DIN-Norm bei Briefen: Aufbau nach DIN 5008
DIN Norm bei Briefen
Ein Brief nach DIN 5008 folgt einer festen Reihenfolge: Anschrift, Datum, Betreff, Anrede, Text, Gruß und Unterschrift. Hier siehst du, wie die Teile aufgebaut sind und welche Abstände gelten.
Was die DIN 5008 für Briefe regelt
Die DIN 5008 enthält Schreib- und Gestaltungsregeln für Briefe und andere Schriftstücke im Büro. Sie legt fest, wo die Anschrift steht, wie der Betreff aussieht und wie viele Leerzeilen zwischen den einzelnen Teilen bleiben. So sieht ein Geschäftsbrief überall ähnlich aus.
Eine DIN-Norm ist ein Dokument, das Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren festlegt. Sie anzuwenden ist grundsätzlich freiwillig. Du musst einen Brief also nicht zwingend nach der Norm gestalten, aber sie gibt dir eine feste Orientierung, wenn du ihn ordentlich aufbauen willst.
Normen werden überarbeitet. Seit einer Neufassung von 1996 geht es auch um die Gestaltung mit PC-Textverarbeitungsprogrammen, und die Fassung von 2020 erwähnt die Schreibmaschine nicht mehr. Wenn es auf jedes Detail ankommt, lies deshalb die aktuelle Norm im Beuth Verlag nach.
Brauchst du die Norm im Studium, etwa beim Thema Hausarbeit schreiben oder Masterarbeit schreiben? Dann lies den letzten Abschnitt: Dort steht, wo die DIN 5008 nicht automatisch gilt.

So ist ein Brief nach DIN 5008 aufgebaut
Ein Geschäftsbrief liest sich von oben nach unten. Das sind seine Teile in der richtigen Reihenfolge:
- Absender: Deine Angaben stehen als eigener Block oben und sollen höchstens fünf Zeilen haben.
- Anschrift: Das Anschriftfeld beginnt 4,5 cm unter der Blattkante. Die Anschrift hat höchstens neun Zeilen und keine Leerzeilen.
- Informationsblock und Datum: Der Informationsblock steht neben der Anschrift. Beim Monat darfst du den Namen ausschreiben oder eine Zahl nehmen, nur einheitlich sollte es sein. Die Norm kennt auch das internationale Datumsformat.
- Betreff: Er steht fett, umfasst höchstens zwei Zeilen und endet ohne Punkt.
- Anrede: Sie beginnt an der Fluchtlinie, danach folgt eine Leerzeile.
- Brieftext: Gliedere ihn übersichtlich und logisch in Absätze, die durch eine Leerzeile getrennt sind.
- Schluss: Die Grußformel steht ohne Komma. Danach folgen Unterschrift, Name und, falls nötig, ein Anlagenvermerk.
Die Vorlage oben hält genau diese Reihenfolge ein. Sie ist ein Geschäftsbrief nach DIN 5008, Form B, und du kannst sie ohne Anmeldung herunterladen.
Ein kurzes Beispiel zeigt, wie das zusammenspielt. Dein Betreff lautet „Bitte um Rückmeldung zu einem Termin“. Er steht fett, ist kürzer als zwei Zeilen und endet ohne Punkt. Darunter bleiben zwei Zeilen frei. Dann folgt die Anrede „Sehr geehrte Frau Nguyen,“ mit einer Leerzeile danach. Es schließt sich ein kurzer Absatz mit deiner Bitte an. Zuletzt stehen die Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ ohne Komma, drei Leerzeilen für die Unterschrift und dein Name. Jeder dieser Schritte entspricht einer Zeile aus der Liste oben.
Etwas Besonderes gilt für Post ins Ausland: Die Norm behandelt die Auslandspostanschrift eigens. Außerdem ist die Leerzeile vor der Ortsangabe in der neueren Fassung weggefallen. Wenn du eine alte Briefvorlage hast, lohnt sich deshalb ein Vergleich mit der Vorlage von dieser Seite.
Abstände und Leerzeilen auf einen Blick
Bei den Abständen passieren die meisten Fehler. Diese Werte nennt die Norm für den Geschäftsbrief:
| Briefteil | Regel | Abstand |
|---|---|---|
| Linker Rand | Die Zeilen beginnen an der Fluchtlinie. | 2,5 cm vom linken Blattrand |
| Anschrift | Höchstens neun Zeilen, innerhalb der Anschrift keine Leerzeilen. | Das Anschriftfeld beginnt 4,5 cm unter der Blattkante. |
| Betreff | Fett, höchstens zwei Zeilen, ohne Punkt am Ende, nicht unterstrichen. | Danach bleiben zwei Zeilen frei. |
| Anrede | Sie beginnt an der Fluchtlinie. | Danach folgt eine Leerzeile. |
| Absätze | Der Text steht mit Zeilenabstand 1. | Zwischen zwei Absätzen steht eine Leerzeile. |
| Grußformel | Ohne Komma. | Eine Leerzeile Abstand zum Text. |
| Unterschrift | Hier setzt du deine handschriftliche Unterschrift. | Drei Leerzeilen, bevor der Name kommt. |
| Anlagen- und Verteilvermerk | Sie stehen unter dem Namen. | Eine Leerzeile Abstand; bei wenig Platz rechts neben der Grußformel, 125 mm vom linken Blattrand entfernt. |
Für den linken Rand ist die Zahl eindeutig: 2,5 cm. Für den rechten und den unteren Rand nennen Ratgeber im Netz unterschiedliche Werte. Rate deshalb nicht, sondern übernimm die Seitenränder der Vorlage. Lege Abstände am besten mit einer Tabelle an und nicht mit vielen Tabulatoren, dann verrutscht beim Bearbeiten nichts.

Brief anlegen und vor dem Absenden prüfen
Bei geschäftlichen Briefen erleichtern vollständige Kontaktdaten, ein genauer Betreff und ein eindeutiges Datum die Bearbeitung. Nenne bei einem Termin deshalb nicht nur „nächsten Dienstag“, sondern ergänze das Datum. Als formelle Grußformel passt „Mit freundlichen Grüßen“, bei einer bestehenden Beziehung auch „Freundliche Grüße“. Auf einem üblichen Briefumschlag steht die Empfängeranschrift im unteren rechten Bereich und der Absender oben links.
So kommst du mit wenig Aufwand zu einem fertigen Brief:
- Vorlage öffnen: Starte mit der Vorlage von dieser Seite, statt Ränder und Abstände selbst einzustellen.
- Teile füllen: Trage Absender, Anschrift, Datum, Betreff und Anrede der Reihe nach ein.
- Text schreiben: Halte dich an kurze Absätze und trenne sie durch je eine Leerzeile.
- Schluss setzen: Schreibe die Grußformel, lass drei Leerzeilen für die Unterschrift und setze dann den Namen.
- Kontrollieren: Gehe die Liste unten durch, bevor du den Brief absendest.
Das solltest du vor dem Absenden kontrollieren:
- Namen und Daten: Stimmen Schreibweise von Namen, Anschrift, Datum, Aktenzeichen und Beträgen?
- Anrede und Gruß: Passen sie als Paar zusammen, etwa „Sehr geehrte Frau Nguyen“ und „Mit freundlichen Grüßen“?
- Erster Satz: Nach einer Anrede mit Komma beginnt er klein, außer es folgt ein Substantiv oder ein Name.
- Anlagen: Hast du erwähnte Dokumente tatsächlich beigelegt und am Ende als Anlage genannt?
- Länge: Sind doppelte Informationen entfernt und sehr lange Sätze geteilt?
- Einheitlichkeit: Sind Datumsschreibweise und Abstände im ganzen Brief gleich?
Brief oder Hausarbeit: Was gilt wo?
Die DIN 5008 beschreibt Briefe und andere Schriftstücke im Büro. Für Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten gilt sie nicht automatisch: Dort geben dir Institut oder Lehrstuhl Seitenränder, Zeilenabstand und Schriftgröße vor. Frag dort nach, bevor du dich an die DIN 5008 hältst.
Schreibst du selbst eine Arbeit, in der die Norm vorkommt, helfen dir diese Seiten weiter. Ein Beispiel für eine Untersuchung wäre die Frage, ob die Briefe einer Organisation das Anschriftfeld 4,5 cm unter der Blattkante einhalten. Eine solche Frage ist klein genug, um sie mit der Norm in der Hand zu beantworten.
- Allgemeine Regeln für Stil und Aufbau findest du beim Thema wissenschaftliches Schreiben. Einen Überblick gibt dir der Text über die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit, und für den Aufbau im Detail hilft die Gliederung einer Hausarbeit.
- Willst du Briefe untersuchen, braucht deine Arbeit eine klare Frage. Dabei hilft dir die Seite zum Thema Forschungsfrage formulieren. Eine wissenschaftliche Argumentation baust du daraus Schritt für Schritt auf. Zur Wahl des Vorgehens passen die Methoden wissenschaftlicher Arbeiten, und ob qualitative und quantitative Forschung zu deiner Frage passt, liest du dort nach.
- Zitierst du die Norm, brauchst du Belege. Die Seiten zu Literaturverzeichnis erstellen, Quellenangaben richtig zitieren und Zitierweisen zeigen dir, wie das geht. Welche Form du nutzt, etwa die Regeln der deutschen Zitierweise oder die Harvard-Zitierweise, bestimmt die Vorgabe deiner Hochschule.
- Übernimmst du Text aus einer Norm, kennzeichne das. Wie du Plagiat vermeiden kannst, steht auf einer eigenen Seite.
Mehr zur Schreibweise findest du im Beitrag deutsche Zitierweise.
Quellen und Stand
- Kurz erklärt: www.din.de (geprüft am 2026-08-30)
