Füllwörter erkennen und streichen
Die Liste der überflüssigen Wörter
Füllwörter blähen Sätze auf, ohne Inhalt hinzuzufügen. Diese Füllwörter-Liste sammelt die häufigsten überflüssigen Wörter in wissenschaftlichen Arbeiten und zeigt an Beispielen, wie du sie erkennst und streichst – für einen präzisen, sachlichen Stil.
Was Füllwörter sind
Füllwörter sind Wörter, die man streichen kann, ohne dass sich die Aussage ändert. Sie schwächen Formulierungen ab oder blähen sie auf: eigentlich, quasi, irgendwie, natürlich, sozusagen. In wissenschaftlichen Arbeiten wirken sie unpräzise und nehmen Aussagen die Schärfe.
Die Füllwörter-Liste nach Gruppen
Diese Wörter sind die häufigsten Kandidaten zum Streichen:
- Abschwächer: eigentlich, quasi, gewissermaßen, sozusagen, irgendwie, relativ, ziemlich, recht
- Verstärker ohne Wert: natürlich, selbstverständlich, offensichtlich, wirklich, absolut, total
- Leere Bezüge: in gewisser Weise, im Grunde, letztendlich, im Prinzip, an sich
- Redundante Adverbien: auch, noch, schon, halt, eben, ja, nun, durchaus
Nicht jedes dieser Wörter ist immer falsch – aber jedes gehört auf den Prüfstand.
Füllwörter erkennen: die Streichprobe
Die einfachste Methode ist die Streichprobe: Lies den Satz einmal mit und einmal ohne das Wort. Ändert sich die Aussage nicht, war es ein Füllwort. Das Ergebnis ist eigentlich eindeutig → Das Ergebnis ist eindeutig. Der zweite Satz ist stärker.
Wann Füllwörter erlaubt sind
Nicht jedes Signalwort ist ein Füllwort. Wörter, die eine echte logische Beziehung herstellen – daher, jedoch, folglich –, sind Konnektoren und gehören in den Text. Auch Einschränkungen wie vermutlich oder tendenziell sind in der Wissenschaft oft nötig, weil sie den Geltungsanspruch korrekt begrenzen. Es geht ums Streichen der leeren, nicht der bedeutungstragenden Wörter.
Füllwörter automatisch finden
Für einen ersten Durchgang hilft das kostenlose Tool Füllwörter entfernen mit KI: Es markiert verdächtige Wörter, die du dann per Streichprobe prüfst. Den Feinschliff – welches Wort wirklich weg muss und welches bleibt – übernimmt am besten ein menschliches Lektorat. So kannst du überflüssige Füllwörter zuverlässig erkennen und streichen.
Mehr zum wissenschaftlichen Stil: Floskeln und Phrasen vermeiden und Wortwiederholungen vermeiden. Den ganzen Text prüft ein Korrekturlesen oder das Stil-Lektorat. Formulierungshilfen bietet die Liste wissenschaftlicher Satzanfänge.