Richtige Gestaltung und Zitierung von Abbildungen und Tabellen

Abbildungen und Tabellen: So bindest du sie richtig in deine Arbeit

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 16. September 2026 · Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit

Wer in einer wissenschaftlichen Arbeit eine Abbildung oder Tabelle richtig erstellen und zitieren möchte, muss zunächst zwischen beiden Darstellungsformen unterscheiden: Während eine Abbildung besprochene Textinhalte bildlich veranschaulicht, gliedert eine Tabelle Daten oder Textangaben systematisch in Zeilen und Spalten. Dieser Praxisleitfaden zeigt dir, worin die formalen Unterschiede liegen, wie du Beschriftungen in Word sauber anlegst und welche Vorgaben sich am Beispiel des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen für Quellenangaben sowie Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse ergeben.

Abbildung oder Tabelle: Unterschied und Begriffsbestimmung

Ob ein Element im Manuskript als Abbildung oder als Tabelle geführt wird, richtet sich nach der jeweiligen Darstellungsform. Laut Duden steht der Begriff Abbildung für eine bildliche Wiedergabe; ergänzend führt das Wörterbuch das Kurzwort Bild sowie die gängige Abkürzung Abb. an.

Nach der Definition des Dudens handelt es sich bei einer Abbildung um eine Darstellung, die einen Buch- oder Zeitschriftentext begleitet, um das dort behandelte Thema anschaulich zu vermitteln. Als bedeutungsverwandte Begriffe und Synonyme nennt der Eintrag unter anderem Ansicht, Aufnahme sowie Darstellung. Wenn du ein Element in deiner Arbeit einordnen willst, prüfst du deshalb als Erstes, ob es den Sachverhalt primär über eine bildliche Wiedergabe verdeutlicht.

Verschiedene Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit lassen sich über ihre konkrete Darstellungsart voneinander abgrenzen. Eine Tabelle definiert der Duden als listenartige Zusammenstellung, als geordnete Übersicht oder als Zahlentafel. Im Wortfeld werden außerdem verwandte Ausdrücke wie Liste, Katalog und Statistik genannt.

Ergänzend erläutert der Wikipedia-Artikel zu Tabellen diese Darstellungsform als strukturierte Sammlung von Daten oder Texten, deren Einträge waagerecht in Zeilen und senkrecht in Spalten eingeteilt und optisch aneinander ausgerichtet sind. Demgegenüber kennzeichnet der Duden die Abbildung als bildliche Darstellung. Welche zusätzlichen formalen Anforderungen für deine Arbeit gelten, klärst du am besten über das maßgebliche Regelwerk deines Fachbereichs oder in direkter Rücksprache mit der betreuenden Person.

Damit stehen die beiden Begriffe für klar getrennte Konzepte: Während die Tabelle eine in Zeilen und Spalten gegliederte Zusammenstellung bezeichnet, meint die Abbildung eine bildliche Wiedergabe. Damit die Benennung im eigenen Dokument durchgängig stimmt, empfiehlt es sich, die Merkmale jeder Darstellung vorab mit den Vorgaben der Arbeit abzugleichen.

Abbildungen und Tabellen einbinden: der Ablauf in drei Schritten

Tabellenaufbau verstehen: Zeilen, Spalten, Vorspalte und Kopfzeile

Ein sauberes Tabellenverzeichnis in Word setzt voraus, dass der Tabellenaufbau im Text klar strukturiert ist. Wie der Wikipedia-Artikel Tabelle darlegt, werden die Inhalte dabei in waagerechten Zeilen sowie senkrechten Spalten arrangiert, um Daten oder Texte übersichtlich zusammenzustellen.

Benennt die erste Spalte inhaltlich, worum es in den übrigen Feldern derselben Zeile geht, wird sie in diesem Artikel als Vorspalte bezeichnet. Analog heißen die einleitenden, erklärenden Zeilen am oberen Rand Tabellenkopf; umfasst dieser Bereich lediglich eine einzige Zeile, spricht der Artikel von einer Kopfzeile. Diese Fachbegriffe benennen typische Strukturelemente einer Tabelle, wobei du anhand der Vorgaben deiner Arbeit prüfen solltest, welche Bestandteile im Einzelfall gefordert sind.

Die nachstehende Übersicht fasst kompakt jene formalen Eckpunkte zusammen, die das Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen für den Einsatz von Tabellen und Abbildungen aufführt.

Tabelle: Element, Abbildung, Tabelle
ElementAbbildungTabelle
Nummerierungchronologisch, etwa Abbildung 1chronologisch, etwa Tabelle 1
Titeleigener Titeleigener Titel
Quellenangabedirekt unter der Darstellungdirekt unter der Darstellung
VerzeichnisTitel, Nummer und SeitenzahlTitel, Nummer und Seitenzahl

Diese konkreten Vorgaben zu Tabellen und Abbildungen gelten an der Universität Duisburg-Essen für Abschlussarbeiten am Institut für Soziologie. Schreibst du deine Arbeit an einem anderen Lehrstuhl, solltest du im dort gültigen Regelwerk gezielt nachschlagen, wie Benennung, Zählung und Verzeichnisangaben geregelt sind.

Zusammengefasst spannen Zeilen und Spalten laut dem Wikipedia-Artikel das Grundraster jeder Tabelle auf. Innerhalb dieses Rasters dient eine Vorspalte dazu, die weiteren Felder der jeweiligen Zeile inhaltlich zu kennzeichnen, während erklärende Anfangszeilen den Tabellenkopf oder bei einer einzelnen Zeile die Kopfzeile bilden. Damit ist zunächst die Grundstruktur beschrieben, ohne dass daraus bereits eine verbindliche Gestaltungsregel für jedes Fachgebiet folgt.

Abbildungen und Tabellen richtig nummerieren, betiteln und zitieren

Wer Tabellen zitieren und formal sauber einbinden möchte, beginnt mit einer eindeutigen Nummerierung und Betitelung. Nach den Richtlinien des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen wird in Abschlussarbeiten jede Tabelle und jede Abbildung chronologisch durchnummeriert, also beispielsweise als Tabelle 1 und Abbildung 1 geführt.

Ergänzend zu dieser fortlaufenden Zählung verlangt dieselbe Vorgabe für jede Tabelle und jede Abbildung einen aussagekräftigen eigenen Titel. Vor der Abgabe empfiehlt sich daher eine gezielte Kontrolle im gesamten Dokument, ob sämtliche Tabellen und Abbildungen lückenlos in der richtigen Reihenfolge nummeriert und jeweils mit einem eigenen Titel versehen sind.

Hinsichtlich der Herkunft schreibt dasselbe Institut vor, dass die Quellenangabe direkt unter der jeweiligen Darstellung platziert wird und formal den Regeln eines direkten Zitats folgt. Stammt eine Abbildung aus eigener Hand, wird darunter der Vermerk eigene Darstellung gesetzt; beruhen die gezeigten Werte auf selbst durchgeführten Auswertungen, lautet der entsprechende Hinweis eigene Berechnungen.

Richtig Abbildungen zitieren bedeutet demnach, den Herkunftsnachweis unmittelbar unterhalb der Darstellung anzuführen und ihn nicht bloß im Literaturverzeichnis zu nennen. Dieses Vorgehen entspricht der beschriebenen Praxis am Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen. Um abweichende Regelungen deiner eigenen Hochschule zu berücksichtigen, solltest du stets die Prüfungsordnung prüfen oder Rücksprache mit der betreuenden Person halten.

Somit verknüpft das Institut jede einzelne Darstellung fest mit den drei Elementen Nummerierung, Titel und Quellenangabe. Da sich diese Regelung nicht pauschal auf sämtliche Fakultäten übertragen lässt, solltest du beim Vorbereiten für eine Arbeit die Richtlinien deines Lehrstuhls gezielt anhand dieser drei Angaben abgleichen.

Beschriftungen in Word einfügen und automatisch nummerieren

Wenn du Word-Beschriftungen automatisch nummerieren lässt, reduzierst du den manuellen Korrekturaufwand in umfangreichen Arbeiten erheblich. Laut Microsoft Support besteht eine solche Beschriftung aus einer nummerierten Bezeichnung wie Abbildung 1, bei der ein anpassbarer Textbaustein, etwa Abbildung, Tabelle oder Formel, mit einer fortlaufend vergebenen Ziffer kombiniert wird.

Um eine solche Bezeichnung anzulegen, wählst du gemäß der Microsoft-Anleitung zuerst das betreffende Objekt im Dokument aus. Danach wechselst du in Word auf die Registerkarte Verweise und klickst dort innerhalb der Gruppe Beschriftungen auf den Befehl Beschriftung einfügen, womit die Beschriftung direkt erstellt wird.

Bei der praktischen Umsetzung im Dokument achtest du also darauf, dass das gewünschte Objekt markiert ist und die entsprechende Funktion in Word über das Menü aufgerufen wurde. Den vorangestellten Textteil der Beschriftung kannst du bedarfsgerecht anpassen, wobei Abbildung, Tabelle und Formel als typische Bezeichnungen zur Auswahl stehen.

Darüber hinaus erläutert Microsoft Support die Funktion AutoBeschriftung, die sich direkt im Dialogfeld Beschriftungen einrichten lässt. Ist diese Option aktiv, vergibt Word beim Einfügen von Bildern, Tabellen oder weiteren Objekten selbstständig die passende Beschriftung, was allerdings ausschließlich für neu eingefügte Objekte greift.

Falls du im weiteren Schreibprozess Darstellungen nachträglich ergänzt, entfernst oder an eine andere Textstelle verschiebst, lassen sich laut Microsoft Support alle Beschriftungsnummern gesammelt aktualisieren. Ob du diese Automatik in deinem Dokument einsetzt, entscheidest du am besten durch einen Abgleich der vorhandenen Beschriftungen mit den formalen Anforderungen deiner Arbeit.

Insgesamt gibt die Dokumentation damit drei klar nachvollziehbare Schritte vor: das Objekt auswählen, die Beschriftung über die Registerkarte Verweise einfügen und optional die AutoBeschriftung im Beschriftungsdialog aktivieren. Bestehende Nummern können zudem gemeinsam aktualisiert werden, während weiterführende Details zur optischen Gestaltung der Beschriftung aus dem Regelwerk der eigenen Arbeit hervorgehen.

Abbildungen und Tabellen einbinden: Prüfliste mit vier Punkten

Abbildungsverzeichnis, Tabellenverzeichnis und Schlusskontrolle

Sowohl Abbildungsverzeichnis und Tabellenverzeichnis führen nach den Richtlinien des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen jeweils Titel, Nummer und Seitenzahl sämtlicher verwendeten Abbildungen beziehungsweise Tabellen auf. Diese Regelung ist für Abschlussarbeiten an diesem Institut maßgeblich.

Damit die Verzeichnisse vollständig sind, muss jede einzelne Darstellung im Text gemäß derselben Vorgabe eine chronologische Nummerierung wie Tabelle 1 oder Abbildung 1 sowie einen eigenen Titel tragen. Zusätzlich steht die Quellenangabe unmittelbar unter der Darstellung und orientiert sich formal an der Zitierweise eines direkten Zitats.

  • Chronologische und fortlaufende Nummerierung kontrollieren, zum Beispiel Tabelle 1 oder Abbildung 1.
  • Prüfen, ob jede Tabelle und jede Abbildung über einen präzisen eigenen Titel verfügt.
  • Sicherstellen, dass die Quellenangabe direkt unter der jeweiligen Darstellung steht.
  • Abgleichen, ob Titel, Nummer und Seitenzahl vollständig in das jeweilige Verzeichnis übernommen wurden.

Wurde eine Abbildung von dir selbst erstellt oder basieren die Daten auf eigenen Berechnungen, gehört der entsprechende Vermerk ebenfalls direkt unter die Darstellung. Ob und in welchem Wortlaut solche Zusätze in deiner eigenen Abschlussarbeit gefordert sind, klärst du verbindlich über die geltende Prüfungsordnung oder im Gespräch mit der betreuenden Person.

Zu weitergehenden Fragen wie der räumlichen Nähe einer Grafik zur Textstelle, einem ausdrücklichen Verweis im Fließtext oder der genauen Platzierung der Verzeichnisse im Dokument macht das genannte Institut keine allgemeingültigen Vorgaben. Solche Gestaltungsdetails prüfst du daher stets anhand der spezifischen Leitfäden deiner Hochschule oder Fakultät.

So zitierst du diese Seite

Stand: 16. September 2026

korrektur.de. (2026, 16. September). Abbildung oder Tabelle richtig erstellen und zitieren. korrektur.de. https://korrektur.de/abbildungen-tabellen

Quellen und Stand

Mit diesem Leitfaden zum Thema „Richtige Gestaltung und Zitierung von Abbildungen und Tabellen“ kannst du jede Abbildung oder Tabelle richtig erstellen und zitieren sowie formal sauber in dein Verzeichnis aufnehmen.

Sollen Beschriftungen und Verzeichnis noch einmal gegengeprüft werden? korrektur.de liest deine Arbeit vor der Abgabe gegen.

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Häufige Fragen zum Erstellen und Zitieren von Abbildungen und Tabellen

Wie unterscheide ich eine Abbildung von einer Tabelle?

Laut Duden dient eine Abbildung als bildliche Darstellung dazu, die im Text behandelten Inhalte anschaulich zu machen. Demgegenüber ist eine Tabelle eine listenförmige Zusammenstellung, die Daten oder Texte gemäß dem Wikipedia-Artikel systematisch in Zeilen und Spalten gliedert.

Was bedeutet der Begriff Vorspalte in einer Tabelle?

Gemäß dem Wikipedia-Artikel Tabelle steht der Begriff Vorspalte für die erste Spalte einer Tabelle, sofern diese den Inhalt der weiteren Felder in derselben Zeile inhaltlich kennzeichnet.

Wo gehört die Quellenangabe hin?

Gemäß den Hinweisen des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen wird die Quellenangabe direkt unter der Darstellung platziert und wie ein direktes Zitat angegeben. Hast du eine Grafik selbst entworfen, ergänzt du den Vermerk „eigene Darstellung“, während bei selbst ausgewerteten Daten „eigene Berechnungen“ angegeben wird.

Wie führe ich Beschriftungen in Word ein?

Laut Microsoft Support markierst du zunächst das gewünschte Objekt und wählst anschließend im Reiter Verweise innerhalb der Gruppe Beschriftungen die Funktion „Beschriftung einfügen“. Zusätzlich lässt sich im Dialogfeld Beschriftungen die AutoBeschriftung aktivieren, damit neue Tabellen, Bilder oder andere Objekte beim Einfügen automatisch beschriftet werden.

Welche Angaben gehören in das Verzeichnis?

Den Hinweisen des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen zufolge gehören Titel, Nummer und Seitenzahl jeder verwendeten Tabelle oder Abbildung in das entsprechende Verzeichnis.

Muss jedes Element einen eigenen Titel tragen?

Am Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen geben die Hinweise vor, dass jede Tabelle und jede Abbildung sowohl chronologisch nummeriert als auch mit einem eigenen Titel versehen wird. Für andere Fakultäten oder Hochschulen ergibt sich daraus jedoch keine allgemeinverbindliche Pflicht.

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