Quellenverzeichnis beim wissenschaftlichen Arbeiten
Quellenverzeichnis verständlich erklärt
Ein Quellenverzeichnis erklärst du am besten Schritt für Schritt: mit einer klaren Frage, einer passenden Quelle, geordnetem Material und einer Aussage, die nur das behauptet, was das Material wirklich hergibt.
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Literaturverzeichnis: Muster für APA und Harvard
Fünf fertige Zeilen für das Quellenverzeichnis und alles daneben: Buch, Sammelbandbeitrag, Zeitschriftenaufsatz, Internetquelle und KI-Quelle. Jede gibt es zweimal, einmal nach APA und einmal nach Harvard. Die eckigen Klammern füllst du aus, die zweite Zitierweise löschst du. Keine Anmeldung.
Wozu dient ein Quellenverzeichnis?
Hier geht es um das Merkblatt „Literatur- und Quellenverzeichnis & Zitierweisen“ des Instituts für Empirische Kulturwissenschaft und des Instituts für Sozialanthropologie und Religionswissenschaft (Stand 22.08.24). Es soll beim Heranziehen, Benutzen und Zitieren von Fachliteratur und Quellen helfen. Literatur- und Quellenverzeichnisse gelten dort als Ergänzung von Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung und als Verbindung zu den benutzten Quellen und Fachtexten.
Übertrage das nicht auf jedes Studium, jede Hochschule oder jede wissenschaftliche Arbeit. Stelle stattdessen eine Frage, die du mit dem Merkblatt beantworten kannst, zum Beispiel: Welche Funktion weist das Merkblatt Literatur- und Quellenverzeichnissen im Zusammenhang mit Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung zu? Am Ende steht eine kurze, belegte Erklärung mit dem Fachkontext, dem Zweck und der Verbindung zu den benutzten Quellen und Fachtexten.
Wer wissenschaftliches Schreiben verbessern möchte, kann diese Frage als Begrenzung des eigenen Textes nutzen. Für die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit zählt nur, was das Merkblatt tatsächlich behandelt. Es versteht sich als Ergänzung zu weiteren Merkblättern zu Hausarbeit, Essay, mündlicher Präsentation und Literaturbericht. Ergänze deshalb keine ungesicherten Angaben zu anderen Einrichtungen, Studienordnungen, Zulassungen, Fristen, Kosten oder Berufsaussichten.
Bleib also eng am Dokument. Es verspricht keinen Prüfungserfolg und beschreibt nicht pauschal die Wirkung eines Quellenverzeichnisses, sondern ordnet Literatur- und Quellenverzeichnissen einen Zweck zu. Wer eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchte, kann diese Abgrenzung auf die eigene Recherche übertragen, muss die dort geltenden Unterlagen aber gesondert prüfen.
Wenn du eine Forschungsfrage formulieren willst, trenne gesicherte Aussage und eigene Schritte. Das Merkblatt trägt die Aussage zum Zweck des Verzeichnisses. Frage, Materialauswahl und Darstellung sind deine eigenen Schritte. Für eine wissenschaftliche Argumentation genügt eine nachvollziehbare Kette: Quelle bestimmen, Aussage entnehmen, Frage eingrenzen und die Aussage formulieren.

Welche Bestandteile gehören zum Aufbau?
Am Anfang steht deine Frage zum Quellenverzeichnis. Sie sollte auf den Inhalt des Merkblatts zielen und sich überprüfen lassen, zum Beispiel: Welche Aufgabe erhalten Literatur- und Quellenverzeichnisse im Merkblatt? Vermeide Fragen, die Aussagen über nicht genannte Institutionen oder einen anderen Verwendungszweck voraussetzen.
Danach kommt die Quelle: das Merkblatt der beiden Institute mit dem Stand vom 22.08.24. Prüfe zuerst, welche Passage den Zweck, den Bezug zur Prüfungsordnung und die Verweise zu benutzten Quellen und Fachtexten trägt. So hast du eine abgegrenzte Beleggrundlage. Ersetze sie nicht stillschweigend durch fremde Vorgaben.
Dann ordnest du die Kriterien aus dem Merkblatt: den Bezug zu Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung, die Ergänzungsfunktion des Verzeichnisses und die Verbindung zu den benutzten Quellen und Fachtexten. Daraus entsteht eine kurze Kriterienliste für den späteren Abgleich. Das Merkblatt nennt außerdem die Bereiche Allgemeines, Formalia, Literatur- und Quellenverzeichnisse, Zitierweisen und Beispiele. Das kann dir beim Ordnen des Materials helfen.
Als Nächstes sammelst und sortierst du das Material: das Merkblatt, die passende Passage und die Angaben, die du für deine Frage brauchst. Wenn du ein Literaturverzeichnis erstellen willst, entnimmst du die konkreten Vorgaben der tatsächlich verwendeten Quelle. Willst du Quellenangaben richtig zitieren, gilt dasselbe: Prüfe die Vorgabe, statt eine nicht gesicherte Form zu behaupten.
Dann verbindest du Frage, Belegpassage und Kriterien in einer kurzen Erklärung. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit nimmst du nur dazu, soweit das Merkblatt sie behandelt. Eine Gliederung einer Hausarbeit oder die Planung einer anderen Arbeit gehört nicht zum Inhalt des Merkblatts.
Zum Schluss prüfst du das Ergebnis: Es muss den Fachkontext, den Dokumentstand und den Zweck wiedergeben und nur die benutzten Quellen und Fachtexte sowie den Bezug zu Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung behandeln. Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise kannst du nennen. Welche davon gilt, musst du aber in den Unterlagen prüfen.
Auch bei methodischen Fragen gilt: Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschung gehören nicht automatisch zum Quellenverzeichnis. Nimm sie nur auf, wenn das Merkblatt sie ausdrücklich behandelt.
Schritt für Schritt zur belegten Erklärung
- Frage festlegen: Formuliere eine enge Frage zum Zweck des Quellenverzeichnisses im Merkblatt.
- Quelle bestimmen: Arbeite mit dem Merkblatt „Literatur- und Quellenverzeichnis & Zitierweisen“ der beiden Institute und beachte den Stand vom 22.08.24.
- Aussagen markieren: Suche die Passagen zum Heranziehen, Benutzen und Zitieren von Fachliteratur und Quellen sowie zur Ergänzung von Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung.
- Kriterien ordnen: Schreibe getrennt auf, welche Funktion dem Literatur- und Quellenverzeichnis zugewiesen wird und worauf die Verweise bezogen sind.
- Material begrenzen: Ordne nur das Merkblatt und die Passagen, die du für deine Frage brauchst. Willst du weitere Unterlagen heranziehen, klär zuerst, ob sie für den konkreten Kontext gelten.
- Erklärung schreiben: Formuliere aus Frage, Quelle und Kriterien eine kurze Erklärung. Nutze die Vorgaben zu Zitierweisen nur so weit, wie das Merkblatt sie belegt.
- Ergebnis abgleichen: Prüfe, ob dein Text Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung, benutzte Quellen und Fachtexte sowie die Ergänzungsfunktion richtig zusammenführt.
- Offenes markieren: Kennzeichne Punkte, die das Merkblatt nicht trägt, als offen. Bei Unsicherheiten ist die Rücksprache mit der betreuenden Person vorgesehen.
Die Schritte helfen dir beim Aufbau einer eigenen Arbeit. Wenn du Quellenangaben richtig zitieren oder eine Zitierweise auswählen möchtest, prüfst du dafür die konkrete Vorgabe des verwendeten Kontexts. Das Merkblatt nennt die Bereiche Zitierweisen und Beispiele, aus den Überschriften allein leitest du aber keine zusätzliche Regel ab. Wenn du ein Plagiat vermeiden willst, vergleiche jede verwendete Aussage mit der Quelle und prüfe nicht gesicherte Ergänzungen noch einmal.
Ein kurzes durchgängiges Beispiel
Eine Studentin möchte erklären, wozu ein Quellenverzeichnis in einer Prüfungsleistung dient. Sie beginnt mit der Frage: Welche Funktion weist das Merkblatt Literatur- und Quellenverzeichnissen zu? Als Quelle verwendet sie das Merkblatt der beiden Institute mit dem Stand vom 22.08.24.
Als Material ordnet sie die Passage zum Zweck des Merkblatts und die Passage zu Literatur- und Quellenverzeichnissen. Als Kriterien notiert sie den Bezug zu Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung sowie die Verweise zu benutzten Quellen und Fachtexten. Diese Punkte verbindet sie in zwei eigenen Sätzen.
Das Merkblatt beschreibt Literatur- und Quellenverzeichnisse als Ergänzung von Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung. Es ordnet ihnen außerdem Verweise zu den benutzten Quellen und Fachtexten zu.
Danach prüft die Studentin ihr Ergebnis gegen die Frage. Die Quelle ist genannt, die Kriterien sind enthalten und der Weg bleibt nachvollziehbar. Sie sagt nichts dazu, welche Zitierweise an einer anderen Einrichtung vorgeschrieben ist, und gibt den kurzen Überblick nicht als vollständige Anleitung für jede wissenschaftliche Arbeit aus.
Möchte sie für eine Hausarbeit zusätzlich eine Gliederung oder für eine Masterarbeit weitere Vorgaben ihrer Einrichtung verwenden, prüft sie dafür die zuständigen offiziellen Unterlagen. Für das Beispiel bleibt nur stehen, was aus dem Merkblatt hervorgeht. So lässt sich die Erklärung auch in eine wissenschaftliche Argumentation einordnen.

Qualitätscheck für Inhalt und Form
Frage: Bezieht sie sich auf das Quellenverzeichnis im Kontext des Merkblatts oder enthält sie schon Aussagen über andere Staaten, Stellen, Studiengänge oder Angebote? Alles, was das Merkblatt nicht trägt, streichst du oder prüfst es erneut.
Quelle: Ist das Merkblatt der beiden Institute mit dem Stand vom 22.08.24 eindeutig bestimmt? Hast du berücksichtigt, dass es ein Merkblatt ist, das beim Heranziehen, Benutzen und Zitieren von Fachliteratur und Quellen helfen soll? Fehlen diese Angaben, schau noch einmal in die Originalunterlage.
Kriterien: Enthält das Ergebnis den Bezug zu Prüfungsleistungen nach der Prüfungsordnung, die Ergänzungsfunktion sowie die Verweise zu benutzten Quellen und Fachtexten? Behandelst du die Bereiche Literatur- und Quellenverzeichnisse, Zitierweisen und Beispiele nur als belegte Bestandteile?
Material und Vorgehen: Sind nur die Passagen geordnet, die du für deine Frage brauchst? Hast du daraus eine eigene Erklärung gebildet, ohne längere Wortfolgen zu kopieren? Wenn du Quellenangaben richtig zitieren, ein Literaturverzeichnis erstellen oder Zitierweisen anwenden willst, suche die konkrete Vorgabe in der Unterlage.
Ergebnis: Kann jemand die Verbindung von Frage, Quelle, Kriterien und Material erkennen? Lässt sich jede Aussage auf das Merkblatt zurückführen? Wissenschaftliches Schreiben und Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit dienen hier nur der Orientierung und erweitern den Inhalt des Merkblatts nicht.
Formale Prüfung: Trenne den Inhalt von der Form. Inhaltlich prüfst du Frage, Quelle, Kriterien, Material und Vorgehen. Formal prüfst du, ob deine Darstellung zur Vorgabe zu Verzeichnissen und Zitierweisen passt. Ob deutsche Zitierweise oder Harvard-Zitierweise gilt, entscheidet die konkrete Unterlage, nicht diese Seite.
Quellen und Stand
- Merkblatt Literatur- und Quellenverzeichnis & Zitierweisen.docx: www.uni-marburg.de (geprüft am 2026-08-31)