Hiermit Bedeutung verstehen: das Adverb im Satz
Hiermit heißt mittels des eben Erwähnten und bezeichnet auch
Du willst wissen, was hiermit bedeutet und wie du das Wort sicher einsetzt? Hier findest du Wortart, Bedeutung, ein Vorgehen und eine Checkliste.
Hiermit Bedeutung: Was das Wort leistet
Hiermit ist ein Adverb, genauer ein Pronominaladverb. Es heißt mittels des eben Erwähnten und bezeichnet außerdem Gleichzeitigkeit mit diesem Vorgang. Sinnverwandt ist es zu damit. Das ist die belegte Grundlage dieser Seite: eine Wortart, zwei Bedeutungsseiten und ein sinnverwandtes Wort.
Das Ziel dieser Seite ist, dass du die Bedeutung von hiermit prüfen kannst, bevor du schreibst. Bei jedem Satz entscheidest du, ob das Wort ein Mittel meint, nämlich das eben Genannte, oder ein gleichzeitiges Geschehen. Die Schreibweise ist hier nicht das Thema. Für Fragen der Rechtschreibung nutzt du ein eigenes Nachschlagewerk.
Die Grenzen sind klar gezogen. Diese Seite nennt keine Herkunft des Wortes, keine Angaben zur Häufigkeit und keine Wertung, weil dafür kein Beleg vorliegt. Auch Zahlen oder Fristen findest du hier nicht. Wenn du weitere Begriffe klären willst, schlage sie getrennt nach, zum Beispiel über die Seite Wortbedeutungen und Abkürzungen.
Die Entscheidung, die ansteht, ist schlicht: Verstehst du hiermit in deinem Satz als Mittel oder als Gleichzeitigkeit? Wenn du Ersatzwörter suchst, ist hier nur damit als sinnverwandtes Wort belegt. Andere Ersatzwörter gleichst du nicht einfach an, sondern prüfst sie einzeln.
Möchtest du deinen Stil in Fachtexten verbessern, lies danach die Seite mit dem Thema wissenschaftliches Schreiben als sinnvolle Ergänzung.

Schritt für Schritt: Bezugswort bestimmen und Beispiel formulieren
Ein Pronominaladverb weist auf etwas zurück, das du eben genannt hast. Deshalb beginnt dein Vorgehen immer im Text vor dem Wort. Gehe diese Schritte nacheinander durch:
- Lies den Satz und den Satz davor. Bestimme das Bezugswort im Vortext, also die Tätigkeit, den Zustand oder die Sache, auf die hiermit zeigt.
- Unterscheide Mittel und Gleichzeitigkeit. Frage dich: Geschieht etwas mittels des eben Erwähnten? Oder läuft etwas zeitgleich mit diesem Vorgang?
- Ersetze hiermit probeweise durch damit. Da beide sinnverwandt sind, zeigt dir die Probe, ob dein Satz noch stimmig klingt. Mehr als diese Sinnverwandtschaft nimmst du daraus nicht an.
- Formuliere ein eigenes Beispiel und schreibe es auf.
- Bestimme die zuständige Stelle oder Person, falls du eine Vorgabe klären musst, und halte dein Ergebnis fest.
Ein kurzes Ablaufbeispiel: Du schreibst den Satz Ich unterschreibe den Antrag und gebe ihn hiermit ab. Das Bezugswort im Vortext ist die Tätigkeit des Unterschreibens. Hiermit meint hier das Mittel: Die Abgabe geschieht mittels des eben Erwähnten. Ein zweites Beispiel für Gleichzeitigkeit lautet: Der Vortrag war zu Ende, die Fragerunde war hiermit eröffnet. Hier fällt das Ende des einen Vorgangs mit dem Beginn des nächsten zusammen. Beide Sätze sind neutrale Übungssätze und enthalten keine Regel über den Gebrauch.
Beim wissenschaftlichen Schreiben liest du deinen Text laut und prüfst bei jedem hiermit, ob ein klares Bezugswort davor steht. Fehlt es, formulierst du den Vortext um. Welche Textformen in deinem Studium gefordert sind, klärst du über deine Unterlagen und nicht über Vermutungen.
Zuständig für Vorgaben zu deiner Arbeit ist die Stelle oder Person, die du aus offiziellen Unterlagen deiner Hochschule ermittelst. Dort fragst du nach, wenn du unsicher bist, wie ein Text formuliert sein soll. Die Kommasetzung und die Zeichensetzung rund um dein Beispiel prüfst du in einem eigenen Durchgang, damit die Bedeutungsprüfung nicht vermischt wird.
Zum Schluss dokumentierst du das Ergebnis: Notiere das Bezugswort, deine Entscheidung zwischen Mittel und Gleichzeitigkeit und den fertigen Beispielsatz. Lege außerdem fest, was als Nächstes passiert, etwa die Rückfrage an die zuständige Stelle oder die Überarbeitung des Vortextes. So ist das Beispiel erklärt und für dich nachvollziehbar.
Typische Fehler bei hiermit vermeiden
Der erste Fehler ist, unpassende Synonyme gleichzusetzen. Belegt ist nur, dass hiermit sinnverwandt zu damit ist. Setze andere Wörter nicht ungeprüft gleich, und behaupte keine Herkunft, keine Häufigkeit und keine Wertung des Wortes, solange du dafür keinen Beleg hast. Ein Wörterbucheintrag, der diese Angaben nicht nennt, trägt solche Aussagen nicht.
Der zweite Fehler ist, Annahmen mit Regeln zu verwechseln. Wenn dir ein Satz gut klingt, ist das noch keine Regel. Schreibst du etwa, ein Ausdruck gehöre in eine bestimmte Textsorte oder an eine bestimmte Stelle im Satz, brauchst du dafür eine Quelle. Ohne Quelle formulierst du stattdessen eine Prüfhandlung, zum Beispiel: Schlage das Wort in einem Wörterbuch nach und vergleiche den Eintrag mit deinem Satz.
Ein dritter Fehler ist, das Bezugswort zu übersehen. Steht im Vortext nichts, worauf sich hiermit beziehen kann, bleibt der Satz unklar. Unterscheide deshalb immer, ob du ein Mittel meinst oder ein gleichzeitiges Geschehen, und markiere beides im Entwurf deiner Notizen.
Vermische die Bedeutungsprüfung nicht mit anderen Fragen. Wenn du über Rechtschreibregeln nachdenkst, ist das ein eigener Arbeitsgang. Auch die Rechtschreibreform, die Groß- und Kleinschreibung oder die Getrennt- und Zusammenschreibung gehören nicht zur Frage, was hiermit bedeutet. Und ob ein Wort mit einem bestimmten Artikel wie bei Artikel der, die und das steht, ist für ein Adverb keine Prüffrage, denn du prüfst hier die Bedeutung und die Wortart.
Der vierte Fehler ist, Nachweise und Rückfragen aufzuschieben. Notiere sofort, woher deine Angabe stammt, und stelle offene Fragen, bevor du den Text abgibst. Wer erst kurz vor dem Ende nachfragt, hat keine Zeit mehr, den Satz sauber zu überarbeiten. Ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen und halte ihre Antwort schriftlich fest.

Checkliste: Das prüfst du abschließend
- Bedeutung prüfen: Hiermit heißt mittels des eben Erwähnten und bezeichnet auch Gleichzeitigkeit mit diesem Vorgang.
- Wortart belegen: Du kannst nennen, dass es ein Adverb ist, genauer ein Pronominaladverb.
- Bezug im Vortext klären: Du hast die Tätigkeit, den Zustand oder die Sache benannt, auf die dein Satz zurückweist.
- Beispielsatz bilden: Du hast einen eigenen Satz geschrieben und entschieden, ob er ein Mittel oder Gleichzeitigkeit zeigt.
- Synonym prüfen: Du hast damit als sinnverwandtes Wort getestet und keine weiteren Gleichsetzungen behauptet.
- Zuständige Quelle oder Stelle: Du hast aus offiziellen Unterlagen ermittelt, wer für Vorgaben zu deinem Text zuständig ist.
Zur Technik gehört ein letzter Blick auf den Text. Rechtschreibprogramme zeigen dir mögliche Auffälligkeiten an, ersetzen aber nicht deine eigene Prüfung des Bezugs. Das Ergebnis dieser Prüfung hältst du schriftlich fest.
Gehören Kürzel in deinen Text, lies nach, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst, und trenne diese Frage von der Bedeutung von hiermit. Dasselbe gilt für die Pluralbildung anderer Wörter in deinem Satz, die du getrennt nachschlägst.
Dein persönlicher nächster Schritt: Wähle einen Satz aus deinem aktuellen Text, in dem hiermit vorkommt. Bestimme sein Bezugswort, schreibe deinen Beispielsatz daneben und notiere eine offene Frage. Kontaktiere danach die zuständige Stelle oder Person, die du aus offiziellen Unterlagen ermittelt hast, und halte die Antwort fest.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Hiermit Bedeutung: Wortart und Beispiel erklärt. korrektur.de. https://korrektur.de/hiermit
„Hiermit Bedeutung: Wortart und Beispiel erklärt.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/hiermit. Zugriff 26. Okt. 2026.
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Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)