Floskeln und leere Phrasen vermeiden
Weg mit den Textbausteinen ohne Inhalt
Floskeln und leere Phrasen füllen Platz, ohne etwas auszusagen. Diese Anleitung zeigt, wie du typische Floskeln in wissenschaftlichen Arbeiten erkennst und vermeidest, mit einer Liste der häufigsten Phrasen und besseren Alternativen.
Was Floskeln sind
Floskeln sind abgegriffene Wendungen, die man einsetzt, ohne nachzudenken: seit Anbeginn der Zeit, in der heutigen Gesellschaft, spielt eine wichtige Rolle, nicht mehr wegzudenken. Sie klingen nach Inhalt, transportieren aber keinen. In einer wissenschaftlichen Arbeit sind sie Ballast, den du streichen kannst.
Typische Floskeln und was sie ersetzt
Diese Phrasen solltest du vermeiden:
- spielt eine wichtige Rolle → konkret sagen, welche Rolle
- in der heutigen Zeit / Gesellschaft → Zeitraum oder Gruppe benennen
- seit jeher / seit Anbeginn → weglassen oder datieren
- im Rahmen dieser Arbeit → in dieser Arbeit (oder streichen)
- es liegt auf der Hand, dass → dann belegen statt behaupten
- Bild machen, unter die Lupe nehmen → prüfen, analysieren
Leere Einleitungsfloskeln erkennen
Besonders häufig stehen Floskeln am Anfang von Arbeiten: Schon immer hat die Menschheit … Solche Welteinstiege sagen nichts und verschenken den wichtigen ersten Satz. Steig stattdessen konkret ins Thema ein – mit einer Zahl, einem Befund oder der Forschungslücke. Der erste Satz entscheidet über den Eindruck.
Der Floskel-Test
Frag bei jeder Wendung: Sagt sie etwas Konkretes, das man belegen oder bestreiten könnte? Wenn nicht, ist es eine Floskel – streichen oder durch eine präzise Aussage ersetzen. Wer Floskeln und leere Sätze konsequent vermeidet, gewinnt Platz für echten Inhalt. Den Blick fürs Abgegriffene schärft ein Lektorat.
Mehr zum wissenschaftlichen Stil: Füllwörter-Liste und Umgangssprache vermeiden. Den ganzen Text prüft ein Korrekturlesen oder das Stil-Lektorat. Formulierungshilfen bietet die Liste wissenschaftlicher Satzanfänge.