Regelungen zur Wiederholung des Kolloquiums an deutschen Hochschulen

Benjamin LohrerFachlich geprüft von Benjamin Lohrer, Lektor bei korrektur.de · Stand: 16. September 2026

Kolloquium nicht bestanden: Wiederholung und Folgen

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 17. September 2026 · Kolloquium im Überblick

Ist die mündliche Abschlussprüfung gescheitert, hängt das weitere Vorgehen unmittelbar von der Prüfungsordnung deines Studiengangs ab: Sie legt fest, in welcher Frist ein zweiter Versuch beim Kolloquium stattfindet und ob die schriftliche Abschlussarbeit davon unberührt bleibt. Dieser Leitfaden vergleicht belegte Regelungen zur Wiederholung des Kolloquiums an deutschen Hochschulen und zeigt dir den konkreten Ablauf, mit dem du Bescheid, Fristen und deine gezielte Nachbereitung Schritt für Schritt prüfst.

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Der zweite Versuch beim nicht bestandenen Kolloquium, und daneben 16 typische Prüfungsfragen für Kolloquium und Disputation, vorn die Frage, hinten das Antwortgerüst zum lauten Üben.

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Wiederholung der mündlichen Prüfung am Beispiel Hohenheim

Wie eine Wiederholung geregelt sein kann, zeigt die Verteidigung der Masterarbeit an der Universität Hohenheim: Laut der dortigen Allgemeinen Masterprüfungsordnung steht Studierenden ein weiterer Anlauf offen, sobald die mündliche Prüfung mit „nicht ausreichend“ bewertet wurde. Dabei darf die Prüfung genau einmal wiederholt werden, wobei der neue Termin innerhalb von zwei Monaten nach Bekanntgabe des Ergebnisses absolviert werden muss. Ein wichtiger Vorteil dieser Regelung besteht darin, dass die bereits eingereichte schriftliche Masterarbeit für diesen Wiederholungstermin nicht neu verfasst werden muss. Da andere Hochschulen das Verhältnis zwischen schriftlicher Ausarbeitung und Kolloquium jedoch teilweise abweichend gestalten, lässt sich eine einzelne Vorschrift niemals pauschal auf einen anderen Studiengang übertragen.

Rechtlich bezieht sich das Nichtbestehen zunächst auf genau jene Teilleistung, die in der jeweiligen Satzung als Kolloquium oder Verteidigung geführt wird. Im Hohenheimer Modell wird strikt danach unterschieden, ob die mündliche Verteidigung oder die schriftliche Masterarbeit gescheitert ist, weil beide Fälle unterschiedliche Rechtsfolgen nach sich ziehen. Während bei einer misslungenen Verteidigung lediglich der mündliche Teil erneut angetreten wird, findet bei einer nicht bestandenen schriftlichen Arbeit gar keine Verteidigung statt. Stattdessen muss die Masterarbeit in diesem Fall einmal mit einem neuen Thema angefertigt werden, wobei eine zweite Wiederholung ausgeschlossen bleibt. Erfolgreich abgeschlossen ist das gesamte Modul nach diesem System erst dann, wenn schriftliche Arbeit und Verteidigung gemeinsam mindestens die Bewertung ausreichend erreichen.

Nach einem negativen Prüfungsergebnis solltest du deshalb als Erstes klären, welche genaue Teilleistung bewertet wurde und unter welcher Bezeichnung sie im offiziellen Bescheid aufgeführt ist. Suche danach den passenden Paragrafen in der für dich gültigen Prüfungsordnung heraus. Kontrolliere dort gezielt, ob und unter welchen Bedingungen eine Wiederholung zulässig ist, welche Frist dafür läuft und wie mit der schriftlichen Arbeit verfahren wird. Bleiben nach dem Blick in Bescheid und Satzung noch Detailfragen offen, solltest du über die offiziellen Hochschulunterlagen die zuständige Stelle ermitteln. Gerade rund um das Thema Bachelorarbeit nicht bestanden ist es ratsam, die Vorschriften für den schriftlichen Teil sauber getrennt von den Bestimmungen zum Kolloquium zu prüfen.

Kolloquium nicht bestanden: der Ablauf in drei Schritten

Fristen und Höchstgrenzen bei der erneuten Anmeldung

Gemäß den Allgemeinen Bestimmungen der Hochschule Anhalt darf ein mit „nicht bestanden“ beurteiltes Kolloquium genau einmal wiederholt werden, während eine zweite Wiederholung ausdrücklich ausgeschlossen ist. Wer den erneuten Anlauf antreten muss, hat für die Anmeldung dieselbe Frist von vier Wochen einzuhalten, die dort auch für die Bachelorarbeit vorgesehen ist. Verstreicht dieser Zeitraum ungenutzt, geht nach dieser Satzung der Prüfungsanspruch verloren. Wer seine Bachelorarbeit verteidigen muss, sollte daher frühzeitig die eigene Prüfungsordnung, den zugestellten Bescheid und den spätesten Termin für die erneute Anmeldung abgleichen. Falls dabei Fragen offenbleiben, geben die betreuende Person oder das Prüfungsamt auf Grundlage der offiziellen Dokumente verlässlich Auskunft zum Anmeldeverfahren.

Einen anderen Zeitrahmen setzt die Prüfungsordnung der Hochschule Kaiserslautern an, die bei einem nicht ausreichenden Kolloquium eine Wiederholungsfrist von drei Monaten vorsieht. Wird diese Vorgabe versäumt, gilt die Prüfung nach den dortigen Regeln als endgültig nicht bestanden. Der direkte Vergleich zwischen den Fristen aus Anhalt und aus Kaiserslautern verdeutlicht, dass es hochschulübergreifend keine einheitliche Standardfrist gibt. Für deine eigene Planung musst du deshalb zwingend feststellen, welche Prüfungsordnung auf deinen Studiengang Anwendung findet und welches Ereignis den Fristbeginn auslöst.

Darüber hinaus knüpft die Kaiserslauterer Ordnung eine besondere Kopplung zwischen Bachelorarbeit und Kolloquium: Wird die schriftliche Bachelorarbeit nicht bestanden, muss auch das Kolloquium nochmals absolviert werden, selbst wenn es zuvor bereits erfolgreich bestanden war. Sowohl die Bachelorarbeit als auch das Kolloquium lassen sich an diesem Standort jeweils einmal wiederholen. Dennoch bedeutet diese spezifische Vorschrift nicht, dass an jeder Hochschule automatisch sämtliche Teile des Studienabschlusses neu abgelegt werden müssen. Verbindlich sind stets der individuelle Prüfungsbescheid sowie die für den eigenen Studiengang maßgebliche Ordnung.

Welche Folgen für die schriftliche Abschlussarbeit entstehen

Gemäß der Allgemeinen Bachelor-Prüfungsordnung der Hochschule Kaiserslautern dürfen bereits bestandene Prüfungsleistungen im Grundsatz nicht nochmals abgelegt werden. Genau für das Kolloquium formuliert das Regelwerk jedoch eine explizite Ausnahmeregel: Scheitert die schriftliche Bachelorarbeit, muss das zugehörige Kolloquium selbst dann erneut durchlaufen werden, wenn es zuvor schon bestanden war. Der Befund „Bachelorarbeit nicht bestanden“ zieht an diesem Standort also unmittelbar eine Wiederholungspflicht für das Kolloquium nach sich, obwohl die mündliche Leistung eigentlich schon erbracht wurde. Für beide Teile, also für die Bachelorarbeit wie auch für das Kolloquium, räumt die Ordnung jeweils nur einen einzigen Wiederholungsversuch ein.

Umgekehrt sieht die Kaiserslauterer Satzung für ein mit „nicht ausreichend“ benotetes Kolloquium eine eigene Wiederholungsfrist von drei Monaten vor, deren Versäumnis zum endgültigen Nichtbestehen der Prüfung führt. Diese Kopplung gilt allerdings spezifisch im Rahmen der dortigen Bachelor-Prüfungsordnung und darf nicht als allgemeingültiger Maßstab für andere Hochschulen verstanden werden. Ob und wie sich ein Fehlversuch im Fall einer Bewertung mit „Bachelorarbeit nicht bestanden“ oder bei einem misslungenen Vortrag auf den jeweils anderen Teil auswirkt, musst du daher immer getrennt für beide Prüfungsteile in deiner eigenen Satzung nachlesen.

Einen deutlich anderen Weg wählt die Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Bauingenieurwesen der HTW Dresden. Wird dort die Verteidigung als nicht ausreichend eingestuft, muss ausschließlich diese mündliche Verteidigung innerhalb von vier Wochen wiederholt werden, während die schriftliche Masterarbeit unangetastet bestehen bleibt. Erst falls die Verteidigung auch im zweiten Anlauf mit nicht ausreichend bewertet wird, gilt die gesamte Masterarbeit als endgültig nicht bestanden. Die Gegenüberstellung der beiden Standorte macht deutlich, wie unterschiedlich Hochschulen das Zusammenspiel von schriftlicher Arbeit und Kolloquium regeln. Verlasse dich für deinen Studiengang daher ausschließlich auf deine gültige Prüfungsordnung und den erteilten Bescheid, und ermittle bei Rückfragen die zuständige Stelle anhand offizieller Hochschulunterlagen.

Prüfungsbescheid, Rechtsbehelfsbelehrung und Fristenlauf

Im Masterstudiengang Bauingenieurwesen der HTW Dresden schreibt die Prüfungsordnung vor, dass beim endgültigen Nichtbestehen der Masterarbeit ein schriftlicher Bescheid ausgestellt wird. Dieses Schreiben umfasst neben einer Rechtsbehelfsbelehrung auch konkrete Angaben zu Frist und Wiederholung. Da diese Vorgabe unmittelbar aus der Satzung dieses spezifischen Masterstudiengangs stammt, lässt sich daraus nicht ableiten, welche Detailangaben ein Bescheid an einer anderen Hochschule zwingend enthalten muss. Sobald dir ein solches Schreiben zugeht, solltest du sämtliche darin aufgeführten Daten sofort notieren und sorgfältig mit der Prüfungsordnung deines eigenen Studiengangs abgleichen.

Zudem differenziert die Dresdner Ordnung präzise zwischen einem Fehlversuch in der mündlichen Verteidigung und einem Scheitern der schriftlichen Arbeit. Fällt lediglich die Verteidigung nicht ausreichend aus, steht innerhalb von vier Wochen ein weiterer Versuch offen, wobei die schriftliche Arbeit bestehen bleibt; erst wenn auch im zweiten Versuch keine ausreichende Leistung gelingt, ist die gesamte Masterarbeit endgültig nicht bestanden. Anders verhält es sich, wenn bereits die schriftliche Arbeit scheitert, weil eines der beiden Gutachten schlechter als die Note vier ausfällt: Dann ergeht ein schriftlicher Bescheid samt Rechtsbehelfsbelehrung sowie Hinweisen zu Frist und Wiederholung, und die schriftliche Arbeit darf einmal innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe der Note neu verfasst werden.

Vergleichbar sieht auch die Allgemeine Bachelor-Prüfungsordnung der Hochschule Kaiserslautern vor, dass Studierende bei einem endgültigen Nichtbestehen einen schriftlichen Bescheid mit einer Rechtsbehelfsbelehrung erhalten. Dennoch bedeutet selbst ein ähnlich gelagerter Fall wie Masterprüfung nicht bestanden keineswegs, dass beide Hochschulen identische Pflichtangaben im Bescheid vorschreiben: Während für Kaiserslautern konkret die Rechtsbehelfsbelehrung dokumentiert ist, werden die zusätzlichen Angaben zu Frist und Wiederholung im Quellenbeispiel explizit für Dresden genannt. Richte dich deshalb immer nach dem Wortlaut deines eigenen Bescheids und deiner einschlägigen Prüfungsordnung, und ermittle bei offenen Fragen die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen deiner Hochschule.

Vergleich der Wiederholungsregeln an verschiedenen Hochschulen

Die nachfolgende Übersicht stellt vier konkret belegte Regelungen deutscher Hochschulen direkt gegenüber. Aufgeführt sind jeweils die Konsequenzen, die in den betreffenden Prüfungsordnungen für das Kolloquium, die mündliche Verteidigung und die schriftliche Abschlussarbeit verankert sind. Da die Beispiele aus unterschiedlichen Hochschulen sowie aus Bachelor- und Masterstudiengängen stammen, dienen sie der Orientierung, ersetzen im Einzelfall aber niemals den Blick in den eigenen Bescheid und die geltende Prüfungsordnung.

Tabelle: Hochschule, Wiederholung Kolloquium, Folge für die schriftliche Arbeit
HochschuleWiederholung KolloquiumFolge für die schriftliche Arbeit
Universität HohenheimEinmal binnen zwei Monaten nach Bekanntgabe bei nicht ausreichender VerteidigungDie Masterarbeit wird bei diesem Fall nicht neu geschrieben.
HTW DresdenEinmal binnen vier Wochen bei nicht ausreichender VerteidigungDie schriftliche Masterarbeit bleibt in diesem Fall bestehen.
Hochschule AnhaltEinmal; für die Anmeldung gelten vier WochenBachelorarbeit und Kolloquium sind getrennte Prüfungsleistungen.
Hochschule KaiserslauternBei nicht ausreichender Bewertung binnen drei MonatenBei nicht bestandener Bachelorarbeit ist das Kolloquium erneut abzulegen.

Wie der direkte Vergleich zeigt, existiert keine einheitliche Fristvorgabe: Während Hohenheim zwei Monate ansetzt, sieht Dresden vier Wochen und Kaiserslautern drei Monate für die Wiederholung der mündlichen Prüfung vor; in Anhalt wiederum gilt eine Frist von vier Wochen für die Anmeldung des neuen Versuchs. Ebenso deutlich unterscheiden sich die Auswirkungen auf die schriftliche Arbeit. In Hohenheim muss nach einer nicht ausreichenden Verteidigung keine neue Masterarbeit eingereicht werden, und auch Dresden lässt die schriftliche Arbeit in dieser Konstellation unverändert bestehen. Während Anhalt beide Prüfungsleistungen getrennt führt, verlangt Kaiserslautern bei einer nicht bestandenen Bachelorarbeit ausdrücklich eine erneute Ablegung des Kolloquiums.

Welche Widerspruchsfrist in deinem Fall gilt und welcher Rechtsbehelf zulässig ist, geht direkt aus deinem schriftlichen Prüfungsbescheid hervor. Gleiche diese formellen Angaben gründlich mit den Bestimmungen deines Studiengangs ab, bevor du die nächsten Schritte und Termine festlegst. Lässt sich dein konkreter Fall anhand der Dokumente nicht zweifelsfrei einordnen, solltest du über die offiziellen Hochschulunterlagen die zuständige Stelle ermitteln und dort zeitnah nachfragen.

Zweiter Versuch beim Kolloquium: Regelungen und Ablauf

Schritt 1: Schlage in der aktuell gültigen Prüfungsordnung deines Studiengangs den Paragrafen zum Wiederholungsversuch nach, denn wenn ein Zweiter Versuch beim Kolloquium ansteht, bestimmen diese Regelungen und der dort festgelegte Ablauf deine nächsten Fristen. Notiere dir genau, welcher Zeitraum vorgeschrieben ist und welches Ereignis den Fristbeginn markiert, beispielsweise die offizielle Bekanntgabe der Bewertung oder der Zeitpunkt der Anmeldung. Kläre gleichzeitig, ob sich die Vorschrift ausschließlich auf das Kolloquium bezieht oder auch Auswirkungen auf die schriftliche Arbeit hat, und dokumentiere die genaue Fundstelle samt Paragraf und Absatz in deinen Unterlagen, um die Vorgaben deiner Hochschule sauber von anderen Prüfungsordnungen abzugrenzen.

Schritt 2: Prüfe deinen schriftlichen Prüfungsbescheid mitsamt der beigefügten Rechtsbehelfsbelehrung Zeile für Zeile. Halte das Ausstellungsdatum des Bescheids, die konkret genannte Frist, die Aussagen zur Wiederholung sowie sämtliche Punkte schriftlich fest, die im Schreiben unklar bleiben. Vergleiche diese Informationen anschließend mit dem Wortlaut deiner Prüfungsordnung: Zeigen sich Widersprüche oder Lücken zwischen beiden Dokumenten, solltest du anhand offizieller Unterlagen die zuständige Stelle deiner Hochschule ermitteln und dort verbindlich nachfragen, damit deine weitere Terminplanung auf gesicherten Fakten beruht.

Schritt 3: Arbeite die Rückmeldungen und Kritikpunkte aus dem ersten Prüfungstermin systematisch auf, indem du jeden einzelnen Punkt auflistest und ihm eine gezielte Korrekturmaßnahme zuordnest. Dazu gehört es, den Vortrag an unklaren Stellen umzustrukturieren oder zu straffen, methodische Schritte präziser herzuleiten, zusätzliche Belege griffbereit zu halten und überzeugende Antworten auf kritische Rückfragen der Prüfenden vorzubereiten. Probiere die überarbeitete Präsentation mehrfach laut auf Zeit durch, trenne organisatorische Detailfragen strikt von deinen fachlichen Notizen und nutze bei Bedarf ein klärendes Gespräch mit der betreuenden Person oder dem Prüfungsamt.

Kolloquium nicht bestanden: Prüfliste mit vier Punkten

Muster-E-Mail für die Abstimmung vor dem Wiederholungstermin

Wer nach einem Fehlversuch das Kolloquium der Masterarbeit vorbereiten oder die Bachelorverteidigung neu aufrollen möchte, kann die eigene Überarbeitung mit folgender Vorlage strukturiert mitteilen: „Zur Vorbereitung auf meinen zweiten Versuch am [Datum] habe ich die Rückmeldungen aus dem ersten Termin im Detail ausgewertet. Den Hinweis zu [Kritikpunkt 1] habe ich direkt umgesetzt, indem ich im Präsentationsablauf [Anpassung des Vortrags] vorgenommen habe. Den Aspekt [Kritikpunkt 2] fange ich gezielt durch [Vorbereitung für Rückfragen] auf. In meinem überarbeiteten Vortrag erläutere ich [Thema] nun nachvollziehbar anhand von [Beleg oder Beispiel] und ordne [Ergebnis] methodisch klarer ein. Für die anschließende Fragerunde bereite ich fundierte Antworten zu [Frage] vor und halte ergänzend [Material] bereit. Als maßgebliche Frist für die Wiederholung gilt [Frist laut Bescheid oder Prüfungsordnung]; verbleibende Detailfragen zu [offener Punkt] stimme ich vor der verbindlichen Anmeldung noch mit [betreuende Person oder Prüfungsamt] ab.“

Dieser Textbaustein bietet dir ein klares Gerüst für eine sachliche E-Mail an deine betreuende Person. Damit zeigst du auf einen Blick, dass du die fachliche Kritik aus dem Erstversuch verstanden hast, welche konkreten Verbesserungen du am Vortrag vornimmst und welche Frist für die Wiederholung läuft. Alle eckigen Platzhalter sind bewusst flexibel gehalten, damit du dort exakt die Daten aus deinem eigenen Prüfungsbescheid und deiner geltenden Prüfungsordnung eintragen kannst.

Natürlich ersetzt eine solche Abstimmungsmail niemals die formellen Vorgaben der Prüfungsordnung, in der die rechtsverbindlichen Bestimmungen deines Studiengangs geregelt sind. Gleiche daher vor dem Absenden sämtliche eingesetzten Platzhalter nochmals sorgfältig mit deinen offiziellen Dokumenten ab und formuliere ungeklärte Punkte direkt als konkrete Rückfrage. Auf diese Weise fasst deine Nachricht alle gesicherten Fakten für den zweiten Versuch übersichtlich zusammen und klärt offene organisatorische Fragen frühzeitig vor dem Prüfungstermin.

So zitierst du diese Seite

Stand: 16. September 2026

korrektur.de. (2026, 16. September). Zweiter Versuch beim Kolloquium: Regelungen und Ablauf. korrektur.de. https://korrektur.de/kolloquium-nicht-bestanden

Quellen und Stand

Zusammenfassend verdeutlicht der Überblick über die Regelungen zur Wiederholung des Kolloquiums an deutschen Hochschulen, wie eng ein erfolgreicher Zweiter Versuch beim Kolloquium mit den jeweiligen Regelungen und dem genauen Ablauf vor Ort verknüpft ist: Wer Bescheid und Prüfungsordnung sofort prüft, die Anmeldefrist wahrt und die Kritikpunkte aus dem Ersttermin gezielt im Vortrag nachbessert, schafft die beste Grundlage für das Bestehen der mündlichen Abschlussprüfung.

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Häufige Fragen zu Wiederholung, Fristen und Folgen beim Kolloquium

Was passiert, wenn die mündliche Prüfung an der Uni Hohenheim schlecht ausfällt?

Wird die mündliche Prüfung an der Universität Hohenheim mit „nicht ausreichend“ beurteilt, darf sie einmal innerhalb einer Frist von zwei Monaten wiederholt werden. Die bereits verfasste schriftliche Masterarbeit bleibt davon unberührt und muss nicht neu geschrieben werden.

Wie viele Wiederholungen sind an der HS Anhalt zulässig?

Gemäß den Prüfungsbestimmungen der Hochschule Anhalt darf ein mit „nicht bestanden“ bewertetes Kolloquium genau einmal wiederholt werden. Nach einem zweiten Fehlversuch ist dort keine weitere Wiederholungsmöglichkeit mehr vorgesehen.

Beeinflusst ein schlechtes Ergebnis beim Kolloquium die Note der Bachelorarbeit an der HS Kaiserslautern?

An der Hochschule Kaiserslautern gilt die Besonderheit, dass bei einer nicht bestandenen Bachelorarbeit auch das Kolloquium nochmals abgelegt werden muss. Dazu, ob oder wie ein nicht bestandenes Kolloquium umgekehrt die Benotung der schriftlichen Bachelorarbeit verändert, enthält die herangezogene Prüfungsordnung keine Angabe.

Welche Unterlagen erhält man bei endgültigem Nichtbestehen der Masterarbeit an der HTW Dresden?

Wird die Masterarbeit im Masterstudiengang Bauingenieurwesen der HTW Dresden endgültig nicht bestanden, stellt die Hochschule einen schriftlichen Bescheid aus, der neben einer Rechtsbehelfsbelehrung auch die maßgeblichen Angaben zu Frist und Wiederholung beinhaltet.

Ist die Frist zur Wiederholung an allen genannten Hochschulen gleich lang?

Nein, die Zeiträume weichen je nach Standort erheblich voneinander ab: Während in Hohenheim zwei Monate vorgesehen sind, gelten in Dresden vier Wochen und in Kaiserslautern ein Zeitraum von drei Monaten. An der Hochschule Anhalt wiederum ist geregelt, dass die Anmeldung zum neuen Versuch innerhalb von vier Wochen stattfinden muss.

Darf man den Betreuer per E-Mail informieren, wie man sich vorbereitet hat?

Ja, eine solche Abstimmung vorab ist sehr empfehlenswert. Eine knappe, strukturierte E-Mail, in der du darlegst, wie du die Kritikpunkte aus dem Ersttermin aufgearbeitet und deinen Vortrag angepasst hast, gibt der betreuenden Person vor dem Gespräch einen klaren Überblick über deinen Vorbereitungsstand.

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