Krankmachen: Bedeutung und Schreibung richtig einordnen
Das DWDS führt krank machen als alternative Schreibung von krankmachen
Wer bei krankmachen zwischen Bedeutung und Schreibung unsicher ist, findet im DWDS zwei getrennte Lesarten, die sich klar unterscheiden lassen. Diese Seite zeigt, wie du den Eintrag liest, die Lesarten einordnest und einen passenden nächsten Schritt für deinen eigenen Text festlegst.
Worum es bei krankmachen geht
Wer die Bedeutung und Schreibung des Wortes krankmachen klären will, findet im DWDS einen Eintrag, der das Verb in der alternativen Schreibung krank machen nennt. Die erste Lesart hält fest, dass etwas dazu führt, dass jemand erkrankt; ein Beleg dazu nennt störenden Lärm als Beispiel. Die zweite, umgangssprachlich und abwertend markierte Lesart bedeutet, krankgeschrieben zu sein. Wer sich mit solchen Fragen der Rechtschreibung beschäftigt, bewegt sich im Bereich allgemeiner Rechtschreibregeln, die Schreibweisen und Bedeutungen von Verben wie diesem einordnen. Beide Lesarten stehen im Wörterbuch nebeneinander, ohne dass eine davon die andere ersetzt oder erweitert.
Diese Seite erklärt nur den belegten Rahmen aus dem Wörterbuch und verzichtet auf Angaben zu Häufigkeit oder Verbindlichkeit, die dort nicht stehen. Für verwandte Fragen zur Groß- und Kleinschreibung oder zur Getrennt- und Zusammenschreibung lohnt sich ein eigener Blick in weiterführende Übersichten, denn krankmachen zeigt beispielhaft, wie eng Bedeutung und Schreibung bei zusammengesetzten Verben zusammenhängen. Ziel ist, dass du die beiden Lesarten verstehen und sauber unterscheiden lernst, ohne eine Zahl, eine Frist oder eine Regel zu behaupten, die das Wörterbuch nicht trägt. Die Grenze dieser Einordnung liegt genau dort, wo der Eintrag selbst endet, und nicht bei einer eigenen Vermutung über weitere Bedeutungen.

Schritt für Schritt zur Einordnung von krankmachen
Rufe zunächst den DWDS-Eintrag zu krankmachen auf und trenne die beiden Lesarten bewusst voneinander, bevor du weiterarbeitest. Prüfe die Belege zur ersten Lesart, also zur Aussage, dass etwas jemanden krank werden lässt, und gleiche dabei ab, ob die Schreibung getrennt oder zusammen vorliegt. Wer an dieser Stelle ohnehin Fragen zur Zeichensetzung oder zu älteren und neueren Schreibweisen im Sinn der Rechtschreibreform klärt, kann den Eintrag gleich im größeren Zusammenhang betrachten, statt die Prüfung später nachzuholen.
Bestimme anschließend, welche Stelle oder Person für deinen konkreten Text zuständig ist, etwa eine Lektorin, ein Lektor oder eine Prüfungsstelle, und halte diese Zuordnung schriftlich fest. Nutze dafür auch technische Hilfen: Ein Blick in Rechtschreibprogramme kann die Schreibweise zusätzlich spiegeln, ersetzt aber nicht die eigene Prüfung des Wörterbucheintrags. Gerade für wissenschaftliches Schreiben lohnt es sich, solche Einzelfragen früh zu dokumentieren, damit die getroffene Entscheidung später nachvollziehbar bleibt und nicht erneut geklärt werden muss.
Ein Beispiel: Eine Studentin markiert in ihrem Seminartext die Formulierung krank machen und möchte wissen, ob die Schreibung zu ihrem Satz passt. Sie sieht im Eintrag die zweite, umgangssprachliche Lesart und entscheidet, dass diese für ihren sachlichen Satz nicht passt, sondern nur die erste Lesart zur Wirkung auf die Gesundheit in Frage kommt. Für die endgültige Formulierung fragt sie zusätzlich nach, ob Abkürzungen richtig schreiben oder Wortbedeutungen und Abkürzungen für ihren Text ebenfalls relevant sind, und hält das Ergebnis schriftlich fest, statt die Frage offen zu lassen.
Typische Fehler beim Umgang mit krankmachen
Übertrage die umgangssprachliche, abwertende Lesart nicht auf einen Satz wie macht mich krank, denn das Wörterbuch verzeichnet diese Bedeutung nur für krankmachen im Sinn von krankgeschrieben sein, nicht als allgemeine Aussage über Gefühle oder Stimmungen. Wer stattdessen eine Reizung durch Lärm oder Stress meint, sollte eine eigene, neutrale Formulierung wählen und sich nicht auf eine Lesart stützen, die der Eintrag so nicht vorsieht. Verwechsle die Grundform außerdem nicht mit Fragen der Pluralbildung, die bei diesem Verb ohnehin keine Rolle spielt, sondern bleibe konsequent bei der Trennung der beiden Lesarten, wenn du den Eintrag liest.
Verwechsle eigene Annahmen nicht mit festen Regeln: Wenn der Eintrag eine Lesart als umgangssprachlich markiert, ist das eine Einordnung des Wörterbuchs und keine allgemeine Sprachregel für jeden Kontext, in dem das Wort später auftaucht. Vermeide es zudem, vorab passende Synonyme einzusetzen, bevor die eigentliche Bedeutung über den Eintrag geklärt ist, und schiebe Nachweise oder Rückfragen an die zuständige Stelle nicht auf, wenn eine Formulierung in deinem Text noch unklar bleibt. Ein offen gelassener Zweifel wird durch Warten nicht kleiner, sondern bleibt bis zur eigenen Prüfung bestehen.
Ein weiterer häufiger Fehler ist, die beiden Lesarten in einem Satz zu vermischen, etwa wenn gleichzeitig von störendem Lärm und von einer Krankschreibung die Rede ist, ohne die Lesart klar zu benennen. Lege für jeden eigenen Satz vorher fest, welche der beiden Lesarten gemeint ist, und prüfe erst danach, ob krankmachen oder krank machen die passende Schreibung liefert. So vermeidest du, dass Leserinnen und Leser die Aussage falsch zuordnen, und du musst die Formulierung später nicht nochmal überarbeiten.

Checkliste zur Einordnung von krankmachen
Notiere dir die erste Lesart als Krankwerden, also als Wirkung, die jemanden krank macht, und die zweite Lesart als krankgeschrieben sein mit der Markierung umgangssprachlich und abwertend. Halte außerdem fest, ob du die Schreibung krankmachen oder krank machen für deinen Text wählst, und begründe diese Wahl mit dem Eintrag, den du selbst geprüft hast. Wird das Wort in deinem Satz eher wie ein Nomen behandelt, hilft ein Blick auf Artikel der, die und das, um das passende grammatische Geschlecht einer solchen Form zu bestimmen, bevor du den Satz abschließt.
Ermittle außerdem, welche Quelle oder Stelle für deine konkrete Verwendung zuständig ist, etwa eine Prüfungsordnung, eine Redaktion oder eine Lehrperson, und frage dort nach, wenn die Einordnung über das Wörterbuch hinausgeht. Berücksichtige dabei auch die Textformen, in denen du die Formulierung einsetzen willst, etwa einen wissenschaftlichen Beitrag oder eine informelle Notiz. Lege zum Schluss deinen persönlichen nächsten Schritt fest, etwa das Nachschlagen der korrekten Kommasetzung im Satz oder die Rückfrage bei der zuständigen Person, bevor du den Text endgültig abschließt.
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-22)