Manuskript bei DuMont oder Kiepenheuer & Witsch einreichen

DuMont oder Kiepenheuer & Witsch: Post und Formular im Vergleich

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

DuMont und Kiepenheuer & Witsch verlangen gegensätzliche Wege: beim DuMont Buchverlag gilt der Postweg mit Ausdrucken, bei Kiepenheuer & Witsch ausschließlich ein digitales Formular mit pdf-Dateien. Der folgende Vergleich stellt Einreichweg, Unterlagen und Rückmeldung beider Häuser nebeneinander, damit du die passenden Unterlagen für den jeweiligen Weg vorbereiten kannst.

Postweg oder Formular: die beiden Einreichwege im Überblick

DuMont und Kiepenheuer & Witsch verlangen gegensätzliche Einreichwege. Beim DuMont Buchverlag erreichen Manuskripte das Lektorat für Literatur, Sachbuch und Kunst in Köln ausschließlich auf dem Postweg. Ein Online-Formular nennt die Verlagsseite nicht, wohl aber den Hinweis, sich vorab mit dem Verlagsprogramm vertraut zu machen. Dabei legt der Verlag Wert auf Ausdrucke: handschriftliche Texte und Dateien, die per E-Mail oder auf einem Datenträger eingehen, lassen sich nach Angabe der Seite nicht sichten. Wer vorab unsicher ist, ob die eigenen Seiten so weit tragen, kann einen Manuskript-Check nutzen, um das Material vor dem Versand zu ordnen.

Kiepenheuer & Witsch geht den entgegengesetzten Weg. Stand 30. September 2026 läuft die Einreichung dort allein über die Formularseite Manuskript einreichen, einen Annahmestopp gibt es dort nicht. Verlangt werden Name, eine E-Mail-Adresse, die Auswahl des Verlagsbereichs sowie der Upload von Kurzexposé und Leseprobe als pdf-Datei. Begründet wird dieser rein digitale Prüfweg mit dem Schutz der Umwelt, eine Adresse für E-Mail-Einsendungen nennt die Seite nicht.

Die folgende Tabelle stellt beide Häuser gegenüber. Jede Zelle stützt sich ausschließlich auf Angaben des jeweiligen Verlags.

Tabelle: Frage, DuMont, Kiepenheuer & Witsch
FrageDuMontKiepenheuer & Witsch
EinreichwegPost an das Lektorat in Kölndigitales Formular Manuskript einreichen
Format der Unterlagennur Ausdruckepdf-Dateien per Upload
UmfangProbekapitel und ExposéKurzexposé und Leseprobe
PostPostanschrift des Lektorats wird genanntkeine Postanschrift, nur digitale Einreichung
Rückmeldungnur bei Interessenur bei Interesse
Annahmestoppkein Annahmestopp genannt, Stand 5. Oktober 2026kein Annahmestopp, Stand 30. September 2026

Aus beiden Darstellungen lässt sich ableiten, dass die Wege einander ausschließen. Was der eine Verlag als Weg beschreibt, lehnt der andere ausdrücklich ab: Ausdrucke sind bei Kiepenheuer & Witsch nicht vorgesehen, digitale Dateien nimmt DuMont laut eigener Seite nicht an. Wer ein Manuskript an eines der beiden Häuser schicken möchte, wählt deshalb zunächst den passenden Weg, bevor die eigentlichen Unterlagen zusammengestellt werden.

DuMont oder Kiepenheuer & Witsch: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen und Postweg beim DuMont Buchverlag im Detail

Für die erste Einreichung beim DuMont Buchverlag reichen laut Verlagsseite einige Probekapitel mit etwa fünfzig Seiten sowie ein Exposé. Ein vollständiges Manuskript wird erst angefragt, wenn der Verlag Interesse an dem Projekt zeigt. Diese zweistufige Vorgehensweise erspart es Einreichenden, von Beginn an das komplette Buch ausdrucken und versenden zu müssen. Wer ein Exposé für den Roman vorbereitet, kann es gemeinsam mit den Probekapiteln verschicken, sobald beide Teile fertig sind.

Beim Postversand gilt eine wichtige Einschränkung: Der Verlag schickt eingereichte Unterlagen nicht zurück. Deshalb bittet er, grundsätzlich Kopien statt Originale einzureichen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag zudem keine Haftung. Ein Rückporto oder ein Rückversand wird nicht genannt.

Zum Stand 5. Oktober 2026 nennt die Manuskriptseite weder einen Annahmestopp noch eine Liste ausgeschlossener Genres. Stattdessen verweist sie allgemein auf das Verlagsprogramm, über das man sich informieren soll. Zu Agenturen, Selbstverlag oder parallelen Einreichungen bei mehreren Verlagen äußert sich die Seite nicht. Auch zu Formatvorgaben wie Schriftgröße, Seitenrändern oder Bindung sowie zu einem Anschreiben oder einer Vita fehlt jede Angabe. Insgesamt kommt der Postweg beim DuMont Buchverlag mit wenigen Bausteinen aus: Probekapitel, Exposé und eine Kopie statt des Originals. Wer darüber hinausgehende Formatfragen klären möchte, findet dazu in den vorliegenden Angaben keine Antwort und müsste sich direkt beim Verlag erkundigen.

Formular und Unterlagen bei Kiepenheuer & Witsch im Detail

Bei Kiepenheuer & Witsch verlangt das Formular ein kurzes Exposé sowie eine Leseprobe, die 30 Seiten im pdf-Format nicht überschreiten darf. Ein vollständiges Manuskript wird an dieser Stelle nicht verlangt. Zu Aufbau oder Länge des Exposés macht die Formularseite keine weiteren Angaben, sodass sich daraus keine feste Struktur ableiten lässt. Wer vor dem Versand die sprachliche Qualität der Leseprobe verbessern möchte, kann ein Buch-Lektorat in Anspruch nehmen, bevor die Datei hochgeladen wird.

Technisch begrenzt ist das Gesamtvolumen der Anhänge: Es darf 9 MB nicht überschreiten. Eine Aufteilung, wie viel davon auf das Exposé und wie viel auf die Leseprobe entfallen darf, nennt die Seite nicht. Wer Bilder oder viele Schriftarten einbindet, sollte die Dateigröße also vor dem Hochladen selbst im Blick behalten. Zugleich bittet der Verlag ausdrücklich darum, auf das Mitschicken von Vita, Lebenslauf und sensiblen personenbezogenen Daten zu verzichten. Für die Prüfung sollen Kurzexposé und Textauszug ausreichen.

Im Formular ist außerdem der Verlagsbereich Belletristik oder Sachbuch als Pflichtfeld zu wählen. Eine Liste ausgeschlossener Genres enthält die Seite nicht, das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Genre angenommen wird. Wer stattdessen Unterlagen auf dem Postweg verschickt, muss wissen, dass solche Sendungen nicht zurückgesandt werden: Der Verlag bittet, weder Ausdrucke noch Bücher, Originale oder physische Datenträger zu schicken. Zur Haftung für unverlangte Sendungen enthält die Seite keine Angabe. In der Praxis bedeutet das für die Vorbereitung, dass Exposé und Leseprobe als zwei getrennte pdf-Dateien angelegt werden und die Dateigröße vor dem Upload geprüft wird.

Rückmeldung, Datenschutz und Alternativen zum Verlagsprogramm

Beim DuMont Buchverlag erhalten nicht alle Einsendungen eine Antwort. Wegen der hohen Zahl täglicher Einsendungen verzichtet der Verlag auf Absagebriefe. Besteht Interesse, meldet sich der Verlag von sich aus. Bleibt eine Rückmeldung innerhalb von zehn Wochen aus, ist das Manuskript nach Angabe der Seite nicht für das Programm vorgesehen. Von Nachfragen zum Bearbeitungsstand soll dabei abgesehen werden.

Bei Kiepenheuer & Witsch läuft die Prüfung ähnlich, allerdings ohne genannte Frist. Alle eingesandten Texte werden im zuständigen Lektorat geprüft, bei Interesse meldet sich der Verlag. Eine Rückmeldung für den Fall, dass kein Interesse besteht, sagt die Seite jedoch nicht zu, und eine Frist in Wochen oder Monaten nennt sie ebenfalls nicht. Wer das eigene Projekt breiter streuen möchte, kann parallel eine Literaturagentur finden und prüfen, ob dieser Weg für das Manuskript zusätzlich infrage kommt.

Zum Datenschutz äußert sich nur Kiepenheuer & Witsch: Mit der Einsendung stimmen Autorinnen und Autoren der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten zu. Passt ein Projekt nicht ins Programm, verweist der Verlag auf Selfpublishing innerhalb der Holtzbrinck Verlagsgruppe über epubli oder Autaria, dies gehört jedoch ausdrücklich nicht zum eigentlichen Verlagsprogramm. Zu einer Frist bei Kiepenheuer & Witsch und zu einem eigenen Datenschutzhinweis des DuMont Buchverlags nennen die Verlagsseiten nichts. In der Zusammenschau antworten beide Häuser nur, wenn Interesse besteht, doch allein der DuMont Buchverlag beschreibt eine Frist, nach der Schweigen als Absage zu verstehen ist.

DuMont oder Kiepenheuer & Witsch: Prüfliste mit vier Punkten

Programm und Profil: wofür DuMont und Kiepenheuer & Witsch stehen

Der DuMont Buchverlag beschreibt sein Programm als Verbindung aus Literatur, Sachbuch und illustriertem Sachbuch. Im Literaturbereich stehen deutschsprachige und internationale Gegenwartsliteratur neben gehobener Spannungs- und Unterhaltungsliteratur. Im Sachbuch finden sich Biografien, Kulturgeschichte, populärwissenschaftliche Titel und Bildbände. Gegründet wurde der Verlag 1956 zunächst als reiner Kunstbuchverlag, 1998 kam das erste literarische Programm hinzu, seit 2010 besteht ein eigenes Taschenbuchprogramm. Wer das eigene Projekt im Vorfeld einordnen möchte, kann über die Seite Verlag finden auch andere Häuser mit ähnlichem Profil vergleichen.

Rechtlich firmiert das Unternehmen als DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG mit Sitz in Köln, eine Muttergesellschaft nennt das Impressum nicht. Diese Angabe betrifft allein die Gesellschaftsform, nicht das inhaltliche Programm, und sagt nichts darüber aus, welche Themen aktuell gesucht werden.

Kiepenheuer & Witsch führt in der eigenen Navigation unter anderem die Bereiche Literatur und Unterhaltung, Spannung sowie Sachbuch auf. Vor einer Einsendung soll laut Verlag das aktuelle Programm angesehen werden, etwa um einzuschätzen, ob ein Projekt in einen der Bereiche passt. Wer sich zusätzlich mit der Außendarstellung des eigenen Buches beschäftigt, kann unabhängig vom gewählten Einreichweg bereits einen Klappentext entwerfen und diesen bei Bedarf später überarbeiten. Wer die formalen Einzelheiten der digitalen Einreichung noch einmal im Zusammenhang nachlesen möchte, findet sie unter Kiepenheuer & Witsch Manuskript einreichen 2026 ausführlicher dargestellt.

Beide Häuser beschreiben damit breite Programme zwischen Literatur und Sachbuch, ohne dass sich aus den Profiltexten eine Aussage über die künftige Annahme eines bestimmten Manuskripts ableiten ließe. Die Programmbeschreibung dient der Orientierung, nicht der Zusage.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu DuMont und Kiepenheuer & Witsch

Akzeptiert der DuMont Buchverlag auch Manuskripte per E-Mail?

Nein. Der DuMont Buchverlag bittet ausdrücklich um Ausdrucke per Post. Handschriftliche Manuskripte sowie per E-Mail oder auf Datenträgern eingereichte Dateien können laut Verlagsseite nicht geprüft werden.

Muss ich bei Kiepenheuer & Witsch das gesamte Manuskript einreichen?

Nein. Für die Einreichung über das Formular genügen ein kurzes Exposé und eine pdf-Leseprobe von maximal 30 Seiten, vollständige Manuskripte werden dafür nicht verlangt.

Bekomme ich meine Unterlagen zurück, wenn ich sie per Post schicke?

Weder der DuMont Buchverlag noch Kiepenheuer & Witsch sehen einen Rückversand vor. DuMont sendet Manuskripte grundsätzlich nicht zurück und bittet deshalb um Kopien statt Originale. Eine Haftung für unverlangt eingesandte Unterlagen schließt die Verlagsseite aus. Kiepenheuer & Witsch weist darauf hin, dass postalisch eingesandte Unterlagen nicht zurückgeschickt werden, da die Prüfung ausschließlich digital erfolgt.

Wie groß dürfen die Dateien beim Formular von Kiepenheuer & Witsch sein?

Die Gesamtgröße der Anhänge darf laut Verlagsangabe 9 MB nicht überschreiten. Eine Aufteilung zwischen Exposé und Leseprobe nennt die Seite nicht, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Dateigröße vor dem Hochladen.

Nennt einer der beiden Verlage eine feste Wartefrist bis zur Antwort?

Nur der DuMont Buchverlag nennt eine solche Angabe: Bleibt eine Rückmeldung innerhalb von zehn Wochen aus, ist das Manuskript laut Verlagsseite nicht für das Programm vorgesehen. Kiepenheuer & Witsch nennt dazu keine Frist in Wochen oder Monaten.

Was passiert laut Kiepenheuer & Witsch, wenn ein Projekt nicht ins Programm passt?

Der Verlag verweist in diesem Fall auf Selfpublishing innerhalb der Holtzbrinck Verlagsgruppe, konkret nennt er epubli (Print-on-Demand) und Autaria (Auflagendruck mit persönlicher Beratung). Dieser Weg gehört ausdrücklich nicht zum eigentlichen Verlagsprogramm.

Verlangt DuMont eine Vita oder ein Anschreiben zusätzlich zum Exposé?

Zu Anschreiben oder Vita enthält die Manuskriptseite des DuMont Buchverlags keine Angabe. Verlangt werden laut Seite lediglich Probekapitel von rund fünfzig Seiten sowie ein Exposé.

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