du die Bedeutung nachgeschlagen hast?
- Zuständige Stelle klären: Weißt du aus den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs, an wen du dich mit Rückfragen wendest?
- Nächsten Schritt festlegen: Hast du dir einen konkreten persönlichen Schritt vorgenommen, etwa die Begriffsliste zu ergänzen oder eine Rückfrage zu stellen?
Ein eigener Beispielsatz für die menschliche Bedeutung könnte lauten: Seine Lesegeschwindigkeit stieg, nachdem er die Brille gewechselt hatte. Für die technische Bedeutung passt etwa: Wir haben die Lesegeschwindigkeit des Scanners mit zwei Einstellungen getestet. Beide Sätze sind frei erfunden und dienen nur dazu, den Unterschied sichtbar zu machen.
Wenn du beim Abschluss auf alte und neue Schreibweisen anderer Wörter stößt, hilft dir ein Blick auf die Rechtschreibreform. Willst du das grammatische Geschlecht weiterer Wörter klären, findest du Hinweise unter Artikel der, die und das. Kürzt du Fachbegriffe in deiner Arbeit ab, lies vorher, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst.
Je nach Aufgabe unterscheiden sich auch die Anforderungen an deinen Text. Ein Laborprotokoll verlangt andere Formulierungen als ein Essay, deshalb lohnt sich ein Blick auf verschiedene Textformen, bevor du festlegst, wie ausführlich du den Begriff erklärst. Lege zum Schluss fest, welchen Schritt du heute noch erledigst.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Lesegeschwindigkeit: Bedeutung, Wortart und Gebrauch. korrektur.de. https://korrektur.de/lesegeschwindigkeit
„Lesegeschwindigkeit: Bedeutung, Wortart und Gebrauch.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/lesegeschwindigkeit. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Lesegeschwindigkeit: Bedeutung, Wortart und Gebrauch. Verfügbar unter: https://korrektur.de/lesegeschwindigkeit (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Lesegeschwindigkeit: Bedeutung, Wortart und Gebrauch.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/lesegeschwindigkeit.
korrektur.de. Lesegeschwindigkeit: Bedeutung, Wortart und Gebrauch [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/lesegeschwindigkeit
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)