Richtige Gestaltung und Zitierung von Abbildungen und Tabellen
Abbildungen und Tabellen: So bindest du sie richtig in deine Arbeit ein
Eine Abbildung ist eine bildliche Darstellung, die im Text behandelte Inhalte veranschaulichen kann; eine Tabelle ordnet Texte oder Daten in Zeilen und Spalten. Dieser Leitfaden erklärt die Unterschiede und zeigt Schritte für Beschriftungen in Word. Für Tabellen- und Abbildungsverzeichnisse wird die Praxis des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen eingeordnet.
Grundlagen der visuellen Präsentation
Abbildungen und Tabellen unterscheiden sich vor allem in der Art der Darstellung. Der Duden beschreibt die Abbildung als bildliche Wiedergabe und verwendet auch die Kurzbezeichnung Bild sowie die Abkürzung Abb.
Im Eintrag des Dudens erscheint die Abbildung als Darstellung, die einem Buch- oder Zeitschriftentext beigefügt ist und den dort behandelten Inhalt anschaulich macht. Daneben nennt der Eintrag unter anderem Ansicht, Aufnahme und Darstellung als Synonyme. Für die Einordnung einer konkreten Darstellung lässt sich daher zunächst prüfen, ob sie als bildliche Wiedergabe eingesetzt wird.
Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit können anhand der jeweiligen Darstellungsart beschrieben werden. Der Duden nennt für Tabelle eine listenartige Zusammenstellung, eine Übersicht oder eine Zahlentafel. Als weitere Begriffe führt er beispielsweise Liste, Katalog und Statistik auf.
Der Wikipedia-Artikel zu Tabellen beschreibt eine geordnete Sammlung von Texten oder Daten. Ihre Inhalte sind horizontal in Zeilen und vertikal in Spalten gegliedert sowie grafisch ausgerichtet. Eine Abbildung ist dem Duden zufolge dagegen eine bildliche Darstellung. Ob eine konkrete Darstellung einer weiteren Vorgabe unterliegt, sollte anhand des einschlägigen Regelwerks oder nach Rücksprache mit der betreuenden Person geprüft werden.
Die beiden Begriffe decken damit unterschiedliche Beschreibungen aus den genannten Quellen ab: Tabelle verweist auf eine gegliederte Zusammenstellung, Abbildung auf eine bildliche Wiedergabe. Für die Benennung im eigenen Dokument kann man die Merkmale der jeweiligen Darstellung mit den Vorgaben der Arbeit abgleichen.

Struktur und Gliederungselemente
Tabellenverzeichnis in Word und Tabellenaufbau hängen eng zusammen. Für den Aufbau beschreibt der Wikipedia-Artikel Tabelle Inhalte, die in waagerechten Zeilen und senkrechten Spalten angeordnet werden. Eine Tabelle kann Texte oder Daten geordnet zusammenstellen.
Der Artikel bezeichnet die erste Spalte als Vorspalte, wenn sie die übrigen Felder derselben Zeile inhaltlich benennt. Die ersten erklärenden Zeilen werden dort als Tabellenkopf bezeichnet. Besteht dieser Kopf aus nur einer Zeile, nennt der Artikel sie Kopfzeile. Diese Begriffe beschreiben mögliche Bestandteile; ob sie für eine bestimmte Tabelle erforderlich sind, sollte aus den Vorgaben der Arbeit geprüft werden.
Die folgende Gegenüberstellung hält nur Angaben fest, die die Quelle der Universität Duisburg-Essen für Tabellen und Abbildungen ihres Instituts nennt.
| Element | Abbildung | Tabelle |
|---|---|---|
| Nummerierung | chronologisch, etwa Abbildung 1 | chronologisch, etwa Tabelle 1 |
| Titel | eigener Titel | eigener Titel |
| Quellenangabe | direkt unter der Darstellung | direkt unter der Darstellung |
| Verzeichnis | Titel, Nummer und Seitenzahl | Titel, Nummer und Seitenzahl |
Die Universität Duisburg-Essen beschreibt diese Angaben für Tabellen und Abbildungen in Abschlussarbeiten am Institut für Soziologie. Für eine andere Arbeit lässt sich das zuständige Regelwerk daraufhin prüfen, welche Benennung, Zählung oder Verzeichnisangaben es verlangt.
Zeilen und Spalten bilden nach dem Wikipedia-Artikel das Raster einer Tabelle. Eine Vorspalte kann innerhalb dieses Rasters den Inhalt der anderen Felder ihrer Zeile bezeichnen. Erklärende Anfangszeilen können den Tabellenkopf bilden; bei einer einzigen solchen Zeile lautet die Bezeichnung Kopfzeile. Diese Beschreibung legt keine zusätzliche Gestaltungsregel fest.
Formale Kennzeichnungen und Herkunftsangaben
Tabellen zitieren beginnt schon bei der Nummerierung und Betitelung. Das Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen beschreibt für Abschlussarbeiten eine fortlaufende Nummerierung jeder Tabelle und jeder Abbildung. Als Beispiele nennt die Quelle Tabelle 1 und Abbildung 1.
Nach dieser Vorgabe erhält zudem jede Tabelle und jede Abbildung einen eigenen Titel. Für ein Dokument kann deshalb geprüft werden, ob Nummer und Titel bei allen dort verwendeten Tabellen und Abbildungen vorhanden sind und der Reihe nach vergeben wurden.
Dieselbe Quelle ordnet die Quellenangabe unmittelbar unter der jeweiligen Darstellung an und verlangt dafür dieselbe Form wie bei einem direkten Zitat. Bei einer selbst erstellten Abbildung nennt sie den Zusatz eigene Darstellung. Für eigene Berechnungen nennt sie den Zusatz eigene Berechnungen.
Abbildungen zitieren heißt, die Quelle direkt unter der Darstellung anzugeben, nicht erst im Literaturverzeichnis. Diese Aussage gibt die genannte Praxis des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen wieder. Für abweichende Hochschulvorgaben sollte die Prüfungsordnung oder die betreuende Person herangezogen werden.
Die Quelle verbindet damit Nummerierung, Titel und Quellenangabe mit einzelnen Darstellungen. Sie legt keine allgemeine Regel für alle Fakultäten fest. Wer eine Arbeit vorbereitet, kann die lokale Vorgabe gezielt mit diesen drei Angaben vergleichen.
Automatisierung durch Softwarefunktionen
Word-Beschriftungen automatisch nummerieren spart bei längeren Arbeiten viel Handarbeit. Microsoft Support beschreibt eine Beschriftung als nummerierte Bezeichnung, etwa Abbildung 1. Sie setzt sich aus anpassbarem Text, beispielsweise Abbildung, Tabelle oder Formel, und einer fortlaufend geordneten Ziffer zusammen.
Zum Hinzufügen markiert man nach der Microsoft-Anleitung zunächst das Objekt. Anschließend wird in Word auf der Registerkarte Verweise in der Gruppe Beschriftungen die Funktion Beschriftung einfügen ausgewählt. Die Anleitung nennt diesen Weg für das Anlegen einer Beschriftung.
Für die eigene Prüfung lässt sich feststellen, ob das zu beschriftende Objekt markiert ist und ob die genannte Funktion in Word ausgewählt wurde. Den Textteil der Beschriftung kann man dabei anpassen; die Quelle nennt dafür Abbildung, Tabelle und Formel als Beispiele.
Microsoft Support beschreibt außerdem AutoBeschriftung im Dialogfeld Beschriftungen. Über diese Option kann Word beim Einfügen von Tabellen, Bildern oder anderen Objekten Beschriftungen automatisch vergeben. Die Quelle bezieht diese automatische Vergabe auf neu eingefügte Objekte.
Beim späteren Hinzufügen, Löschen oder Verschieben können laut Microsoft Support sämtliche Beschriftungsnummern gemeinsam aktualisiert werden. Ob diese Funktion für das konkrete Dokument genutzt werden soll, lässt sich durch einen Abgleich der vorhandenen Beschriftungen mit den Anforderungen der Arbeit entscheiden.
Die Dokumentation nennt damit drei überprüfbare Schritte: Objekt auswählen, Beschriftung über Verweise einfügen und bei Bedarf AutoBeschriftung im Beschriftungsdialog prüfen. Für vorhandene Nummern nennt sie außerdem die gemeinsame Aktualisierung. Weitere Vorgaben zur Gestaltung der Beschriftung sollten aus dem Regelwerk der eigenen Arbeit entnommen werden.

Integration ins Gesamtdokument
Abbildungsverzeichnis und Tabellenverzeichnis enthalten nach der Vorgabe des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen Titel, Nummer und Seitenzahl der jeweiligen Tabellen beziehungsweise Abbildungen. Die Quelle beschreibt diese Übernahme für Abschlussarbeiten dieses Instituts.
Für die einzelnen Darstellungen nennt dieselbe Vorgabe eine chronologische Nummerierung und einen eigenen Titel. Als Beispiele für die Nummerierung stehen Tabelle 1 und Abbildung 1. Die Quellenangabe wird dort direkt unter der Darstellung angegeben und folgt der Form eines direkten Zitats.
- Fortlaufende Nummer prüfen, etwa Tabelle 1 oder Abbildung 1.
- Eigenen Titel für die Tabelle oder Abbildung prüfen.
- Quellenangabe direkt unter der Darstellung prüfen.
- Titel, Nummer und Seitenzahl für das passende Verzeichnis prüfen.
Bei einer selbst erstellten Abbildung nennt die Quelle den Zusatz eigene Darstellung. Bei eigenen Berechnungen nennt sie eigene Berechnungen. Ob und in welcher Form diese Angaben in einer anderen Arbeit verwendet werden, sollte anhand der dort geltenden Prüfungsordnung oder mit der betreuenden Person geklärt werden.
Die Quelle formuliert keine allgemeine Regel zur Textnähe einer Darstellung, zu einem Verweis im Fließtext oder zur Position von Verzeichnissen innerhalb einer Arbeit. Solche Punkte können deshalb nur als Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Fakultät geprüft werden.
Quellen und Stand
- Duden: Abbildung, Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft: www.duden.de (geprüft am 2026-09-16)
- Duden: Tabelle, Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft: www.duden.de (geprüft am 2026-09-16)
- Wikipedia: Tabelle: de.wikipedia.org (geprüft am 2026-09-16)
- Universität Duisburg-Essen: Hinweise zu Tabellen und Abbildungen in einer Abschlussarbeit: www.uni-due.de (geprüft am 2026-09-16)
- Microsoft Support: Hinzufügen, Formatieren oder Löschen von Beschriftungen in Word: support.microsoft.com (geprüft am 2026-09-16)
Unter dem Titel „Abbildung oder Tabelle richtig erstellen und zitieren“ ordnet dieser Beitrag „Richtige Gestaltung und Zitierung von Abbildungen und Tabellen“ ein.