Was bedeutet „sowohl als auch“?
Sowohl als auch Synonym: Bedeutung und Verwendung
„Sowohl als auch“ steht für eine Aufzählung, bei der zwei genannte Inhalte gemeinsam betrachtet werden. Ein eindeutiges Ersatzwort ist aus der vorliegenden Belegstelle nicht abzuleiten.
Bedeutung und mögliche Synonyme
Die belegte sprachliche Einheit lautet „sowohl … als auch …“. Die DWDS-Belegstelle führt sie bei „als“ als Aufzählung. Wer nach einem Sowohl als auch Synonym sucht, findet deshalb keine einzelne, aus dieser Belegstelle ableitbare Ersatzvokabel. Als konkrete Umformulierung kommt jedoch und infrage, sofern der eigene Satz danach weiterhin eine Aufzählung ausdrückt.
Beispiel: Aus „Sowohl die Skizze als auch der Kommentar liegen bereit“ kann „Die Skizze und der Kommentar liegen bereit“ werden. In beiden Fassungen werden die genannten Wörter aufgezählt. Für einen kurzen Satz kann und daher eine passende Alternative sein. Ein weiterer Satz lautet: „Sowohl die Einleitung als auch das Fazit stehen zur Prüfung bereit.“ Die Umformung „Einleitung und Fazit stehen zur Prüfung bereit“ nennt ebenfalls diese beiden Textteile.
Ob die Umformulierung passt, zeigt nur der vollständige Satz. Die Belegstelle ordnet „sowohl … als auch …“ als Aufzählung ein; sie nennt keine weitere Ersatzwendung. Deshalb sollte ein anderes angebliches Synonym nicht pauschal an diese Stelle gesetzt werden. Wenn ein Satz nach der Umformung etwas anderes aussagt, ist und für diesen Satz keine passende Alternative.
Die Schreibweise und der Satzbau lassen sich am vollständigen eigenen Satz prüfen. Das betrifft die Rechtschreibung und die Zeichensetzung. Rechtschreibregeln können dabei helfen, die gewählte Fassung auf Schreibweise und Satzzeichen zu prüfen, ohne aus der Aufzählung ein allgemeines Ersatzwort abzuleiten.

Bedeutung im jeweiligen Aussagekontext
Die Quelle nennt zwei Einordnungen, die getrennt gelesen werden müssen:
- Aufzählung: „sowohl … als auch …“ ist dort als Aufzählung aufgeführt.
- Ältere oder altertümelnde Einordnung bei „als“: Für eine weitere Verwendung von „als“ nennt die Quelle eine Aufzählung und kennzeichnet diese Verwendung als altertümelnd.
Die zweite Einordnung beschreibt damit nicht die Wendung „sowohl … als auch …“ als solche. Aus ihr folgt insbesondere nicht, dass „als“ in jedem Satz altertümelnd ist. Für die Wendung ist im jeweiligen Satz erkennbar, welche Wörter oder Wortgruppen aufgezählt werden. Die Aussageabsicht kann sich dabei auf die Nennung dieser Bestandteile beschränken.
Ein neutraler Beispielsatz lautet: „Sowohl die Karte als auch der Stift liegen bereit.“ Der Satz enthält die Aufzählung „die Karte“ und „der Stift“. Ein anderer Satz lautet: „Sowohl die Einleitung als auch der Schluss stehen im Entwurf.“ Hier erscheinen zwei Textteile in der Aufzählung. Diese Beispiele erläutern die in der Quelle genannte Einordnung, ohne eine weitere Bedeutung der Wendung vorauszusetzen.
Für Groß- und Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung sollte der vollständige eigene Satz geprüft werden. Die Kommasetzung und allgemeine Zeichensetzung lassen sich ebenfalls nur am jeweiligen Satzgefüge beurteilen. Die Rechtschreibreform kann bei historischen und aktuellen Schreibweisen eine Rolle spielen; die vorliegende Belegstelle enthält jedoch keine zeitliche Regel für diese Wendung.
Drei eigenständige Beispiele
Die folgenden Sätze zeigen unterschiedliche Kontexte. Sie sind eigenständig formuliert und veranschaulichen die Aufzählungsfunktion:
- Alltag: „Sowohl der Schlüssel als auch das Notizbuch liegen in der Tasche.“ Zwei Gegenstände werden in einer Aussage zusammen genannt.
- Studium: „Sowohl die Definition als auch das Beispiel stehen im Abschnitt.“ Zwei Bestandteile eines Textes werden gemeinsam berücksichtigt.
- Arbeit: „Sowohl die Rückmeldung als auch der neue Vorschlag werden besprochen.“ Zwei Gesprächsinhalte werden nebeneinander aufgeführt.
In allen drei Beispielen erfüllt die Wendung dieselbe belegte Grundfunktion: Sie stellt zwei Inhalte innerhalb einer Aufzählung zusammen. Die Kontexte unterscheiden sich, die sprachliche Aufgabe der Konstruktion bleibt jedoch auf die Verbindung der genannten Bestandteile bezogen. Wer einen Satz für wissenschaftliches Schreiben formuliert, kann deshalb zunächst prüfen, ob tatsächlich zwei klar benennbare Inhalte aufgezählt werden.
Für technische oder formale Texte können Abkürzungen richtig schreiben und Wortbedeutungen und Abkürzungen eigene Prüfaufgaben sein. Sie ersetzen jedoch nicht die Prüfung, ob „sowohl … als auch …“ im konkreten Satz die beabsichtigte Aufzählung ausdrückt.
Auch grammatische Fragen sollten getrennt betrachtet werden. Dazu gehören Artikel der, die und das bei den verwendeten Substantiven sowie die Pluralbildung, wenn mehrere Gegenstände, Textteile oder Inhalte genannt werden. Die Wendung selbst liefert keine Begründung dafür, wie jedes einzelne Nomen im Satz geschrieben oder gebeugt werden muss.
Grenzen und mögliche Verwechslungen
Ein verbreiteter Fehler bei der Synonymsuche besteht darin, jede Verbindung mit „und“ automatisch als gleichbedeutend mit „sowohl … als auch …“ zu behandeln. Die Quelle belegt zwar die Aufzählungsfunktion der Wendung, sie belegt aber keine pauschale Gleichsetzung mit jeder anderen verbindenden Formulierung. Deshalb muss die beabsichtigte Aussage im eigenen Satz geprüft werden.
Ebenso darf die zusätzliche Einordnung einer altertümelnden Aufzählungsverwendung von „als“ nicht ohne Weiteres auf die gesamte Konstruktion übertragen werden. Die Quelle nennt diese Kennzeichnung für eine bestimmte Bedeutung von „als“. Daraus folgt keine allgemeine Wertung der Wendung „sowohl … als auch …“ und keine zusätzliche Herkunft oder Fachbedeutung.
Auch Synonyme sind nicht automatisch austauschbar. Eine alternative Formulierung kann den Schwerpunkt verschieben oder einen anderen Satzbau verlangen. Bei der Suche nach Textformen sollte daher geprüft werden, ob der Satz sachlich, studienbezogen oder alltagssprachlich verwendet wird. Der sichtbare Kontext entscheidet darüber, ob eine Umformulierung die ursprüngliche Aussage noch genau wiedergibt.
Rechtschreibprogramme können bei der formalen Kontrolle helfen, liefern aber aus der vorliegenden Belegstelle keine zusätzliche Bedeutungszuordnung. Wenn ein Programm eine Alternative vorschlägt, sollte diese im konkreten Satz auf Bedeutung, Grammatik und Aussageabsicht geprüft werden. Eine automatische Ersetzung ist nicht durch die Quelle gedeckt.

Passende Verwendung prüfen
Für die eigene Anwendung genügt ein kurzer inhaltlicher Check:
- Ermittle zunächst die Kernbedeutung: Werden mit „sowohl … als auch …“ zwei Inhalte innerhalb einer Aufzählung genannt?
- Prüfe danach den Kontext: Welche Aussageabsicht hat der Satz, und sollen beide genannten Bestandteile tatsächlich gemeinsam berücksichtigt werden?
- Vergleiche jede geplante Alternative mit dem konkreten Satz. Verwende kein vermeintliches Synonym, wenn dadurch ein Bestandteil entfällt oder die Aussage verändert wird.
- Prüfe mögliche Verwechslungen mit anderen Bedeutungen von „als“. Die altertümelnde Einordnung aus der Quelle darf nicht ohne konkreten Beleg verallgemeinert werden.
- Kontrolliere abschließend die Quelle und den konkreten Satzkontext. Für die Wortwahl sind Wortbedeutungen und Abkürzungen nur dann hilfreich, wenn der betreffende Begriff tatsächlich geprüft wird.
Bei weiterführenden Fragen zur Schreibweise kann die eigene Rechtschreibung kontrolliert werden. Für Grammatik, Satzzeichen und Formulierungsvarianten sind die jeweils passenden Nachschlagebereiche getrennt zu prüfen. Der sichere Kerncheck bleibt: Bedeutung bestimmen, Kontext lesen, mögliche Verwechslung ausschließen und erst danach eine Umformulierung einsetzen.
Quellen und Stand
- Auch, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026-09-01)
- als, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026-09-01)
- Als, Wiktionary: de.wiktionary.org (geprüft am 2026-09-01)