Was bedeutet „korrelieren“?

Korrelieren: Bedeutung und Verwendung

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Wortbedeutungen

„Korrelieren“ bezeichnet entweder ein Verhältnis in einer Korrelation oder das Herstellen eines solchen Zusammenhangs. Der konkrete Satz zeigt, welche Bedeutung gemeint ist.

Korrelieren verständlich erklärt

„Korrelieren“ hat zwei Bedeutungen, die im Satzkontext auseinanderzuhalten sind. In der ersten Bedeutung steht etwas in einer Korrelation mit etwas anderem. Gemeint ist dann, dass zwei bezeichnete Größen oder Sachverhalte miteinander in einer Korrelation stehen. Die Formulierung beschreibt das Verhältnis zwischen den genannten Elementen.

In der zweiten Bedeutung bedeutet „korrelieren“, etwas mit etwas anderem in eine Korrelation zu bringen. Hier bezeichnet das Verb nicht nur das bestehende Verhältnis, sondern das Herstellen oder Zuordnen eines solchen Zusammenhangs. Beide Bedeutungen sind Alternativen. Ein Satz muss also nicht zugleich ein bestehendes Verhältnis und dessen Herstellung ausdrücken.

Für die eigene Verwendung hilft deshalb eine einfache Frage: Beschreibt der Satz ein Verhältnis, das bereits besteht, oder wird etwas miteinander in Beziehung gesetzt? Diese Frage hält die beiden Bedeutungen getrennt, ohne zusätzliche Aussagen über Ursache, Wertung oder Stärke des Zusammenhangs einzuführen.

Wer seine Rechtschreibung prüfen möchte, kann anschließend die konkrete Schreibweise des Verbs kontrollieren. Für die Bedeutung selbst bleibt jedoch der Satz entscheidend: Die Umgebung zeigt, ob „korrelieren“ im Sinn von „in einer Korrelation stehen“ oder im Sinn von „in eine Korrelation bringen“ verwendet wird.

Konkreter Abschlusscheck zu korrelieren Bedeutung

Bedeutung und Kontext unterscheiden

Die Bedeutungsübersicht lässt sich als zwei nummerierte Alternativen lesen:

  1. In einer Korrelation stehen: Etwas korreliert mit etwas anderem. Der Satz stellt ein Verhältnis zwischen zwei genannten Größen oder Sachverhalten dar.
  2. In eine Korrelation bringen: Jemand oder etwas korreliert etwas mit etwas anderem. Der Satz beschreibt, dass zwei Elemente für eine Korrelation miteinander verbunden oder aufeinander bezogen werden.

Diese Alternativen sind nicht als gemeinsame Pflichtmerkmale zu verstehen. Bei der ersten Bedeutung liegt der Schwerpunkt auf dem Verhältnis. Bei der zweiten Bedeutung liegt der Schwerpunkt auf dem Vorgang, durch den etwas in eine Korrelation gebracht wird. Der Kontext und die Aussageabsicht gehören daher zusammen: Der Kontext nennt, worauf sich der Satz bezieht, und die Aussageabsicht zeigt, ob ein bestehender Zusammenhang oder das Herstellen eines Zusammenhangs im Vordergrund steht.

Ein Satz wie „Die Messwerte korrelieren mit den Beobachtungen“ lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Verhältnis. Ein Satz wie „Die Auswertung korreliert die Messwerte mit den Beobachtungen“ lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Zuordnung oder Verbindung. Diese Beispielsätze sind eigenständig formuliert und sollen nur die beiden Lesarten veranschaulichen.

Für Rechtschreibregeln und die Groß- und Kleinschreibung dieses Artikels ist die Bedeutungsfrage getrennt zu betrachten. Auch die Getrennt- und Zusammenschreibung beantwortet nicht, welche der beiden Bedeutungen im jeweiligen Satz gemeint ist. Dazu muss der konkrete Zusammenhang gelesen werden.

Bei einem eigenen Satz kann zunächst das Bezugswort vor oder nach „korrelieren“ markiert werden. Danach lässt sich prüfen, ob der Satz ein Verhältnis beschreibt oder eine Verbindung herstellt. Die Aussageabsicht wird dabei nicht aus einer allgemeinen Vermutung abgeleitet, sondern aus dem tatsächlich formulierten Satz.

Drei Beispiele für korrelieren

Die folgenden Beispiele verwenden „korrelieren“ in unterschiedlichen Kontexten. Sie übertragen keine zusätzlichen Fachannahmen, sondern zeigen die beiden belegten Bedeutungen in eigenständigen Sätzen.

  1. Beobachtung: „Die täglichen Messwerte korrelieren mit den aufgezeichneten Temperaturen.“ Hier wird ein Verhältnis zwischen Messwerten und Temperaturen beschrieben. Der Satz sagt damit, dass die genannten Größen in einer Korrelation stehen.
  2. Auswertung: „Das Verfahren korreliert die beiden Datensätze miteinander.“ Hier steht der Vorgang des In-eine-Korrelation-Bringens im Vordergrund. Die Datensätze werden im Satz miteinander in Beziehung gesetzt.
  3. Vergleich: „Die Angaben im Bericht korrelieren mit den Ergebnissen der Untersuchung.“ Auch hier beschreibt „korrelieren“ ein Verhältnis zwischen zwei genannten Bereichen. Der Satz formuliert keine zusätzliche Aussage über Ursache oder Bewertung.

Die Beispiele lassen sich mit einer Umformungsprobe lesen. Beim ersten und dritten Satz kann die Frage gestellt werden, welche Elemente in einer Korrelation stehen. Beim zweiten Satz lautet die Frage, welche Elemente miteinander in eine Korrelation gebracht werden. Die Probe dient dazu, die passende Lesart des konkreten Satzes sichtbar zu machen.

Die Schreibweise der Beispiele kann zusätzlich unter dem Gesichtspunkt der Kommasetzung und der Zeichensetzung gelesen werden. Diese Prüfung betrifft die Form des eigenen Satzes. Sie ersetzt nicht die Bedeutungsprüfung von „korrelieren“.

In einem Text über Messungen kann die erste Alternative passend sein, wenn ein Verhältnis beschrieben wird. In einem Text über eine Auswertung kann die zweite Alternative passend sein, wenn eine Verbindung hergestellt wird. Ob diese Lesart trägt, ist jeweils am vollständigen Satz zu prüfen.

Wer eine ältere oder neuere Schreibweise vermutet, kann die Frage nach der Rechtschreibreform getrennt von der Bedeutungsfrage prüfen. Auch Rechtschreibprogramme können bei der Formkontrolle helfen, liefern aber aus dem hier belegten Bedeutungsumfang keine zusätzliche dritte Bedeutung.

Abgrenzung zu ähnlichen Ausdrücken

Die Bedeutungsübersicht nennt als bedeutungsverwandte Ausdrücke unter anderem „einhergehen mit“, „verbunden sein mit“, „implizieren“ sowie „nach sich ziehen“. Diese Ausdrücke dürfen deshalb nicht pauschal mit „korrelieren“ gleichgesetzt werden. Bedeutungsverwandtschaft ist keine Aussage darüber, dass sie in jedem Satz austauschbar sind.

Besonders wichtig ist die Trennung zwischen einem Verhältnis und anderen möglichen Aussagen. „Korrelieren“ bezeichnet nach der Übersicht entweder das Stehen in einer Korrelation oder das Bringen in eine Korrelation. Aus dem Verb allein darf daher keine zusätzliche Aussage über Ursache, zeitliche Reihenfolge, Wertung oder eine notwendige Folge abgeleitet werden.

Auch die Aussageabsicht darf nicht erweitert werden. Wenn ein Satz sagt, dass zwei Elemente korrelieren, bleibt zunächst bei dem beschriebenen Korrelationsverhältnis. Wenn ein Satz sagt, dass etwas mit etwas anderem korreliert wird, bleibt zunächst bei dem Vorgang des In-eine-Korrelation-Bringens.

Für wissenschaftliches Schreiben ist diese Abgrenzung besonders hilfreich, wenn ein Satz mehrere Aussagen nahelegt. Dann sollte geprüft werden, ob tatsächlich nur eine Korrelation benannt wird oder ob zusätzlich eine andere Beziehung formuliert werden soll. Eine solche zusätzliche Beziehung darf nicht einfach aus „korrelieren“ herausgelesen werden.

Die Suche nach Abkürzungen richtig schreiben, nach Wortbedeutungen und Abkürzungen oder nach dem passenden Artikel der, die und das betrifft andere sprachliche Fragen. Ebenso beantwortet die Pluralbildung nicht, welche Lesart des Verbs vorliegt. Für die Auswahl ähnlicher Wörter können Synonyme Hinweise geben, aber die konkrete Satzbedeutung bleibt zu prüfen.

Auch unterschiedliche Textformen rechtfertigen keine pauschale Gleichsetzung. Ein Satz in einer Beschreibung, einem Bericht oder einer Auswertung muss jeweils nach seinem eigenen Kontext gelesen werden. Entscheidend ist, ob ein bestehendes Verhältnis oder das Herstellen eines Verhältnisses ausgedrückt wird.

Konkrete Regel und vollständige Beispielsätze zu korrelieren Bedeutung

Passende Verwendung prüfen

Mit dem folgenden Kurzcheck lässt sich die Verwendung von „korrelieren“ am eigenen Satz prüfen:

  1. Kernbedeutung prüfen: Entscheide, ob der Satz ein Stehen in einer Korrelation oder ein Bringen in eine Korrelation ausdrückt.
  2. Kontext prüfen: Lies den vollständigen Satz und benenne die beiden Elemente, die miteinander in Beziehung stehen oder gebracht werden.
  3. Aussageabsicht prüfen: Frage, ob ein bestehendes Verhältnis beschrieben wird oder ein Vorgang der Zuordnung im Vordergrund steht.
  4. Verwechslungen prüfen: Leite aus „korrelieren“ keine zusätzliche Ursache, Wertung, zeitliche Folge oder andere Fachbedeutung ab.
  5. Ähnliche Ausdrücke prüfen: Setze bedeutungsverwandte Wörter nicht automatisch gleich. Vergleiche den konkreten Satzkontext mit der beabsichtigten Aussage.
  6. Quelle prüfen: Gleiche die gewünschte Lesart mit einer Bedeutungsübersicht zu „korrelieren“ ab und prüfe anschließend den konkreten Satz.

Die sprachliche Form kann danach separat kontrolliert werden. Für die Kommasetzung, die Zeichensetzung, die Rechtschreibregeln und die Rechtschreibprogramme gelten dabei nur die Prüfungen, die für den eigenen Satz tatsächlich benötigt werden. Diese Formkontrolle ersetzt nicht die Entscheidung zwischen den zwei Bedeutungsalternativen.

Wenn der Satz nach dieser Prüfung weiterhin unklar bleibt, formuliere zunächst aus, welches Verhältnis gemeint ist. Prüfe danach, ob „korrelieren“ dieses Verhältnis als bestehend beschreibt oder ob der Satz das Herstellen der Korrelation ausdrücken soll.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Korrelieren

Was bedeutet „korrelieren“ in der ersten Lesart?

In der ersten Lesart bedeutet „korrelieren“, in einer Korrelation mit etwas anderem zu stehen. Der Satz beschreibt dann ein Verhältnis zwischen den genannten Elementen.

Was bedeutet „etwas korrelieren“ in der zweiten Lesart?

In der zweiten Lesart bedeutet „korrelieren“, etwas mit etwas anderem in eine Korrelation zu bringen. Hier steht der Vorgang des Verbindens oder Zuordnens im Vordergrund.

Sind die beiden Bedeutungen gemeinsame Merkmale?

Nein. Die Bedeutungsübersicht führt sie als zwei Alternativen. Ein konkreter Satz beschreibt entweder ein Stehen in einer Korrelation oder das Bringen in eine Korrelation.

Sind „korrelieren“ und „verbunden sein mit“ immer austauschbar?

Nein. „Verbunden sein mit“ wird als bedeutungsverwandter Ausdruck genannt, aber bedeutungsverwandte Ausdrücke sind nicht pauschal gleichzusetzen. Der konkrete Satzkontext ist zu prüfen.

Kann „korrelieren“ allein eine Ursache ausdrücken?

Aus „korrelieren“ allein darf keine zusätzliche Aussage über eine Ursache abgeleitet werden. Zu prüfen ist, ob der Satz lediglich ein Korrelationsverhältnis oder das Herstellen einer Korrelation beschreibt.

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