Zeichenzähler
Zeichen zählen, mit und ohne Leerzeichen
Ein Formularfeld, eine Bewerbung, ein Abstract oder eine Kurzfassung: Oft steht eine Grenze in Zeichen dabei, und dann zählt jedes einzelne. Füge deinen Text oben ein, und du siehst gleich die Zeichen mit und ohne Leerzeichen, dazu Wörter und Normseiten. Alles passiert in deinem Browser. Der Text wird nicht hochgeladen, nicht gespeichert und nicht an einen Server geschickt. Kostenlos und ohne Anmeldung.
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Mit oder ohne Leerzeichen: der Unterschied
"Zeichen mit Leerzeichen" zählt alles, was im Text steht: Buchstaben, Ziffern, Satzzeichen, Leerzeichen und Zeilenumbrüche. Ein Zeilenumbruch gilt als ein Zeichen. "Zeichen ohne Leerzeichen" lässt jeden Zwischenraum weg, also auch geschützte Leerzeichen, Tabulatoren und Umbrüche. Der Abstand zwischen beiden Zahlen verrät dir übrigens, wie lang deine Wörter sind: Je größer der Anteil der Leerzeichen, desto kürzer sind sie im Schnitt. Bei deutschen Fließtexten liegt der Unterschied meist bei einem Sechstel bis einem Siebtel der Gesamtzahl, bei Texten voller langer Fachwörter darunter.
Welche Zahl du brauchst, steht in der Vorgabe. Fehlt dort ein Hinweis, ist "mit Leerzeichen" die sichere Annahme, weil sie auch dem Verfahren der Normseite entspricht. Wenn in einem Formular eine Grenze für Zeichen steht und nach dem Absenden ein Fehler kommt, lohnt der Gegencheck: Manche Formulare zählen Umbrüche doppelt, weil sie intern zwei Steuerzeichen speichern. Dann bleib ein paar Zeichen unter dem Limit. Das Feld "Dein Limit" oben rechnet dir aus, wie viel Platz noch ist, und lässt sich auf beide Zählweisen umstellen.
Zeichen in Normseiten umrechnen
Eine Normseite hat 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Du teilst also die Zeichenzahl mit Leerzeichen durch 1.800. Aus 9.000 Zeichen werden fünf Normseiten, aus 10.000 Zeichen gut fünfeinhalb. Das Werkzeug zeigt dir beides: den genauen Wert mit zwei Nachkommastellen und die aufgerundete Zahl, mit der etwa im Lektorat abgerechnet wird, mindestens eine Seite. Woher der Wert stammt und wie er im Normseitenrechner umgesetzt ist, erklärt die Seite Normseiten aus der Zeichenzahl berechnen. Wie viele gedruckte Seiten diese Zahl ungefähr ergibt, hängt vom Layout ab. Ein konkretes Beispiel liefert die Umrechnung 10.000 Zeichen in Seiten umgerechnet.
Was bei Zeichenvorgaben mitzählt
Typische Zeichenvorgaben gibt es bei Bewerbungen, Stipendien, Abstracts, Zusammenfassungen, Social-Media-Beiträgen und Meta-Beschreibungen. Bei wissenschaftlichen Arbeiten kommen Vorgaben wie "höchstens so viele Zeichen inklusive Leerzeichen" ebenfalls vor, meist für den Haupttext. Ob Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis und Anhang mitzählen, legt die jeweilige Stelle fest. Eine allgemeine Regel gibt es nicht, deshalb gilt: Schau in die Prüfungsordnung oder die Hinweise der Betreuung, und zähle genau den Teil, der gemeint ist.
Besonders oft fragen Studierende nach den Fußnoten. Manche Vorgaben rechnen sie ein, andere nicht. Wie du damit umgehst, steht in der Anleitung, ob du Fußnoten in die Zeichenzahl einrechnen musst. Willst du es selbst nachrechnen, füge zuerst den Fließtext ein, notiere die Zahl und füge danach nur die Fußnotentexte ein und addiere beide Zahlen.
Wenn du über dem Limit liegst
Kürzen geht schneller, wenn du nicht bei den Wörtern anfängst, sondern bei den Füllstellen. Streiche zuerst Einschübe wie "im Grunde", "eigentlich" oder "insgesamt gesehen", dann doppelte Aussagen, dann ganze Nebensätze, die nur wiederholen, was davor schon steht. Aktive Formulierungen sind meist kürzer als Passivkonstruktionen, und ein Verb trägt oft mehr als ein Substantiv mit Hilfsverb: "prüfen" statt "eine Prüfung vornehmen". Zähle nach jedem Durchgang neu, so siehst du, welcher Schritt wie viel gebracht hat. Abkürzungen nur dort einsetzen, wo sie in deinem Fach üblich sind, sonst leidet die Lesbarkeit mehr, als du an Zeichen sparst.
Besonderheiten beim Zählen
Emojis und seltene Sonderzeichen zählen hier jeweils als ein Zeichen. Ein Programm, das den Text intern anders kodiert, kann dieselbe Stelle als zwei zählen. Das betrifft vor allem Netzwerke und Formulare, die auf einer technischen Grenze beruhen. Ein Gedankenstrich ist ein Zeichen, genauso ein Anführungszeichen. Ein Leerzeichen am Zeilenende, das du nicht siehst, zählt in der Version mit Leerzeichen mit, deshalb kann die Zahl nach dem Einfügen aus einem Textprogramm minimal höher sein, als du erwartest.
Wörter und Normseiten stehen dabei, damit du nicht zwischen Werkzeugen wechseln musst. Wer vor allem Wörter braucht, nimmt den Wortzähler mit Lesezeit und Lektoratspreis. Beide Seiten rechnen mit denselben Regeln.