Eine Vorlage für ein Motivationsschreiben passend einsetzen
Vorlage für ein Motivationsschreiben
Eine Vorlage hilft bei der Orientierung, ersetzt aber nicht die Auseinandersetzung mit dem konkreten Verfahren. Entscheidend sind Ziel, Anforderungen, persönliche Motivation und ein nachweisbarer Abschluss.
Motivationsschreiben im konkreten Kontext einordnen
Eine Vorlage für ein Motivationsschreiben ist dann relevant, wenn du einen Text zur Erläuterung deiner eigenen Motivation vorbereitest und dafür einen themenspezifischen Ablauf brauchst. Die Einordnung des Begriffs ist wichtig: Ein Motivationsschreiben ist nicht automatisch dasselbe wie ein Anschreiben und nicht automatisch eine Dritte Seite nach dem Lebenslauf. In der deutschsprachigen Schweiz werden Anschreiben und Motivationsschreiben teilweise gleichbedeutend verwendet. Deshalb solltest du nicht allein vom Titel des Dokuments ausgehen.
Der passende Ausgangspunkt ist das konkrete Verfahren. Bei einer Bewerbung für eine bestimmte Firma und eine bestimmte Stelle kann das Anschreiben der Ort sein, an dem Persönlichkeit und Motivation ausgedrückt werden. Auswahlkommissionen von Stiftungen oder Privathochschulen verlangen nach der vorliegenden Einordnung häufig ein Motivationsschreiben. Dort wird auf die Persönlichkeit von Personen abgestellt, die sich um ein Stipendium oder einen Studienplatz bewerben. Diese Merkmale gehören in deine Entscheidung über Aufbau und Inhalt, wenn sie aus den Unterlagen des konkreten Verfahrens hervorgehen.
Nutze für die weitere Orientierung die Studium-Tipps, wenn du den Schreibauftrag mit deinem Studienalltag verbinden möchtest. Bei der Auswahl eines passenden fachlichen Umfelds können Studiengänge sowie Hochschulen und Universitäten zusätzliche Orientierung geben. Das überprüfbare Ergebnis dieses Abschnitts ist eine klare Zuordnung: Dokumentart, Verfahren, Zielperson und verlangter Zweck stehen notiert vor dir.

Belegte Ausgangspunkte vor dem Schreiben prüfen
Beginne mit den Angaben, die das konkrete Verfahren selbst enthält. Notiere, ob ausdrücklich ein Motivationsschreiben, ein Anschreiben oder eine andere Formulierung genannt wird. Prüfe außerdem, ob das Verfahren eine bestimmte Firma, eine bestimmte Stelle, eine Stiftung, eine Privathochschule oder einen Studienplatz betrifft. Diese Unterscheidung ist erforderlich, weil der Begriff nicht in jedem genannten Kontext gleich verwendet wird.
- Schreibe das konkrete Ziel des Dokuments in einem Satz auf.
- Halte den im Verfahren genannten Termin fest, ohne daraus eine rechtliche Frist oder eine Rechtsfolge abzuleiten.
- Sammle die ausdrücklich verlangten Inhalte und Nachweise.
- Prüfe, ob eine persönliche Motivation oder die Persönlichkeit der bewerbenden Person angesprochen wird.
- Ermittle die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen des konkreten Verfahrens, wenn die Zuständigkeit nicht eindeutig genannt ist.
Wenn du noch zwischen Universität oder Fachhochschule abwägst, verwende diese Entscheidung nicht als Ersatz für die Prüfung des konkreten Schreibauftrags. Für eine erste persönliche Orientierung kannst du einen Studienorientierungstest betrachten. Das ist jedoch keine belegte Aussage darüber, welche Unterlage ein bestimmtes Verfahren verlangt. Prüfe deshalb die Originalangaben erneut.
Als Zwischenergebnis liegt eine kurze Prüfnotiz vor: Ziel, Dokumentbezeichnung, angesprochene Personengruppe, verlangte Inhalte, genannter Termin und ermittelte zuständige Stelle.
Von der Aufgabenklärung bis zum Nachweis des Abschlusses
- Ziel und Termin klären: Notiere den Zweck deiner Vorlage und übernimm einen Termin nur aus den Unterlagen des konkreten Verfahrens. Zwischenergebnis: ein Satz mit Ziel und einer Fundstelle für den Termin.
- Anforderungen sammeln: Lies die Unterlagen und schreibe verlangte Dokumentart, Form und inhaltliche Punkte getrennt von offenen Fragen auf. Zwischenergebnis: eine geordnete Anforderungsliste.
- Textgerüst ausfüllen: Nutze die folgende Vorlage und ersetze die eckigen Klammern durch Angaben, die du belegen oder persönlich erklären kannst. Zwischenergebnis: ein erster, zugeordneter Entwurf.
Vorlage für ein Motivationsschreiben
[Anrede],
ich bewerbe mich für [Ziel des Verfahrens]. An diesem Ziel interessiert mich [konkreter persönlicher Bezug].
Meine Motivation zeigt sich für mich besonders in [eigene Erfahrung, Tätigkeit oder Fragestellung]. Daraus nehme ich mit, dass [eigene Erkenntnis oder Fähigkeit].
Für [Ziel des Verfahrens] bringe ich [passende persönliche Stärke oder Erfahrung] ein. Wichtig ist mir dabei [persönlicher Schwerpunkt].
Mit meiner Bewerbung möchte ich erläutern, weshalb [Ziel des Verfahrens] zu meinem bisherigen Weg und meinem nächsten Schritt passt. [Individueller Abschlusssatz].
[Grußformel]
[Name]
So passt du das Gerüst an: Ersetze keine Klammer mit einer allgemeinen Behauptung. Nenne stattdessen einen überprüfbaren eigenen Bezug und verbinde ihn mit dem Zweck der Bewerbung. Wenn die Unterlagen eine andere Gliederung verlangen, übernimm deren Reihenfolge und passe nur die Formulierungsbausteine an. Das Motivationsschreiben kann Persönlichkeit und Motivation sichtbar machen; ein sachlicher Lebenslauf enthält dagegen vor allem Fakten, Informationen und Daten.
- Studienbezug prüfen: Betrifft dein Text einen Studienplatz, vergleiche deine Aussagen mit Numerus Clausus, Immatrikulation und Rückmeldung, Modulhandbuch und Prüfungsordnung, sofern diese Begriffe in deinen Unterlagen stehen. Verwende das ECTS-System nur, wenn es für deinen eigenen Text nötig ist und die Angaben vorliegen. Zwischenergebnis: eine überprüfte Begründung.
- Endfassung prüfen: Lies den Text laut und streiche Aussagen, deren Grundlage du nicht prüfen kannst. Zwischenergebnis: eine freigegebene Fassung.
- Abschluss nachweisen: Nutze den im Verfahren genannten Weg und sichere die vorhandene Bestätigung. Zwischenergebnis: ein gespeicherter Nachweis.
Beim Thema Erstsemester-Tipps, Stipendium im Studium oder Studienkredit-Vergleich gilt: Nimm diese Begriffe nur auf, wenn sie für dein konkretes Verfahren und deine Motivation relevant sind.
Was eine Vorlage nicht leisten darf
Eine Vorlage darf nicht als Standardbewerbung ohne Bezug zum konkreten Verfahren verwendet werden. Das gilt besonders dann, wenn der Text auf eine bestimmte Firma und eine bestimmte Stelle, auf eine Stiftung, auf eine Privathochschule oder auf einen konkreten Studienplatz zielt. Die Einordnung von Anschreiben und Motivationsschreiben ist nicht überall gleich. In der deutschsprachigen Schweiz können beide Begriffe gleichbedeutend verwendet werden. Prüfe deshalb die Bezeichnung und den Zweck im jeweiligen Verfahren.
Vermeide außerdem die Gleichsetzung mit einer Dritten Seite nach dem Lebenslauf. Ein stichwortartig ausgearbeiteter Lebenslauf enthält Fakten, Informationen und Daten und wirkt dadurch sachlich. Für die Darstellung von Persönlichkeit und Motivation kann im Zusammenhang mit einer Bewerbung bei einer bestimmten Firma und für eine bestimmte Stelle das Anschreiben vorgesehen sein. Für Bewerbungen um ein Stipendium oder einen Studienplatz wird ein Motivationsschreiben nach der vorliegenden Einordnung auf die Persönlichkeit der bewerbenden Person ausgerichtet, wenn eine Auswahlkommission einer Stiftung oder Privathochschule es verlangt.
Nenne keine Frist, Rechtsfolge, Zulassung, Kostenangabe oder institutionelle Zuständigkeit, wenn die konkrete Quelle dafür nicht vorliegt. Schreibe stattdessen: Ermittle die Angabe aus den offiziellen Unterlagen und dokumentiere die Fundstelle. Wenn die Zuständigkeit unklar bleibt, richte deine Anfrage an die Stelle, die in diesen Unterlagen genannt wird. So bleibt die offene Entscheidung sichtbar, ohne eine unbelegte Zuständigkeit zu behaupten.

Endkontrolle vor Versand oder Termin
- Konkretes Ziel: Ist eindeutig notiert, ob der Text eine Bewerbung bei einer bestimmten Firma und für eine bestimmte Stelle, eine Bewerbung um ein Stipendium oder eine Bewerbung um einen Studienplatz unterstützt?
- Anforderungen und Termin: Sind Dokumentart, verlangte Inhalte und der im Verfahren genannte Termin aus den Unterlagen übernommen? Wenn keine eindeutige Angabe vorliegt, ist eine konkrete Prüfhandlung notiert.
- Passende Nachweise: Bezieht sich jede verwendete Information auf Unterlagen, die du tatsächlich geprüft hast? Sind die Nachweise dem jeweiligen Verfahren zugeordnet?
- Persönliche Vorbereitung: Erklärt der Text deine eigene Motivation in dem Umfang, den die konkreten Unterlagen verlangen? Enthält er keinen allgemeinen Ersatz für die Auseinandersetzung mit dem Verfahren?
- Versand oder Terminbestätigung: Ist der vorgesehene Übermittlungsweg dokumentiert? Liegt eine Versandbestätigung oder eine Terminbestätigung vor?
- Quellenprüfung: Hast du die Unterlagen und die dort genannte zuständige Stelle unmittelbar vor dem Abschluss erneut geprüft?
Wenn du den Text im Studienkontext einsetzt, prüfe zusätzlich, ob deine Aussagen zu Studiengang wählen, fachlichem Inhalt oder Hochschulart tatsächlich aus deinem konkreten Verfahren stammen. Ergänzende Hinweise zur Studienberatung können bei der Vorbereitung der eigenen Fragen dienen, ersetzen aber nicht die Prüfung der zuständigen Quelle. Das Abschlusskriterium ist erreicht, wenn Ziel, Anforderungen, Termin, Nachweise, persönliche Vorbereitung und Versand oder Terminbestätigung gemeinsam dokumentiert sind.
Quellen und Stand
- Irrtum: Motivationsschreiben ist keine Dritte Seite | Karriereakademie: www.karriereakademie.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 30)
Zum vollständigen Zusammenhang „Eine Vorlage für ein Motivationsschreiben passend einsetzen“ gehören auch „richtig“ und „nutzen“.