Was bedeutet das Legalitätsprinzip?

Legalitätsprinzip Bedeutung: Das Legalitätsprinzip ist der Grundsatz

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2026 · Studium-Tipps

Du willst den Begriff Legalitätsprinzip im Studium sicher verwenden? Hier findest du die Kernbedeutung, die Abgrenzung zum Gegenbegriff und einen klaren Weg zu deinem eigenen Beispielsatz.

Legalitätsprinzip: Bedeutung, Ziel und Grenzen

Wenn du im Studium auf den Begriff Legalitätsprinzip stößt, brauchst du zuerst eine belastbare Bedeutung. Das DWDS beschreibt das Legalitätsprinzip als einen Grundsatz für die Strafverfolgungsbehörden. Diese sind danach verpflichtet, gegen verfolgbare Straftaten einzuschreiten, wenn zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. Die Pflicht ist in dieser Beschreibung also an zwei Bedingungen gebunden: Die Tat muss verfolgbar sein, und es müssen ausreichende tatsächliche Hinweise bestehen.

Das Ziel dieser Seite ist, dass du den Begriff sauber definieren, vom Gegenbegriff abgrenzen und in einem selbst formulierten Satz verwenden kannst. Als Gegenbegriff nennt das DWDS das Opportunitätsprinzip. Als gleichbedeutende Ausdrücke führt es Legalitätsgrundsatz und Legalitätsmaxime. Wenn du für deine Arbeit Synonyme suchst, prüfe in deiner Fachliteratur, ob diese beiden Ausdrücke in deinem Zusammenhang passen.

Genauso wichtig sind die Grenzen. Das DWDS verzeichnet eine weitere Lesart, die besonders in Österreich und der Schweiz gebraucht wird. Nach ihr darf die staatliche Verwaltung nur auf Grundlage geltender Gesetze handeln. Diese Lesart ist eine zusätzliche Verwendung und keine allgemeine Hauptbedeutung. Halte beide Lesarten in deinen Notizen deshalb klar getrennt und kennzeichne, welche du gerade meinst.

Ein Wörterbucheintrag erklärt einen Begriff, er ersetzt aber keine Rechtsauskunft. Nenne in deinem Text keine Zahlen, Fristen oder Verfahrensschritte, die du nicht selbst in einer Fachquelle geprüft hast. Wenn du weitere Fachbegriffe klären willst, hilft dir die Übersicht zu Wortbedeutungen und Abkürzungen beim Nachschlagen.

Bevor du schreibst, überlege dir, in welche Art von Text die Definition gehört, etwa eine Hausarbeit, eine Klausurantwort oder eine Zusammenfassung. Ein Blick auf die verschiedenen Textformen hilft dir, die passende Form für deine Erklärung zu wählen.

Konkreter Abschlusscheck zu Was bedeutet das Legalitätsprinzip

Schritt für Schritt zur eigenen Begriffserklärung

Gehe beim Erarbeiten des Begriffs in einer festen Reihenfolge vor, damit du nichts übersiehst:

  1. Kernbedeutung prüfen: Lies den DWDS-Eintrag zum Legalitätsprinzip und notiere die Bedeutung in eigenen Worten. Achte auf die beiden Bedingungen der Einschreitpflicht.
  2. Abgrenzung nachlesen: Schlage den Gegenbegriff Opportunitätsprinzip nach und halte fest, worin du den Unterschied siehst. Prüf diese Abgrenzung anschließend in deiner Fachliteratur.
  3. Lesart bestimmen: Entscheide, ob dein Text die strafrechtliche Bedeutung oder die Lesart der Verwaltungsbindung meint, und benenne das ausdrücklich.
  4. Eigenes Beispiel formulieren: Schreibe einen neutralen Satz, der den Begriff im richtigen Zusammenhang zeigt.
  5. Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Kläre, wer deine Fragen verbindlich beantworten kann. Ermittle für fachliche Fragen zu deiner Arbeit aus den Unterlagen deines Studiengangs, wer sie betreut. Für Fragen zu einem konkreten Verfahren ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen.
  6. Ergebnis dokumentieren: Halte Definition, Quelle, Abrufdatum und Beispiel schriftlich fest und lege fest, welchen Schritt du als Nächstes angehst.

Ein kurzes Ablaufbeispiel: Lena bereitet ein Referat vor und stolpert über das Legalitätsprinzip. Sie liest den DWDS-Eintrag, notiert die Kernbedeutung und vermerkt das Opportunitätsprinzip als Gegenbegriff. Dann formuliert sie einen eigenen Satz: „Im Seminar haben wir über das Legalitätsprinzip gesprochen.“ Weil sie unsicher ist, wie genau sie die Abgrenzung darstellen soll, schreibt sie ihre Frage auf und bringt sie in die nächste Sprechstunde mit. Als nächsten Schritt plant sie, die Abgrenzung in einem Lehrbuch nachzulesen.

Auch die Grammatik gehört zur Begriffsarbeit. Laut DWDS ist Legalitätsprinzip ein Substantiv im Neutrum, du schreibst also „das Legalitätsprinzip“. Wenn du beim grammatischen Geschlecht anderer Begriffe unsicher bist, schau in die Übersicht zum Thema Artikel der, die und das.

Die Mehrzahl wird laut DWDS nur selten verwendet. Prüfe in deinem Text, ob du an der betreffenden Stelle tatsächlich die Mehrzahl brauchst. Bei anderen Fachwörtern hilft dir die Seite zur Pluralbildung, wenn du eine Mehrzahlform nachschlagen willst.

Für eine Hausarbeit zählt neben dem Inhalt auch der Stil. Wenn du dich in das Thema wissenschaftliches Schreiben einarbeiten willst, lohnt sich ein Blick auf die passenden Stilregeln. Verwendest du in deinem Text Kürzel, prüfe zusätzlich, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst.

Typische Fehler beim Legalitätsprinzip vermeiden

Bei der Arbeit mit dem Begriff tauchen einige Stolpersteine auf, die du leicht umgehen kannst:

  • Begriffe gleichsetzen: Legalitätsprinzip und Opportunitätsprinzip sind laut DWDS Gegenbegriffe. Behandle sie in deinem Text nie als austauschbar.
  • Eine Lesart verabsolutieren: Die Bedeutung, nach der staatliche Verwaltung nur auf gesetzlicher Grundlage handeln darf, ist eine weitere Lesart mit Gebrauch besonders in Österreich und der Schweiz. Gib sie nicht als einzige Bedeutung aus.
  • Annahmen mit Regeln verwechseln: Was du aus einer Definition ableitest, ist deine Interpretation. Kennzeichne sie als solche und gib sie nicht als feste Verfahrensregel aus.
  • Nachweise aufschieben: Notiere die Quelle sofort, wenn du eine Definition übernimmst. Offene Fragen klärst du am besten früh mit deiner Betreuung, statt sie bis kurz vor der Abgabe liegen zu lassen.

Ein typischer Stolperstein ist die Vermischung beider Lesarten in einem Absatz. Trenne sie sichtbar, etwa durch eigene Sätze für jede Bedeutung. Achte dabei auch auf die Rechtschreibung des langen Kompositums, damit dir kein Buchstabe verloren geht.

Das Wort ist ein Substantiv, und Substantive verlangen eine sorgfältige Schreibweise. Prüf in deinem fertigen Text die Groß- und Kleinschreibung des Begriffs und seiner Synonyme. Kontrolliere außerdem die Getrennt- und Zusammenschreibung, denn Legalitätsprinzip, Legalitätsgrundsatz und Legalitätsmaxime stehen im DWDS jeweils als ein Wort.

Verlass dich bei Fachbegriffen nicht allein auf automatische Prüfungen. Wenn Rechtschreibprogramme einen Fachbegriff markieren, vergleiche die Stelle mit dem Wörterbucheintrag, bevor du etwas änderst.

Konkrete Regel und vollständige Beispielsätze zu Was bedeutet das Legalitätsprinzip

Checkliste für deine Begriffsarbeit

Bevor du deinen Text abgibst, geh diese Punkte durch:

  • Die Kernbedeutung ist mit dem DWDS-Eintrag belegt, inklusive Abrufdatum.
  • Die Wortart Substantiv ist geprüft, der Artikel „das“ steht korrekt.
  • Der Gegenbegriff Opportunitätsprinzip ist genannt und nicht mit dem Legalitätsprinzip gleichgesetzt.
  • Die Lesart der Verwaltungsbindung ist, falls erwähnt, als weitere Bedeutung mit Bezug zu Österreich und der Schweiz gekennzeichnet.
  • Ein eigenes Beispiel ist formuliert und passt zur gewählten Lesart.
  • Die zuständige Quelle oder Stelle für offene Fragen ist bestimmt, etwa deine Betreuung oder eine aus offiziellen Unterlagen ermittelte Stelle.
  • Dein persönlicher nächster Schritt steht fest und ist notiert.

Zum Abschluss lohnt sich ein sprachlicher Durchgang. Lies deine Definition laut und prüfe sie gegen die gängigen Rechtschreibregeln. Achte bei längeren Definitionssätzen besonders auf die Kommasetzung, damit die Bedingungen klar voneinander getrennt bleiben.

Auch Anführungszeichen und Doppelpunkte verdienen Aufmerksamkeit, wenn du die Definition zitierst. Kontrolliere die Zeichensetzung rund um das Zitat. Zitierst du ältere Texte, prüf mit Blick auf die Rechtschreibreform, ob die Schreibweise der Vorlage von deiner abweicht, und übernimm Zitate unverändert.

Leg dir zum Schluss einen konkreten nächsten Schritt fest: zum Beispiel die Abgrenzung zum Opportunitätsprinzip in einem Lehrbuch nachlesen oder deine offene Frage an die betreuende Person schicken. So wird aus der reinen Bedeutung ein Begriff, den du sicher verwenden kannst.

So zitieren Sie diese Seite

Stand: 26. Oktober 2026

korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Legalitätsprinzip: Bedeutung, Gegenbegriff und Beispiel. korrektur.de. https://korrektur.de/legalitaetsprinzip

Quellen und Stand

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Fragen und Antworten zum Thema Legalitätsprinzip Bedeutung

Was bedeutet Legalitätsprinzip laut DWDS?

Laut DWDS bezeichnet das Legalitätsprinzip den Grundsatz, nach dem die Strafverfolgungsbehörden gegen alle verfolgbaren Straftaten einschreiten müssen, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte bestehen.

Was ist der Gegenbegriff zum Legalitätsprinzip?

Das DWDS nennt das Opportunitätsprinzip als Gegenbegriff. Setze die beiden Begriffe in deinem Text deshalb nicht gleich und prüf die genaue Abgrenzung in deiner Fachliteratur.

Welche Synonyme gibt es für Legalitätsprinzip?

Das DWDS führt Legalitätsgrundsatz und Legalitätsmaxime als Synonyme auf.

Heißt es der, die oder das Legalitätsprinzip?

Es heißt das Legalitätsprinzip. Das DWDS ordnet das Substantiv dem Neutrum zu. Die Mehrzahl wird laut DWDS nur selten verwendet.

Gibt es noch eine andere Bedeutung des Legalitätsprinzips?

Ja. Das DWDS nennt eine weitere Lesart, die besonders in Österreich und der Schweiz gebraucht wird: Danach darf die staatliche Verwaltung nur auf Grundlage geltender Gesetze handeln. Sie ist keine allgemeine Hauptbedeutung des Begriffs.

An wen wende ich mich bei Fragen zu einem konkreten Verfahren?

Ein Wörterbucheintrag beantwortet keine Fragen zu Einzelfällen. Ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen. Bei Fragen zu deiner Arbeit sprichst du mit der Person, die sie betreut.

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