Der Vollständigkeit halber: passende Synonyme finden
Der Vollständigkeit halber Synonym: Bedeutung und Verwendung
„Der Vollständigkeit halber“ verweist auf das Ergänzen aller noch zugehörigen Teile. Welche Ersatzwörter passen, entscheidet der konkrete Satz.
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Wortwahl und Synonyme: Merkzettel
Die Synonyme für der Vollständigkeit halber plus acht schwache Wörter, „zeigen“ und „wichtig“ darunter. Je vier treffende Alternativen stehen daneben, jeweils mit Bedeutungsunterschied, dazu die Warnung vor Synonymen, die die Aussage verschieben.
Bedeutung und passende Synonyme
„Der Vollständigkeit halber“ bezieht sich auf Vollständigkeit. Das DWDS erläutert das Wort als einen Zustand, in dem das Dazugehörige vorhanden ist und keine Lücken bleiben. Die dort aufgeführten bedeutungsverwandten Wörter betreffen jedoch „Vollständigkeit“ selbst; sie liefern keine festgelegte Austauschliste für die ganze Wendung.
Als Ersatzformulierungen kommen deshalb vor allem neu gebaute Sätze infrage. Soll ein noch fehlender Punkt ergänzt werden, kann dort stehen: „Ergänzend sei noch der Termin genannt.“ Geht es um einen zusätzlichen Aspekt in einer Aufzählung, passt: „Außerdem gehört dieser Punkt dazu.“ Wenn eine Information nachgetragen wird, lässt sich schreiben: „Noch hinzuzufügen ist dieser Hinweis.“ Diese Formulierungen ersetzen nicht Wort für Wort dieselbe Konstruktion, machen aber jeweils sichtbar, was mit dem Zusatz im Satz geschehen soll.
Der Satzkontext entscheidet dabei über die passende Fassung. Bei einer nachträglichen Angabe kann ein vollständiger Satz etwa lauten: „Noch hinzuzufügen ist die Angabe zur Dauer.“ Bei einem weiteren Aufzählungspunkt lautet er: „Außerdem gehört die Dauer zur Übersicht.“ Wenn ein einzelner Hinweis hervorgehoben werden soll, ist möglich: „Ergänzend sei die Dauer genannt.“ Die Beispiele zeigen unterschiedliche Satzformen, ohne die Ausdrücke gleichzusetzen.
Geschrieben wird die Fügung getrennt: Artikel und Substantiv im Genitiv stehen vor dem nachgestellten halber, also „der Vollständigkeit halber“. Daneben gibt es das zusammengeschriebene Adverb „vollständigkeitshalber“ ohne Artikel, gebildet wie „sicherheitshalber“ oder „ordnungshalber“.
Für die Auswahl hilft es, zuerst den konkreten Zusatz zu benennen und dann den ganzen Satz zu lesen. So lässt sich prüfen, ob der nachgetragene Punkt verständlich bezeichnet ist und ob der Satz ohne die ursprüngliche Wendung auskommt. Bleibt unklar, welche Angabe ergänzt wird, kann der Satz genauer formuliert werden. Für die formale Prüfung können Rechtschreibung und Synonyme herangezogen werden; entscheidend bleibt der vollständige eigene Satz.

Bedeutung im jeweiligen Aussagekontext
„Vollständigkeit“ meint das Vorhandensein aller zugehörigen Teile und die Lückenlosigkeit. Sinnvoll ist eine Prüfung anhand des konkreten Satzes. Die folgenden Lesarten sind mögliche Prüfwege und keine gemeinsamen Merkmale.
- Ein weiterer Teil wird genannt: „Der Vollständigkeit halber nenne ich auch den letzten Abschnitt.“ Prüfe hier, ob der Abschnitt als zugehöriger Teil ergänzt werden soll.
- Eine Lücke soll sichtbar vermieden werden: „Der Vollständigkeit halber wird auch die Gegenposition genannt.“ Prüfe hier, ob der Satz eine Darstellung ohne ausgelassenen Gesichtspunkt beschreibt.
- Eine Übersicht wird erweitert: „Der Vollständigkeit halber steht die gesamte Liste im Anhang.“ Prüfe hier, ob der Bezug auf eine vollständige Zusammenstellung im Satz erkennbar ist.
Die drei Punkte stehen nebeneinander. Ein Satz muss nicht alle drei erfüllen. Entscheidend sind sein Inhalt und die Aussageabsicht: Welcher Teil wird ergänzt, welche Lücke wird angesprochen oder welche Zusammenstellung wird erweitert? Erst danach lässt sich beurteilen, ob die Wendung im eigenen Text verständlich eingesetzt ist.
Rechtschreibregeln, Groß- und Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung betreffen eine gesonderte formale Kontrolle. Auch Kommasetzung und Zeichensetzung lassen sich nur am vollständigen Satz prüfen. Die Rechtschreibreform sagt nichts über die Bedeutung der Wendung.
Drei eigene Beispiele
Die folgenden Sätze sind neu formulierte Beispiele. Sie zeigen drei verschiedene Satzkontexte.
- Bericht: „Der Vollständigkeit halber wird im Bericht auch der abschließende Hinweis aufgenommen.“ Prüfe, ob der Hinweis als weiterer Teil des Berichts genannt wird.
- Besprechung: „Der Vollständigkeit halber erwähnte Mira den Einwand aus dem letzten Gespräch.“ Prüfe, ob der Einwand die Darstellung um einen zugehörigen Gesichtspunkt ergänzt.
- Übersicht: „Der Vollständigkeit halber enthält die Übersicht neben den Ergebnissen auch die offenen Punkte.“ Prüfe, ob die Übersicht dadurch ohne einen ausgelassenen Teil beschrieben wird.
Ein Ersatz ist nicht schon deshalb passend, weil er im Bedeutungsfeld von Vollständigkeit steht. „Vollständig“, „gesamt“ und „lückenlos“ sind bedeutungsverwandte Ausdrücke; sie haben im Satz unterschiedliche Formen und Positionen. Lies daher den vollständigen Satz nach der Änderung. Er muss weiterhin erkennen lassen, was ergänzt wird oder worauf sich die Vollständigkeit bezieht.
Rechtschreibprogramme können für die formale Textkontrolle genutzt werden. Für wissenschaftliches Schreiben ist zusätzlich zu prüfen, ob der eigene Satz den gemeinten Zusammenhang unmittelbar ausdrückt.
Fragen zu Abkürzungen richtig schreiben oder Wortbedeutungen und Abkürzungen sind von dieser Bedeutungsprüfung getrennt zu behandeln. Die Beispiele dienen nur dazu, den Satzkontext sichtbar zu machen.
Abgrenzung zu ähnlichen Ausdrücken
Als bedeutungsverwandte Ausdrücke zu „Vollständigkeit“ kommen „ganz“, „gesamt“, „komplett“, „lückenlos“, „voll“ und „vollständig“ infrage. Nicht jedes dieser Wörter ersetzt die gesamte Wendung „der Vollständigkeit halber“ in jedem Satz. Prüfe stattdessen, welches Wort im Satz verändert werden soll und welche Form dafür erforderlich ist.
Für die Auswahl hilft eine genaue Gegenprobe am eigenen Satz: Bezieht sich die Aussage auf alle zugehörigen Teile, auf das Fehlen einer Lücke oder auf ein Ganzes? „Lückenlos“, „gesamt“ und „vollständig“ stehen zwar im genannten Bedeutungsfeld, doch eine pauschale Gleichsetzung wäre nicht richtig. Formuliere bei Bedarf den konkreten Ergänzungsgrund aus, anstatt ein Wort ohne Satzprüfung auszutauschen.
„Exhaustiv“ gilt als gehoben.
Die Prüfung von Artikel der, die und das, Pluralbildung oder Textformen beantwortet die Bedeutungsfrage nicht. Sie kann nur ergänzend für die Form des eigenen Satzes herangezogen werden. Für die Wortwahl bleibt maßgeblich, ob der Satzinhalt mit dem Bedeutungsfeld von Vollständigkeit vereinbar ist.

Kurzer Check vor der Verwendung
Mit den folgenden Schritten lässt sich die Verwendung im eigenen Satz prüfen:
- Markiere, welchen zusätzlichen Teil der Satz mit „der Vollständigkeit halber“ anspricht.
- Prüfe, ob der Satz auf alle zugehörigen Teile, auf das Fehlen einer Lücke oder auf eine vollständige Zusammenstellung Bezug nimmt.
- Vergleiche diese Aussage mit der Bedeutung von „Vollständigkeit“.
- Wenn du umformulierst, teste einen im Bedeutungsfeld genannten Ausdruck wie „vollständig“, „gesamt“ oder „lückenlos“ nur im vollständigen Satz.
- Prüfe dabei auch mögliche Verwechslungen: Ersetzt das neue Wort nur einen Satzteil, oder soll es unzutreffend die ganze Wendung ersetzen?
- Kontrolliere Wortbedeutung und Satzkontext getrennt. Der eigene Satz muss die beabsichtigte Ergänzung selbst erkennen lassen.
Bleibt unklar, welcher Teil ergänzt wird oder worauf sich Vollständigkeit bezieht, formuliere den Satz konkreter.
Quellen und Stand
- Vollständigkeit, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026-08-31)
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