Quellenverzeichnis beim wissenschaftlichen Arbeiten
Quellenverzeichnis verständlich erklärt
Ein Quellenverzeichnis lässt sich als überprüfbarer Arbeitsschritt bearbeiten, wenn Fachfrage, direkte Quelle, Material, Kriterien und Aussagegrenze klar verbunden werden.
Wozu dient ein Quellenverzeichnis?
Das Quellenverzeichnis wird hier im fachlichen Rahmen des Merkblatts „Literatur- und Quellenverzeichnis & Zitierweisen“ betrachtet. Die direkte Quelle stammt vom Institut für Empirische Kulturwissenschaft und vom Institut für Sozialanthropologie und Religionswissenschaft. Ihr Stand ist mit dem 22.08.24 angegeben. Das Merkblatt soll beim Heranziehen, Benutzen und Zitieren von Fachliteratur und Quellen helfen. Es ordnet Literatur- und Quellenverzeichnisse als Ergänzung von Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung ein und beschreibt sie als Verbindung zu den benutzten Quellen und Fachtexten.
Für eine konkrete Aufgabe bedeutet das: Übersetze das vorhandene Quellenverzeichnis nicht in eine allgemeine Aussage über jedes Studium, jede Hochschule oder jede wissenschaftliche Arbeit. Lege stattdessen eine Fachfrage fest, die sich mit der direkten Quelle bearbeiten lässt. Eine passende Frage lautet: Welche Funktion weist das Merkblatt Literatur- und Quellenverzeichnissen im Zusammenhang mit Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung zu? Das überprüfbare Arbeitsergebnis ist dann eine kurze, belegte Erklärung, die den genannten Fachkontext, den Zweck und die Verbindung zu benutzten Quellen und Fachtexten enthält.
Wer wissenschaftliches Schreiben verbessern möchte, kann diese Frage als Begrenzung des eigenen Textes verwenden. Für die Einordnung der Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit ist dabei nur festzuhalten, was die direkte Quelle tatsächlich behandelt. Das Merkblatt versteht sich als Ergänzung zu weiteren Merkblättern zu Hausarbeit, Essay, mündlicher Präsentation und Literaturbericht. Daraus folgt für die Bearbeitung eine klare Aussagegrenze: Der Text darf keine nicht belegten Angaben zu anderen Einrichtungen, Studienordnungen, Zulassungen, Fristen, Kosten oder Berufsaussichten ergänzen.
Die Einordnung bleibt deshalb eng am Dokument. Sie beschreibt nicht pauschal die Wirkung eines Quellenverzeichnisses und verspricht keinen bestimmten Prüfungserfolg. Sie hält fest, welchem Zweck das vorliegende Merkblatt Literatur- und Quellenverzeichnisse zuordnet. Wer eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchte, kann diese Abgrenzung auf die eigene Recherche übertragen, muss die dort geltenden Unterlagen aber gesondert prüfen.
Auch beim Forschungsfrage formulieren ist die Trennung zwischen belegter Aussage und eigener Arbeitsanweisung wichtig. Die Quelle trägt die Aussage zum Zweck des Verzeichnisses. Die konkrete Frage, die Materialauswahl und die Form der Darstellung sind Bearbeitungsschritte. Für eine wissenschaftliche Argumentation genügt daher eine nachvollziehbare Kette: direkte Quelle bestimmen, Aussage entnehmen, Fachfrage eingrenzen, Ergebnis formulieren und Grenze der Aussage sichtbar machen.

Welche Bestandteile gehören zum Aufbau?
Der Aufbau beginnt mit der Fachfrage für das Quellenverzeichnis. Formuliere sie so, dass sie auf den Inhalt der direkten Quelle zielt und in einem überprüfbaren Ergebnis endet. Beispielhaft kann die Frage lauten, welche Aufgabe Literatur- und Quellenverzeichnisse im genannten Merkblatt erhalten. Vermeide Fragen, die Aussagen über nicht genannte Institutionen oder über einen anderen Verwendungszweck voraussetzen.
Als zweiter Bestandteil folgt die direkte Quelle. Nutze das Merkblatt der beiden genannten Institute mit dem angegebenen Stand vom 22.08.24. Prüfe zuerst, welche Passage den Zweck, den Prüfungsordnungsbezug und die Verweise zu benutzten Quellen und Fachtexten trägt. Das Ergebnis dieses Schritts ist eine abgegrenzte Beleggrundlage. Die Quelle darf nicht stillschweigend durch fremde Vorgaben ersetzt werden.
Danach werden die geltenden Kriterien aus der direkten Quelle geordnet. Dazu gehören der Bezug zu Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung, die Ergänzungsfunktion des Verzeichnisses sowie die Verbindung zu den benutzten Quellen und Fachtexten. Das Ergebnis ist eine kurze Kriterienliste für den späteren Abgleich. Die Quelle nennt außerdem die Bereiche Allgemeines, Formalia, Literatur- und Quellenverzeichnisse, Zitierweisen und Beispiele. Diese Gliederung kann zur Orientierung bei der Materialordnung dienen.
Im nächsten Bestandteil wird das benötigte Material gesammelt und sortiert. Lege die direkte Quelle, die für die Fachfrage relevante Passage und die für die Fachfrage benötigten Angaben aus dem Merkblatt bereit. Ergänze keine Quellenbeispiele aus eigener Erinnerung. Wer ein Literaturverzeichnis erstellen möchte, sollte deshalb die konkreten Angaben und Vorgaben aus der tatsächlich verwendeten Quelle entnehmen. Für Quellenangaben richtig zitieren gilt im Rahmen dieser Seite ebenfalls: Prüfe die direkte Vorgabe, statt eine nicht belegte Form zu behaupten.
Darauf folgt der fachliche Arbeitsschritt. Verbinde Fachfrage, Belegpassage und Kriterien in einer kurzen Erklärung. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit lassen sich dabei nur insoweit einbeziehen, wie die direkte Quelle sie trägt. Eine Gliederung einer Hausarbeit oder die Planung einer anderen Arbeit darf nicht als Inhalt des Merkblatts ausgegeben werden.
Zum Schluss wird das Ergebnis gegen Kriterien und Aussagegrenzen geprüft. Es muss den genannten Fachkontext, den Dokumentstand und den beschriebenen Zweck wiedergeben. Zusätzlich ist zu prüfen, ob die Darstellung nur die benutzten Quellen und Fachtexte sowie den Bezug zu Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung behandelt. Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise dürfen als sichtbare Arbeitsbegriffe genannt werden, doch eine Entscheidung zwischen ihnen benötigt hier eine Prüfung der direkten Unterlagen.
Für methodische Fragen gilt dieselbe Ordnung. Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschung gehören nicht automatisch zum Gegenstand des Quellenverzeichnisses. Ihre Aufnahme wäre nur dann fachlich vertretbar, wenn die direkte Quelle sie ausdrücklich behandelt. So bleibt der Aufbau nachvollziehbar und die Aussagegrenze sichtbar.
Schritt für Schritt zur belegten Erklärung
- Fachfrage festlegen: Formuliere eine enge Frage zum Zweck des Quellenverzeichnisses im vorliegenden Merkblatt. Ergebnis ist ein klarer Prüfauftrag ohne Zusatzannahmen.
- Direkte Quelle bestimmen: Arbeite mit dem Merkblatt „Literatur- und Quellenverzeichnis & Zitierweisen“ der beiden genannten Institute und beachte den angegebenen Stand vom 22.08.24. Ergebnis ist eine eindeutig benannte Beleggrundlage.
- Tragende Aussagen markieren: Suche die Passagen zum Heranziehen, Benutzen und Zitieren von Fachliteratur und Quellen sowie zur Ergänzung von Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung. Ergebnis ist eine Sammlung direkt verwendbarer Aussagen.
- Kriterien ordnen: Schreibe getrennt auf, welche Funktion dem Literatur- und Quellenverzeichnis zugewiesen wird und worauf die Verweise bezogen sind. Ergebnis ist ein Abgleichschema für den eigenen Text.
- Material begrenzen: Ordne nur die direkte Quelle und die für die Fachfrage benötigten Passagen. Wenn zusätzliche Unterlagen herangezogen werden sollen, ermittle zuerst, ob sie für den konkreten institutionellen Kontext gelten. Ergebnis ist eine kontrollierte Materialbasis.
- Arbeitsschritt umsetzen: Formuliere aus Fachfrage, Quelle und Kriterien eine kurze Erklärung. Nutze die Vorgaben zu Zitierweisen nur in dem Umfang, den die direkte Quelle belegt. Ergebnis ist ein eigenständiger Text mit nachvollziehbarer Belegführung.
- Ergebnis abgleichen: Prüfe, ob der Text Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung, benutzte Quellen und Fachtexte sowie die Ergänzungsfunktion korrekt zusammenführt. Ergebnis ist eine fachlich begrenzte Antwort.
- Aussagegrenze markieren: Kennzeichne Punkte, die das Merkblatt nicht trägt, als offene Prüfhandlung. Bei Unsicherheiten ist die Rücksprache mit der betreuenden Person vorgesehen. Ergebnis ist ein Text ohne unbelegte Übertragung auf andere Angebote.
Die Schritte können beim Aufbau einer eigenen Arbeit unterstützen. Wer Quellenangaben richtig zitieren oder eine Zitierweise auswählen möchte, prüft dafür die konkrete Vorgabe des verwendeten Fachkontexts. Das Merkblatt enthält die Bereiche Zitierweisen und Beispiele, doch die sichtbare Erklärung soll keine zusätzliche Regel aus diesen Überschriften ableiten. Auch beim Plagiat vermeiden bleibt der Arbeitsauftrag konkret: Vergleiche jede verwendete Aussage mit der direkten Quelle und kennzeichne nicht belegte Ergänzungen zur weiteren Prüfung.
Kurzes durchgängiges Anwendungsbeispiel
Eine Studentin möchte erklären, wozu ein Quellenverzeichnis in einer Prüfungsleistung dient. Sie beginnt mit der Fachfrage: Welche Funktion weist das vorliegende Merkblatt Literatur- und Quellenverzeichnissen zu? Als direkte Quelle verwendet sie das Merkblatt der beiden genannten Institute mit dem Stand vom 22.08.24.
Als Material ordnet sie die Passage zum Zweck des Merkblatts und die Passage zu Literatur- und Quellenverzeichnissen. Anschließend notiert sie als Kriterien den Bezug zu Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung sowie die Verweise zu benutzten Quellen und Fachtexten. Ihr fachlicher Arbeitsschritt besteht darin, diese Punkte in zwei eigenen Sätzen zu verbinden.
Das Merkblatt beschreibt Literatur- und Quellenverzeichnisse als Ergänzung von Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung. Es ordnet ihnen außerdem Verweise zu den benutzten Quellen und Fachtexten zu.
Danach prüft die Studentin ihr Ergebnis gegen die Fachfrage. Die direkte Quelle ist genannt, die Kriterien sind enthalten und der Arbeitsschritt bleibt nachvollziehbar. Sie ergänzt keine Aussage dazu, welche Zitierweise an einer anderen Einrichtung vorgeschrieben ist. Ebenso gibt sie den kurzen Überblick nicht als vollständige Anleitung für jede wissenschaftliche Arbeit aus.
Wenn sie beim Hausarbeit schreiben zusätzlich eine Gliederung einer Hausarbeit oder beim Masterarbeit schreiben weitere institutionelle Vorgaben verwenden möchte, führt sie dafür eine gesonderte Prüfung der zuständigen offiziellen Unterlagen durch. Für das konkrete Beispiel bleibt nur das Ergebnis stehen, das aus dem genannten Merkblatt hervorgeht. So lässt sich die Erklärung auch in eine wissenschaftliche Argumentation einordnen, ohne eine nicht belegte Folge zu behaupten.

Qualitätscheck für Inhalt und Form
Abgrenzung: Prüfe zuerst die Fachfrage. Bezieht sie sich auf das Quellenverzeichnis im Kontext des vorliegenden Merkblatts oder enthält sie bereits Aussagen über andere Staaten, Stellen, Studiengänge oder Angebote? Alles, was die direkte Quelle nicht trägt, wird gestrichen oder als konkrete Prüfhandlung formuliert.
Direkte Quelle: Ist das Merkblatt der beiden genannten Institute mit dem angegebenen Stand vom 22.08.24 eindeutig bestimmt? Wurde der Dokumentcharakter als Merkblatt und sein Zweck als Hilfe beim Heranziehen, Benutzen und Zitieren von Fachliteratur und Quellen berücksichtigt? Wenn diese Angaben fehlen, prüfe die Originalunterlage erneut.
Kriterien: Enthält das Ergebnis den Bezug zu Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung, die Ergänzungsfunktion sowie die Verweise zu benutzten Quellen und Fachtexten? Werden die im Merkblatt genannten Bereiche Literatur- und Quellenverzeichnisse, Zitierweisen und Beispiele nur als belegte Bestandteile behandelt?
Material und Arbeitsschritt: Sind nur die für die Fachfrage benötigten Passagen geordnet? Wurde aus ihnen eine eigenständige Erklärung gebildet, ohne längere Wortfolgen zu kopieren? Bei der Prüfung von Quellenangaben richtig zitieren, beim Literaturverzeichnis erstellen und beim Anwenden von Zitierweisen gilt: Ermittle die konkrete Vorgabe in der direkten Unterlage.
Ergebnis und Nachvollziehbarkeit: Kann eine lesende Person die Verbindung von Fachfrage, Quelle, Kriterien, Material und Arbeitsschritt erkennen? Ist jede fachliche Aussage auf die direkte Quelle zurückführbar? Unterstützen wissenschaftliches Schreiben und Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit nur die Orientierung, ohne den belegten Inhalt des Merkblatts zu erweitern?
Aussagegrenze: Werden keine allgemeinen Zusagen zu Wirkung, Pflicht, Frist, Kosten oder Erfolg gemacht? Werden Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschung nur dann einbezogen, wenn die direkte Quelle sie trägt? Für Plagiat vermeiden lautet die konkrete Prüfung: Vergleiche die Formulierung mit der benutzten Quelle und kläre offene Punkte mit der betreuenden Person.
Formale Prüfung: Trenne die inhaltliche Abgrenzung von der formalen Kontrolle. Inhaltlich prüfst du Frage, Quelle, Kriterien, Material, Arbeitsschritt, Ergebnis und Aussagegrenze. Formal prüfst du anschließend, ob die gewählte Darstellung mit der direkten Vorgabe zu Verzeichnissen und Zitierweisen übereinstimmt. Für deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise wird keine Auswahl behauptet, solange die konkrete Unterlage keine solche Entscheidung trägt.
Quellen und Stand
- Merkblatt Literatur- und Quellenverzeichnis & Zitierweisen.docx: www.uni-marburg.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)