Was bedeutet korrelieren?
Korrellieren: Bedeutung und Verwendung
Das Verb „korrelieren“ hat zwei Bedeutungen. Gemeint ist entweder, dass etwas in einer Korrelation steht, oder dass etwas in eine Korrelation gebracht wird.
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Fachbegriffe richtig schreiben: Merkzettel für Studium und Arbeit
Der Unterschied zwischen Korrelieren und Korrellieren: dazu die im Studium oft verdrehten Fachwörter, darunter Bachelorarbeit, Dissertation, Exposé, Kolloquium, Korrelation und Konnotation, samt den üblichen Fehlformen und einer passenden Merkhilfe.
Die direkte Bedeutung von korrelieren
Die gesuchte Definition steht bei korrelieren. Dieses Verb bezeichnet eine Beziehung zwischen etwas und etwas anderem. Man unterscheidet zwei Nuancen: Etwas kann in einem solchen Verhältnis zueinander stehen. Jemand stellt diese Verbindung andererseits her.
Die erste Fassung benennt einen bereits gegebenen Bezug sprachlich. Die zweite erklärt, wie zwei Größen oder Sachverhalte zusammengebracht werden. Beide Fassungen verwenden denselben Wortstamm, sind aber nicht als gemeinsame Pflichtmerkmale zu verstehen. Wichtig ist, ob der Text einen festen Bezug markiert oder Größen erst verbindet.
Wer Korrellieren schreibt, sollte die Schreibweise korrigieren: „Korrellieren“ ist eine Falschschreibung; korrekt ist korrelieren mit nur einem l nach dem e. Fragen zur Rechtschreibung lassen sich getrennt davon betrachten. Auch Rechtschreibregeln oder die Rechtschreibreform liefern in diesem Zusammenhang keine zusätzliche Bedeutungsangabe.

Bedeutung und Aussageabsicht im Satz
Die Aussageabsicht zeigt sich daran, welche der beiden Bedeutungen zum Satz passt. Die Bedeutungen sind Alternativen, nicht zwei Teile, die gleichzeitig erfüllt sein müssen.
- Erste Bedeutung: Etwas befindet sich mit etwas anderem in einer Korrelation. Der Satz stellt einen Zusammenhang zwischen zwei Größen oder Sachverhalten fest. Beispiel: „Die beiden Messreihen korrelieren miteinander.“ Hier wird ausgesagt, dass zwischen den Messreihen eine Korrelation besteht.
- Zweite Bedeutung: Etwas wird mit etwas anderem in eine Korrelation gebracht. Der Satz beschreibt, wie zwei Größen oder Sachverhalte miteinander in eine Korrelation gebracht werden. Beispiel: „Die Untersuchung korreliert die Messwerte mit den Antworten.“ Hier wird ausgedrückt, dass die Messwerte und Antworten miteinander in eine Korrelation gebracht werden.
Über die treffende Deutung entscheidet letztlich der Kontext. Im ersten Fall rückt das Vorliegen einer Korrelation in den Fokus. Im zweiten Fall geht es darum, etwas mit etwas anderem in ein solches Verhältnis zu setzen. Der Ausdruck sagt nicht automatisch etwas über Ursache, Bewertung oder Bedeutung des Zusammenhangs.
Wer einen eigenen Satz überarbeitet, kann dafür zunächst die Wortbedeutungen und Abkürzungen prüfen. Bei der Formulierung helfen außerdem Synonyme, sofern sie tatsächlich zur beabsichtigten Lesart passen. Die Groß- und Kleinschreibung und die Getrennt- und Zusammenschreibung betreffen dabei die sprachliche Gestaltung, nicht die zwei genannten Bedeutungen.
Drei eigene Beispiele für korrelieren
Es folgen unabhängige, wertfreie Illustrationen. Sie verdeutlichen die beiden semantischen Facetten, ohne auf spezielle Disziplinen oder Personenkreise einzugehen.
- „Die beiden beobachteten Werte korrelieren miteinander.“ Dies verwendet die erste Lesart: Die Werte stehen in einer Korrelation.
- „Das Team korreliert die Ergebnisse mit den aufgezeichneten Angaben.“ Hier greift die zweite Lesart: Die Ergebnisse werden mit den Angaben in eine Korrelation gebracht.
- „Im Bericht korrelieren die Veränderungen der Reihe mit den Einträgen der Vergleichstabelle.“ Auch hier steht die erste Lesart im Vordergrund, da der Satz einen Bezug zwischen zwei Größen beschreibt.
Die Beispiele verdeutlichen, welchen Einfluss der Satzbau auf die Deutung hat. Bei der ersten Variante steht das, was in einer Korrelation steht, im Mittelpunkt. Bei der anderen Variante geht es darum, eine Verbindung herzustellen. Die gewählte Wendung sollte daher zum tatsächlichen Verhältnis passen.
Für die abschließende sprachliche Prüfung können Kommasetzung und Zeichensetzung getrennt kontrolliert werden. Wer einen Text für wissenschaftliches Schreiben formuliert, sollte zusätzlich prüfen, ob der Satz genau die beabsichtigte Aussageabsicht wiedergibt. Der Begriff selbst liefert jedoch nur die beiden genannten Bedeutungsvarianten.
Wichtige Abgrenzungen
Bedeutungsverwandte Ausdrücke sind unter anderem „einhergehen mit“, „verbunden sein mit“ und „implizieren“. Sie dürfen nicht pauschal mit korrelieren gleichgesetzt werden, denn sie sind nicht bedeutungsgleich.
Ebenso sollte aus dem Verb keine zusätzliche Herkunft, Wertung oder besondere Fachbedeutung abgeleitet werden. Eine Korrelation bezeichnet nicht automatisch eine Ursache, eine Folge oder eine Bewertung. Solche Aussagen wären im konkreten Satz zusätzlich zu prüfen.
Auch die Schreibberatung sollte von der Bedeutungsfrage getrennt bleiben. Abkürzungen richtig schreiben, Artikel der, die und das sowie Pluralbildung können eigenständige Sprachfragen sein, erklären aber nicht die Bedeutung des Verbs. Gleiches gilt für Textformen: Ein Satz in einer bestimmten Textform erhält dadurch keine zusätzliche Bedeutung.
Bei einer möglichen Verwechslung mit einem bedeutungsverwandten Ausdruck ist daher zuerst zu fragen, welche Aussage der Satz tatsächlich macht. Beschreibt er eine Korrelation zwischen zwei Dingen, passt die erste Lesart. Beschreibt er das Herstellen einer solchen Beziehung, passt die zweite.

Kurzer Check für den eigenen Satz
Nutze folgende vier Schritte zur Überprüfung:
- Vergleiche zunächst die Schreibweise mit der richtigen Form korrelieren. Wenn dein Text „Korrellieren“ verwendet, ist das eine Falschschreibung: Korrekt ist „korrelieren“ mit nur einem l nach dem e.
- Kläre die zentrale Bedeutung: Stehen zwei Dinge in einer Korrelation, oder werden sie in eine Korrelation gebracht?
- Analysiere den unmittelbaren Kontext und die Absicht. Klar erkennbar sollte sein, welche Alternative gemeint ist.
- Prüfe mögliche Verwechslungen mit ähnlichen Wörtern. Setze diese nicht einfach gleich, sondern wäge die jeweiligen Aussagen gegeneinander ab.
Anschließend kann die Rechtschreibung des eigenen Entwurfs kontrolliert werden. Bei Bedarf helfen Rechtschreibprogramme, doch die Bedeutungsentscheidung bleibt am Satzkontext hängen. Ein abschließender Blick auf Kommasetzung, Zeichensetzung und die übrige Wortwahl rundet die Prüfung ab.