Wunderhorn und Verlagshaus Berlin: So funktioniert das Einreichen
Wunderhorn oder Verlagshaus Berlin: Programm und Rückmeldung
Du überlegst, ob du dein Manuskript bei Wunderhorn oder beim Verlagshaus Berlin einreichst? Hier siehst du, welche Unterlagen Wunderhorn derzeit erwartet und welchen Stand das Verlagshaus Berlin auf seiner Einsendungsseite beschreibt.
Einreichweg bei Wunderhorn im Überblick
Wunderhorn nimmt Unterlagen an, das Verlagshaus Berlin sichtet Manuskripte derzeit nicht. Wer sein Werk bei Wunderhorn einreichen möchte, liest zuerst, worauf der Verlag selbst hinweist. Der Verlag bittet, sich vor einer Einsendung über sein Programm zu informieren, bevor ein Text den Weg zum Verlag findet. Vollständige Manuskripte möchte Wunderhorn zunächst nicht erhalten, denn die erste Prüfung läuft mit kürzeren Unterlagen. Wer diesen Hinweis beachtet, sendet also nicht gleich das ganze Buch, sondern wartet, bis der Verlag mehr verlangt. Die Einreichung bei Wunderhorn kann in Papierform per Post erfolgen oder als PDF per E-Mail, beide Wege gibt der Verlag ausdrücklich an. Handschriftliche Texte sowie CDs, Disketten und USB-Sticks nimmt der Verlag dagegen nicht an, digitale Dateien müssen also im PDF-Format ankommen.
Damit unterscheidet sich der Weg zu Wunderhorn deutlich von dem, was das Verlagshaus Berlin derzeit für Texte beschreibt. Dort gibt es für Manuskripte keinen offenen Einreichweg, während Wunderhorn klare Angaben zu Form und Übermittlung macht. Die folgende Tabelle stellt beide Häuser nebeneinander, jede Zelle gibt dabei ausschließlich das wieder, was der jeweilige Verlag selbst angibt. Fehlt eine Angabe, steht in der Zelle „keine Angabe“.
| Frage | Wunderhorn | Verlagshaus Berlin |
|---|---|---|
| Programm | Poesie, Literatur, Sachbuch, Kunst und Fotografie | Lyrik und Illustration |
| Einreichweg für Texte | Post oder PDF per E-Mail | keine Angabe |
| Einreichweg für Illustrationen | keine Angabe | Auswahl der Arbeiten und Kurzbiografie per E-Mail |
| Unterlagen zur Erstprüfung | Exposé, Auszug und Vita | keine Angabe |
| Rückmeldung | Nach fünf Monaten ohne Antwort als Absage verstehen | keine Angabe |
| Annahmestopp | keine Angabe | Derzeit keine Sichtung unverlangter Manuskripte |
Wer die beiden Spalten vergleicht, sieht schnell, dass Wunderhorn mehrere konkrete Angaben macht, während das Verlagshaus Berlin für Texte derzeit keinen eigenen Weg beschreibt. Das bedeutet nicht, dass eines der beiden Häuser besser erreichbar ist, es zeigt nur, was jede Seite an diesem Tag mitteilt. Für eigene Entscheidungen lohnt sich daher ein Blick in die aktuellen Hinweise beider Verlage, bevor Unterlagen verschickt werden.

Annahmestopp beim Verlagshaus Berlin: der aktuelle Stand
Das Verlagshaus Berlin schreibt auf seiner Einsendungsseite, dass es derzeit nicht dazu komme, unverlangt eingesandte Manuskripte zu sichten, und bittet deshalb, bis auf Weiteres von Einsendungen abzusehen. Dieser Stand gilt zum 9. Oktober 2026 und beschreibt damit den Zustand an diesem Tag, nicht eine dauerhafte Regel für alle Zeiten. Wer sein Werk einreichen möchte, liest diesen Satz am besten zuerst, bevor er Zeit in die Vorbereitung einer Sendung steckt.
Für den Stopp gibt der Verlag weder ein Anfangsdatum noch ein Enddatum an, sodass sich weder sagen lässt, wie lange die Lage schon besteht, noch, wann sie sich ändert. Der Verlag formuliert den Zustand zudem mit dem Zusatz, dass dies entgegen den eigenen Wünschen geschehe. Wer vorab einen Manuskript-Check durchführen lässt, kann die Wartezeit nutzen, um Exposé und Textprobe in Ruhe zu schärfen, auch wenn der Versand selbst noch nicht möglich ist.
Wichtig ist, den Stopp nicht als generelle Absage an Lyrik oder an das Haus selbst zu verstehen. Der Verlag spricht ausdrücklich von unverlangt eingesandten Manuskripten und von der aktuellen Lage, nicht von einer grundsätzlichen Entscheidung gegen Einsendungen in der Zukunft. Autorinnen und Autoren, die auf Texte setzen, schauen daher am besten in gewissen Abständen auf der Einsendungsseite des Verlags nach, denn dort zeigt sich, ob sich der Zustand geändert hat.
Unterlagen, Rückmeldung und der Weg für Illustrationen
Für die erste Prüfung bei Wunderhorn genügen drei Dinge: ein Exposé, ein Auszug von etwa 20 Seiten und eine kurze Vita. Wer vorab ein Exposé für den Roman ausarbeitet, hat damit bereits einen zentralen Baustein für die Einsendung fertig. Der Umfang des Auszugs ist mit „etwa“ beschrieben, was Spielraum lässt, ohne dass der Verlag eine feste Obergrenze vorgibt. Diese drei Bestandteile reichen nach Angabe des Verlags für den ersten Schritt, weitere Unterlagen fordert der Verlag bei Interesse später an.
Wunderhorn schickt eingesandte Unterlagen nicht zurück, Rückporto ist deshalb nicht nötig. Originale sollen ebenfalls nicht eingesandt werden, denn der Verlag übernimmt für unverlangt eingesandte Werke keine Haftung. Wer vor dem Versand noch eine sprachliche Überarbeitung wünscht, findet in einem Buch-Lektorat eine Möglichkeit, Ausdruck und Stil zu schärfen, bevor Exposé und Auszug den Verlag erreichen. Nachfragen zum Stand der Prüfung sind bei Wunderhorn unerwünscht, der Verlag kündigt an, sich bei Interesse selbst zu melden. Bleibt eine Rückmeldung über fünf Monate aus, gilt dies nach Angabe des Verlags als Absage, eine frühere Antwort ist damit nicht zugesagt.
Beim Verlagshaus Berlin gilt ein eigener Weg nur für Illustrationen: Eine Auswahl der Arbeiten und eine Kurzbiografie kommen per E-Mail, insgesamt höchstens fünf MB groß. Für Texte sieht der Verlag dagegen keine Ausnahme vom Annahmestopp, keine Ausschreibung und keinen Wettbewerb vor, über den Manuskripte doch noch ihren Weg zum Verlag finden könnten. Wer sich über die Einreichung beim Verlagshaus Berlin informieren möchte, findet auf der Einsendungsseite vor allem den Hinweis auf den aktuellen Stopp und den beschriebenen Weg für Illustrationen. Auch das Verlagshaus Berlin übernimmt für unverlangt eingesandte Manuskripte keine Verantwortung und schickt sie nicht zurück, in diesem Punkt ähneln sich beide Häuser, auch wenn die Ausgangslage bei beiden Verlagen unterschiedlich ausfällt.

Programm und Profil: Wunderhorn und Verlagshaus Berlin im Vergleich
Das Programm von Wunderhorn reicht von deutscher und internationaler Poesie über Literatur und Sachbuch bis zu Kunst und Fotografie, dazu kommen Titel mit Bezug zu Heidelberg und der Region. Diese Breite unterscheidet sich vom Verlagshaus Berlin, das sich selbst als Independent-Verlag für Lyrik und Illustration beschreibt und damit ein enger gefasstes Profil zeigt. Wer unsicher ist, ob der eigene Text zu einem der beiden Häuser passt, kann die jeweilige Programmseite lesen oder allgemein einen Verlag finden, der zum eigenen Projekt passt.
Wunderhorn wurde 1978 gegründet und führt heute mehr als 630 Titel, von denen 560 derzeit lieferbar sind. Nach eigener Einschätzung zählt sich der Verlag zu den profiliertesten Adressen für Poesie im deutschsprachigen Raum, eine Bewertung, die allein vom Verlag selbst stammt. Seit dem Jahr 2000 arbeitet Wunderhorn bei der Kurt-Wolff-Stiftung mit. Wunderhorn ist eine unabhängige GmbH mit Sitz in Heidelberg, eine Zugehörigkeit zu einer größeren Verlagsgruppe erwähnt das Impressum nicht. Im Impressum stehen Angelika Andruchowicz und Manfred Metzner als Vertretung der Verlag Das Wunderhorn GmbH.
Beim Verlagshaus Berlin liegt die Führung seit dem Jahr 2005 in den Händen von Jo Frank, Andrea Schmidt und Dominik Ziller, ab 2018 ergänzt um Tillmann Severin, und der Sitz des Hauses ist Berlin. Als vertretungsberechtigte Gesellschafter führt das Impressum Jo Frank, Andrea Schmidt und Tillmann Severin auf, zugleich zählt der Verlag zu den Mitgliedern des Börsenvereins. Der Verlag trägt die Überschrift „100% Independent“ und beschreibt das Haus als Independent-Verlag, ohne eine Verlagsgruppe zu nennen.
Wer später einen eigenen Klappentext für das fertige Buch formulieren möchte, findet dafür unabhängig vom gewählten Verlag eigene Hinweise, denn diese Aufgabe stellt sich bei beiden Häusern erst nach einer möglichen Zusage. Beide Verlage zeigen damit unterschiedliche Ausrichtungen: Wunderhorn mit einem breiteren Programm und langer Geschichte, das Verlagshaus Berlin mit einem engeren Fokus auf Lyrik und Illustration und einer jüngeren, ausdrücklich unabhängigen Ausrichtung. Wer sich zwischen beiden Wegen nicht sicher ist, kann ergänzend eine Literaturagentur finden, die bei der Auswahl passender Verlage unterstützt, ohne dass dies eine Aussage über die Erfolgsaussichten bei einem der beiden Häuser trifft.
Quellen und Stand
- Verlag Das Wunderhorn, Manuskripte: www.wunderhorn.de (geprüft am 2026-10-09)
- Verlag Das Wunderhorn, Kontakt: www.wunderhorn.de (geprüft am 2026-10-09)
- Verlag Das Wunderhorn, Verlag: www.wunderhorn.de (geprüft am 2026-10-09)
- Verlag Das Wunderhorn, Impressum: www.wunderhorn.de (geprüft am 2026-10-09)
- Verlagshaus Berlin, Einsendungen: verlagshaus-berlin.de (geprüft am 2026-10-09)
- Verlagshaus Berlin, Verlag: verlagshaus-berlin.de (geprüft am 2026-10-09)
- Verlagshaus Berlin, Impressum: verlagshaus-berlin.de (geprüft am 2026-10-09)