Zum einen groß oder klein: So schreibst du es richtig
Das DWDS führt die Wendung zum einen (mit Gegenstück zum anderen)
Diese Seite zeigt dir, wie du die Schreibung von zum einen einordnest und welche Quelle dafür maßgeblich ist.
Worum es bei zum einen groß oder klein geht
Viele Lesende fragen sich, ob die Wendung zum einen groß oder klein geschrieben wird, besonders wenn sie in einem Satzgefüge mit zum anderen auftaucht. Das DWDS führt zum einen zusammen mit dem Gegenstück zum anderen als Mehrwortausdruck, der konjunktional funktioniert, und schreibt die Wendung klein. Wer sich mit Rechtschreibung beschäftigt, findet hier also keine Ausnahme, sondern eine dokumentierte Schreibweise. Das Nachschlagen in anerkannten Rechtschreibregeln hilft, solche Zweifelsfälle nicht aus dem Gefühl heraus zu entscheiden.
Ziel dieser Seite ist es, die Entscheidung zwischen groß und klein für genau diese eine Wendung nachvollziehbar zu machen, nicht für Wortverbindungen allgemein. Wer sich außerdem mit Groß- und Kleinschreibung oder mit Getrennt- und Zusammenschreibung auseinandersetzt, merkt schnell, dass jede Wendung einzeln geprüft werden sollte. Die Grenzen dieser Seite liegen klar in der Schreibung der genannten Wendung, nicht in einer umfassenden Darstellung aller ähnlichen Fälle.
Unbelegte Zahlen oder Fristen nennt diese Seite bewusst nicht, weil dazu keine Quelle vorliegt. Wer parallel Fragen zur Kommasetzung oder zur Zeichensetzung klärt, sollte auch dort jeweils die einschlägige Quelle heranziehen statt sich auf Vermutungen zu verlassen.

So gehst du bei zum einen groß oder klein Schritt für Schritt vor
Rufe den DWDS-Eintrag zur Wendung zum einen mit dem Gegenstück zum anderen auf und übernimm die dort angegebene Kleinschreibung. Der Eintrag verweist zusätzlich auf Rechtschreibregel Paragraf 58 (5), diesen Verweis kannst du dir notieren, falls du die Schreibung später begründen musst. Wer sich zusätzlich mit der Entwicklung der Rechtschreibreform beschäftigt, versteht, warum solche Verweise auf Paragrafen in Nachschlagewerken üblich sind.
Bestimme als Nächstes, wer für deine konkrete Textstelle zuständig ist, etwa du selbst als Verfasserin oder Verfasser oder eine Lektorin, die den Text gegenliest. Ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen, wenn es um einen formellen Text geht. Manche Rechtschreibprogramme markieren solche Wendungen automatisch, ersetzen aber keine eigene Prüfung des Eintrags.
Als Beispiel: Eine Studentin schreibt an einer Stelle ihrer Hausarbeit zum einen... zum anderen und ist sich bei der Schreibung unsicher. Sie ruft den DWDS-Eintrag auf, liest die Kleinschreibung samt Verweis auf Paragraf 58 (5) nach und überträgt die Schreibweise in ihren Text. Wer im Rahmen von wissenschaftliches Schreiben arbeitet, kann diesen Schritt direkt in den eigenen Schreibprozess einbauen, etwa bevor Abkürzungen richtig schreiben an anderer Stelle geprüft werden.
Dokumentiere am Ende, welchen Eintrag du geprüft hast und welches Ergebnis dabei herauskam. Lege anschließend fest, ob noch ein nächster Schritt folgt, etwa das Prüfen von Wortbedeutungen und Abkürzungen an anderer Stelle desselben Textes.
Typische Fehler bei zum einen groß oder klein
Ein häufiger Fehler besteht darin, aus der Kleinschreibung dieser einen Wendung eine Regel für andere Wortverbindungen abzuleiten. Die Kleinschreibung von zum einen gilt laut DWDS für genau diese Wendung mit dem Gegenstück zum anderen, nicht automatisch für jede ähnliche Formulierung. Verwechsle das außerdem nicht mit der Großschreibung am Satzanfang, die einer eigenen, unabhängigen Regel folgt und separat geprüft werden sollte. Wer dabei unsicher ist, ob ein Artikel der, die und das vor einem Nomen in der Wendung stehen müsste, prüft das am besten getrennt, weil zum einen keine Nomen enthält, die eine Pluralbildung oder einen Artikel benötigen.
Ein zweiter Fehler liegt darin, eigene Annahmen mit belegten Regeln zu verwechseln. Nur weil eine Schreibweise plausibel klingt, heißt das nicht, dass sie durch den DWDS-Eintrag gedeckt ist. Wer nach Synonyme für zum einen sucht, sollte auch dort die Schreibung des gefundenen Ausdrucks einzeln prüfen, statt sie von der ursprünglichen Wendung zu übernehmen.
Ein dritter Fehler ist, Nachweise und Rückfragen aufzuschieben. Wer die Quelle nicht notiert, muss sie später erneut suchen. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Textformen im selben Dokument vorkommen und du für jede Form einzeln dokumentieren möchtest, woher die Schreibung stammt.

Checkliste zu zum einen groß oder klein
Halte zuerst fest, dass du die Kleinschreibung der Wendung zum einen nach dem DWDS-Eintrag übernommen hast. Notiere dabei ausdrücklich, dass dazu auch das passende Gegenstück zum anderen gehört, denn beide Teile bilden zusammen den Mehrwortausdruck, den der Eintrag beschreibt. Vermerke außerdem, dass der Eintrag zur Begründung der Schreibung auf Rechtschreibregel Paragraf 58 (5) verweist, damit du diesen Bezug bei Rückfragen sofort wiederfindest.
Trage als zweiten Punkt ein, welche Quelle oder Stelle du für diese Prüfung herangezogen hast. Das kann der DWDS-Eintrag selbst sein, den du direkt aufgerufen hast, oder eine Person in deinem Umfeld, die sich mit Rechtschreibung und Grammatik beschäftigt, etwa eine Lektorin, ein Lektor oder eine fachlich zuständige Stelle in deiner Organisation. Schreibe kurz auf, wann du diese Prüfung vorgenommen hast, damit die Angabe später nachvollziehbar bleibt, falls jemand anderes deinen Text weiterbearbeitet oder noch einmal gegenprüft.
Lege als dritten Punkt deinen persönlichen nächsten Schritt fest. Das kann das Übertragen der Schreibweise in den fertigen Text sein, ein kurzer Abgleich mit bereits veröffentlichten eigenen Texten, in denen die Wendung vorkommt, oder das gezielte Nachfragen bei einer zuständigen Stelle, falls dein Text einem besonderen Zweck dient, etwa einer Veröffentlichung, einer Prüfungsarbeit oder einer offiziellen Mitteilung. Notiere diesen Schritt so konkret, dass du ihn später ohne weitere Überlegung ausführen kannst.
Prüfe abschließend, ob du die Wendung an allen Stellen deines Textes einheitlich geschrieben hast, also durchgehend klein und stets zusammen mit dem Gegenstück zum anderen, sofern beide Teile im Text vorkommen. Gehe dazu Absatz für Absatz vor und markiere jede Fundstelle, an der die Wendung auftaucht, damit dir keine abweichende Schreibung entgeht. Ergänze zuletzt einen kurzen Vermerk, ob du die Prüfung für diesen Text als abgeschlossen betrachtest oder ob noch eine weitere Durchsicht nötig ist.
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-22)
Im Zusammenhang „Zum einen groß oder klein: So schreibst du es richtig“ werden die zentralen Punkte gebündelt.