Wie du bei Campus und der Münchner Verlagsgruppe einreichst

Campus oder Münchner Verlagsgruppe: Weg, Unterlagen und Fristen

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Campus nimmt Manuskripte ausschließlich per Mail an und wertet 10 Wochen Schweigen als Absage, die Münchner Verlagsgruppe nimmt Post oder Mail an, digital nur als PDF, und wertet sechs Monate Schweigen als Absage. Dieser Vergleich zeigt dir, welche Unterlagen zu welchem Weg passen.

Einreichweg im Vergleich: Mail, Post und PDF

Campus und die Münchner Verlagsgruppe nennen unterschiedliche Wege zum Einreichen. Für dich heißt das, dass du vor dem Versand den Weg des jeweiligen Hauses kennen solltest. Die folgende Tabelle stellt die Angaben beider Verlagsseiten nebeneinander. Wo ein Verlag zu einem Punkt nichts sagt, steht dort ausdrücklich Keine Angabe der Verlagsseite. Angaben eines Hauses stehen nie in der Spalte des anderen.

Tabelle: Frage, Campus, Münchner Verlagsgruppe
FrageCampusMünchner Verlagsgruppe
EinreichwegNur per Mail an eine Adresse innerhalb der Beltz-GruppePost an die Münchner Anschrift oder Mail an eine Verlagsadresse
PostManuskripte per Post werden nicht mehr angenommenExposés und Leseproben in Papierform an die Münchner Anschrift
DateiformatKeine Angabe der Verlagsseite zur Einsendung; die Word-Vorlage gehört erst zur Zusammenarbeit nach dem LektoratskontaktDigital nur als PDF; Word-Dateien werden nach eigener Angabe nicht akzeptiert; für Papier keine Formatvorgabe
UnterlagenExposé und rund 20-seitige Leseprobe im allgemeinen Programm; für Wissenschaft Manuskript oder KurzdarstellungExposé mit Aussagekraft, Inhaltsangabe und ein Kapitel
AusschlüsseKeine Angabe der VerlagsseiteLaut Seite grundsätzlich nicht infrage: Belletristik, Lyrik, Kinder- und Jugendbücher
RückmeldungAntwort nur bei positiver Rückmeldung; bleibt sie 10 Wochen aus, gilt das als AbsageBleibt sechs Monate nach Einreichung des Exposés die Antwort aus, gilt das als Absage

Der Campus Verlag nimmt Manuskripte nach seiner Autoreninformation ausschließlich per Mail entgegen. Den Postweg nimmt er wegen einer sehr großen Menge an Einsendungen nicht mehr an, Datenträger wie CDs oder USB-Sticks ebenfalls nicht. Außerdem bittet er, von Einsendungen abzusehen, die mit generativer KI entstanden sind. Der Stand dieser Angaben ist der 6. Oktober 2026. Genannt ist damit allein der Mailweg. Wer vorab einen Manuskript-Check ansetzen möchte, plant ihn deshalb als eigenen Schritt vor der Mail ein.

Die Münchner Verlagsgruppe nennt zwei Wege. Exposés und Leseproben nimmt sie in Papierform an ihre Münchner Anschrift entgegen, und per Mail können die Unterlagen an eine Verlagsadresse gehen. Für digitale Einsendungen bittet sie aus Sicherheitsgründen, nur PDF-Dateien zu schicken. Word-Dateien und ähnliche Formate nimmt sie nach eigener Angabe nicht an. Für Papier nennt die Seite keine Formatvorgabe. Der Stand dieser Angaben ist ebenfalls der 6. Oktober 2026.

Daraus ergibt sich, dass bei Campus nur der Mailweg genannt ist, während die Münchner Verlagsgruppe Post und Mail anbietet und digital nur eine PDF-Vorgabe nennt. Wer beide Häuser im Blick behält, bereitet die Unterlagen deshalb getrennt nach dem jeweiligen Weg vor. Welche Unterlagen das im Einzelnen sind, zeigt der nächste Abschnitt.

Campus oder Münchner Verlagsgruppe: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen und Vorgaben für Exposé und Leseprobe

Beide Häuser verlangen ein Exposé. Im allgemeinen Programm, zu dem die Bereiche Wirtschaft & Gesellschaft, Business, Finanzen sowie Beruf & Karriere gehören, verlangt Campus ein Exposé mit Aussagekraft, dazu eine Leseprobe von rund 20 Seiten. Zur Länge des Exposés macht die Seite keine Angabe.

Das Campus-Exposé soll sieben Bestandteile enthalten: Angaben zur Person samt Kurzbiografie, den Inhalt mit Arbeitstitel und Gliederung, die Zielgruppe, drei Verkaufsargumente in Stichworten, das eigene Netzwerk, den Wettbewerb mit Konkurrenzwerken und Abgrenzung sowie eine Zusammenfassung des Kerns als ein einziger Satz. Eine feste Länge oder Reihenfolge nennt die Seite für diese Teile nicht.

Für das Wissenschaftsprogramm nennt Campus zwei Wege, die per E-Mail laufen: entweder das komplette Manuskript oder eine Kurzdarstellung mit Aussagekraft. Im Exposé für diesen Bereich finden sich eine knappe Zusammenfassung des Inhalts, die Gliederung, die Einleitung oder ein ausgewähltes Kapitel sowie Informationen zur Autorin oder zum Autor. Bei Qualifikationsschriften wie Dissertationen oder Habilitationen werden zusätzlich akademische Gutachten erwartet, bei Tagungsbänden ein Buchkonzept. Wer Open Access anstrebt, nennt den Goldenen oder den Grünen Weg und kann das im Betreff markieren.

Die Münchner Verlagsgruppe verlangt für ihre Entscheidung ein Exposé mit Aussagekraft, eine Inhaltsangabe und ein Kapitel, das den Text repräsentativ zeigt. Das Exposé soll unter anderem Arbeitstitel samt Untertitel, eine Buchidee im Umfang von sechs bis acht Zeilen, eine Inhaltsskizze mit maximal ein bis drei Seiten, eine Gliederung, eine Textprobe mit maximal zehn Seiten, Zielgruppe, Verkaufsargumente, Konkurrenzwerke, Kurzbiografie, den geschätzten Umfang einschließlich Abbildungen und Tabellen sowie den Termin für die Ablieferung enthalten. Die Seite sagt, diese Punkte sollte das Exposé enthalten.

Für dich ergibt sich daraus, dass beide Häuser ein Exposé verlangen. Campus setzt eine Leseprobe von rund 20 Seiten dazu, die Münchner Verlagsgruppe eine Textprobe mit maximal zehn Seiten. Ein Haus wird nur nach den eigenen Angaben vorbereitet, eine Vorlage des einen ersetzt die Angaben des anderen nicht. Praktisch heißt das: Du legst für jedes Haus eine eigene Unterlagenmappe an und prüfst vor dem Versand, ob alle Punkte der jeweiligen Angaben abgedeckt sind, statt eine Vorlage für beide zu verwenden.

Wer einen Roman plant, sollte beachten, dass Belletristik bei der Münchner Verlagsgruppe laut Seite grundsätzlich nicht infrage kommt. Ein Exposé für den Roman braucht deshalb einen eigenen Zuschnitt, den dieser Abschnitt nicht abdeckt.

Wartezeit, Haftung und Nachfragen im Überblick

Campus antwortet nur bei positiver Rückmeldung. Absagebriefe und Textbeurteilungen verschickt der Verlag nicht, und unverlangt eingesandte Manuskripte kommen nicht zurück. Bleibt innerhalb von 10 Wochen eine Antwort aus, gilt das laut Seite als Absage. Die Seite nennt damit nur die Frist, ab der Schweigen als Absage gilt; dass innerhalb dieser Zeit geantwortet wird, steht dort nicht. Der Verlag wünscht keine Nachfragen zum Bearbeitungsstand. Wer die Fristen im Blick behalten möchte, notiert sich das Versanddatum.

Die Münchner Verlagsgruppe nennt für unverlangt eingesandte Manuskripte derzeit ungefähr drei Monate Bearbeitungszeit. Angesichts der hohen Zahl an Einsendungen pro Tag kann sie einzelne Texte meist nicht mit Anmerkungen versehen. Ob nach drei Monaten eine Antwort kommt, sagt die Seite nicht. Bei Exposés gilt sechs Monate nach der Einreichung ohne Antwort als Absage. Nicht jedes Manuskriptangebot wird schriftlich abgesagt. Eine Eingangsbestätigung verschickt der Verlag nicht, und er bittet, telefonisch nicht nachzufragen. Der Stand dieser Angaben ist der 6. Oktober 2026.

Campus übernimmt laut rechtlichem Hinweis keine Haftung, wenn Manuskripte, Bildmaterial oder Daten unverlangt eingehen. Der Verlag bittet außerdem, keine Originale zu schicken. Die Münchner Verlagsgruppe bittet ausschließlich um Kopien, weil sie Exposés und Manuskripte nicht zurücksendet, und schließt eine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte ausdrücklich aus.

Beide Häuser zählen Schweigen nach einer Frist als Absage, bei Campus nach 10 Wochen, bei der Münchner Verlagsgruppe nach sechs Monaten. Daraus folgt für dich, dass nur Kopien auf den Weg gehen sollten, egal welches Haus du wählst. Wer parallel mehrere Häuser anschreiben möchte, kann die jeweiligen Fristen getrennt festhalten, damit keine Frist untergeht. Wer Agenturen vergleichen will, findet dazu den Ratgeber Literaturagentur finden. Wer vor dem Versand den Text sprachlich überarbeiten lassen möchte, kann ein Buch-Lektorat in Betracht ziehen.

Campus oder Münchner Verlagsgruppe: Prüfliste mit vier Punkten

Programme, Ausschlüsse und Impressum

Campus nimmt Buchideen nach der Seite für zwei Programmbereiche an. Der Wirtschaftsbereich umfasst Wirtschaft & Gesellschaft, Business & Management, Finanzen sowie Beruf & Karriere. Der Wissenschaftsbereich umfasst unter anderem Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. Eine Ausschlussliste nennt die Seite nicht, deshalb lässt sich aus ihr nicht ableiten, welche Genres bei Campus fehlen. Ob ein Thema zu diesen Bereichen passt, zeigt der Abgleich mit dem Verlagsprogramm.

Seit Ende 2021 setzt der Verlag nach einer Annahme auf das Prinzip Content First. Die Schreibenden bekommen vom Lektorat eine Vorlage für Microsoft Word, mit der die inhaltliche Struktur erfasst wird. Diese Vorlage gehört zur Zusammenarbeit nach dem Lektoratskontakt und nicht zur ersten Einsendung.

Das Impressum nennt den Campus Verlag als Programm der Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG in Weinheim. Die Postanschrift dort ist trotzdem kein Manuskriptweg, denn laut Autoreninformation werden nur Mails angenommen.

Die Münchner Verlagsgruppe GmbH in München nennt das Impressum als Verantwortliche für den Inhalt. Laut Manuskriptseite gehen Manuskripte allein an diese GmbH. Belletristik, Lyrik sowie Kinder- und Jugendbücher kommen laut Seite grundsätzlich nicht infrage, außerdem Promotions- und Habilitationsschriften.

Ein praktischer Gedanke dazu lautet: Wer das Programm beider Häuser ansieht, bereitet die Unterlagen nach dem jeweiligen Weg vor. Wer weitere Häuser vergleichen möchte, kann dafür den Schritt Verlag finden nutzen. Den Klappentext kannst du parallel für spätere Schritte vorbereiten. Die Einreichhinweise eines weiteren Verlags liest du gesondert nach, etwa unter Hanser Manuskript einreichen.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Campus und der Münchner Verlagsgruppe

Welchen Einreichweg nennt Campus?

Genannt ist der Mailweg. Der Campus Verlag nimmt Manuskripte nach seiner Autoreninformation ausschließlich per Mail entgegen. Den Postweg nimmt er nicht mehr an, Datenträger wie CDs oder USB-Sticks ebenfalls nicht. Die Mail-Adresse selbst steht auf dieser Seite nicht; den Wortlaut der Autoreninformation prüfst du direkt auf der Seite des Verlags. Der Stand dieser Angaben ist der 6. Oktober 2026.

Reicht bei der Münchner Verlagsgruppe ein Word-Dokument?

Digital eingereichte Manuskripte sollen laut Verlag ausschließlich als PDF kommen, aus Sicherheitsgründen. Dateien aus Word oder vergleichbaren Programmen nimmt der Verlag nach eigener Angabe nicht an. Für Papiersendungen nennt die Seite keine Formatvorgabe.

Welche Unterlagen verlangt Campus für das allgemeine Programm?

Für das allgemeine Programm mit den Bereichen Wirtschaft & Gesellschaft, Business, Finanzen sowie Beruf & Karriere verlangt Campus ein Exposé mit Aussagekraft und eine Leseprobe von rund 20 Seiten. Eine Seitenzahl für das Exposé nennt die Seite nicht.

Was zählt bei der Münchner Verlagsgruppe als Absage?

Bleibt sechs Monate nach der Einreichung des Exposés eine Antwort aus, zählt die Münchner Verlagsgruppe das als Absage. Eine Eingangsbestätigung verschickt der Verlag nicht. Die Seite nennt diese Frist als Zeitpunkt, ab dem Schweigen als Absage gilt, und sagt nicht, dass innerhalb dieser Zeit geantwortet wird.

Haftet Campus für eingesandte Originale?

Laut rechtlichem Hinweis übernimmt Campus bei unverlangt eingehenden Manuskripten, Bildmaterial oder Daten keine Haftung. Die Seite bittet außerdem, keine Originale zu schicken.

Welche Programme nimmt Campus nach der Seite an?

Campus nimmt Buchideen für zwei Programmbereiche an: Wirtschaft und Wissenschaft. Eine Ausschlussliste nennt die Seite nicht, deshalb lässt sich aus ihr nicht ableiten, welche Genres fehlen.

Welche Genres schließt die Münchner Verlagsgruppe aus?

Laut Seite kommen Belletristik, Lyrik und Kinder- und Jugendbücher grundsätzlich nicht infrage, außerdem Promotions- und Habilitationsschriften. Die Seite nennt nur Ausschlüsse und kein positives Programmprofil, deshalb sagt sie nicht, welche Sachbücher angenommen werden.

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