Manuskript beim Dörlemann Verlag einreichen: Diese Vorgaben gelten
Dörlemann Verlag: Unterlagen, E-Mail und Wartezeit
Der Dörlemann Verlag verlegt Stand 9. Oktober 2026 Belletristik und nimmt Exposé, die ersten 30 bis 50 Seiten und eine Kurzvita ausschließlich per E-Mail entgegen. Eine Frist nennt der Verlag nicht.
Welches Programm verfolgt der Dörlemann Verlag?
Der Dörlemann Verlag veröffentlicht internationale und deutschsprachige Belletristik. Dazu gehören auch moderne Klassiker, die neben zeitgenössischen Texten ihren Platz im Programm finden. Wer ein Manuskript anbieten möchte, sollte also zuerst prüfen, ob der eigene Text erzählende Literatur ist und nicht in eine andere Kategorie fällt.
Der Verlag nennt ausdrücklich, dass auch ein Krimi im Programm seinen Platz finden kann. Das bedeutet aber nicht, dass Krimis ein eigener Schwerpunkt sind, sondern nur, dass dieses Genre nicht von vornherein ausgeschlossen ist. Ein klarer Akzent liegt dagegen auf Übersetzungen: Der Verlag nennt einen Schwerpunkt bei Übersetzungen englischsprachiger Werke, ergänzt durch deutschsprachige Autorinnen und Autoren, besonders aus der Schweiz. Wer selbst übersetzt oder übersetzte Literatur anbietet, trifft damit einen zentralen Programmbereich.
Außerdem erscheinen beim Verlag Klassiker in Neuübersetzungen, darunter eine Werkausgabe von Iwan Bunin in 13 Bänden. Solche Neuübersetzungen laufen jedoch nicht über die reguläre Manuskriptseite, sondern werden vom Verlag selbst initiiert. Für die Einsendung eigener Texte zählt daher vor allem die erzählende, belletristische Ausrichtung. Bevor ein Projekt verschickt wird, lohnt sich ein Manuskript-Check, um die Passung zum Profil realistisch einzuschätzen.

Welche Unterlagen gehören in die Einreichung?
Für die Einreichung verlangt der Dörlemann Verlag ein Exposé, die ersten 30 bis 50 Seiten des Textes und eine Kurzvita. Diese drei Bausteine ergeben zusammen das Bild, das der Verlag für eine erste Einschätzung braucht. Ein vollständiges Manuskript schließt der Verlag dabei nicht aus, er beschreibt nur, was für die erste Einreichung notwendig ist.
Wichtig ist der Versandweg: Die Einreichung erfolgt ausschließlich per E-Mail (Stand 9. Oktober 2026). Die Adresse ist auf der Manuskriptseite des Verlags zu finden. Eine Postsendung nennt der Verlag nicht als vorgesehenen Weg und wird entsprechend nicht geprüft. Wer sein Material also klassisch per Post schickt, verlässt den vom Verlag genannten Einreichweg.
Für den Aufbau der Unterlagen kann sich eine Autorin oder ein Autor am Exposé für den Roman orientieren, das Figuren, Handlung und Besonderheiten des Textes knapp zusammenfasst. Zusammen mit dem Textanfang und der Kurzvita entsteht so ein Paket, das dem vom Verlag genannten Umfang entspricht.
| Baustein | Angabe des Verlags | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Exposé | Zusammenfassung des Werks | knapp und auf den Kern des Textes konzentriert |
| Textprobe | die ersten 30 bis 50 Seiten | durchgehender Textanfang, kein Auszug aus der Mitte |
| Kurzvita | kurze Angaben zur Person | wesentliche Stationen, keine ausführliche Biografie |
| Versandweg | ausschließlich E-Mail | Adresse auf der Manuskriptseite des Verlags nachsehen |
Welche Genres und Buchformen nimmt der Verlag nicht an?
Der Dörlemann Verlag nennt klare Ausschlüsse. Fantasy, Horror, Esoterik, Erotik und Tiergeschichten schließt der Verlag aus dem Programm aus (Stand 9. Oktober 2026). Wer einen Text in einem dieser Genres geschrieben hat, sollte das vor der Einsendung berücksichtigen, denn hier besteht keine Chance auf eine Prüfung im eigentlichen Sinn.
Neben den Genres nennt der Verlag auch Buchformen, die nicht aufgenommen werden (Stand 9. Oktober 2026): Fotobände sowie Kunst- und Fachbücher gehören nicht zum Programm. Das heißt jedoch nicht automatisch, dass jedes andere Thema willkommen ist. Sachbuchthemen, die in erzählerischer Form aufbereitet sind, nennt der Verlag nicht ausdrücklich als Ausschluss.
Wer eines der genannten Genres oder eine der genannten Buchformen anbieten möchte, sollte sich nach einem passenden Haus umsehen. Dabei kann es hilfreich sein, eine Literaturagentur finden zu wollen, die auf das jeweilige Genre spezialisiert ist und gezielter vermitteln kann als eine einzelne Direkteinreichung.
Was passiert nach der Einreichung mit Post, Prüfzeit und Nachfragen?
Wer sein Manuskript trotz der E-Mail-Vorgabe postalisch verschickt, sollte wissen: Postalisch eingesandte Manuskripte schickt der Verlag nicht zurück (Stand 9. Oktober 2026). Das Material verbleibt also beim Verlag, ohne dass eine Rücksendung erfolgt. Zusätzlich übernimmt der Verlag für eingesandtes Material keine Haftung, und das gilt ausdrücklich auch für Bildmaterial und Daten. Wer etwas einreicht, trägt damit selbst das Risiko für den Verlust der Unterlagen.
Zur Prüfzeit gibt der Verlag keine feste Frist an. Wegen vieler Einsendungen kann die Prüfung einige Zeit dauern, eine Zahl oder ein Datum nennt der Verlag dazu nicht. Wer also eine Antwort nach einer bestimmten Wartezeit erwartet, findet dafür keinen Anhaltspunkt.
Ebenso deutlich ist die Haltung zu Nachfragen: Nachfragen sind unerwünscht, bei Interesse meldet sich der Verlag von selbst. Ohne Frist und ohne die Möglichkeit nachzufragen bleibt für Einreichende vor allem Geduld. Wer mit diesem Weg unzufrieden ist, kann zusätzlich einen anderen Verlag finden und das eigene Projekt parallel woanders anbieten. Wie das neue Mutterhaus Einsendungen behandelt, zeigt der Vergleich, wenn du Kampa Verlag vergleichen möchtest.
Wie entstand der Dörlemann Verlag und wo hat er seinen Sitz?
Sabine Dörlemann gründete den Verlag im Jahr 2003. Das erste Buch war Iwan Bunins Werk mit dem Titel "Ein unbekannter Freund", das es auf die Bestsellerliste des Spiegel schaffte. Das heißt allerdings nicht, dass jedes spätere Buch einen vergleichbaren Erfolg erzielte, dazu nennt der Verlag keine Angaben über weitere Titel.
Die Dörlemann Verlag AG hat ihren Sitz in Zürich. Damit ist der Verlag in der Schweiz verortet, was auch zum inhaltlichen Schwerpunkt auf Schweizer Autorinnen und Autoren passt, der bereits beim Programm sichtbar wird. Die Gründerin selbst leitet den Verlag heute nicht mehr, wie sich aus den späteren Entwicklungen rund um die Übernahme ergibt.
Für die Einreichung eines Manuskripts zählt trotz dieser Geschichte nur der aktuell beschriebene Weg über E-Mail mit Exposé, Textanfang und Kurzvita. Wer sich zusätzlich fragt, wie der eigene Text sprachlich wirkt, kann vorab ein Buch-Lektorat in Betracht ziehen, um den Text vor der Einsendung zu schärfen.

Was änderte die Übernahme durch Kampa am Verlag?
Im Sommer 2024 wurde der Dörlemann Verlag von Daniel Kampa und dem Kampa Verlag übernommen. Diese Übernahme veränderte die Eigentümerstruktur.
Im Impressum der Verlagsdomain wird als Firma die Kampa Verlag AG mit Sitz in Zürich aufgeführt, dort fungiert Daniel Kampa als Präsident des Verwaltungsrats. Diese Angabe betrifft die rechtliche und organisatorische Struktur hinter der Website. Beide Firmen werden im Impressum nebeneinander genannt.
Seit dem 1. Dezember 2024 ist Dr. Christina Müller Verlegerin. Die Übernahme erklärt also den organisatorischen Hintergrund des Verlags, für die Einreichung eines Manuskripts zählen aber weiterhin ausschließlich die Angaben auf der eigentlichen Manuskriptseite. Autorinnen und Autoren, die ihr Projekt einreichen wollen, sollten sich deshalb nicht von der Eigentümerfrage ablenken lassen, sondern die dort genannten Vorgaben zu Unterlagen und Einreichungsweg befolgen. Wer sich zusätzlich mit der Außendarstellung des eigenen Projekts beschäftigt, findet beim Thema Klappentext Hinweise, wie sich eine knappe Inhaltsangabe von einer ausführlichen Beschreibung unterscheidet und worauf es beim Formulieren ankommt.
Quellen und Stand
- Dörlemann Verlag, Manuskripte: doerlemann.ch (geprüft am 2026-10-09)
- Dörlemann Verlag, Über uns: doerlemann.ch (geprüft am 2026-10-09)
- Dörlemann Verlag, Kontakt: doerlemann.ch (geprüft am 2026-10-09)
- Dörlemann Verlag, Impressum: doerlemann.ch (geprüft am 2026-10-09)