Was bedeutet Ermittlung?
Ermittlung bezeichnet das Herausfinden oder Feststellen eines
Ermittlung begegnet dir in Fachtexten, Methodenkapiteln und Nachrichten. Hier erfährst du, was das Wort bedeutet, wie du den rechtlichen Gebrauch abgrenzt und wie du es sicher in eigenen Sätzen verwendest.
Ermittlung: Bedeutung und Wortart im Überblick
Wenn du das Wort Ermittlung in einer Seminararbeit, einem Fachtext oder einer Meldung liest, kläre zuerst, was genau gemeint ist. In seiner allgemeinen Bedeutung bezeichnet Ermittlung das Herausfinden oder Feststellen eines Sachverhalts. Daneben nennt das Wörterbuch einen rechtlichen Gebrauch: Dort steht Ermittlung für die Feststellung des Sachverhaltes. Beide Angaben drehen sich also um einen Sachverhalt, der geklärt werden soll. Der rechtliche Gebrauch ist aber an einen bestimmten Fachkontext gebunden und beschreibt nicht die einzige Bedeutung des Wortes.
Grammatisch ist Ermittlung ein Substantiv. Das Genus ist feminin, es heißt also die Ermittlung, und der Plural lautet Ermittlungen. Wenn du beim grammatischen Geschlecht anderer Wörter unsicher bist, schau dir die Übersicht zu Artikel der, die und das an. Formen wie Ermittlungen kannst du zusätzlich mit den Hinweisen zur Pluralbildung abgleichen.
Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die Bedeutung sicher bestimmen, den rechtlichen Gebrauch vom allgemeinen trennen und das Wort in eigenen Sätzen passend einsetzen. Ebenso klar sind die Grenzen. Hier findest du keine weiteren Bedeutungen, keine Angaben zur Herkunft des Wortes und keine Aussagen dazu, wie häufig es vorkommt. Auch juristische Vorschriften, Zahlen oder Fristen erklärt diese Seite nicht. Brauchst du solche Angaben, schlag sie in einer verlässlichen Fachquelle nach oder frag die Person, die deine Arbeit betreut. Bei der Groß- und Kleinschreibung deines eigenen Textes hilft dir ein kurzer Kontrollblick, bevor du weiterschreibst.

Schritt für Schritt zur passenden Bedeutung
Gehe beim Klären eines Wortes in einer festen Reihenfolge vor. So vermischst du die allgemeine Bedeutung nicht mit einem fachlichen Gebrauch und kannst dein Ergebnis später nachvollziehen.
- Kernbedeutung bestimmen: Öffne den Eintrag im DWDS und notiere die allgemeine Bedeutung in eigenen Worten, zum Beispiel: einen Sachverhalt herausfinden oder feststellen.
- Rechtliche Verwendung trennen: Schreib den rechtlichen Gebrauch in eine eigene Zeile. Dort meint das Wort die Feststellung des Sachverhaltes. Markiere diese Zeile als Fachkontext, damit du sie nicht für die einzige Lesart hältst.
- Eigenes Beispiel formulieren: Bilde einen neutralen Satz, der zu deinem Text passt, etwa: „Die Ermittlung des Messfehlers gelang erst im zweiten Versuch.“ Prüf, ob dein Satz die allgemeine Bedeutung zeigt.
- Zuständige Person bestimmen: Ermittle aus deinen offiziellen Studienunterlagen, wer deine Arbeit betreut, und richte offene Fragen zum Gebrauch an diese Person. Für juristische Fachfragen ziehst du eine Fachquelle des jeweiligen Gebiets heran.
- Ergebnis dokumentieren: Halte Bedeutung, Wortart, Quelle und Abrufdatum fest und notiere den nächsten Schritt, zum Beispiel die Rückfrage oder die Überarbeitung eines Absatzes.
Ein kurzes Ablaufbeispiel: Lena schreibt den Methodenteil ihrer Hausarbeit und verwendet die Überschrift „Ermittlung der Daten“. Sie schlägt das Wort nach, notiert die allgemeine Bedeutung und stellt fest, dass ihr Text keinen rechtlichen Zusammenhang hat. Sie formuliert einen eigenen Beispielsatz, schreibt die Quelle in ihre Notizen und plant als nächsten Schritt, die Formulierung mit ihrer Betreuungsperson abzustimmen. Wie sie den Abschnitt sprachlich glättet, liest sie in den Hinweisen zum Thema wissenschaftliches Schreiben nach.
Triffst du in deinen Quellen auf weitere Fachbegriffe oder Kürzel, kannst du sie in der Sammlung zu Wortbedeutungen und Abkürzungen nachschlagen. Willst du Kürzel in deinem eigenen Text verwenden, findest du unter Abkürzungen richtig schreiben die passenden Hinweise.
Notiere außerdem, in welcher Art von Text das Wort steht, etwa in einem Protokoll, einem Bericht oder einer Erörterung. Wie sich diese Formen unterscheiden, kannst du auf der Seite zu Textformen nachlesen.
Typische Fehler beim Gebrauch von Ermittlung
Ein erster Stolperstein liegt bei der Wortwahl. Setze Ermittlung nicht mit Wörtern gleich, die nur ähnlich klingen oder einen anderen Schwerpunkt haben. Prüf jedes Ersatzwort daran, ob es ebenfalls das Herausfinden oder Feststellen eines Sachverhalts ausdrückt. Wenn du nach Alternativen suchst, nutze eine Sammlung für Synonyme und kontrolliere jeden Vorschlag an deinem eigenen Satz, statt ihn ungeprüft einzusetzen.
Ein zweiter Fehler: Den rechtlichen Gebrauch zur einzigen Bedeutung zu erklären. Die Feststellung des Sachverhaltes gehört zu einem Fachkontext. Schreibst du über ein Experiment, eine Umfrage oder eine Literaturrecherche, prüf, ob überhaupt ein rechtlicher Zusammenhang besteht. Ordne dein Beispiel deshalb ausdrücklich einem Kontext zu.
Drittens: Verwechsle eine eigene Annahme nicht mit einer Regel. Dass ein Wort in deinem Umfeld auf eine bestimmte Weise benutzt wird, macht daraus keine verbindliche Vorgabe. Halte fest, was im Wörterbuch belegt ist, und kennzeichne alles andere als deine eigene Einschätzung. Für echte Vorgaben zu Schreibung und Grammatik schlägst du in den Rechtschreibregeln nach.
Viertens: Verlass dich nicht allein auf Software. Ob deine Wortwahl inhaltlich zum Kontext passt, entscheidest du selbst anhand der Bedeutung, auch wenn du Rechtschreibprogramme zur Kontrolle nutzt.
Fünftens: Schieb Nachweise und Rückfragen nicht auf. Notiere die Quelle sofort, wenn du ein Wort nachschlägst, und stell offene Fragen an deine Betreuungsperson, solange der Abschnitt noch in Arbeit ist. Prüf dabei auch die Kommasetzung in deinen Beispielsätzen, besonders wenn du Nebensätze einbaust.

Checkliste: Ermittlung richtig einordnen
Bevor du einen Abschnitt abschließt, gehst du diese Punkte einzeln durch. So stellst du sicher, dass Bedeutung, Wortart und Gebrauch in deinem Text zusammenpassen.
- Bedeutung geprüft: Steht das Wort für das Herausfinden oder Feststellen eines Sachverhalts?
- Wortart notiert: Substantiv, feminin, die Ermittlung, Plural Ermittlungen.
- Kontext abgegrenzt: Allgemeiner Gebrauch oder rechtlicher Gebrauch im Sinne der Feststellung des Sachverhaltes?
- Beispielsatz formuliert: Hast du einen eigenen, neutralen Satz geschrieben, der zu deinem Text passt?
- Quelle festgehalten: Wörterbucheintrag mit Abrufdatum in deinen Notizen.
- Zuständige Stelle geklärt: Wer betreut deine Arbeit laut deinen offiziellen Unterlagen, und welche Fachquelle nutzt du für juristische Fragen?
- Persönlicher nächster Schritt: Was tust du als Nächstes, etwa eine Rückfrage stellen oder einen Absatz überarbeiten?
Zum Schluss prüfst du die Form deines Textes. Kontrolliere die Rechtschreibung des Wortes und seiner Pluralform, und lies die Zeichensetzung rund um deine Beispielsätze noch einmal gegen.
Bei Zusammensetzungen wie Ermittlungsergebnis oder Ermittlungsschritt lohnt ein Blick auf die Getrennt- und Zusammenschreibung. Zitierst du ältere Texte mit auffälligen Schreibweisen, kläre, ob die Abweichung mit der Rechtschreibreform zusammenhängt, bevor du sie übernimmst oder anpasst.
So zitieren Sie diese Seite
Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Ermittlung: Bedeutung, Wortart und Gebrauch. korrektur.de. https://korrektur.de/die-ermittlung-interpretation
„Ermittlung: Bedeutung, Wortart und Gebrauch.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/die-ermittlung-interpretation. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Ermittlung: Bedeutung, Wortart und Gebrauch. Verfügbar unter: https://korrektur.de/die-ermittlung-interpretation (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Ermittlung: Bedeutung, Wortart und Gebrauch.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/die-ermittlung-interpretation.
korrektur.de. Ermittlung: Bedeutung, Wortart und Gebrauch [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/die-ermittlung-interpretation
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)