Ein Referat als Prüfungsleistung gezielt vorbereiten
Referat als Prüfungsleistung vorbereiten
Ordne die Aufgabe ein, arbeite mit den vorliegenden Vorgaben und kontrolliere die eigene Vorbereitung anhand einer nachvollziehbaren Liste.
Die Aufgabe vor dem Arbeiten klar eingrenzen
Ein Referat als Prüfungsleistung vorzubereiten heißt, die eigene Aufgabe so zu bearbeiten, dass aus den vorliegenden Unterlagen ein nachvollziehbarer Vortrag entsteht. Das greifbare Arbeitsergebnis umfasst eine abgegrenzte Fragestellung, eine geordnete Gliederung, ausgearbeitete Inhalte, eine Präsentation oder ein anderes vorgesehenes Vortragsmaterial, gegebenenfalls ein Handout sowie eine Liste offener Punkte. Eine Bewertung wird damit nicht vorweggenommen.
Beginne mit den Unterlagen, die zu deiner Aufgabe gehören. In den vorliegenden Informationen werden Leitfäden für Referate, Handouts, Hausarbeiten und Qualifikationsarbeiten genannt. Sie dienen dort als Vorlagen für Arbeiten und Einreichungen in den bezeichneten Modulen oder der Arbeitsgruppe. Prüfe deshalb zuerst, ob der Titel, der Bereich und die Aufgabe zu deinem Referat passen. Für andere Gruppen und Fachbereiche nennt die Quelle abweichende Vorgaben; übertrage Angaben daraus nicht ungeprüft.
Formuliere anschließend in eigenen Worten, was dein Referat behandeln soll und welches Ergebnis du dem Publikum vermitteln möchtest. Trenne dabei drei Arbeitsstände: Was steht ausdrücklich in einer passenden Unterlage, was hast du bereits für den Vortrag ausgearbeitet und was musst du noch klären? So entsteht aus einer bloßen Materialsammlung ein Arbeitsplan für Thema, Inhalt, Darstellung und Kontrolle.
Studium-Tipps, Studiengänge und Hochschulen und Universitäten können bei persönlichen Orientierungsthemen vorkommen, liefern aber keine Vorgaben für diese Referatsaufgabe. Dasselbe gilt für Studiengang wählen, Universität oder Fachhochschule, Studienorientierungstest, Numerus Clausus und Immatrikulation und Rückmeldung. Halte diese Themen getrennt von der Vorbereitung, damit sie weder Thema noch Anforderungen des Referats verdecken.
Am Ende sollst du einen eigenen, überprüfbaren Stand vor dir haben: Die Aufgabe ist eingegrenzt, die verwendeten Unterlagen sind benannt, der Vortrag ist inhaltlich vorbereitet und verbleibende Fragen sind sichtbar notiert. Erst dann lässt sich gezielt kontrollieren, ob dein Material die Angaben der passenden Unterlagen tatsächlich aufnimmt.

Unterlagen und offene Zuständigkeiten prüfen
Lege zunächst sämtliche Unterlagen zur konkreten Aufgabe zusammen und beschrifte sie eindeutig. Prüfe insbesondere, ob ein Leitfaden für Referate vorliegt und ob sein Geltungsbereich für dein Referat ausdrücklich erkennbar ist. Die Quelle nennt Leitfäden als Vorlagen für das Anfertigen und Einreichen von Prüfungsleistungen in bestimmten Modulen oder einer Arbeitsgruppe. Sie nennt außerdem andere Vorgaben für andere Gruppen und Fachbereiche. Deshalb ist die Zuordnung des Dokuments zur eigenen Aufgabe ein Prüfpunkt, keine Annahme.
- Notiere den Titel jeder vorhandenen Datei oder Mitteilung.
- Lies den Abschnitt, der Referate oder die Einreichung betrifft, vollständig.
- Markiere nur Angaben, die im Dokument selbst stehen.
- Trenne Vorgaben, Hinweise und ungeklärte Fragen in drei getrennten Notizen.
- Prüfe, ob Unterlagen zur Literaturauswahl oder zur Nutzung von KI erwähnt werden.
Die vorliegenden Informationen weisen auf Richtlinien der JLU im Zusammenhang mit der Nutzung verschiedener KI-Modelle hin. Für die Abgabe von B.Sc.- und M.Sc.-Thesen wird dort eine parallele KI-Erklärung genannt; für Hausarbeiten und Referate wird die Vorbereitung eines Formblatts KI-Erklärung empfohlen. Übertrage weder die benannte Verpflichtung für Thesen auf ein Referat noch die Empfehlung auf eine Pflicht. Prüfe stattdessen den Wortlaut der Unterlagen zu deinem Referat und halte ihn getrennt fest.
Ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen, wenn unklar ist, wer eine Frage beantworten soll. Suche dafür zuerst nach der Aufgabenbeschreibung, dem zugeordneten Leitfaden und den dort genannten Kontaktangaben. Fehlt eine eindeutige Zuordnung, formuliere die offene Frage präzise und dokumentiere, welche Quelle du bereits geprüft hast. Studienberatung kann dir als eigener Orientierungsbereich begegnen, ersetzt aber nicht die Ermittlung der zuständigen Stelle aus den Unterlagen der konkreten Aufgabe.
Das Modulhandbuch, die Prüfungsordnung und das ECTS-System solltest du nur als mögliche Dokumentenbezeichnungen in deiner Materialübersicht führen. Lies sie nur dann als Grundlage für das Referat, wenn sie für deine konkrete Aufgabe vorliegen oder darin ausdrücklich darauf verwiesen wird. Das konkrete Zwischenergebnis dieser Phase ist eine Materialliste mit Quellenstatus: vorhanden, geprüft oder noch zu klären.
Arbeitsfolge mit überprüfbaren Zwischenergebnissen
- Aufgabe und Thema eingrenzen. Lies die Aufgabenbeschreibung und halte in einem Satz fest, welches Referat du vorbereitest. Formuliere danach eine Leitfrage oder einen klaren Gegenstand, der mit der Aufgabe vereinbar ist. Markiere Themenideen, die darüber hinausgehen, getrennt als spätere Möglichkeit.
Zwischenergebnis: ein kurzer Arbeitsauftrag mit Thema und Ziel des Vortrags. - Passende Unterlagen auswählen. Lege Aufgabenbeschreibung, Leitfaden und weitere vorliegende Hinweise nebeneinander. Prüfe, ob ein Leitfaden ausdrücklich Referate nennt und ob sein genannter Bereich zu deiner Aufgabe passt. Notiere unklare oder nicht passende Angaben, statt sie als Vorgabe zu übernehmen.
Zwischenergebnis: eine Liste der verwendeten Unterlagen und der noch offenen Fragen. - Inhalte erarbeiten. Sammle nur Material, das du für deine abgegrenzte Frage verwenden willst. Lies es mit Blick auf den Vortrag und notiere die Aussagen, Beispiele oder Begriffe, die du erklären möchtest. Ordne jede Notiz einem Gliederungspunkt zu; unbelegte Vermutungen bleiben außerhalb der Inhaltsliste.
Zwischenergebnis: eine geordnete Sammlung von Inhalten für die einzelnen Vortragsteile. - Gliederung schreiben. Baue aus den erarbeiteten Inhalten eine Reihenfolge: Einstieg, Erklärung der zentralen Punkte und Abschluss. Gib jedem Teil eine kurze Überschrift und ergänze, was das Publikum nach diesem Teil verstanden haben soll. Streiche Punkte, die nicht zur Leitfrage beitragen.
Zwischenergebnis: eine vollständige Gliederung mit einer erkennbaren Aussage pro Abschnitt. - Präsentation und Handout erstellen. Übertrage die Gliederung in Folien, Karten oder das für deine Aufgabe vorgesehene Vortragsmaterial. Formuliere pro Folie oder Abschnitt nur die Hinweise, die du beim Sprechen brauchst. Wenn ein Handout vorgesehen ist, fasse dort die für den Vortrag ausgewählten Punkte in eigener, übersichtlicher Form zusammen.
Zwischenergebnis: ein erster Entwurf der Präsentation und, falls vorgesehen, des Handouts. - Vortrag durchgehen. Sprich den Vortrag anhand deines Entwurfs vollständig durch. Prüfe dabei, ob die Reihenfolge verständlich wirkt, ob Übergänge fehlen und ob jede Folie oder Notiz zur Leitfrage passt. Ergänze nur Punkte, die du aus deinen Unterlagen oder deiner ausgearbeiteten Inhaltsliste ableiten kannst.
Zwischenergebnis: eine überarbeitete Fassung mit markierten Stellen für weitere Arbeit. - Abschluss kontrollieren. Vergleiche Thema, Gliederung, Präsentation und Handout erneut mit den passenden Unterlagen. Halte getrennt fest, was fertig ist und welche Frage noch geprüft werden muss. Erstsemester-Tipps können bei der persönlichen Ordnung von Notizen helfen, ersetzen aber keine Unterlage zur Referatsaufgabe.
Zwischenergebnis: ein eigener Kontrollvermerk mit fertigen Teilen und offenen Punkten.
Ein kurzes Arbeitsbeispiel: Du formulierst zuerst die Frage deines Referats. Danach ordnest du deine Notizen drei Gliederungspunkten zu, erstellst daraus Vortragsmaterial und gehst den Vortrag einmal vollständig durch. Eine unklare Angabe bleibt als Frage notiert, bis du sie anhand der passenden Quelle prüfen kannst.
Grenzen der vorliegenden Angaben beachten
Die Quelle beschreibt Leitfäden in einem bestimmten Instituts- und Arbeitsgruppenkontext. Sie trägt keine allgemeine Aussage darüber, welche Frist, Stelle, Rechtsfolge, Bewertung oder Erfolgswirkung für dein Referat gilt. Nenne deshalb keine Frist, keine zuständige Person, keine verbindliche Folge und kein erwartetes Ergebnis, solange du dafür keinen direkten Wortlaut aus deinen eigenen Unterlagen geprüft hast.
Auch die in der Quelle erwähnten Deadlines beziehen sich auf Modulabschnitte von Prof. Uwe Wenzel und auf die dort beschriebene Rezeption von Texten sowie die Prüfung der Literaturauswahl. Sie sind keine Grundlage, um einen Termin für eine andere Aufgabe zu behaupten. Prüfe einen konkreten Termin ausschließlich in der Unterlage, die deiner Aufgabe zugeordnet ist, und notiere bei fehlender Angabe: Termin aus offizieller Aufgabenquelle prüfen.
Die Quelle hält Studierende dazu an, für Kontakte mit der Universität eine Universitäts-E-Mail-Adresse zu verwenden. Prüfe vor einer Kontaktaufnahme, ob diese Aufforderung auf deine konkrete Kommunikationssituation anwendbar ist; erweitere sie nicht zu einer allgemeinen Regel außerhalb des genannten Zusammenhangs. Bei der KI-Erklärung bleibt ebenfalls die Unterscheidung wichtig: Für Thesen wird eine Verpflichtung genannt, für Hausarbeiten und Referate eine Empfehlung zur Vorbereitung. Daraus entsteht ohne weitere Unterlage keine zusätzliche Pflicht für dein Referat.
Vermeide eine abstrakte Begriffsdefinition anstelle der Arbeit am Vorgang. Entscheidend ist nicht, das Wort Referat allgemein zu erklären, sondern die konkrete Aufgabenbeschreibung, den passenden Leitfaden, die offenen Fragen und den eigenen Kontrollvermerk zu bearbeiten. Wenn du Informationen zu Finanzierung suchst, behandle Stipendium im Studium und Studienkredit-Vergleich getrennt von den Referatsvorgaben. Diese Themen liefern keinen Nachweis für eine Anforderung an dein Referat.
Eine offene Frage ist kein Grund, eine Regel zu ergänzen. Halte sie als offene Frage fest, ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen und kontrolliere anschließend, ob die Antwort in deine Materialliste aufgenommen werden kann. So bleibt sichtbar, was belegt ist und was noch geprüft werden muss.

Vor dem Abschluss alles erneut abgleichen
Führe vor deinem eigenen Abschluss eine letzte Prüfung durch. Ziel ist nicht, eine Bewertung vorwegzunehmen, sondern die Vorbereitung gegen die vorhandenen Unterlagen abzugleichen. Nimm dafür den Arbeitsauftrag, die Materialliste, die Aufgabenliste und den Kontrollvermerk gemeinsam zur Hand.
- Ziel: Ist klar notiert, welches Referat als Prüfungsleistung vorbereitet wird?
- Voraussetzungen: Sind nur Punkte übernommen, die in einer vorliegenden Unterlage stehen?
- Unterlagen: Sind Aufgabenbeschreibung, Leitfaden und weitere geprüfte Dokumente mit ihrem Status vermerkt?
- Zuständige Stelle: Wurde für jede offene Frage die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen ermittelt oder als Prüfauftrag festgehalten?
- Handlungsschritte: Sind erledigte Schritte und verbleibende Schritte voneinander getrennt?
- Ergebnis: Gibt es eine geordnete Arbeitsmappe, die den eigenen Arbeitsstand sichtbar macht?
- Nachweis: Enthält der Kontrollvermerk die verwendeten Unterlagen und die noch offenen Punkte?
Prüfe Unterlagen und zuständige Quelle erneut, bevor du einen Punkt als erledigt markierst. Lies insbesondere den Geltungsbereich eines Leitfadens noch einmal und gleiche ihn mit deiner konkreten Aufgabe ab. Bei einer Aussage zu KI-Erklärung, Kontaktweg, Literaturauswahl oder Einreichung kontrolliere, ob sie tatsächlich in einer Unterlage zu deinem Referat steht. Entferne keine offene Frage nur deshalb, weil sie unbequem ist; kennzeichne stattdessen, welche offizielle Quelle noch geprüft werden soll.
Der Abschlusscheck ist vollständig, wenn du jeden Eintrag einer Quelle, einer Handlung oder einer offenen Prüfung zuordnen kannst. Damit liegt ein überprüfbarer Arbeitsstand vor. Über Bewertung, Termin, Zuständigkeit oder Folge sagt dieser Arbeitsstand nur dann etwas aus, wenn die zugehörige Unterlage dies direkt trägt.