Pronimen ist falsch geschrieben: Pronomen verständlich erklärt

Pronimen: Bedeutung und Verwendung

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Wortbedeutungen

„Pronimen“ ist falsch geschrieben; korrekt lautet die Form Pronomen. Pronomen sind deklinierbare Wörter. Sie können für Personen oder Sachen stehen, auf sie verweisen oder sie näher bestimmen und werden auch Fürwörter genannt.

Vorschau der ersten Seite: Pronomen: Merkzettel mit allen Arten und FormenVorschau der ersten Seite

Kostenlos herunterladen

Pronomen: Merkzettel mit allen Arten und Formen

Die Schreibvariante Pronimen statt Pronomen auf dieser Seite, dazu Formentabellen für Personal-, Possessiv-, Reflexiv-, Demonstrativ-, Relativ-, Interrogativ- und Indefinitpronomen samt Faustregeln gegen typische Verwechslungen.

Alle Merkzettel und Lernkarten ansehen

Was ist ein Pronomen?

Ein Pronomen ist ein deklinierbares Wort, das im Satz für ein Substantiv oder eine Nominalgruppe stehen, auf Personen oder Sachen verweisen oder ein Substantiv begleiten kann. Verständlich gesagt übernimmt es je nach Verwendung unterschiedliche Aufgaben. Die Bezeichnung Fürwort wird ebenfalls für diese Wortart verwendet.

Für das Verständnis sind Art und Satzkontext entscheidend. Ein Pronomen kann einen bereits genannten Ausdruck aufnehmen, auf Gesprächsteilnehmende verweisen, nach etwas fragen oder eine unbestimmte Person beziehungsweise Sache bezeichnen. Es muss nicht zugleich auf etwas bereits Genanntes und auf etwas Unbestimmtes verweisen.

Wer die Rechtschreibung eines Satzes prüft, sollte zunächst feststellen, welches Wort die betreffende Person oder Sache vertritt. Fragen zu Rechtschreibregeln sind davon zu trennen. Auch die Groß- und Kleinschreibung beantwortet nicht die Frage, welche Funktion das Pronomen im Satz übernimmt. Für eine erste Einordnung genügt die Prüfung, ob ein deklinierbares Wort einen solchen Bezug herstellt.

Neben Fürwort nennt die Grammatik verschiedene Arten von Pronomen, etwa Personal-, Possessiv-, Reflexiv-, Demonstrativ-, Relativ-, Interrogativ- und Indefinitpronomen. Fragepronomen und Interrogativpronomen sind dabei zwei Bezeichnungen für dieselbe Gruppe. Welche Einordnung zutrifft, zeigt der konkrete Satz.

Konkreter Abschlusscheck zu Pronimen

Bedeutung und Kontext zusammen lesen

Die Bedeutung eines Pronomens erschließt sich aus seiner Art und dem Satzkontext. Ein Pronomen kann zum Beispiel auf bereits Genanntes verweisen, nach etwas fragen oder eine unbestimmte Person beziehungsweise Sache bezeichnen. Diese Funktionen sind nicht gemeinsame Pflichtmerkmale jedes einzelnen Pronomens.

  1. Bezug auf bereits Genanntes: Ein Pronomen kann eine Person oder Sache vertreten, die im vorausgehenden Zusammenhang schon genannt wurde. Beispielsatz: Der Bericht liegt auf dem Tisch. Er ist vollständig. Das Wort „Er“ nimmt hier Bezug auf den Bericht.
  2. Bezug auf etwas Unbestimmtes: Ein Pronomen kann auch für eine Person oder Sache stehen, die nicht näher bestimmt ist. Beispielsatz: Jemand wartet vor dem Gebäude. Der Satz nennt keine bestimmte Person.

Die beiden Beispiele zeigen unterschiedliche Verwendungen: „Er“ nimmt einen bereits eingeführten Bezug auf, während „Jemand“ eine unbestimmte Person bezeichnet. Weitere Pronomenarten erfüllen andere Aufgaben. Der Kontext hilft dabei, die konkrete Funktion im Satz zu erkennen.

Für die Getrennt- und Zusammenschreibung ist diese Bedeutungsprüfung eine eigenständige Frage. Ebenso prüft die Kommasetzung andere Satzmerkmale. Bei der Zeichensetzung sollte deshalb nicht aus einem Satzzeichen auf die Bedeutung des Pronomens geschlossen werden. Wer den Zusammenhang genauer untersuchen möchte, kann außerdem den Unterschied zwischen Artikel der, die und das und einem Pronomen am konkreten Satz prüfen. Die Quelle belegt die Definition des Pronomens; eine weitergehende Einordnung sollte am jeweiligen Wortlaut kontrolliert werden.

Drei Beispiele für die Verwendung

Die folgenden Sätze sind eigenständige, neutrale Beispiele. Sie veranschaulichen unterschiedliche Kontexte und sind keine Quellenbeispiele.

  1. Rückbezug auf eine Sache: Die Lampe steht neben dem Fenster. Sie leuchtet noch. Das Pronomen „Sie“ steht hier für die zuvor genannte Lampe.
  2. Unbestimmte Person: Niemand öffnete die Tür. Das verwendete Pronomen steht für keine näher bestimmte Person.
  3. Bezug in einer kurzen Mitteilung: Ein Ordner liegt im Regal. Dieser enthält die Unterlagen. Das Wort „Dieser“ nimmt Bezug auf den bereits genannten Ordner.

Die Beispiele zeigen verschiedene Verwendungen von Pronomen: Im ersten und dritten Satz wird ein bereits eingeführter Bezug aufgenommen, im zweiten bezeichnet „Niemand“ eine unbestimmte Person. Sie veranschaulichen Beispiele, aber keine vollständige Übersicht über alle Pronomenarten.

Beim Überarbeiten eines Textes kann die Rechtschreibreform als gesonderte Frage zu Schreibweisen behandelt werden. Für die Auswahl oder Prüfung eines Pronomens ist zunächst seine Funktion im eigenen Satz festzustellen. Rechtschreibprogramme können Hinweise geben; die grammatische Einordnung sollte am Satzkontext geprüft werden.

Beim Thema wissenschaftliches Schreiben sollte ein Beispiel nur das ausdrücken, was der Satz tatsächlich zeigt. Fragen dazu, wie man Abkürzungen richtig schreiben muss, gehören nicht zur Definition des Pronomens. Sie sind bei Bedarf getrennt zu prüfen.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen im Satz

Die Grammatik unterscheidet unter anderem Frage- oder Interrogativpronomen, Relativpronomen, Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen und Indefinitpronomen. Fragepronomen und Interrogativpronomen sind alternative Bezeichnungen. Die übrigen Begriffe bezeichnen unterschiedliche Pronomenarten.

Für die Abgrenzung ist der konkrete Satz entscheidend. Prüfe, welche Aufgabe das Wort übernimmt: Es kann etwa auf eine Person oder Sache verweisen, ein Substantiv begleiten, eine Frage kennzeichnen oder einen Relativsatz einleiten. Erst danach lässt sich die passende Pronomenart bestimmen.

Die Quelle führt außerdem bedeutungsverwandte Wörter wie Redeteil, Sprachteil, Wortart, Wortkategorie, Wortklasse und lexikalische Kategorie auf. Diese Wörter dürfen nicht ohne weitere Prüfung als vollständig gleichbedeutende Ersatzwörter für Pronomen behandelt werden. Für die Suche nach Wortbedeutungen und Abkürzungen sollte daher die konkrete Bedeutung des gesuchten Ausdrucks maßgeblich sein.

Auch Pluralbildung, Synonyme und Textformen sind eigene Prüffragen. Dass die Quelle Fürwort als Bezeichnung nennt, erlaubt die Erklärung dieser Bezeichnung. Es erlaubt jedoch keine zusätzliche Herkunft, Wertung oder Fachbedeutung. Wenn ein ähnlicher Begriff im eigenen Satz vorkommt, sollte seine Funktion separat anhand des vollständigen Satzes und der verwendeten Quelle geprüft werden.

Konkrete Regel und vollständige Beispielsätze zu Pronimen

Kurzer Check für den eigenen Satz: Prüfschritte

Mithilfe dieses Ablaufs lässt sich die Verwendung eines Pronomens systematisch prüfen, ohne aus einer allgemeinen Definition zusätzliche Sprachregeln abzuleiten.

  1. Markiere das Wort, das du als Pronomen einordnen möchtest.
  2. Prüfe, ob es deklinierbar ist und im Satz für ein Substantiv oder eine Nominalgruppe steht, darauf verweist oder ein Substantiv begleitet.
  3. Suche im Satz oder im vorausgehenden Zusammenhang nach einer Person, Sache oder Nominalgruppe, auf die sich das Wort beziehen könnte.
  4. Wenn kein solcher Bezug erkennbar ist, prüfe, ob das Wort zum Beispiel eine Frage kennzeichnet, eine unbestimmte Person oder Sache bezeichnet oder einen Relativsatz einleitet.
  5. Bestimme die Funktion passend zum Kontext, etwa Rückbezug, Frage, unbestimmter Bezug oder Einleitung eines Relativsatzes.
  6. Prüfe mögliche Verwechslungen mit ähnlichen Pronomenarten anhand ihrer Funktion im Satz.
  7. Vergleiche die Einordnung mit einer Grammatikquelle und mit dem vollständigen Satz.

Der Check verbindet die Form des Wortes, seine Funktion im Satz und mögliche Verwechslungen mit anderen Pronomenarten. Eine Aussage, die sich nicht aus dem konkreten Satz und einer Grammatikquelle bestimmen lässt, sollte nicht ergänzt werden. Prüfe die Stelle stattdessen erneut im vollständigen Satzkontext.

So sieht die Praxis aus: Die Akte liegt im Schrank. Sie ist vollständig. Markiere zuerst „Sie“. Das Wort verweist auf die zuvor genannte Akte und ist hier ein Personalpronomen. Prüfe anschließend, ob der Satz eine andere Einordnung zulässt. Bleibt die Funktion unklar, hilft eine Grammatikquelle weiter.

Quellen und Stand

Brauchst du Hilfe beim sprachlichen Feinschliff deines Manuskripts vor dem Versand?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu Pronomen und ihrer Verwendung

Was ist ein Pronomen in einfacher Sprache?

Ein Pronomen ist ein deklinierbares Wort. Es kann im Satz für ein Substantiv oder eine Nominalgruppe stehen, darauf verweisen oder ein Substantiv begleiten. Man spricht auch von einem Fürwort.

Welche Aufgaben können Pronomen übernehmen?

Pronomen können unterschiedliche Aufgaben haben: Sie können auf bereits Genanntes verweisen, Gesprächsteilnehmende bezeichnen, nach etwas fragen, Relativsätze einleiten oder eine unbestimmte Person beziehungsweise Sache bezeichnen.

Welche Beispiele für Pronomenarten führt die Quelle auf?

Genannt werden unter anderem Fragepronomen, Relativpronomen, Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen und Indefinitpronomen.

Sind Fürwort und Pronomen in der Quelle verbunden?

Ja. Die Quelle bezeichnet Pronomen auch als Fürwörter; beide Wörter benennen dieselbe Wortart.

Wie prüfe ich ein mögliches Pronomen im eigenen Satz?

Prüfe zunächst die Form und Funktion des Wortes im vollständigen Satz. Beachte dabei, ob es auf etwas verweist, ein Substantiv begleitet, eine Frage kennzeichnet oder einen Relativsatz einleitet. Vergleiche die Einordnung bei Bedarf mit einer Grammatikquelle.

Unsere Partner