Was bedeutet „kolloquial“?

Kolloquial: Bedeutung und Verwendung

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Wortbedeutungen

„Kolloquial“ beschreibt eine Redeweise, die für das Gespräch charakteristisch ist. Hier findest du die Bedeutung, passende Kontexte, eigene Beispiele und wichtige Abgrenzungen.

Kolloquial einfach erklärt

Kolloquial bezeichnet eine Redeweise, die im Gespräch charakteristisch ist. Das Wort beschreibt damit eine sprachliche Ausdrucksweise, nicht einen bestimmten Gegenstand, eine Person oder eine Institution. Wenn ein Ausdruck als kolloquial bezeichnet wird, richtet sich die Einordnung auf seine Gesprächsnähe.

Die direkte Bedeutung lässt sich deshalb knapp zusammenfassen: Kolloquial ist eine Bezeichnung für eine gesprächsnahe Ausdrucksweise. Das Wort kann helfen, die Art einer Formulierung genauer zu benennen. Es sagt nach der vorliegenden Definition aus, dass die Redeweise einen Charakter hat, der für das Gespräch kennzeichnend ist.

Für die Einordnung eines eigenen Satzes genügt diese Erklärung allein jedoch nicht als automatische Entscheidung. Prüfe zuerst, ob du tatsächlich die Ausdrucksweise beschreiben willst. Prüfe danach den konkreten Satz, in dem „kolloquial“ oder die beschriebene Formulierung steht. So bleibt die Aussage bei der belegten Bedeutung.

Die Schreibweise selbst gehört zur Rechtschreibung. Fragen zur Schreibung werden mit Rechtschreibregeln eingeordnet. Diese Hinweise betreffen die sprachliche Form des Textes und ersetzen nicht die Bedeutungsprüfung im jeweiligen Zusammenhang.

Konkreter Abschlusscheck zu Was bedeutet „kolloquial“

Bedeutung und Aussageabsicht

Die Quelle beschreibt „kolloquial“ als eine Redeweise, die für ein Gespräch charakteristisch ist. Damit ist eine Bedeutung belegt. Der Kontext zeigt, auf welche Formulierung sich die Bezeichnung bezieht: auf die sprachliche Ausdrucksweise eines Satzes oder einer Äußerung. Mit „kolloquial“ wird diese Ausdrucksweise näher eingeordnet.

Die Bedeutung lässt sich mit neutralen Beispielsätzen verdeutlichen. Beispiel 1: „Die Formulierung wird als kolloquial beschrieben.“ Der Satz ordnet die Ausdrucksweise ein. Beispiel 2: „Im Gespräch klingt diese Redeweise kolloquial.“ Hier steht der Gesprächsbezug im Mittelpunkt. Beispiel 3: „Für diese Äußerung passt die Einordnung kolloquial.“ Der Satz benennt die sprachliche Kennzeichnung, ohne eine weitere Bedeutung hinzuzufügen.

Bedeutungsverwandte Ausdrücke können bei der Wortwahl mitgedacht werden. Die Quelle nennt unter anderem Umgangssprache, Slang, Straßenjargon und saloppe Ausdrucksweise. Daraus folgt jedoch nicht, dass diese Wörter im jeweiligen Satz dieselbe Bedeutung haben. Für die Einordnung bleibt entscheidend, ob die Formulierung die Redeweise im Gespräch kennzeichnet.

Kontext und Aussageabsicht gehören dabei zusammen. Wer eine Redeweise beschreibt, verwendet „kolloquial“ zur Einordnung der Ausdrucksweise. Wer den Inhalt einer Äußerung wiedergibt, beschreibt damit nicht automatisch deren sprachliche Form. Lies daher das Wort im Satz und achte darauf, welche sprachliche Eigenschaft mit der Bezeichnung benannt wird.

Auch Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung können bei der Textprüfung eine Rolle spielen. Sie beantworten jedoch nicht die Bedeutungsfrage, ob eine Redeweise für ein Gespräch charakteristisch ist.

Drei eigene Beispiele

Die folgenden Sätze sind eigenständige Beispiele. Sie übernehmen keine Quellenbeispiele, sondern zeigen unterschiedliche Kontexte, in denen die belegte Bedeutung verständlich wird.

  1. Sprachbeschreibung: „Die Formulierung ist kolloquial, weil sie für eine Redeweise im Gespräch charakteristisch ist.“ Der Satz kennzeichnet die Formulierung als für eine Redeweise im Gespräch charakteristisch.
  2. Textbesprechung: „Im Abschnitt wird erklärt, warum dieser Ausdruck kolloquial eingeordnet wird.“ Hier bezieht sich die Bezeichnung auf die sprachliche Gestaltung einer Äußerung.
  3. Überarbeitung eines Satzes: „Vor der Überarbeitung prüft die Autorin, ob die gewählte Redeweise kolloquial wirkt.“ In diesem Beispiel steht die Einordnung im Zusammenhang mit einer bewussten Betrachtung des Satzes.

Die Beispiele zeigen keine allgemeine Regel darüber, welche einzelnen Wörter kolloquial sein müssen. Sie veranschaulichen nur, wie das Adjektiv eine Redeweise im Gesprächskontext beschreiben kann. Für die Satzprüfung können zusätzlich Kommasetzung und Zeichensetzung betrachtet werden. Diese Prüfung betrifft den Aufbau und die Schreibung des Satzes, nicht die Definition des Begriffs.

Der Ausdruck Rechtschreibreform bezeichnet in diesem Abschnitt kein Merkmal von „kolloquial“. Für die Bedeutung von „kolloquial“ ist im vorliegenden Quellenmaterial allein die Beschreibung einer für das Gespräch charakteristischen Redeweise belegt.

Wer einen eigenen Beispielsatz bildet, sollte daher nur das ausdrücken, was der Satz tatsächlich zeigen soll. Beschreibe die Redeweise, wenn genau diese sprachliche Eigenschaft gemeint ist. Füge keine Herkunft, Bewertung oder besondere Fachbedeutung hinzu, wenn sie nicht belegt ist.

Abgrenzung zu ähnlichen Ausdrücken

Die Quelle nennt mehrere bedeutungsverwandte Ausdrücke zu „kolloquial“. Dazu gehören „Umgangssprache“ und „Slang“. Außerdem werden „Straßenjargon“ und „saloppe Ausdrucksweise“ genannt. Weitere aufgeführte Ausdrücke sind „Jargon“, „Vernakularsprache“, „Argot“ und „Gassensprache“. Diese Aufzählung beschreibt eine Bedeutungsnähe, setzt die Begriffe aber nicht pauschal gleich.

Die Abgrenzung sollte deshalb am konkreten Satz erfolgen. Wenn du die gesprächscharakteristische Redeweise benennen willst, prüfe, ob „kolloquial“ genau diese Einordnung trägt. Wenn du einen der verwandten Ausdrücke verwendest, prüfe seine eigene Bedeutung in einer geeigneten Wortinformation. Eine bloße Nähe der Wörter reicht nicht aus, um sie austauschbar zu machen.

Besonders sorgfältig ist die Einordnung bei Wörtern, die in der Quelle zusätzlich markiert sind. „Verhüllend“ steht dort bei „Jargon“, „fachsprachlich“ bei „Argot“ und „gehoben, veraltet, abwertend“ bei „Gassensprache“. Diese Merkmale dürfen nicht automatisch auf „kolloquial“ übertragen werden. Die Quelle belegt für „kolloquial“ die gesprächscharakteristische Redeweise.

Beim Thema Rechtschreibprogramme bleibt die hier erläuterte Bedeutung dieselbe: „kolloquial“ beschreibt eine für das Gespräch charakteristische Redeweise. Auch beim Thema wissenschaftliches Schreiben geht es in diesem Abschnitt allein um diese belegte Einordnung.

Die benachbarten Sprachthemen Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen liefern hier keine zusätzliche Bedeutung für „kolloquial“. Für die Abgrenzung bleibt maßgeblich, ob die im Satz gemeinte Redeweise für das Gespräch charakteristisch ist.

Konkrete Regel und vollständige Beispielsätze zu Was bedeutet „kolloquial“

Kurzer Prüfcheck für den eigenen Satz

Mit dem folgenden Kurzcheck lässt sich die Verwendung von „kolloquial“ nachvollziehbar prüfen:

  1. Kernbedeutung prüfen: Beschreibt der Satz eine Redeweise, die im Gespräch charakteristisch ist? Wenn nein, formuliere die Aussage nicht auf Grundlage dieser Definition.
  2. Kontext prüfen: Bezieht sich „kolloquial“ auf die Ausdrucksweise einer Äußerung oder eines Satzes? Lies den vollständigen Satz und den unmittelbaren Zusammenhang.
  3. Aussageabsicht prüfen: Soll die sprachliche Form gekennzeichnet werden, oder geht es um einen anderen Aspekt? Verwende die Bezeichnung nur für den Aspekt, den du tatsächlich ausdrücken willst.
  4. Verwechslungen prüfen: Vergleiche „kolloquial“ nicht automatisch mit „Umgangssprache“, „Slang“, „Jargon“, „Argot“ oder einem anderen verwandten Ausdruck. Prüfe, ob der jeweilige Begriff im konkreten Zusammenhang wirklich passt.
  5. Quelle prüfen: Rufe die Wortinformationsseite zu „kolloquial“ auf und vergleiche die dortige Definition mit deinem Satz. Die Quelle weist außerdem darauf hin, dass ihre maschinell ausgewählten Verwendungsbeispiele fehlerhaft sein können. Übernimm daher kein Beispiel ungeprüft.
  6. Textform prüfen: Kontrolliere anschließend die eigene Schreibung und den Satzbau. Die Prüfung von Rechtschreibung, Rechtschreibregeln und Zeichensetzung ergänzt die Bedeutungsprüfung, ersetzt sie aber nicht.

Der sichere Kurzweg lautet damit: Bedeutung bestimmen, Kontext lesen, Aussageabsicht klären, ähnliche Begriffe abgrenzen und die Quelle mit dem konkreten Satz vergleichen. Bleibt die Einordnung nach dieser Prüfung unklar, formuliere keine zusätzliche Behauptung. Prüfe stattdessen die Wortinformation und den vollständigen Satz erneut.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Kolloquial

Was bedeutet kolloquial?

„Kolloquial“ bezeichnet eine Redeweise, die im Gespräch charakteristisch ist. Das Wort beschreibt damit die Ausdrucksweise einer Äußerung.

Ist kolloquial dasselbe wie Umgangssprache?

„Umgangssprache“ wird in der Quelle als bedeutungsverwandter Ausdruck genannt. Daraus folgt keine pauschale Gleichsetzung. Prüfe deshalb den konkreten Satz und die beabsichtigte Aussage.

Welche Ausdrücke nennt die Quelle als bedeutungsverwandt?

Genannt werden unter anderem Umgangssprache, Slang, Straßenjargon, saloppe Ausdrucksweise, Jargon, Vernakularsprache, Argot und Gassensprache. Die Aufzählung belegt Bedeutungsnähe, nicht automatisch Austauschbarkeit.

Kann kolloquial eine Aussage über die Ausdrucksweise sein?

Ja. Die Bezeichnung kann eine Redeweise einordnen, die im Gespräch charakteristisch ist. Sie beschreibt dabei die sprachliche Form der Äußerung und nicht einen zusätzlichen, unbelegten Sachverhalt.

Wie prüfe ich, ob kolloquial im Satz passt?

Prüfe die Kernbedeutung, den vollständigen Satz und die Aussageabsicht. Vergleiche anschließend die Wortinformation mit deinem konkreten Kontext und grenze bedeutungsverwandte Ausdrücke einzeln ab.

Sind die Verwendungsbeispiele der Quelle redaktionell geprüft?

Die Quelle beschreibt die Verwendungsbeispiele als maschinell aus Textsammlungen ausgewählt und weist darauf hin, dass Fehler nicht ausgeschlossen sind. Übernimm ein solches Beispiel daher nicht ungeprüft.

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