Ein Take-Home-Exam sicher organisieren
Take home Exam organisieren
Ordne die konkrete Prüfungsaufgabe ein, prüfe die geltenden Unterlagen und dokumentiere deinen Ablauf nachvollziehbar.
Die Prüfungsaufgabe konkret einordnen
Ein Take-Home-Exam organisieren bedeutet, die Vorbereitung auf eine konkrete Prüfungsleistung zu strukturieren. Die Universität Hamburg beschreibt Take-Home-Exams als individuelle schriftliche oder elektronisch-interaktive Prüfungsleistungen, die ohne Aufsicht an einem frei wählbaren Ort erbracht werden. Dabei werden eine oder mehrere vorgegebene Fragestellungen bearbeitet. Der erreichbare praktische Zwischenstand dieses Ratgebers ist deshalb kein zugesagtes Prüfungsergebnis, sondern ein geordneter Arbeitsstand: Du hast das Ziel der vorliegenden Aufgabe, die maßgeblichen Unterlagen, die zuständige Informationsquelle und einen kontrollierbaren Ablauf festgehalten.
Beginne nicht mit einer abstrakten Begriffsdefinition, sondern mit deinem Prüfungsfall. Notiere den Titel der Aufgabe und die Fragestellung so, wie sie dir vorliegt. Prüfe anschließend, ob die Unterlagen eine schriftliche oder elektronisch-interaktive Bearbeitung nennen und ob zugelassene Hilfsmittel erwähnt werden. Die Quelle der Universität Hamburg nennt auch offene und komplexe Aufgabenstellungen als möglichen Einsatzbereich dieser Prüfungsform. Daraus folgt für deine Organisation eine konkrete Frage: Welche Fragestellung liegt dir vor und welche Angaben dazu sind tatsächlich dokumentiert?
Für die eigene Ablage können Studium-Tipps und Erstsemester-Tipps als sichtbare Merkpunkte neben deiner Aufgabenliste stehen. Sie ersetzen keine Angaben zur konkreten Prüfung. Halte getrennt fest, was in deinen Unterlagen steht und was du erst noch aus offiziellen Unterlagen ermitteln musst. So bleibt die Entscheidung nachvollziehbar, bevor du mit der Bearbeitung beginnst.

Unterlagen und Prüfauftrag vor dem Start prüfen
Die direkt belegte Voraussetzung lautet: Die Prüfungsart Take-Home-Exam ist an der Universität Hamburg zulässig, wenn sie in der jeweils gültigen Prüfungsordnung oder in einer fachspezifischen Bestimmung verankert ist. Prüfe daher zunächst die für deinen Prüfungsfall geltende Prüfungsordnung und die dazugehörigen fachspezifischen Bestimmungen. Lies nicht nur die Bezeichnung der Prüfungsform, sondern auch die Angaben, die deine konkrete Aufgabe begleiten.
- Lege die vorgegebene Fragestellung bereit und markiere, ob eine oder mehrere Fragen zu bearbeiten sind.
- Prüfe, ob die Unterlagen eine schriftliche oder elektronisch-interaktive Leistung nennen.
- Prüfe, ob zugelassene Hilfsmittel ausdrücklich aufgeführt sind.
- Ermittle aus offiziellen Unterlagen die zuständige Stelle oder Informationsquelle für deinen konkreten Prüfungsfall.
- Lege die Fundstellen zur Prüfungsordnung, zur Aufgabe und zu den Bearbeitungsangaben zusammen ab.
Die Quelle beschreibt einen Bearbeitungsumfang, eine Bearbeitungsdauer und einen festgelegten Bearbeitungszeitrahmen. Sie enthält außerdem den Hinweis, dass der Zeitraum länger als die eigentliche Bearbeitungsdauer sein kann. Übertrage daraus keine nicht dokumentierte Angabe auf deine Aufgabe. Prüfe stattdessen, welche Angaben in deinem Fall genannt sind. Das Modulhandbuch kann neben der Prüfungsordnung als Orientierungspunkt in deiner Ablage liegen; entscheidend bleibt, was die offiziellen Unterlagen für den konkreten Prüfungsfall ausweisen.
Wenn aus deinen Unterlagen keine zuständige Stelle hervorgeht, formuliere einen Prüfauftrag: Ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen. Dasselbe gilt für offene Fragen zur elektronisch-interaktiven Umsetzung. Notiere die Frage sachlich, statt eine Zuständigkeit oder Voraussetzung zu unterstellen. Begriffe wie Studiengänge, Hochschulen und Universitäten und Universität oder Fachhochschule helfen nur bei der eigenen Navigation durch Themen; sie beantworten nicht automatisch die Prüfungsfrage.
Ablauf mit überprüfbaren Zwischenergebnissen
- Ziel festhalten. Schreibe in einem Satz auf, welche vorgegebene Fragestellung du bearbeiten willst und welches Format die Aufgabe nennt. Zwischenergebnis: Eine kurze Zielnotiz liegt neben der Aufgabenstellung.
- Prüfungsgrundlage prüfen. Suche in den geltenden offiziellen Unterlagen nach der Verankerung der Prüfungsart. Vergleiche die Bezeichnung in der Aufgabe mit der Prüfungsordnung und gegebenenfalls mit fachspezifischen Bestimmungen. Zwischenergebnis: Die Fundstelle ist notiert oder eine konkrete Prüffrage ist offen festgehalten.
- Unterlagen bündeln. Lege Aufgabenstellung, Angaben zu zugelassenen Hilfsmitteln und alle Angaben zu Bearbeitungsdauer oder Bearbeitungszeitrahmen in einer Arbeitsmappe zusammen. Die Quelle beschreibt diese Angaben als Bestandteile eines Take-Home-Exams; ergänze keine Angaben, die in deinem Material nicht stehen. Zwischenergebnis: Du siehst, welche Angaben belegt sind und welche du noch klären musst.
- Informationsquelle bestimmen. Ermittle aus offiziellen Unterlagen die zuständige Stelle oder Informationsquelle. Wenn du dort eine Antwort erhältst, halte die konkrete Auskunft zusammen mit der Frage fest. Zwischenergebnis: Für jede offene Frage ist entweder eine offizielle Fundstelle vorhanden oder ein klarer Prüfauftrag formuliert.
- Bearbeitung planen. Ordne die vorgegebenen Fragestellungen in eine Reihenfolge und lege für jede Frage einen eigenen Arbeitsabschnitt an. Berücksichtige nur Hilfsmittel, die in deinen Unterlagen als zugelassen ausgewiesen sind. Zwischenergebnis: Jede Fragestellung hat einen erkennbaren Platz im Arbeitsablauf.
- Bearbeitung ausführen. Verfasse oder bearbeite die Leistung entsprechend dem vorgegebenen schriftlichen oder elektronisch-interaktiven Format. Prüfe dabei fortlaufend, ob deine Arbeit noch zur Fragestellung passt. Zwischenergebnis: Zu jeder vorgegebenen Frage existiert ein überprüfbarer Bearbeitungsstand.
- Ergebnis und Nachweis kontrollieren. Vergleiche am Ende Aufgabenstellung, bearbeitete Fragen und die gesammelten offiziellen Angaben. Halte fest, welche Unterlagen du geprüft hast und wo die maßgebliche Information steht. Zwischenergebnis: Der Arbeitsstand ist mit Aufgabe, Unterlagen und Informationsquelle verknüpft.
Ein kurzes Beispiel: Eine Studentin erhält eine Aufgabenstellung mit zwei vorgegebenen Fragen. Sie legt die Aufgabenstellung neben die geltende Prüfungsordnung, prüft dort die Verankerung der Prüfungsart und sammelt die Angaben zu Hilfsmitteln. Für eine nicht beantwortete Frage zur Durchführung notiert sie: Zuständige Informationsquelle aus offiziellen Unterlagen ermitteln. Danach erstellt sie für beide Fragen getrennte Arbeitsabschnitte und kontrolliert zum Schluss, ob ihre Ablage die verwendeten Unterlagen erkennen lässt.
Ordne ergänzende Orientierungsthemen bewusst getrennt ein: Studiengang wählen, Studienberatung und Studienorientierungstest gehören nicht in den Nachweis deiner Prüfung, können aber außerhalb der Prüfungsmappe als eigene Themenliste stehen. Auch Numerus Clausus sowie Immatrikulation und Rückmeldung betreffen nicht automatisch die Durchführung dieser konkreten Prüfungsleistung. Diese Trennung verhindert, dass allgemeine Studienorganisation mit den belegten Anforderungen deiner Aufgabe vermischt wird.
Grenzen der Angaben klar behandeln
Dieser Ablauf behauptet keine Frist, keine konkrete Zuständigkeit, keine Rechtsfolge und keinen erfolgreichen Abschluss. Die Quelle erläutert Take-Home-Exams auf Seiten der Universität Hamburg und weist darauf hin, dass die Prüfungsordnungen den Prüfenden Spielraum bei der konkreten Ausgestaltung lassen. Sie nennt außerdem unterschiedliche Festlegungen zur Bearbeitungsdauer. Daraus darfst du keine Dauer, keinen Zeitraum und keine Folge für einen anderen konkreten Prüfungsfall ableiten.
Vermeide es deshalb, eine fehlende Angabe mit einer Vermutung zu füllen. Steht nicht ausdrücklich fest, welche Hilfsmittel zugelassen sind, prüfe die offiziellen Unterlagen. Ist die Prüfungsform nicht auffindbar, prüfe die geltende Prüfungsordnung und die fachspezifischen Bestimmungen. Ist eine Informationsquelle unklar, ermittle sie aus offiziellen Unterlagen. Diese Prüfhandlungen schaffen keine neue Regel; sie halten offen, was erst belegt werden muss.
Auch Finanz- und Studienentscheidungen gehören nicht als angenommene Voraussetzung in die Prüfungsorganisation. Stipendium im Studium und Studienkredit-Vergleich sind eigene Themen für eine getrennte Recherche. Das ECTS-System ist ebenfalls kein Ersatz für eine Angabe zur konkreten Prüfungsaufgabe. Nutze solche Begriffe nicht, um eine nicht dokumentierte Pflicht, Frist oder Wirkung zu begründen.
Arbeite nur mit dem, was für deinen konkreten Prüfungsfall in offiziellen Unterlagen oder in der Aufgabenstellung festgehalten ist.

Vor dem Abschluss gezielt gegenprüfen
Führe vor deinem nächsten Schritt eine abschließende Gegenprüfung durch. Sie dient dazu, Ziel, Voraussetzungen, Unterlagen, Informationsquelle, Handlungsschritte sowie Ergebnis und Nachweis miteinander abzugleichen. Die Prüfung ist vollständig, wenn du bei jedem Punkt entweder eine Fundstelle vorweisen oder eine präzise offene Prüffrage benennen kannst.
- Ziel: Ist die vorgegebene Fragestellung eindeutig in deiner Zielnotiz erfasst?
- Voraussetzungen: Hast du die geltende Prüfungsordnung und gegebenenfalls fachspezifische Bestimmungen auf die Verankerung der Prüfungsart geprüft?
- Unterlagen: Liegen Aufgabenstellung sowie die dokumentierten Angaben zu Format, Hilfsmitteln, Bearbeitungsdauer und Bearbeitungszeitrahmen zusammen?
- Zuständige Quelle: Hast du die zuständige Stelle oder Informationsquelle aus offiziellen Unterlagen ermittelt, oder ist die offene Frage klar notiert?
- Handlungsschritte: Sind die vorgegebenen Fragestellungen in getrennten Arbeitsabschnitten bearbeitet und gegen die Aufgabe geprüft?
- Ergebnis und Nachweis: Kannst du zeigen, welche Unterlagen du verwendet und welche Angaben du kontrolliert hast?
Prüfe Unterlagen und zuständige Quelle erneut, bevor du dich auf eine Angabe verlässt. Vergleiche besonders die Aufgabenstellung mit deiner Ablage. Wenn ein Punkt nur aus Erinnerung vorhanden ist, ersetze ihn durch die offizielle Fundstelle oder markiere ihn als offen. Damit schließt du die Organisation mit einem nachvollziehbaren Kontrollstand ab, ohne eine nicht belegte Frist, Folge oder Zuständigkeit zu behaupten.
Für die weitere Studienorganisation darfst du getrennte Listen führen. Sie ändern jedoch weder die vorgegebene Fragestellung noch die belegten Angaben zu deinem Take-Home-Exam. Entscheidend bleibt die erneute Prüfung der konkreten Unterlagen und der dort ermittelten Informationsquelle.
Quellen und Stand
- Take-Home-Exams : Digitalisierung in der Lehre : Universität Hamburg: www.uni-hamburg.de (geprüft am 2026-08-24)
Der Überblick „Ein Take-Home-Exam sicher organisieren“ umfasst ebenso „organisiert“ und „vorbereiten“.