Was bedeutet das Längezeichen in der Duden-Lautschrift?
In der Lautschrift des Duden kennzeichnet das Längezeichen
Das Längezeichen taucht in Ausspracheangaben des Duden auf. Hier erfährst du, was es dort anzeigt, wie du es Schritt für Schritt liest und welche Verwechslungen du vermeiden solltest.
Bedeutung des Längezeichens im Überblick
Wer im Duden eine Ausspracheangabe liest, stößt neben Buchstaben auch auf Sonderzeichen. Eines davon ist das Längezeichen. Seine Bedeutung ist klar umrissen: In der Lautschrift des Duden markiert es, dass ein Vokal lang gesprochen wird. Das Zeichen gilt dabei für den Vokal, der direkt vor ihm steht, und nicht für einen Laut danach. Ein Wort, an dem du das nachvollziehen kannst, ist Chrom.
Ziel dieser Seite ist, dass du eine Ausspracheangabe im Duden sicher liest und weißt, was das Längezeichen dort bedeutet. Nutze das Wissen zum Beispiel, wenn du einen Fachbegriff im Referat aussprechen willst und dir bei der Länge eines Vokals unsicher bist.
Die Grenzen sind genauso wichtig wie das Ziel. Die Erklärung gilt nur für die Duden-Lautschrift. Sie sagt nichts über die Wortart oder die Herkunft eines Wortes aus. Sie liefert auch keine Regel dafür, wie lange Vokale im gewöhnlichen Text geschrieben werden. Fragen zur Rechtschreibung klärst du deshalb gesondert.
Auf dieser Seite stehen bewusst keine Zahlen, keine Fristen und keine Zuständigkeiten, die sich nicht belegen lassen. Arbeitest du für eine Hausarbeit an den Rechtschreibregeln, ist das ein eigenes Thema, das hier ausgeklammert bleibt.

Schritt für Schritt: Längezeichen im Duden lesen
Geh beim Nachschlagen in einer festen Reihenfolge vor, damit du dein Ergebnis später selbst nachvollziehen kannst.
- Ausspracheangabe aufrufen: Schlag das Wort im Duden nach und such die Angabe zur Aussprache heraus. Lies sie Zeichen für Zeichen, statt sie nur zu überfliegen.
- Zeichen hinter dem Vokal suchen: Prüf, ob in der Lautschrift ein Längezeichen auftaucht. Schau dann auf den Vokal, der unmittelbar davor steht. Genau dieser Vokal wird lang gesprochen.
- Am Beispiel nachvollziehen: Nimm das Wort Chrom als Übungsfall. Ruf seine Ausspracheangabe auf, finde das Längezeichen und bestimme den Vokal direkt davor. So siehst du, wie der Bezug funktioniert.
- Zuständige Stelle bestimmen: Bleibt eine Frage offen, etwa welche Aussprache in deinem Kurs erwartet wird, ermittle die zuständige Person aus offiziellen Unterlagen, die dir vorliegen.
- Ergebnis dokumentieren: Notier das Wort, den langen Vokal, das Datum deiner Recherche und die Fundstelle. Leg danach fest, was du als Nächstes tust: das Wort üben, eine Rückfrage stellen oder das nächste Wort prüfen.
Kurzes Beispiel: Lena bereitet ein Referat vor und will das Wort Chrom richtig aussprechen. Sie öffnet die Ausspracheangabe im Duden, findet das Längezeichen und schaut auf den Vokal direkt davor. Damit weiß sie, welcher Vokal lang ist. In ihren Notizen hält sie Wort, Vokal und Fundstelle fest. Ob im Referat eine bestimmte Aussprache verlangt wird, klärt sie, indem sie die zuständige Lehrperson aus den Kursunterlagen ermittelt und dort nachfragt.
Halte das Nachschlagen der Aussprache getrennt von anderen Prüfschritten an deinem Text. Wenn du danach die Groß- und Kleinschreibung oder die Getrennt- und Zusammenschreibung deines Referats durchgehst, ist das jeweils ein eigener Arbeitsgang mit eigenen Quellen.
Auch Satzzeichen gehören in einen separaten Durchgang. Die Kommasetzung und die übrige Zeichensetzung prüfst du für sich, nicht zusammen mit der Lautschrift.
Typische Fehler beim Längezeichen vermeiden
Fehler 1: Längezeichen mit Dehnungs-h oder Doppelvokal gleichsetzen. Das Längezeichen gehört zur Duden-Lautschrift. Aus seiner Erklärung lässt sich keine Regel ableiten, wie ein langer Vokal im normalen Text geschrieben wird. Setz es deshalb nicht mit einem Dehnungs-h oder einem doppelten Vokal gleich. Willst du wissen, wie ein Wort geschrieben wird, schlag die Schreibung gesondert nach.
Fehler 2: Eine Wortart ohne Beleg nennen. Die Erklärung zum Längezeichen sagt nichts darüber, zu welcher Wortart ein Wort gehört. Nenn eine Wortart nur, wenn du sie im Wörterbucheintrag selbst gefunden hast. Das gilt ebenso für Angaben zum Artikel der, die und das oder zur Pluralbildung, die du jeweils direkt im Eintrag prüfst.
Fehler 3: Annahmen mit Regeln verwechseln. Ein Eindruck wie „das klingt lang“ ist keine Regel. Belegt ist nur, was die Duden-Lautschrift tatsächlich zeigt. Formuliere eigene Vermutungen in deinen Notizen deshalb ausdrücklich als offene Frage. Trenn auch beim Thema Rechtschreibreform deine Erinnerung an frühere Schreibweisen klar von dem, was du nachgeschlagen hast.
Fehler 4: Den Bezug falsch lesen. Das Längezeichen bezieht sich auf den Vokal davor. Wer es dem folgenden Laut zuordnet, liest die Angabe falsch. Prüf den Bezug deshalb bei jedem Wort neu.
Fehler 5: Nachweise und Rückfragen aufschieben. Notier die Fundstelle sofort beim Nachschlagen und stell offene Fragen an die zuständige Person, sobald du sie bemerkst. Verlass dich dabei nicht allein auf Rechtschreibprogramme, sondern sieh dir die Ausspracheangabe selbst an.
Bei Texten im Studium hilft eine klare Trennung der Arbeitsschritte. Recherchierst du Fachbegriffe für wissenschaftliches Schreiben, halte Ausspracheangaben getrennt von inhaltlichen Notizen. Für Kürzel in deinem Text lies separat nach, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst.

Checkliste: Längezeichen und Lautschrift prüfen
Geh vor dem Abschluss diese Punkte einzeln durch:
- Bedeutung belegt: Du hast in der Duden-Lautschrift nachgesehen, dass das Längezeichen einen langen Vokal markiert.
- Bezug geprüft: Du hast den Vokal bestimmt, der unmittelbar vor dem Zeichen steht.
- Beispiel Chrom geprüft: Du hast die Ausspracheangabe zu Chrom aufgerufen und den Bezug dort selbst nachvollzogen.
- Verwechslung ausgeschlossen: Du setzt das Längezeichen nicht mit Dehnungs-h oder Doppelvokal gleich.
- Keine Wortart ohne Beleg: Jede Wortart in deinen Notizen stammt aus einem Wörterbucheintrag.
- Quelle notiert: Wort, Vokal, Datum der Recherche und Fundstelle im Duden stehen in deinen Unterlagen.
- Zuständige Stelle ermittelt: Für offene Fragen zu Prüfung oder Kurs hast du die zuständige Person aus offiziellen Unterlagen bestimmt.
- Nächster Schritt festgelegt: Du weißt, was du als Nächstes tust.
Formuliere deinen persönlichen nächsten Schritt als einen konkreten Satz, zum Beispiel: „Ich übe heute die Aussprache der markierten Wörter und schicke morgen meine offene Frage an die Kursleitung.“ Schreib diesen Satz direkt unter deine Notizen.
Aussprache und Bedeutung eines Wortes sind zwei verschiedene Fragen. Willst du einen Begriff auch inhaltlich verstehen, lies im Bereich Wortbedeutungen und Abkürzungen nach.
Beim Feinschliff deines Textes lohnt ein letzter Blick auf die Wortwahl. Suchst du für ein mehrfach verwendetes Wort Synonyme, prüf bei jedem Ersatzwort erneut die Aussprache, falls du den Text vorträgst. Welche Textformen dein Kurs verlangt, ermittelst du aus den Kursunterlagen.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Längezeichen: Bedeutung in der Duden-Lautschrift. korrektur.de. https://korrektur.de/laengezeichen
„Längezeichen: Bedeutung in der Duden-Lautschrift.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/laengezeichen. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Längezeichen: Bedeutung in der Duden-Lautschrift. Verfügbar unter: https://korrektur.de/laengezeichen (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Längezeichen: Bedeutung in der Duden-Lautschrift.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/laengezeichen.
korrektur.de. Längezeichen: Bedeutung in der Duden-Lautschrift [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/laengezeichen
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.duden.de (geprüft am 2026-10-26)