Nur per Mail: So bietest du dem Campus Verlag dein Manuskript an
Campus Verlag: Mail, Exposé, Leseprobe und Rückmeldung
Der Campus Verlag nimmt Manuskripte ausschließlich per Mail entgegen, verlangt für das Programm Wirtschaft ein Exposé und eine rund 20-seitige Leseprobe und wertet 10 Wochen ohne Antwort als Absage. Stand 6. Oktober 2026 zeigt dir diese Seite, welche Unterlagen du für welchen Programmbereich vorbereitest und was Schweigen bedeutet.
Nur per Mail: so reichst du ein
Der Campus Verlag nimmt Manuskripte ausschließlich per Mail entgegen. Stand 6. Oktober 2026 nennt die Autoreninformation für Einsendungen nur die Adresse [email protected], und für das Wirtschaftsprogramm verlangt der Verlag ein Exposé sowie eine rund 20-seitige Leseprobe. Bleibt eine Antwort 10 Wochen aus, darfst du das als Absage verstehen.
Eine Einsendung per Post nimmt der Verlag wegen der sehr hohen Zahl an Zuschriften nicht mehr an. Auch Datenträger wie CDs oder USB-Sticks lehnt Campus aus Datenschutzgründen ab. Ein ausgedruckter Stapel an die Weinheimer Anschrift oder ein beigelegter Stick öffnet deshalb keinen Weg zum Verlag, und die Mail bleibt der einzige Kanal, den die Seite beschreibt.
Die Seite bittet außerdem darum, von Einsendungen abzusehen, die mithilfe generativer KI erstellt wurden. Wie der Verlag solche Texte erkennt oder bewertet, steht dort nicht. Für dich heißt das: Der Text sollte von dir selbst geschrieben sein, und du prüfst vorab, ob die Passagen wirklich deine eigene Formulierung tragen. Die Seite enthält weder ein Formular noch eine Postadresse für Einsendungen, sodass die Mail die einzige Form bleibt, die sie beschreibt. Wer vorab sein Manuskript einordnen möchte, findet dafür den Manuskript-Check als eigene Seite.
Die Frage, ob dein Projekt zum Programm passt, klärst du vor der Mail, weil Campus Buchideen für zwei Programmbereiche annimmt. Diesen Punkt behandelt der Abschnitt zum Wissenschaftsprogramm genauer. Die Mail bleibt das Medium der Einsendung, unabhängig davon, welchem Bereich dein Projekt zugeordnet wird.

Exposé und Leseprobe für Wirtschaft, Business und Finanzen
Wer dem Campus Verlag einen Vorschlag für das allgemeine Programm macht, also für Wirtschaft & Gesellschaft, Business, Finanzen sowie Beruf & Karriere, legt zwei Unterlagen vor. Gefordert sind ein Exposé, das die Idee überzeugend darstellt, und eine Leseprobe von rund 20 Seiten. Die Verlagsseite nennt für das Exposé keine Seitenzahl, die Leseprobe beschreibt sie lediglich mit einem Umfang von etwa 20 Seiten. Wer einen Roman anbieten möchte, ordnet den Aufbau über die Seite Exposé für den Roman ein, denn die Verlagsseite trifft dazu keine eigene Aussage.
Das Exposé gliedert sich nach der Seite in sieben Bestandteile. Die folgende Tabelle nennt jeden Baustein und sagt, worauf du bei der Ausarbeitung achten solltest.
| Baustein | Angabe der Verlagsseite | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Autor:in | Kurzbiografie und ein bis zwei Sätze zur Kompetenz | Die Kompetenz passt in ein bis zwei Sätze |
| Inhalt | Arbeitstitel, Untertitel, Gliederung, Kernidee, geplanter Umfang, möglicher Abgabetermin, Abbildungen | Umfang und Abgabetermin werden als geplant beziehungsweise möglich angegeben |
| Zielgruppe | Eigener Baustein im Exposé | Die Zielgruppe bekommt einen eigenen Abschnitt |
| Verkaufsargumente | Drei Argumente in Stichworten | Kurz in Stichworten, wie die Seite es nennt |
| Netzwerk | Eigenes Netzwerk als Baustein | Das eigene Netzwerk wird als separater Punkt aufgeführt |
| Wettbewerb | Konkurrenzwerke und Abgrenzung | Vergleichswerke werden benannt und das eigene Buch davon abgegrenzt |
| Kernaussage | Ein einziger Satz | Die Kernaussage bleibt bei einem Satz |
Die Kernaussage in einem Satz und die drei Verkaufsargumente sind eigenständige Bausteine. Beides wird vor dem Versand des Exposés schriftlich festgehalten, weil das Exposé die beiden Punkte getrennt auflistet. Die Leseprobe ergänzt das Exposé, ersetzt es aber nicht.
Eine Seitenzahl für das Exposé nennt die Seite nicht. Deshalb richtest du den Umfang nach Gliederung und Kernidee aus, statt nach einer festen Vorgabe. Eine feste Reihenfolge oder Länge der sieben Bestandteile nennt die Seite ebenfalls nicht, du kannst die Teile also so ordnen, dass Lektorat und Leser den roten Faden schnell erkennen. Ein Sachbuch zur Teamführung kann mit der Kernidee beginnen, während ein Ratgeber zur Finanzplanung zuerst die Zielgruppe benennt.
Wissenschaft: Kurzdarstellung, Gutachten und Open Access
Für das Wissenschaftsprogramm nennt die Seite zwei Wege, die du per E-Mail beschreitest: das komplette Manuskript oder eine aussagekräftige Kurzdarstellung. Beide Wege laufen über dieselbe Mail, die du an den Verlag richtest.
Im Exposé erwartet der Verlag eine kurze Zusammenfassung des Inhalts, einen Gliederungsüberblick, die Einleitung, ein Auswahlkapitel oder beides sowie Informationen zu deiner Person. Diese Bestandteile geben dem Verlag einen Eindruck davon, wie das Projekt aufgebaut ist, bevor er das gesamte Manuskript liest. Eine Zusammenfassung, die auch ohne Kenntnis des Textes verständlich ist, erleichtert die erste Einschätzung.
Für Dissertationen oder Habilschriften sind zusätzlich die akademischen Gutachten gefragt, für Tagungsbände ein Buchkonzept. Interessierte an Open Access geben den Goldenen oder den Grünen Weg an und können dies in der Betreffzeile kennzeichnen. Eine Zusage zu Open-Access-Veröffentlichungen enthält die Seite nicht, die Angabe ist also eine Mitteilung deinerseits und keine Zusage des Verlags.
Buchideen nimmt Campus für zwei Programmbereiche an. Wirtschaft umfasst Wirtschaft & Gesellschaft, Business & Management, Finanzen sowie Beruf & Karriere. Wissenschaft umfasst unter anderem Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft, Kulturwissenschaften und Philosophie sowie Campus Archiv und Zeitschriften. Ein Projekt ordnest du deshalb vor dem Versand dem Wirtschaftsprogramm oder dem Wissenschaftsprogramm zu, weil sich die Unterlagen unterscheiden. Eine Ausschlussliste von Genres nennt die Seite für keinen der beiden Bereiche, daraus lässt sich also nicht ablesen, ob ein Roman in diesen Bereichen passt.
Den Weg über eine Agentur ordnest du als Alternative auf der Seite Literaturagentur finden ein. Die Seite nennt zu Agenturen keine eigene Vorgabe, deshalb bleibt die Anfrage an Campus eine eigenständige Mail.
Antwort nach zehn Wochen: was Schweigen bedeutet
Campus beantwortet Einsendungen nur bei positiver Rückmeldung. Absagebriefe und Textbeurteilungen verschickt der Verlag nicht, und unverlangt eingesandte Manuskripte kommen nicht zurück. Stand 6. Oktober 2026 gilt: Erhältst du innerhalb von 10 Wochen keine Antwort, darfst du das als Absage verstehen.
Die Seite sagt nicht, ob innerhalb dieser 10 Wochen zwingend geantwortet wird. Sie nennt nur den Zeitpunkt, ab dem Schweigen als Absage gilt. Der Verlag bittet darum, zum Stand der Prüfung nicht nachzufragen. Nach 10 Wochen ohne Meldung gilt die Absage, eine Nachfrage ist nicht vorgesehen, und du verschickst nur Kopien.
Laut rechtlichem Hinweis übernimmt der Verlag keine Haftung für unverlangt eingereichte Texte, Bildmaterial und Daten. Die Seite bittet außerdem, keine Originale zu schicken. Daraus folgt für dich, dass du den Text vor dem Versand als eigene Kopie sicherst, denn ein Original geht nicht an Campus und kommt nicht zurück. Wer parallel weitere Verlage in den Blick nimmt, arbeitet dafür mit der Seite Verlag finden.
Nach der Annahme: die Redaktionsvorlage
Seit Ende 2021 arbeitet der Campus Verlag nach dem Grundsatz Content First. Nach einer Zusage aus dem Lektorat erhältst du eine Redaktionsvorlage. Mit den vorgegebenen Formatvorlagen in Microsoft Word erfasst du dann die inhaltliche Struktur deines Manuskripts. Aus diesen Dateien erstellt der Verlag anschließend PDF, ePDF, ePUB und XML. Eine Anleitung zum Ausfüllen steht laut Seite zum Download bereit.
Die Vorlage gehört zur Zusammenarbeit, die nach dem Lektoratskontakt beginnt. Die Seite nennt sie nicht als Voraussetzung für die erste Einsendung. Daraus folgt, dass die Formatvorlagen erst nach einer positiven Rückmeldung eine Rolle spielen. Bis dahin sollte dein Manuskript sauber gegliedert vorliegen, denn Kapitel, Abschnitte und Überschriften bilden die Grundlage für die spätere Erfassung. Ein Manuskript mit konsistenten Überschriftenebenen erleichtert die spätere Zuordnung in den Formatvorlagen.
Die sprachliche Überarbeitung vor der Einsendung ordnest du auf der Seite Buch-Lektorat ein, getrennt von der späteren Arbeit mit der Redaktionsvorlage. Beide Schritte bleiben getrennt, weil die Vorlage erst nach dem Lektoratskontakt genannt wird. Ob die Erfassung in Word den Ablauf beim Verlag verkürzt, lässt die Seite offen, und daraus solltest du keine Erwartung ableiten.

Wer hinter dem Campus Verlag steht
Campus gehört zur Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG mit Sitz in Weinheim. Das Impressum nennt die Werderstr. 10 in 69469 Weinheim, und die Kommanditgesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim unter HRA430214 eingetragen.
Eine Postanschrift für Manuskripte gibt es nicht, denn laut Autoreninformation nimmt der Verlag keine Post mehr an. Das Impressum nennt nur den Firmensitz.
Wie sich eine Inhaltsangabe von dem Text auf dem Umschlag unterscheidet, liest du auf der Seite Klappentext nach. Wie ein anderer Verlag seine Vorgaben beschreibt, zeigt der Ratgeber Dtv Manuskript einreichen.
Quellen und Stand
- Campus Verlag, Informationen für Autor:innen: campus.de (geprüft am 2026-10-06)
- Campus Verlag, Informationen für Autor:innen: campus.de (weitere Quelle) (geprüft am 2026-10-06)
- Campus Verlag, Informationen für Autor:innen: campus.de (Quelle 2) (geprüft am 2026-10-06)
- Campus Verlag, Informationen für Autor:innen: campus.de (Quelle 3) (geprüft am 2026-10-06)
- Campus Verlag, Informationen für Autor:innen: campus.de (Quelle 4) (geprüft am 2026-10-06)
- Campus Verlag, Informationen für Autor:innen: campus.de (Quelle 5) (geprüft am 2026-10-06)
- Campus Verlag, Informationen für Autor:innen: campus.de (Quelle 6) (geprüft am 2026-10-06)
- Campus Verlag, Informationen für Autor:innen: campus.de (Quelle 7) (geprüft am 2026-10-06)
- Campus Verlag, Impressum: campus.de (geprüft am 2026-10-06)