Ein Poster für eine Prüfungsleistung gezielt vorbereiten
Poster als Prüfungsleistung vorbereiten
Ordne die gestellten Anforderungen ein, prüfe die verfügbaren Informationen und halte dein Ergebnis nachvollziehbar fest.
Die Posteraufgabe als Prüfungsleistung einordnen
Wer ein Poster als Prüfungsleistung plant, bereitet es von der Kernaussage bis zur Präsentation vor. Lege zuerst Inhalt und Belege fest, verdichte Texte und Daten, ordne sie in einem klaren Raster an und prüfe Schrift, Abbildungen, Quellen, Ausgabeformat und Lesbarkeit aus angemessener Distanz. Ein Probedruck und eine kurze mündliche Erklärung der Hauptaussage helfen bei der Schlusskontrolle. Dein Poster ist kein rein optisches Projekt, sondern ein durchdachtes Werkstück mit fundierter Grundlage.
Das Leitdokument zur Poster-Präsentation richtet sich an Lehrende. Es ordnet Konzeption, Durchführung und Nachbereitung dieser Prüfungsform den fachspezifischen Kompetenzen zu und nennt die Stufen Anwenden, Analysieren, Beurteilen und Erschaffen. Eine garantierte Note folgt daraus nicht, aber eine gute Frage für dein Poster: Welche Kernaussage soll sichtbar werden, und wie stellst du Inhalte, Belege und Gestaltung verständlich dar?
Geh vom tatsächlichen Wortlaut deiner Aufgabe aus und vermute nichts. Kläre, ob nur das Poster bewertet wird oder ob eine Präsentation sowie weitere schriftliche oder mündliche Teile zur Prüfung gehören. Das sind Entscheidungen der jeweiligen Prüfungskonzeption. Verlass dich deshalb nur auf die Informationen, die dir wirklich vorliegen.
Plane für das Poster eine klare Hauptaussage, eine lesbare Gliederung und passende Belege. Die verlinkten Angebote Studium-Tipps, Studiengänge, Hochschulen und Universitäten, Studiengang wählen, Studienberatung, Universität oder Fachhochschule und Studienorientierungstest können die konkrete Posteraufgabe nicht ersetzen.
Entscheide danach, worauf du dich konzentrierst. Formuliere dein Ziel in eigenen Worten, etwa: „Ich bereite ein Poster vor, dessen Aussage ich anhand der Aufgabenangabe erläutern kann.“ Das ist keine Vorgabe, sondern ein Ziel, dessen Erreichen du selbst prüfen kannst. Sammle dann nur Material, das zu diesem Ziel und zu deinen Unterlagen passt.

Vorhandene Vorgaben und Unterlagen prüfen
Die Handreichung nennt für Lehrende mehrere Bestandteile der Planung einer Poster-Präsentation: Prüfungskonzeption, Gewichtung von Aufgabentypen, Themenauswahl, Kriterienraster für Bewertung oder Feedback sowie Feedbackelemente. Das sind keine Vorgaben für deine Aufgabe. Such in deinen Unterlagen nur nach den Angaben, die dort wirklich stehen.
- Aufgabenangabe sichten: Lies den vollständigen Wortlaut und markiere ausdrücklich genannte Schlüsselbegriffe.
- Material zusammentragen: Leg die Aufgabenstellung, die Formatregeln und alle sonstigen Texte zusammen, die du dazu bekommen hast.
- Bewertungsbezug finden: Prüfe, ob ein Kriterienraster für Bewertung oder Feedback vorliegt.
- Leistungsteile trennen: Überprüfe, ob die Unterlagen schriftliche oder mündliche Aufgabentypen nennen.
- Durchführungsart sichern: Kontrolliere, ob die Aufgabenangabe eine Poster-Präsentation, eine Poster-Session als Begehung oder weitere Leistungsbestandteile nennt.
Richte Aufbau, visuelle Hierarchie und Quellenangaben nach der Aufgabenangabe aus. Die Themen Numerus Clausus, Immatrikulation und Rückmeldung und ECTS-System begründen keine Anforderungen an dieses Poster. Nutze sie nicht als Ersatz für Angaben aus deinen Unterlagen.
Ist nicht klar, wer eine Angabe verbindlich erläutert, such die zuständige Stelle in offiziellen Unterlagen. Ist nicht klar, welches Dokument maßgeblich ist, vergleiche die vorhandenen Hinweise mit dem Modulhandbuch und der Prüfungsordnung, soweit sie deine Prüfung betreffen. Notiere die offizielle Fundstelle, aus der die Zuständigkeit hervorgeht.
Ein praxisnahes Szenario: In der Aufgabenangabe heißt es „Poster-Präsentation“, doch ein anderes Blatt erwähnt Feedback-Möglichkeiten. Lege beide Dokumente nebeneinander und markiere die Formulierung zur Präsentation sowie den Fundort des Feedbackhinweises. So erhältst du eine Übersicht der tatsächlich vorliegenden Angaben, nicht eine Spekulation über unbekannte Vorschriften.
Den Ablauf mit sichtbaren Zwischenergebnissen durchführen
- Kernaussage festlegen. Schreibe in einem Satz auf, welche Aussage dein Poster anhand der vorliegenden Aufgabe vermitteln soll. Zwischenergebnis: eine eigene Zielformulierung, die du mit dem Aufgabentext abgleichen kannst.
- Art der Leistung klären. Suche in den Materialien nach Hinweisen auf eine Poster-Präsentation, eine Poster-Session als Begehung, eine Präsentation oder eine Bewertung. Zwischenergebnis: eine Übersicht aller gefundenen Wendungen.
- Inhalte auswählen. Ordne nur die Belege, Daten und Beispiele zu, die deine Kernaussage stützen, und streiche Nebensächliches. Zwischenergebnis: eine gegliederte Auswahl für die Posterbereiche.
- Quellen zuordnen. Halte für jede übernommene Aussage, Zahl und Abbildung die passende Quelle fest; bei Unsicherheit schau in die Originalquelle. Zwischenergebnis: ein Quellenverzeichnis, in dem jeder Beleg eindeutig zugeordnet ist.
- Thematik strukturieren. Ordne Titel, Kernaussage, kurze Einleitung, Ergebnisse und Fazit in eine klare Reihenfolge. Die Handreichung dient dabei nur als Hintergrund zur Prüfungsform. Zwischenergebnis: ein Schema mit allen Posterbausteinen.
- Poster entwerfen. Kürze Fließtext zu gut lesbaren Abschnitten, setze Überschriften deutlich ab und ordne Abbildungen sowie Diagramme der jeweiligen Aussage zu. Prüfe bei jedem Bestandteil, ob er zum Ziel gehört oder nur eine Vermutung ist. Zwischenergebnis: eine Arbeitsfassung mit sichtbarer Hierarchie und markierten offenen Punkten.
- Lesbarkeit kontrollieren. Liegt ein Kriterienraster oder Feedbackelemente vor, gleiche deine Arbeitsfassung damit ab. Prüfe außerdem Schrift, Kontrast, Quellenplatzierung und Lesbarkeit aus angemessener Distanz. Die Handreichung nennt beides als Teil der Lehrplanung, nicht als Zusage für deine Aufgabe. Zwischenergebnis: eine Liste der Stellen, die du anhand der vorhandenen Kriterien geprüft hast.
- Ausgabe und Präsentation sichern. Exportiere die fertige Posterversion im verlangten Format, kontrolliere sie mit einem Probedruck und bereite eine kurze Erklärung der Hauptaussage vor. Bewahre die Dokumentation deiner Fundstellen und Kontrollen auf. Zwischenergebnis: eine kontrollierte Fassung mit nachvollziehbarem Arbeitsnachweis.
Plane für die Präsentation eine kurze Erklärung der Hauptaussage und prüfe, ob Text, Belege und Layout lesbar bleiben. Die verlinkten Angebote Erstsemester-Tipps, Stipendium im Studium und Studienkredit-Vergleich können keine Anforderung an das Poster begründen.
Offene Punkte nicht durch Annahmen ersetzen
Die Handreichung beschreibt Potenziale und Herausforderungen einer Poster-Präsentation aus Sicht der Lehrplanung. Genannt werden selbstgesteuertes Lernen, Freiräume für Lehrende und Lernende sowie die Möglichkeit, Kompetenzbereiche abzudecken. Bei einem unbekannten Format kommt ein hoher Betreuungs- und Arbeitsaufwand dazu. Über Wirkung, Unterstützung, Bewertung oder Folgen deiner konkreten Posteraufgabe sagt das nichts.
Nimm keine Frist, Zuständigkeit, Rechtsfolge oder Erfolgsgarantie in deinen Plan auf, die du nur vermutest. Fehlt eine Angabe, schreibe die offene Frage auf und such die zuständige Stelle in offiziellen Unterlagen. Fehlt ein Kriterium, schau, ob es ein Kriterienraster oder Feedbackinformationen gibt. Fehlt eine Aussage zur Durchführung, such im vollständigen Aufgabentext nach einer ausdrücklichen Angabe.
Ersetze die Arbeit auch nicht durch eine abstrakte Begriffsdefinition. Es zählt die konkrete Bearbeitung: Kernaussage bestimmen, Inhalte auswählen, Poster strukturieren, Quellen zuordnen, Ausgabe kontrollieren und Ergebnis prüfen. Eine schön klingende Erklärung ohne Abgleich mit der Aufgabenangabe zeigt nicht, dass dein Poster die Aufgabe trifft.
Die Handreichung nennt für die Durchführung einer Poster-Präsentation eine Einführung in das Arbeiten mit Scaffolds und Research Reports, die Einbindung und Betreuung der Poster-Ausarbeitung in die Lehrveranstaltung sowie Feedback. Das sind Hinweise zur Lehrplanung, keine Zusage für deinen Fall. Prüfe nur, ob deine Unterlagen entsprechende Hinweise enthalten. Wenn nicht, dokumentiere den fehlenden Nachweis als offenen Punkt, statt daraus eine Pflicht oder einen Anspruch abzuleiten.
Die Handreichung sieht das Format für kleine und mittelgroße Gruppen vor. Das ist eine Angabe zur Lehrplanung und keine Vorgabe für deine Prüfungsgruppe. Im Zweifel gilt immer dasselbe: Kläre unbekannte Anforderungen anhand der Aufgabenangabe, statt sie zu vermuten.

Vor dem Abschluss alle Nachweise erneut abgleichen
- Ziel: Kannst du in eigenen Worten sagen, welche Aussage das Poster nach der vorliegenden Aufgabenangabe tragen soll?
- Voraussetzungen: Hast du ausschließlich die Anforderungen markiert, die in deinen Unterlagen stehen?
- Unterlagen: Liegen Aufgabenangabe, Hinweise und vorhandene Kriterien zusammen vor, und sind ihre Fundstellen notiert?
- Zuständige Quelle: Hast du bei offenen Punkten die zuständige Stelle anhand offizieller Unterlagen ermittelt, statt eine Stelle zu vermuten?
- Handlungsschritte: Ist nachvollziehbar, wie du vom Ziel über die Prüfung der Unterlagen zur Posterfassung gekommen bist?
- Ergebnis: Enthält deine Arbeitsfassung nur Inhalte, die du auf das Ziel und die vorhandenen Vorgaben zurückführen kannst?
- Nachweis: Kannst du die verwendeten Unterlagen, markierten Fundstellen und offenen Fragen wiederfinden?
Schau Unterlagen und zuständige Stelle noch einmal an, bevor du deinen Arbeitsstand abschließt. Lies besonders dein Ziel gegen den Aufgabentext. Kontrolliere dann, ob jede Aussage im Poster auf einer Quelle, auf erhobenen Ergebnissen oder auf einer Anforderung aus der Aufgabe beruht. Offene Fragen gehören in deine Dokumentation und dürfen keine Aussage im Poster tragen.
Nennt ein Dokument zur Poster-Präsentation ein Kriterienraster, Feedbackelemente oder schriftliche und mündliche Anteile, halte diese Angaben getrennt fest. Nennt es sie nicht, schreibe nicht auf, dass sie vorhanden sein müssten. So prüfst du dein konkretes Material und behauptest nichts über Regeln, Fristen oder Folgen.
Zum finalen Stand gehören die fertige Posterversion, die passenden Unterlagen und eine kurze Dokumentation deiner Kontrollen. So erkennst du später leicht, welches Ziel du verfolgt, welche Vorgaben du gefunden, welche Stelle du als zuständig bestimmt und welche Punkte du als offen behandelt hast.
Quellen und Stand
- Handreichung: www.zq.uni-mainz.de (verifiziert am 2026-08-24)
Die Einordnung „Ein Poster für eine Prüfungsleistung gezielt vorbereiten“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.
