Ein E-Portfolio für das Studium gezielt erstellen
E Portfolio im Studium erstellen
Kläre Ziel, Unterlagen, Informationsquelle, Arbeitsschritte und Nachweis, bevor du ein E-Portfolio im Studium erstellst.
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Portfolio: Aufbau mit Reflexionsbogen
Im Paket findest du Deckblatt, Übersicht deiner Belege sowie den Reflexionsbogen pro Eintrag. Dort hältst du Situation, dein Vorgehen, die erreichte Wirkung, den theoretischen Ankerpunkt und deine persönliche Erkenntnis fest. Bewertet wird primär dieses reflektierte Dokument, nicht bloße Anhäufung von Dateien.
Die Aufgabe konkret eingrenzen
Beginne mit den Anforderungen deiner konkreten Aufgabe. Als möglichen Ausgangspunkt für dein E-Portfolio kannst du eine Startseite, eine Übersicht deiner Arbeitsproben und zu jeder Arbeitsprobe eine kurze Reflexion anlegen. Beschreibe dabei Situation, Vorgehen, Ergebnis und deine Erkenntnis; verknüpfe jeden Eintrag mit dem Lernziel deiner Aufgabe. Aufbau, Umfang und Plattform können je nach Hochschule variieren. Was soll in deinem E-Portfolio sichtbar werden?
Wähle zuerst die Plattform, die in deiner Aufgabe vorgesehen ist, oder kläre diese in den Unterlagen. Lege dort eine Startseite und die vorgesehenen Seiten an. Für deine Einordnung sind nur die Unterlagen zu deiner Aufgabe entscheidend: Halte nur fest, was dort tatsächlich verlangt oder beschrieben wird.
Für dein E-Portfolio wählst du die Plattform, die deine Aufgabe vorsieht, und legst dort eine Startseite, Lernziele, Arbeitsproben und Reflexionen an. Prüfe vor dem Hochladen Dateiformate, Zugriffsrechte, Urheberrecht und Datenschutz. Wenn du Studium-Tipps, Studiengänge, Hochschulen und Universitäten, Studiengang wählen, Studienberatung, Universität oder Fachhochschule, Studienorientierungstest, Numerus Clausus oder Immatrikulation und Rückmeldung liest, kannst du diese Themen getrennt behandeln. Sie enthalten keine Vorgaben dafür, welche Inhalte dein E-Portfolio haben soll.
Triff die erste Entscheidung schriftlich: Formuliere in einem Satz den Zweck deines eigenen E-Portfolios. Ergänze darunter, welches Material du bereits vorliegen hast und welche Angabe du noch in den offiziellen Unterlagen suchen musst. So entsteht ein überprüfbarer Ausgangspunkt, ohne eine unbelegte Vorgabe über Form, Umfang oder Bewertung zu übernehmen.

E-Portfolio strukturieren: Ausgangslage und Unterlagen prüfen
Als Ausgangspunkt dienen die Unterlagen, die deine konkrete Aufgabe betreffen. Weitere Voraussetzungen für dein Vorhaben ergeben sich erst aus diesen Unterlagen. Prüfe daher deine Ausgangslage anhand dieser Unterlagen, statt fehlende Angaben mit Annahmen zu füllen.
- Lies die Aufgabenbeschreibung vollständig und markiere Aussagen zu Ziel, Inhalt, Abgabe oder Nachweis.
- Prüfe, ob deine Unterlagen einen Bezug zu einem Modul, einer Lehrveranstaltung oder einem Praktikum ausdrücklich nennen.
- Ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen. Wenn keine Stelle genannt ist, dokumentiere genau diese offene Frage.
- Sammle nur Material, dessen Bezug zu deinem formulierten Ziel du selbst benennen kannst.
- Vergleiche deine Notizen mit Modulhandbuch und Prüfungsordnung, sofern diese Unterlagen für deine konkrete Aufgabe maßgeblich sind.
Die Begriffe Modulhandbuch und Prüfungsordnung sind keine Bestätigung, dass diese Dokumente für jeden Vorgang gelten. Verwende sie als gezielte Prüfpunkte: Öffne nur die Dokumente, die zu deiner Aufgabe gehören, und notiere die Fundstelle. Das ECTS-System kann ebenfalls nur dann ein Prüfthema sein, wenn deine Unterlagen dazu einen Bezug herstellen. Ohne eine solche Fundstelle bleibt es bei der Handlung, die Angabe zu suchen.
Eine saubere Ausgangslage trennt drei Felder: vorhandene Unterlagen, bereits vorhandenes Material und offene Fragen. Schreibe beispielsweise nicht, dass ein bestimmter Nachweis verlangt werde, wenn du ihn noch nicht gefunden hast. Schreibe stattdessen: Nachweis in den maßgeblichen Unterlagen prüfen. Das ist konkret genug, um weiterzuarbeiten, und behauptet keine unbelegte Voraussetzung.
In einer prüfbaren Reihenfolge arbeiten
- Ziel und Auftrag festhalten. Schreibe einen Satz dazu, welches Ergebnis dein E-Portfolio zeigen soll, und prüfe die maßgeblichen Anforderungen deiner Aufgabe. Das Zwischenergebnis ist ein klar formulierter Arbeitsauftrag in deinen eigenen Worten.
- Voraussetzungen und Unterlagen abgleichen. Lies Aufgabenbeschreibung und alle dazugehörigen Unterlagen. Trenne ausdrücklich genannte Angaben von Punkten, die du noch prüfen musst. Prüfe dabei, ob eine Plattform und Struktur vorgegeben sind; richte die Plattform erst danach ein. Das Zwischenergebnis ist eine Liste mit den Überschriften „
belegt“ und „offen“. - Informationsquelle bestimmen. Ermittle die zuständige Stelle oder Informationsquelle aus offiziellen Unterlagen. Halte die gefundene Quelle fest; fehlt eine Benennung, notiere die offene Zuständigkeitsfrage. Das Zwischenergebnis ist eine benannte Quelle oder eine präzise dokumentierte Lücke.
- Material zuordnen. Lege für jedes ausgewählte Stück Material einen kurzen Vermerk an: Was zeigt es in Bezug auf dein Ziel? Entferne nichts allein deshalb, weil du eine vermutete Erwartung erfüllen möchtest. Das Zwischenergebnis ist eine geordnete Materialliste mit einem eigenen Bezugssatz je Eintrag.
- Portfolio zusammenstellen. Übernimm die geprüften Inhalte in die von deiner Aufgabe verlangte oder von dir dokumentierte Arbeitsform. Prüfe dabei, ob jede Aussage durch dein Material oder eine Fundstelle gedeckt ist. Das Zwischenergebnis ist eine vollständige Fassung, in der offene Punkte sichtbar markiert sind.
- Ergebnis und Nachweis kontrollieren. Vergleiche Auftrag, Unterlagen, Quelle und Endfassung direkt miteinander. Prüfe, ob du für jeden behaupteten Inhalt einen Nachweis oder eine klar markierte Prüfaufgabe haben. Das Zwischenergebnis ist eine Abschlussnotiz mit erledigten und offenen Punkten.
Ein Muster-Eintrag kann so aussehen: Lernziel: „Ich dokumentiere meinen Arbeitsprozess nachvollziehbar.“ Beleg: eine eigene Arbeitsprobe. Beschreibung: „Die Arbeitsprobe zeigt meinen Ablauf bei dieser Aufgabe.“ Reflexion: „Ich habe erkannt, dass ich die einzelnen Schritte klarer begründen muss.“ Nächster Lernschritt: „Ich ergänze beim nächsten Eintrag eine Begründung für meine Auswahl.“ Prüfe vor der Veröffentlichung, ob der Beleg zu deinem Lernziel passt und ob Zugriffsrechte, Urheberrecht und Datenschutz geklärt sind.
Für dein E-Portfolio prüfst du vor der Veröffentlichung Plattform, Dateiformate, Zugriffsrechte, Urheberrecht und Datenschutz. Erstsemester-Tipps, Stipendium im Studium und Studienkredit-Vergleich kannst du getrennt lesen, etwa für Fragen zum Studienalltag oder zur Finanzierung. Sie ersetzen weder die Prüfung deiner Unterlagen noch die Kontrolle deines E-Portfolios.
Offene Punkte nicht durch Annahmen ersetzen
Diese Vorgehensweise begründet keine Frist, feste Zuständigkeit, Rechtsfolge oder Erfolgsaussicht. Die Unterlagen zu deiner konkreten Aufgabe können Anforderungen nennen, stützen aber keine allgemeine Aussage darüber, was bei einem E-Portfolio gefordert wird oder welche Folge eine Abgabe hat. Beschränke dich daher auf überprüfbare Handlungen.
Wenn du keine Angabe zur Abgabe findest, prüfe die maßgeblichen Unterlagen auf eine ausdrückliche Angabe. Wenn du keine zuständige Stelle findest, ermittle sie aus offiziellen Unterlagen. Wenn eine erwartete Form unklar bleibt, kennzeichne die Form als offenen Prüfpunkt. Formuliere nicht aus einer Vermutung heraus, dass ein bestimmter Inhalt genügt, dass etwas anerkannt wird oder dass eine Handlung eine Folge auslöst.
Vermeide auch die scheinbar hilfreiche Abkürzung, E-Portfolios abstrakt zu definieren und daraus deinen Ablauf abzuleiten. Deine Aufgabe wird erst handhabbar, wenn du Ziel, Material, Informationsquelle und Nachweis in deinem konkreten Kontext prüfst. Die Kontrolle darf dabei nicht zu einer Behauptung über Bewertung, Pflicht oder Ergebnis werden. Sie dient nur dazu, deine eigenen Aussagen gegen die von dir gefundenen Unterlagen und Materialien zu prüfen.
Bleibt nach der Prüfung etwas offen, schreibe eine nächste Prüfhandlung auf, etwa: Fundstelle zur verlangten Form in offiziellen Unterlagen suchen. Damit bleibt die Unsicherheit sichtbar und bearbeitbar.

Vor dem Abschluss gezielt gegenprüfen
Führe den Abschlusscheck erst mit deiner zusammengestellten Fassung durch. Prüfe nicht nur die Darstellung, sondern auch die Verbindung zwischen deinem Ziel, deinen Unterlagen und jedem von dir festgehaltenen Inhalt.
- Hast du das Ziel deines E-Portfolios in einem eigenen Satz festgehalten?
- Hast du Voraussetzungen ausschließlich als gesicherte Angaben oder als offene Prüfhandlungen notiert?
- Hast du die verwendeten Unterlagen erneut geprüft und die relevanten Fundstellen festgehalten?
- Hast du die zuständige Stelle oder Informationsquelle aus offiziellen Unterlagen erneut geprüft, statt sie anzunehmen?
- Folgen deine Handlungsschritte einer nachvollziehbaren Reihenfolge von Ziel, Prüfung, Zuordnung, Zusammenstellung und Kontrolle?
- Hat jedes ausgewählte Material einen erkennbaren Bezug zu deinem Ziel?
- Ist das Ergebnis kontrolliert, und ist für jede Aussage ein Nachweis oder eine offene Prüfhandlung sichtbar?
Schließe mit einer kurzen Abschlussnotiz: Ziel geprüft, Unterlagen geprüft, Quelle geprüft, Material zugeordnet, Ergebnis kontrolliert. Ergänze danach nur die Punkte, die bei deiner Gegenprüfung noch offen geblieben sind. Diese Notiz behauptet keine institutionelle Bestätigung; sie dokumentiert ausschließlich deine eigene Kontrolle.
Quellen und Stand
- Nicht als Nachweis für die Anforderungen deiner Aufgabe verwenden: Suchergebnisse | Lehr-Moodle UDE: lehre.moodle.uni-due.de.